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Happy Trails in Wyoming und Colorado

3 Wochen durch Woyming und Colorado im Herbst 2011

1. Tag / Sonntag 28. August

Wir haben heute wirklich ausreichend Zeit für alle Tätigkeiten, die noch zu Hause erledigt werden müssen. Unser Flug geht erst am Nachmittag, das ist ganz nett, denn so kann man auch ausschlafen und muss nicht ewig in der Früh schon raus und dann gleich hetzen. Eigentlich ist es zuviel Zeit, wie es sich gezeigt hat, denn wir sind schon fertig und warten vor dem Haus auf unseren Fahrdienst, das hat es bislang auch noch nicht gegeben. Pünktlich um 12.07 Uhr fährt der Opel vor und wir laden unsere 3 großen Taschen ein und verabschieden uns. Mit dem gesamten Camping "Geraffel" (gemeint sind die Utensilien) haben wir es nicht geschafft alles in 2 Taschen zu verpacken.

Die Fahrt geht gemütlich bei schönstem Sonntagswetter nach München und wir erreichen den Flughafen nach einer Stunde und werden abgesetzt. So nun erst mal einchecken und das Gepäck los werden. Einen Sitz am Notausgang bekommen wir zwar nicht, dafür spuckt der Drucker dann doch noch 2 nebeneinander liegende Sitze für den Weiterflug von Chicago nach Denver aus. Um den Aufpreis von 70 € für die 3. Tasche kommen wir nicht rum, sind aber nun das Gepäck los. Wir gehen in den Zentralbereich, wo Elke noch eine Kleinigkeit isst und einen Kaffee trinkt. Auf dem großen Platz zwischen den Terminals findet heute eine Meisterschaft im Surfen an der stehenden Welle statt, ist ja auch mal interessant. Hinterher gehen wir durch die Sicherheitskontrolle, wo ich Elke schon das erste Mal verliere und wieder aus der Reihe zurück muss um mich erneut anzustellen. Der Andrang ist aber nicht sehr groß, so dass das kein Problem ist. Im Duty Free erstehen wir eine kleine Flasche Famous Grouse, gute Angebote sind heute leider nicht zu finden. Vor dem Gate ist noch eine weitere Sicherheitskontrolle, die es zu meistern gilt, dann können wir uns noch für ein paar Minuten setzen, bevor das Boarding beginnt, das dauert zwar recht lange, aber wir erreichen dann unsere Plätze in Reihe 34 und machen es uns so bequem wie möglich.

Der Flug ist recht angenehm, der nahende Sturm Irene ist nicht zu spüren, wir fliegen nur eine ungewöhnlich südliche Route. Die Landung in Chicago ist nach 9,5 Stunden und nun geht der Stress los. Wir müssen durch die Immigration und den Zoll, dann die Koffer wieder aufgeben und das Terminal wechseln und dort wieder durch eine Sicherheitskontrolle und das in 2 Stunden. Ein Programm, das einen schon ins Schwitzen bringen kann. Immigration und Zoll haben wir glücklicherweise in 30 Minuten hinter uns gebracht und so ein kleines Zeitpolster bekommen. Die Fahrt zum Terminal 1 dauert etwas und dann kommt die lange Schlange an der Kontrolle. Auch die ist geschafft und da gerade jetzt das Boarding beginnen sollte, aber davon noch nichts zu sehen ist, ist noch Zeit für einen Tee. Während Elke ihren Tee noch etwas aufpimpt, schaue ich mir am nächsten Laden die Auslage an und plötzlich ist Elke verschwunden, das gibt es doch nicht, wo kann sie nur sein? Der einzige Weg denn sie genommen haben könnte ist Richtung Ausgang, also schnell hinterher, aber ich kann sie nicht sehen. Also wieder zurück vielleicht am Gate, aber auch da ist sie nicht. Ich möchte sie gerade ausrufen lassen als sie auftaucht, Glück gehabt. Sie hat tatsächlich den Abzweig genommen und ist der Menge gefolgt und musste, als sie den Irrtum bemerkte, wieder zurück. Ich bin schon ganz schön ins schwitzen gekommen. Das Boarding zieht sich dann etwas hin und bis wir abheben können vergeht eine lange Zeit.

Der Weiterflug ist dann auf 2 Stunden angesetzt, die ganz schön holprig werden, wir schlafen aber jetzt die meiste Zeit und sind froh, als wir endlich in Denver landen. Der Weg zum Main Terminal ist lange und als wir dort eintreffen, ist unser Gepäck schon da, na prima. Auf zur nächsten Etappe, den Mietwagen holen. Im Bus sind wir die einzigen und auch bei Dollar kommen wir sofort dran. Das einzige was etwas mehr Zeit kostet, ist die Auswahl des Wagens auf dem Parkplatz. Es gibt eigentlich nur die Wahl zwischen mehreren Ford Escape und Jeep Liberty, aber auch die ist nicht einfach.

Schließlich nehmen wir doch einen Ford Escape und fahren vom Hof und sind nach einer halben Stunde Fahrt im Motel. Mittlerweile ist es halb zwölf, daheim wäre es jetzt halb acht in der Früh und somit sind wir seit nahezu 24 h auf den Beinen. Wir fallen totmüde ins Bett und schlafen gleich ein. Die Klima müssen wir allerdings an lassen, da es draußen immer noch über 20° hat.


Übernachtung: La Quinta, Westminster 65,86$
Gefahren: 42 km

2. Tag / Montag, 29. August

Wir wachen kurz vor 6 Uhr auf und ich gehe erst mal duschen, dann wird noch etwas Gepäck umsortiert und der Magen meldet sich auch schon, also auf zum Frühstück und wir freuen uns auf dampfenden Kaffee und die übrige Auswahl. Danach wird nochmal etwas geräumt und dann alles ins Auto verstaut. Die Sonne scheint und es ist auch schon sehr warm, so fahren wir ein kurzes Stück bis zum nächsten Walmart. Dort wird die Einkaufsliste abgearbeitet und das dauert mehr als eine Stunde. Wir lassen über 300 $ an der Kasse, was uns doch etwas schockt, aber es läßt sich alles gut auf dem Kassenbon nachlesen.

WoymingDie Fahrt geht nun los, zunächst auf der I-25 nach Norden. Nächstes Ziel ist Cheyenne, die Hauptstadt von Wyoming. Dort entern wir den AAA und bekommen alle gewünschten Karten und Tourbooks. Nebenan möchte Elke noch nach einem Vliespulli schauen, wird aber nicht fündig, dafür essen wir in der Mall gleich zu Mittag.

Es geht weiter durch zeitweiligen starken Regen auf der I-80 nach Westen. Die Sonne scheint aber schon bald wieder und das Thermometer steigt auf 30°. Bei Rawlins verlassen wir die Interstate und tanken günstig an der City Market Tankstelle mit Kundenkarte. Dann geht es auf dem Highway 276 nach Nordwesten. Zwischenstopp in WoymingDie Landschaft wird von flacher Prärie dominiert, mit zunehmenden Meilen gen Westen wird es hügelig und es kommen auch schon mal Felsen zum Vorschein. Die Wolken bereichern die Landschaft und so ziehen wir flott auf der kaum befahrenen Strasse dahin. Es sind 200 Meilen die sich dann ganz schön ziehen, aber noch vor Sonnenuntergang erreichen wir Dubois, wo wir auf dem KOA Campground eine Cabin reserviert haben. Wir laden nur das Nötigste aus und fahren dann auch gleich wieder um die Ecke ins Cowboy Cafe was Essen. Hier gibt es Buffalo Burger, wobei der geschmacklich auch nicht anders ist als die Beef-Variante – Elke bestellt den letzten Teller Eintopf. Dann richten wir unser Bett, Andy schreibt noch den Bericht und sichtet die ersten Bilder.

Cabin in Dubois

Übernachtung: KOA, Dubois 66,52$
Gefahren: 715 km

3. Tag / Dienstag, 30. August

Die Nacht war unruhig; erst war es zu warm in der Cabin, gegen 3 h morgens mussten wir beide raus und dann wurde es mit 4 °C ziemlich kalt in der Hütte. Wir haben noch bis 6.30 h geschlafen, sind dann aber raus aus den Schlafsäcken und haben uns ums Frühstück gekümmert. Der gekaufte lösliche Kaffee ist ganz gut; dafür ist das Milchpulver für unser Müsli grauenvoll. Wir beschließen, die Flocken für die nächsten Tage beim Wandern eben nur mit heißem Wasser und ohne Milchpulver zu essen; hinterher werden wir uns Frischmilch besorgen, wenn wir diese auch kühlen können.

Brooks LakeBis wir alles wieder verstaut haben, ist schnell eine Stunde um und 8.00 h geht es weiter durch und über die Berge Richtung Teton. Wir machen einen kurzen Abstecher an den Brooks Lake mitten in den Bergen, bevor es über die Riesenbaustelle am Togwotee Pass wieder hinunter geht und die Tetons nun ins Blickfeld rücken.

Grand Teton National ParkMajästetisch sehen die Gipfel aus und die Szenerie ist beeindruckend. Die Aspen sind noch satt grün, auch die Wiesen und es blühen auch noch einige Wildflowers, obwohl der Herbst mit einem Fuß schon in der Türe steht. Es hat hier zwar "nur" 20 °C, in der Sonne ist es aber ganz schön warm.

Grand TetonsWir fahren direkt Richtung Jenny Lake Visitior Center und man schickt uns in die benachbarte Ranger Station für das Backcountry Permit und die bärensicheren Container. Wir haben 25 $ Eintritt für 7 Tage Teton NP berappt, da unser Annual Pass abgelaufen ist. Dafür kostet weder das Backcountry Permit noch das Ausleihen der Container einen zusätzlichen Cent und man ist sehr freundlich und nett und gibt uns noch eine Einweisung, wie wir uns in der Wildnis verhalten sollen. Auch ein Bärenspray gibt man uns mit, das ein anderer Wanderer nicht brauchte und dort wieder abgegeben hat. Im Death Canyon wurde ein Bär gesichtet, der sich dort seit einiger Zeit aufhält und auf den wir stoßen könnten. Das Wetter verspricht in den nächsten Tagen stabil und gut zu bleiben; es sieht also gut aus, mit unserem Vorhaben.

Da es bereits auf Mittag zugeht, fahren wir weiter nach Jackson Hole und gehen Essen und anschließend noch ein wenig Bummeln. Wie erwartet, sind die Preise hier entsprechend hoch, eine Galerie reiht sich an der anderen, Souvenir- und T-Shirt-Läden gibt es en masse, es ist jedoch nicht so viel los, wie wir an Menschenmassen eigentlich erwartet hatten. Wir tanken noch, Elke holt sich einen Kaffee und dann geht es nach Driggs, wo wir um 16.30 h im Motel eintreffen, unser Auto ausladen und die Rucksäcke beladen. Das ist ein ganz schöner Akt; alles was wir in den nächsten Tagen benötigen, auf die beiden 45 + 10 l Rucksäcke zu verteilen, zumal wir zwei bärensichere Container für die Lebensmittel haben, die einiges an Platz beanspruchen. Wir überlegen noch, wo wir noch "abspecken" können und bekommen schließlich alles unter, wenn auch knapp. Beim Italiener in der Nachbarschaft gibt es heute Abendessen. Anschließend genißen wir nochmal den Komfort des Motels und gehen dann auch schon bald ins Bett, um morgen frisch und gut ausgeruht die Tour angehen zu können.


Übernachtung Best Western Driggs, Idaho 97,61$
Gefahren: 318 km

Weitere Bilder des Tages

Backpacking Tour in den Tetons

Der Bericht der folgenden Tage ist in einem eigenem Artikel veröffentlicht worden und kann über diesen Link aufgerufen werden. Achtung nicht beirren lassen, die Tageszählung startet dort wieder bei eins. Am Ende ist dort wieder ein Link hierher zurück.

11. Tag / Dienstag 6. September

Wir haben gar nicht so gut geschlafen wie vermutet, aber doch wesentlich bequemer und wärmer als in den letzten Tagen. Kurz nach 7.00 h gehen wir frühstücken. Anschließend heißt es zusammenpacken, wir gehen im hiesigen Supermarkt einkaufen für die nächsten Tage, d.h. Feuerholz, Grillgut und sonstige Lebensmittel, da es mit Möglichkeiten Richtung Yellowstone eher spärlich aussieht.

Wir fahren wieder nach Jackson, tanken noch bei Maverick und erstehen im K-Mart eine Decke für Andy's Schlafsack. Mittlerweile ist es auch schon mittag und wir gehen nochmal bei Wendys essen. Wie auch beim letzten Mal ist hier jede Menge los, da es im gesamten Ort nur Mc Donalds und Wendys als Kette gibt.

Am Jenny LakeNächste Station ist die die Rangerstation am Jenny Lake, wo wir unsere Bärencontainer wieder abgeben. Das geht ruck zuck und wir suchen uns auf dem Campground nebenan eine Site. So wie es aussieht, haben wir gegen 14.00 h die letzte freie ergattert. Wir pinnen unsere Reservierung fest und gehen noch ein wenig am See entlang. Mittlerweile ziehen dunkle Wolken auf und so wie es aussieht, kommt da heute noch was runter.

Am Jenny LakeWir wechseln nochmal die Richtung und gehen zum Fähranleger, der die Hiker und Ausflügler vom Parkplatz zum oder zurück vom Cascade Canyon bringt. Irgendwann am Moose Pond beginnt es zu tropfen und wir drehen um; zusammen mit einem Paar aus Vorarlberg und wie sich herausstellt, kennen sich Andy und Werner W aus dem USA-Forum. Wir haben trotz mittlerweile stark einsetzendem Regen eine nette Unterhaltung auf dem Rückweg zum Parkplatz und die beiden berichten von ihren Eindrücken und Tiersichtungen von vor einigen Tagen im Yellowstone.

Gut durchnässst erreichen wir den Store beim Jenny Lake und gehen uns erstmal im Restroom etwas trocknen. Wie gut, dass wir das Zelt noch nicht aufgebaut haben. Im Store nebenan treffen wir dann noch Caroline und Gregg von Scotts Wandertruppe, mit denen wir zusammen am Marion Lake eine Nacht verbracht haben. Sie sind heute erst von ihrem Hike zurückgekehrt und sichtlich erledigt. Andy tauscht noch eMail-Adressen aus und dann verabschieden wir uns und wärmen uns noch ein wenig im Store.

Camp Jenny LakeWir kehren zurück zu unserer Campsite, bauen das Zelt auf und Andy schmeißt den Grill an. Die Kohlen brauchen ziemlich lange und bis wir essen können ist es bereits 19.30 h. Es ist irre feucht und alles was wir aus dem Auto holen, läuft gleich an. Zum Sitzen ist es so nicht gemütlich, wir gehen noch eine kurze Runde an den See, jedoch ist mit Abendstimmung und Fotografieren nicht mehr viel geboten. Zurück an der Campsite gibt es noch ein prasselndes Campfire und wir stellen uns die Bank so hin, dass wir gut durchgewärmt werden.

 

Übernachtung: Jenny Lake Campground, 20,50 $
Gefahren: 143 km

Weitere Bilder des Tages

12. Tag / Mittwoch 7. September

Mittwoch, 7.9.

Die Nacht war mit der zusätzlichen Decke recht angenehm und es ist erst 6.00 h als wir aufstehen. Wir starten auch gleich los Richtung Schwabacher Landing; wenn man schon mal hier ist, sollte man den Fotospot auch gesehen haben. Vom Campground bis zur Moose Junction, wo wirklich zwei Moose Bullen neben der Straße grasen – für ein Foto ist es aber noch viel zu dunkel – und zum Abzweig Schwabacher Landing sind wir gute 20 Minuten unterwegs. Hier stehen kaum Autos; scheinbar ist heute absolut nicht das Foto zu haben, denn sonst würden sich hier die Fotografen auf die Füße treten.

The Tetons at Schwabacher LandingWir gehen ein Stück am Snake River entlang wo auch die übrigen Fahrzeughalter Position bezogen haben und harren der Sonne, die die Tetons beleuchten soll. Es ist bewölkt und wir sind etwas unsicher, ob das überhaupt was wird. Andy ist beschäftigt und ich komme mit einer Frau aus Texas ins Gespräch, deren Mann ebenfalls auf den "Fang" des heutigen Tages wartet. Wir unterhalten uns rege und so vergeht die Zeit auch recht schnell. Da die Texaner auch beide viel im Westen unterwegs sind und gerne wandern, gibt es für uns genügend Gesprächsstoff. Sie bedankt sich nach knapp einer Stunde sehr herzlich, dass ich ihr die Zeit vertrieben habe; auch für mich war es sehr nett. Die Sonne schafft es tatsächlich noch, die Tetons zu beleuchten, wenn auch nicht so perfekt, wie von vielen Magazinen oder Postern bekannt.

Mormon RowWir fahren noch zur Mormon Row; ein paar alte Holzschuppen, mit Weideflächen und den Tetons im Hintergrund. Bis wir zurück am Zeltplatz sind, ist es kurz vor 9.00 h und wir haben Hunger. In kurzer Zeit ist der Kaffee fertig, die Sonne kommt langsam raus und wir genießen bei angenehmer Temperatur das Frühstück.

Yellowstone National ParkDann heißt es erneut zusammenpacken und wir fahren Richtung Yellowstone. Dort treffen wir auch gegen 12.00 h ein, kaufen uns dann doch noch einen Annual Pass und hoffen, den noch für den Dinosaur NP und bis nächstes Jahr Ende September nutzen zu können. Wir halten im Grant Village, gehen kurz in das Visitor Center und reservieren auf dem benachbarten Campground eine Site für Madison; so haben wir jetzt keine große Eile, sofort dorthin zu kommen und können uns noch ein wenig Zeit lassen. Im Store vom Grant Village schauen wir auch noch kurz rein, das Fleischangebot ist aber recht spärlich und so beschließen wir, dass wir – wenn wir morgen nach Mammoth Hot Springs fahren, auch die 5 km weiter bis Gardiner in Kauf nehmen können und dort nochmal in einem Supermarkt Fleisch zu holen. Unsere Kühlbox ist für einen größeren Vorrat einfach zu klein.

Am Old Faithful (danach)Wir picknicken auf dem Weg zum Old Faithful und dort machen wir wie Massen anderer Touris auch Halt. Dass hier was geboten ist, war uns klar, dass es aber so viele sind, konnten wir uns nicht vorstellen. Hier gibt es ein neues Visitorcenter und auch da schauen wir kurz rein. Dann nichts wie weg und zum Grand Prismatic Spring. Wir biegen beim Fairy Falls Trailhead ab und gehen ein Stück entlang, bis es einen Trampelpfad nach oben geht, von dem man aus einen guten Blick auf den bunten Pool hat. Wir fotografieren aus etlichen Perspektiven, steigen noch ein wenig zwischen den vielen Baumstämmen hindurch und treffen auf ein paar Doktoranden der Astro-Physik aus Tübingen, die in ein paar Tagen in Jackson Hole zu einer Konferenz geladen wurden.

Grand Prismatic Spring

Grand Prismatic Spring Rabe Stau wegen Tiersichtung Bisons. Deswegen der Stau

Als wir Richtung Auto zurückgehen, ist es bereits 16.00 h und Zeit, nach Madison aufzubrechen und auf den Campground zu gehen. Die dunklen Wolken, die zwischenzeitlich wieder am Himmel stehen, verheißen nichts Gutes und als wir in Madison ankommen, regnet es auch. Wir warten noch eine ganze Weile im Auto, bis der Regen nachlässt, Andy hält es aber nicht lange aus und beginnt schon mal, die Holzkohle zu entzünden. Als wir dann endlich das Zelt aufbauen wollen, beginnt es erneut zu tröpfeln und alles wird nass. Na klasse, das macht Laune. Wir bauen aber dennoch in Windeseile auf, dann hört es endlich auf und wir können dann auch grillen. Die Elk-Burger, die wir in Jackson Hole gekauft haben, sind ganz lecker, wenn auch nicht von normalem Rindfleisch großartig zu unterscheiden. Es gibt dazu Tomatensalat, geröstetes Brot und gegrillte Zucchini. Wir spülen schließlich noch ab und drehen noch eine kleine Runde an den Fluss direkt beim Campground.

Sonnenuntergang im YellowstoneEs hat eine schöne Abendstimmung, die wir noch fotografieren. Wir fahren auch mit dem Auto noch eine kleine Runde und können noch ein paar Bisons sehen, dafür ist es allerdings dann doch schon zu dunkel. Überhaupt haben wir heute kaum Tiere gesehen, bei den Menschenmassen und Blechlawinen, die sich hier auf der Straße bewegen, aber auch kein Wunder. Wir wollen morgen früh wieder um 6.00 h los und mal sehen, ob sich da was tummelt. Hinterher wieder Frühstück und zsuammenpacken und die nächste Nacht auf dem Campground – der ist first come first serve – wollen wir in Mammoth Hot Springs bleiben.

 

Übernachtung: Madison Campground, Yellowstone – 21.97 $
Gefahren: 184 km

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13. Tag / Donnerstag 8. September

Am Gibbon RiverWir stehen um 6.30 h auf in der Hoffnung, so früh morgens ein paar Tiere sehen zu können. Die Sonne kämpft sich schon langsam durch und taucht das Tal des Gibbon River in ein tolles Licht; es steigt Dampf aus den Wiesen auf, Tiere sind aber keine unterwegs. Wir fahren wieder ein Stück retour am Fluss entlang, aber außer ein paar Bisons ist nichts unterwegs. Andy schießt das ein oder andere Foto und die Zeit vergeht rasend schnell. Wir fahren noch ein Stück in die entgegengsetzte Richtung zu den Gibbon Falls, aber auch hier will sich kein Tier zeigen.

Gegen 8.00 h sind wir zurück am Campground und nun gibt es erstmal Frühstück. Wir packen dann auch rasch zusammen, spülen noch ab und da fallen Elke dann auch beide Tassen herunter und das Emaille springt natürlich ab. Mist, sie ärgert sich ganz schön.

Nebel
 an den Artists Paint 
PotsWir brechen auf und fahren nach Norden und unterwegs halten wir noch an den ein oder anderen Sights; die Artists Paint Pots meint Elke, auch damals mit Thomas in 1997 schon mal besichtigt zu haben. Die Landschaft wechselt permanent ab und es gibt nun wieder Willows, die Leibspeise von Elchen, aber auch von denen lässt sich keiner blicken.

Yellowstone ArchNach 11.00 h erreichen wir Mammoth Hot Springs und checken auch gleich auf dem Campground ein. Wir sehen uns unsere Site an und fahren weiter nach Gardiner, da wir noch für die kommenden Tage Grillfleisch benötigen und die Stores im Park nur sehr wenig Auswahl zu horrenden Preisen haben. Gardiner liegt bereits in Montana, ist nicht sonderlich groß, hat aber einen gut sortierten Supermarkt, ein paar Motels, ein Post Office und einige Restaurants. Wir erstehen Bison- und Rindersteaks sowie ein wenig Grünzeug und Brot. Auch etliche Postkarten gehen mit über die Ladentheke; die Kassiererin ist über die Menge mehr als erstaunt und fragt uns, woher wir denn her und ob wir das erste Mal hier sind. Wir schauen noch in ein Sportgeschäft rein, das mit einem Sale und 45 % Rabatt wirbt und gehen noch in einem Diner was Essen.

Dann geht es wieder zurück nach Mammoth Hot Springs ins Visitor Center und wir entschließen uns für einen Hike zu den Beaver Ponds. Die Sonne knallt ganz schön vom Himmel und wir schnaufen den Hang hinauf und die 8 km Roundtrip zu den Beaver-Ponds und zurück zum Auto schlauchen uns heute ganz schön. Die Wanderung ist ganz nett, reißt uns aber nicht vom Hocker. Der ursprüngliche Plan, die Sinterterrassen am Abend zu fotografieren wird verworfen, weil diese nur morgens wirklich gut wirken.

AttentionWir genehmigen uns im General Store von Mammoth noch zusammen ein Moose-Tracks-Eis und dann bauen wir unsere Hütte auf dem Campingplatz auf und richten uns ein. Andy wirft auch kurze Zeit später den Grill an und wir essen kurz vor Sonnenuntergang unsere Buffalo-Steaks. Sind ganz gut, aber nicht so zart wie erwartet. Bei angenehmener Spätsommerabendtemperatur schreibt ElkeKarten und es gibt noch ein Campfire. Irgendwann kommt Wind auf und es sieht ein wenig nach Regen aus; doch so wie der Wind aufkommt, hört er auch wieder auf und wir kriechen gegen 22.00 h in die Schlafsäcke. Die Nachttemperatur soll heute lt. Wetterbericht bis 8 °C heruntergehen, also werden wir die Decken vielleicht gar nicht benötigen.

Mammoth Hot Springs Camp

Gelaufen: 8 km
Campground: Mammoth Hot Springs ca. 17 $
Gefahren: 136 km

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14. Tag / Freitag 9. September

Die Nacht war super angenehm; erst in den frühen Morgenstunden wurde es etwas kühler – wir haben richtig gut und erholsam geschlafen. Kurz vor 7.00 h sind wir auch schon auf und fahren zu den Sinterterrassen, um ein paar Fotos zu machen. Die Sonne ist gerade am Aufgehen; als genau richtig. Die Szenerie ist richtig toll, wenn auch mittlerweile nicht mehr so viel Wasser fließt, wie noch vor ca. 15 Jahren. Wir lassen uns Zeit und probieren etliche Perspektiven aus, dann fahren wir noch ein Stück zu den lower Teraces und auch da gibt es noch ein paar Motive.

Sinterterassen Mammoth Hot Springs Sinterterassen
 Mammoth Hot Springs Sinterterassen
 Mammoth Hot Springs

Schließlich geht es wieder retour zum Campground; wir haben Hunger auf Frühstück und können dies in der Morgensonne einnehmen. Same procedure as every day; wieder alles abbauen und einräumen, abspülen, Morgentoilette und dann kann es auch schon losgehen. Mittlerweile sind wir flott dabei und liegen gut in der Zeit.

Bisons im Lamar ValleyHeute geht es ins Lamar Valley, wo wir eigentlich eine Nacht bleiben wollen. Beim Wollen bleibt es letztlich, als wir den Campground Slough Creek gegen kurz vor 11.00 h erreichen, ist dieser schon voll. Der nächste Versuch bei Pebble Creek bleibt auch erfolglos, so wie es aussieht, wird es mit der geplanten Übernachtung hier nichts. Wir sind herb enttäuscht und haben uns das so nicht vorgestellt. Außer Buffalos ist leider auch so gar nichts an Tieren unterwegs; auch keine Elk's sind zu sehen.

Grand Canyon of YellowstoneWir drehen also wieder um, fahren das Lamar Valley wieder retour bis Roosevelt Tower und sehen dann auch, dass der nächste Campground bereits voll ist. Wir fotografieren noch ein wenig an den diversen Sights, die auf dem Weg liegen und fahren weiter gen  Süden ins Grant Village. Der Campground hier ist bereits "closed for season"; können wir auch nicht verstehen. Also weiter, wir sind beide ziemlich genervt – bleibt nur noch der Campground ganz im Süden bei Bay Bridge. Mittlerweile ist es schon nach 13.00 h, wir haben Hunger und wollen aber erst mal eine Bleibe finden. Die gibt es dann auf dem 473 Stellplätze-zählenden Bay Bridge Campground und wir checken auch gleich ein.

Upper FallsJetzt gibt es erst mal Lunch und dann ziehen wir auch gleich nochmal los zum Grand Canyon of the Yellowstone und ins Hayden Valley. Wir fahren den South Rim ab, nehmen auch noch den North Rim mit und machen noch einen kurzen Stop im Grant Village für einen Kaffee und ein Eis.

Bisons im Hayden ValleyÜber's Hayden Valley, wo es jede Menge Bisons ganz nahe an der Straße zu sehen gibt und an einer Parkbucht jede Menge "Spectors" für Wolfbeobachtungen stehen (hatten wir heute mittag schon angehalten und konnten einen schwarzen Wolf sehen – allerdings nur mit großem Fernglas, durch das uns freundlicherweise ein "Spector" durchschauen ließ). Die Beobachter sind nun um ein Vielfaches mehr geworden; scheinbar ist es ganz ungewöhnlich, dass die Wölfe im Hayden Valley anzutreffen sind. Wir können im Moment nichts beobachten, sehen einen Bald Eagle in weiter Entfernung und wie erwähnt jede Menge Bisons.

Mud VolcanoAm Mud Volcano machen wir auch noch Halt und dann geht es allmählich zurück zum Campground. Andy entzündet die letzten Grillkohlen und entfacht heute ein großes Grillfeuer; die Sirloin Steaks sind ziemlich dick und die brauchen Hitze. Es ist bereits dunkel, als wir endlich essen können, das Fleisch ist superzart und superlecker ..... echt genial. Wir verbrennen anschließend noch das gesammelte Firewood und machen ein hübsches Feuerchen und gegen 22.00 h geht es wieder in die Falle.

Bridge Bay Camp

Übernachtung: Bay Bridge Campground, 22.97 $
Gefahren: 256 km

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15. Tag / Samstag 10. September

Wir stehen gegen 7.00 h auf und so mitten im Wald ist es ziemlich frisch, während wir frühstücken. Wir brauchen dafür auch nicht allzu lange, auch nicht fürs Zusammenpacken. 1,5 h später sind wir startklar, entsorgen noch unseren Müll und dann kann es losgehen. Das Feuer auf der Ostseite des Parks, das wir gestern Abend gut vom Campground aus sehen konnten, hat eine dicke Dunstwolke hinterlassen und die Sicht ist dadurch ganz schön getrübt. Wir fahren die 2 Meilen zurück zur Junction Bay Bridge und zweigen ab Richtung East Entrance nach Cody. Kurze Zeit später sind direkt am Straßenrand wieder Buffalos zu sehen und wir machen noch ein paar Fotos, da die Tiere direkt bei einigen dampfenden Löchern stehen.

Bisons am Morgen ... Bisons am Morgen ... Bisons am Morgen ...

Rauchschwaden ziehen durch den WaldDann geht es durch dichten Qualm durch den Wald und noch vor 12.00 h erreichen wir Cody. Wir machen kurz Halt an einem Outfitterladen um nach den im Jenny Lake Store entdeckten doppelwandigen Edelstahltassen zu schauen. Die gibt es hier aber nicht, auch das übrige Angebot ist nicht so unsere Kragenweite. Der Ort des berühmten Buffalo Bill ist ganz nett anzusehen, allerdings auch nicht so sehr, dass er für ein weiteres Aussteigen "anmacht".

Weiter geht es nach Thermopolis, wo wir dann bei Mc Donald's Mittag machen. Hier ist Hochbetrieb; eine Jungenmannschaft hat nach einem "Sporteinsatz" dort Pause und es geht richtig rund. Wir müssen etwas auf unser Essen warten; bei Andy werden die Pommes vergessen, aber egal. Der Angus-Burger ist ganz o.k. Weiter geht es Richtung Süden und die Strecke zieht sich; teilweise ist sie sehr abwechslungsreich; die Strecke vom N.P. bis Cody war sehr Wild-West-Like. In Riverton machen wir nochmal kurze Pause für ein Eis und dann geht es weiter bis nach Rock Springs, wo wir gegen kurz nach 17.00 h eintreffen und auch gleich im Best Western einchecken. Wir suchen nicht lange; wollen eigentlich nur noch eine Dusche und dann Abendessen. Wir können direkt das Auto vor dem Zimmer parken, laden aus und dann heißt es erstmal ausgiebig duschen; welch ein Luxus. Andy lädt derweil Bilder und dann geht es zum Abendessen.

Obwohl Rock Springs um die 18.000 Einwohner hat, ist das Zentrum sehr übersichtlich und wir entscheiden uns, bei Dennys zu Abend zu essen. Der Service lässt ein wenig zu wünschen übrig, wir müssen mehrmals nachhaken, bis wir das vollständige Essen bekommen. Andy bekommt zwischenzeitlich Nachricht von unserer Alaska-Bekanntschaft, die in Montrose lebt. Wir werden am Montagabend erwartet und für Dienstag wollen Clay und Shannon mit uns noch eine Wanderung machen. Das freut uns sehr. Nach dem Essen geht es zurück ins Zimmer und dort lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

 

Übernachtung: Best Western, Rock Springs 92,33$
Gefahren: 591 km

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16. Tag / Sonntag 11. September

++ 10 Jahrestag des Attentats auf das World Trade Center ++

Wir schlafen trotz weichem Bett nicht sehr gut; es ist viel zu warm im Zimmer und mitten in der Nacht geht der Alarm des Radioweckers los. Der bekommt von Elke auch gleich das Aus. Um 6.45 h wacht Elke nochmal auf; der Wecker ist allerdings um eine Stunde falsch gestellt, also noch eine Stunde weiterschlummern, aber so recht will ihr das nicht gelingen. Andy dagegen schlummert noch eine ganze Weile vor sich hin, bis er gegen kurz vor 8.00 h zum Frühstück geweckt wird. Wir machen uns fertig und marschieren ins Restaurant, bekommen einen Platz und müssen unsere Auswahl auf einem Zettel treffen. Der Kaffee ist ein wenig dünn, dann kommt die Bestellung – Oatmeal, Sourdoughtoast, scrambled Eggs, Pancakes, Bacon und Potato-Wedges. Das hört sich mächtig an, ist aber mengenmäßig recht überschaubar. Elkes Oatmeal ist fast kalt und sie bittet, dass die Waitress dieses nochmal kurz in die Micro stellt. Das wird auch erledigt, nur ist das Oatmeal hinterher ein Klumpen und muss erst mal wieder mit Wasser auf breifähige Konsistenz verrührt werden .... vielleicht sind wir ja ein wenig eigenwillig, aber mit derartiger Wurschtigkeit, mit der hier stellenweise bedient wird, da verdrehen sich uns die Augen. Nach der dritten Tasse Kaffee ist auch gut und wir brechen auf, holen noch Eis und räumen das Zimmer.

Flaming GorgeAuf dem Weg aus der Stadt Richtung Green River kommen wir dann auch ins Einkaufszentrum, das wir gestern vergeblich gesucht haben. Wir nehmen bei Smith noch Brot und Käse mit und bei Starbucks nebenan gibt es den heißersehnten Vanilla Latte bzw. Chai. Nun geht es aber endlich los Richtung Süden und Flaming Gorge, wo wir gegen Mittag auch eintreffen. Wir machen den kurzen Geologic Trail, den man bequem per Auto fahren und etwas über die vielen Gesteinsschichten erfahren kann hinter zum Sheep Creek und dann geht es weiter nach Vernal.

UtahWir beschließen kurzerhand, hier noch irgendwo Mittag zu essen, falls es Burger King & Co. gibt und tatsächlich, die Auswahl ist groß. Tanken an der Maverick, ein zigtes Mal die Windschutzscheibe von den zahlreich zerschmetterten Faltern reinigen und nebenan gibt es was zu Beißen.

Und weiter im Text zum Dinosaur NM. Am Visitor Center in Jensen fahren wir vorbei, da unser Tourbook besagt, dass die Quarry wegen Instabilität momentan gesperrt ist und erst irgendwann in diesem Jahr noch öffnen wird. Hätten wir dann doch mal besser gehalten, die Quarry ist zwar nicht zugänglich, aber dafür kann man in der Umgebung die zahlreichen im Gestein steckenden Mega-Saurierknochen betrachten, wir wir kurze Zeit später im Visitor Center an der Zufahrt zum Echo Canyon erfahren. Harpers CornerWir bekommen von einem sehr engagierten netten Ehepaar jede Menge Infos und sehen uns noch kurz den Film an, dann fahren wir hinter zu Harpers Corner, von wo aus man nach 1 Meile one-way Laufen einen grandiosen Blick auf den Canyon und den Green River hat. Es ist warm, und es sind kaum Leute hier.

Chews RanchWir fahren runter zum Campground im Echo Canyon; die 10 Meilen dort hinunter sind faszinierend schön, man fährt durch enge Canyonwände und wir kommen noch an der Chews Ranch vorbei, die bis 1966 hier betrieben und dann letztlich dem NM vermacht wurde. Mehrere alte Cabins sind noch gut erhalten, auch das Wohnhaus und ein alter "Planenwagen" stehen dort und man kann sich gut vorstellen, wie hart hier das Leben war. 3 Generationen haben hier gelebt und es gibt nach wie vor die Nachfahren der Familie Chews, allerdings nicht mehr hier im Valley.

Chews Ranch Chews Ranch Chews Ranch

Wir halten noch bei den Petroglyphs, die allerdings nur sehr schwer an der Felswand erkennbar sind und an der Whispering Cave; hier weht stets ein kühler Wind aus dem Fels und es ist ein wenig gespenstisch, in der Felsspalte. Echo Canyon CampDann kommt der Campground und wir fahren einmal rund rum und entscheiden uns für Site 16. Wir bauen in Windeseile das Zelt auf, entrichten die 8 $ Übernachtungsgebühr und als Andy das Feuerholz spaltet, kommt der Parkranger und gibt noch ein paar Hinweise, dass es hier Mountainlions gibt und wir bitte keine Lebensmittel offen herumliegen lassen sollen. Wir gehen noch runter zum Fluss, die Mücken treiben wie irre, aber dieses Mal haben wir ein Spray zur Hand. Bereits nach 7.00 h machen wir dann Feuer und setzen Wasser für ein Mountainhouse auf, als es wie wild zu stürmen beginnt und wir alles festhalten müssen, damit nichts davonweht. Es ist gar nicht mehr nett, aber so wie der Wind aufkommt, verschwindet er auch wieder. Wir machen dann schließlich noch ein Campfire und verbrennen das letzte Holz und sitzen bei angenehm warmer Temperatur und dem ununterbrochenen Zirpen der Grillen am knisternden Feuerplatz.

Echo Canyon Camp

Übernachtung: Echo Canyon Campground, Dinosaur NM 8$
Gefahren: 370 km

Weitere Bilder des Tages

17. Tag / Montag 12. September

Echo Canyon Camp vor SonnenaufgangDie Nacht war superwarm; wir hätten es wohl auch nur mit einer Decke ausgehalten. Gegen 2.00 h nachts waren die Wolken weg und der Mond schien so hell, dass man ohne Stirnlampe aus dem Zelt konnte. Wir stehen nach 7.00 h auf, machen Frühstück und räumen wieder alles ins Auto. Das Zelt war zum letzten Mal für dieses Jahr im Einsatz. Bis wir abfahrbereit sind ist es bereits 9.30 h; also auch zu spät, um nochmal retour nach Jensen zu fahren und dem Visitorcenter mit den Dino-Knochen einen Besuch abzustatten. Statt dessen fahren wir gemütlich auf der 64 nach Rangely und biegen ab auf die 139, die uns die 72 Meilen durch dei Berge über den Douglas Pass und ein langes Tal Richtung Loma auf die Interstate 70 führt. Wir kommen direkt aus den Bookcliffs, die wir sonst nur von der Autobahn aus sehen.

Nächster Stopp ist in Grand Junction, wo wir noch in paar Outdoorläden vergeblich nach den doppelwandigen Edelstahltassen, die wir im General Store am Jenny Lake gesehen und dort nicht mitgenommen haben, suchen. Wir gehen Mittagessen, es ist nahezu 13.00 h. Einen Abstecher in die Mall machen wir auch noch, wir haben noch reichlich Zeit für die restliche Strecke nach Montrose, wo wir heute Abend von Clay und Shannon erwartet werden. Mit einem Kaffee von Starbucks geht's weiter auf der 50 nach Delta und schließlich Montrose. Wir wollen noch was mitbringen und unser Versuch, im City Market in Delta Wein zu bekommen, schlägt fehl. Bei einem Winzer in Delta schauen wir zwar vorbei, gehen aber wegen der horrenden Preise  auch gleich wieder, nachdem eh' niemand im Laden anzutreffen ist. Erst als wir wieder aufbrechen kommt der Inhaber selbst und ist etwas muffig, dass wir ohne zu probieren schon wieder gehen wollen. In Colorado gibt es Wein und Spirituosen nur in Liquor Stores, also wird bei bei City Market nur Lindt-Schokolade gekauft und in Montrose finden wir dann einen gut sortierten Laden, bei dem wir noch eine Flasche Weiß- und Rotwein bekommen. Elke wartet eigentlich beim Bezahlen auf die Frage nach dem Ausweis, aber der Herr an dr Kasse ist schon ein wenig älter und erkennt wohl, dass wir für den Einkauf alt genug sind.

Clay and Shannons HomeGegen 17.00 h treffen wir bei Clay und Shannon ein und werden herzlich begrüßt. Wir werden auch gleich versorgt und dürfen unseren spärlichen Inhalt der Kühlboxen im Kühlschrank unterbringen. Die Wiedersehensfreude ist groß und wir bekommen erst mal frisch gebackenes Brot mit Butter und Marmelade angeboten – Clay bäckt selber und das schmeckt erstklassig. Da die beiden schon viel in der Welt herumgekommen sind und unter anderem auch für mehrere Monate in Deutschland und Österreich waren, haben sie das dunkle bissfeste Brot dort kennen- und schätzen gelernt und backen seitdem selbst.

Blick aus dem Living RoomWir bekommen das große Haus gezeigt mit dem sagenhaften Blick auf die Sneffels-Range und den Owl Creek Pass mit Courthouse Tower und Wetterhorn und machen noch einen Spaziergang entlang der ehemaligen Railroad-Grade nach Montrose und "drum herum", die direkt an deren Haus verläuft. Wir kommen dabei auch auf die Sunset Mesa, dort waren wir vor ein paar Jahren mal, als wir den Sonnenuntergang fotografieren wollten – damals kannten wir die beiden noch nicht. Wieder zu Hause machen sich Elke und Shannon in der Küche ans Werk und kurze Zeit später gibt es einen leckeren Tacco-Salat mit Tomaten aus Shannons Garten. Schmeckt lecker, dazu ein Bier und wir planen den morgigen Hike. Aufstehen um 6.30 h, damit wir zeitig loskommen und gegen 21.00 h verschwinden wir dann auch in den Betten.

 

Übernachtung: privat, Montrose
Gefahren: 384 km

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18. Tag / Dienstag 13. September

Der Wecker reißt uns um 6.30 h aus den Federn und wir stehen auch gleich auf und werden schon zum Frühstück erwartet. Wir haben noch Reste vom Müsli übrig und dazu gibt es noch Clays leckeres Brot getoastet. Clay ißt getoastetes Brot mit Zimt – habe ich so noch nie probiert. Es gibt noch Pfirsiche aus der Gegend hier und dann packen wir auch schon unsere Regenklamotten und ein wenig Proviant zusammen.

Zirkel und SanchoWir bekommen Zirkel und Sancho vorgestellt, die beiden Lamas die uns heute begleiten und unser Gepäck tragen werden. Die beiden werden in den Anhänger verladen und wir fahren mit dem älteren Camper Richtung Ridgway, wo wir kurz vorher links zum Owl Creek Pass abbiegen. Nun geht es auf einer guten Gravelroad in die Berge hinauf bis über den Pass hinaus und noch ein Stück auf der Left Fork bis zum Trailhead Wetterhorn, wo wir die Lamas ausladen und Clay das Auto samt Hänger umdreht und parkt. Da der Weg hier nicht allzu breit ist, muss er noch ein wenig rangieren.

Elke
 mit Zirkel und 
SanchoZirkel und Sancho werden gesattelt und die Tragetaschen für unser Gepäck werden angebracht und unser gesamtes Zeug verstaut. Elke darf Zirkel führen, Shannon nimmt Sancho und dann geht es los. Es ist auf über 3.000 m Höhe ziemlich frisch und es ist heute bewölkt. Irgendwann kommt zwar die Sonne ein wenig durch, aber so richtig warm wird es heute nicht. Wir gehen gemütlich den Trail entlang; auf dieser Höhe kommen wir nicht so schnell vorwärts, auch wenn es eine enorme Erleichterung ist, das Gepäck von den Tieren tragen zu lassen. Die Landschaft ist toll hier und Elke wollte schon immer mal her, es hat zeitlich aber nie ins Konzept gepasst. Nun hat sich ganz automatisch Elke's Wunsch erfüllt und sie freut sich drüber; vor allem aber auch über die Gesellschaft der beiden Lamas, die sich ganz problemlos führen lassen und die sehr sanftmütig sind.

Elke führt die Karawane anSancho wird bei Zirkel, der mit 21 Jahren schon richtig alt ist (Lamas haben eine Lebenszeit von bis zu 20 Jahren), aber noch voller Elan das Gepäck trägt, mit einem Gummiseil angehängt und Sancho geht im "Schlepptau". Wir gehen ca. 2,5 Stunden bergauf bis auf 3.600 m Höhe und drehen dann um. Shannon hat nur noch einen Lungenflügel und Asthma und es reicht heute mit der Anstrengung.

Clay, Elke und ZirkelWir suchen uns eine gute Weidefläche für die Lamas und machen dann Mittag. Clay hat einen Benzinkocher dabei und es gibt zu allerlei Leckereien wie Brot, Käse, Wurst, Beef Jerkey, getrockneten Früchten, Nüssen und Obst noch Tee oder Kaffee. Es ist ganz schön frisch heute und die warmen Getränke sind eine Wohltat. Wir reden viel über das Hiken und wie einfach es doch mit den Lamas ist – uns würde das auch Spaß machen und wir werden eingeladen, bei einem unserer nächsten USA-Reisen doch mal so eine Wanderung zusammen zu unternehmen. Herzlich gerne! Gut gesättigt – auch die Lamas konnten sich aus den vielen Wildkräutern und der "organic salad bar" viel aussuchen – packen wir zusammen und es geht zurück zum Auto.

CourthouseAuf dem Weg dorthin gibt es noch die letzten Walderdbeeren, die Shannon sammelt und am Auto bekommen die beiden Träger auch eine Belohnung: Es gibt geröstetes Getreide und Mais mit Melasse – Zirkel kann gar nicht genug davon bekommen, während Sancho eher zurückhaltend is(s)t. Belohnung fürs TragenAuf der Rückfahrt nach Montrose sind wir alle – bis auf Clay, der fährt – ganz schön erledigt. Die Höhe und der Temperaturunterschied von nahezu 20 °C zum gestrigen Tag fordern ihren Tribut. Zurück in Montrose ist es bereits 17.00 h und für uns zu spät, heute noch weiter zu fahren. Wir "müssen" bleiben und machen erst mal ein wenig Pause.

Andy und Elke fahren noch kurz in die Stadtmitte und holen sich bei Starbucks einen Kaffee und schauen auch noch kurz in einem Sportladen vorbei; die von Andy gewünschte Hose von Northface haben aber auch die nicht vorrätig und so geht es wieder zurück. Elke hilft wieder in der Küche und gegen 19 h essen wir leckere Spaghetti mit selbstgemachtem Pesto und gegrilltes Hähnchen sowie Gemüse aus dem Garten. Wir quatschen noch ein wenig und dann geht es auch bald in die Federn; es war heute ein ganz toller Tag mit völlig neuen Eindrücken – DANKE Clay und Shannon, dass ihr uns das ermöglicht habt!

Blick aus dem Wohnzimmer, dort oben waren wir heute

Übernachtung: privat, Montrose
Gelaufen: 12,5 km 500 Höhenmeter
Gefahren: 130 km (Clay) + 6 km

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19. Tag / Mittwoch 14. September

Wir stehen wieder so zeitig auf wie gestern; wir haben noch einiges an Fahrtstrecke bis Denver vor uns. HummingbirdEin letzes Mal frühstücken wir zusammen und die Kolibris und sonstigen Vögel, die sich direkt vor dem Fenster mit Blick auf die Sneffels Range mit reichlich Futter versorgen, sind auch schon rege am An- und Abfliegen. Wir packen unsere Sachen zusammen, bekommen noch den kleinen Garten gezeigt, wo sich gerade ein paar Quails (Schnepfen) eingefunden haben. Hier muss man alles sicher einzäunen, da Rehe, Hasen und sonstiges Getier aus der Umgebung permanent zum Fressen kommen würden.

Wir verabschieden uns sehr herzlich und dann geht es auf der 50 erstmal Richtung Gunnison, wo wir uns noch einen Kaffee holen und dann weiter Richtung Poncha Springs fahren. Wir sind wieder mitten in den Bergen. Dann weiter wieder nördlich auf der 285 und über den Monarch Pass nach Buena Vista und den San Isabel Mountains. Hier haben wir vor ein paar Jahren schon mal auf einem KOA Campground in einer Cabin übernachtet und Erinnerungen werden wieder geweckt. Über Leadville geht es dann wieder zur I 70 nach Frisco; wir müssen durch eine ziemlich große Baustelle und das Wetter wird zusehends schlechter.

Nach 12.00 h sind wir dann in Silverthorne, wo wir Mittag machen und noch auf einen Abstecher in den Outlet-Shops stöbern. Dieses Mal gibt es allerdings gar nichts, was wir brauchen könnten – auch nicht bei Columbia. Mit einem Kaffee von Starbucks geht es bei Regen und Kälte Richtung Denver, wo wir im Süden der Stadt ein Zimmer im La Quinta gebucht haben. Dort gibt es auch einen Rei in der Nähe, wo wir uns noch zwei Seideninlets für unsere Schlafsäcke besorgen und Andy eine super leichte Regenjacke kauft.

Wir räumen das Auto komplett leer und das bedarf eines großen Kofferwagens, mit dem wir zwei Mal fahren müssen, um unseren ganzen Krempel ins Zimmer zu bringen. Innerhalb kurzer Zeit sieht das Zimmer aus wie ein Schlachtfeld und wir beginnen schon mal auszusortieren und ein wenig zu packen. Der Versuch, hier in einer nahegelegenen Laundry noch Wäsche waschen zu können, schlägt fehl. Wir sind mit 20 h schon zu spät dran, da wir vorher noch bei einem Lone Star beim Steakessen waren. Das Steakspecial für 9,99 $ - ein 8 oz Top Sirloin mit einer Beilage - + 1,99 $ für einen Dinnersalad, das Elke bestellt hat, ist super zart und lecker. Andy wählt heute Baby Back Ribs und auch er ist vollauf zufrieden. Wir werden super nett und freundlich bedient; man ist sehr besorgt um unser Wohl und sogar der Restaurant Manager kommt noch an unseren Tisch und entschuldigt sich vielmals, dass die Waitress wegen familiärer Belange kurzfristig weg musste und wir jemand anderen zugeteilt bekamen. Auf diese Idee käme bei uns keiner. Andy möchte zum Nachtisch noch ein Ben & Jerry's Eis und das bekommen wir auf dem Weg zurück ins Motel bei Walmart und mit ein wenig Aufräumen unseres Krempels verschwinden wir dann auch bald im Bett.

 

Übernachtung: La Quinta Inn & Suites, Lakewood 78,15$
Gefahren: 502 km

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20. Tag / Donnerstag 15. September

Elke ist bereits um 7.00 h auf den Beinen und nutzt die Zeit für Yoga. Andy kommt dann ne halbe Stunde später aus den Federn gekrochen. Über Nacht kamen leider keine Heinzelmännchen, die uns beim Kofferpacken geholfen haben ..... vielleicht sind die zur Zeit auch in Urlaub. Wir gehen erst mal zum Frühstück; der Kaffee schmeckt ganz ordentlich und das Angebot ist wie erwartet reichhaltig und gut. Wir kehren zufrieden und gestärkt zurück ins Zimmer und räumen ein wenig weiter; die Tasche mit den Campingutensilien ist bereits voll und hat ihr Maximalgewicht erreicht. Alles andere wird man sehen, wenn wir heute Abend zurückkehren; wir wollen heute noch ein wenig bummeln gehen. Wir räumen die Sachen so zusammen, dass die Putzfrau keinen Herzkasper erleidet, wenn sie die Türe öffnet und es sieht ganz ordentlich aus.

Laundry TimeBislang hatten wir für Einkaufsbummel keine Gelegenheit, heute ist auch das Wetter nicht so toll, als dass man noch etwas unternehmen könnte. Gestern hat es den gesamten Tag über in Denver ohne Unterlass geregnet, heute morgen ist es auch recht kühl und bedeckt. Wir fahren aber erst mal Wäsche waschen in eine nahe gelegene Laundry. Die ist im Vergleich zu gestrigen um einen Dollar pro Maschine billiger und hat auch wesentlich mehr zur Auswahl; insgesamt ist der Laden recht ordentlich. Laundry
 TimeElke wäscht zwei Maschinen und trocknet anschließend noch, während Andy derweil bei Starbucks einen Kaffee holen geht. Es geht bereits auf Mittag zu, als wir die Laundry verlassen, mittlerweile scheint die Sonne.

Auf dem Weg zu einer Mall, die direkt an der Interstate liegt, halten wir bei Panda Express zum Mittagessen. Auf dem Parkplatz vor der Mall machen wir noch ein kleines Nickerchen im Auto und stürzen uns danach gut gestärkt und erholt ins Getümmel. Bei Eddi Bauer brauchen wir ziemlich lange, hier gibt es günstige Angebote; Elke ersteht eine tolle wasserdichte Jacke, die mal 249 $ gekostet hat und jetzt für 50 $ zu haben ist. Die Größen sind allesamt sehr ausgesucht, aber sie hat Glück und findet ein passendes Teil. Auch sonst geht noch das ein oder andere Stück mit; mittlerweile hat Eddi Bauer auch sehr gute Auswahl an funktioneller Outdoorbekleidung. Wir bummeln bei einem Apple Store vorbei, sehen bei einem Microsoft Shop rein und bei Abercrombie & Fitch kommen wir auch nicht ohne "davon". In so einem Laden zu arbeiten ist mir jedes Mal auf's Neue unvorstellbar; irre laute Musik, dann der gesamte Laden stark parfümiert und dunkel, kein Tageslicht. Nur wenn man sehr jung ist, hält man das einige Monate oder vielleicht auch ein paar Jahre aus; die Kräfte die dort arbeiten sind allesamt um die 20.

Bis wir aus der Mall wieder herauskommen ist es dann auch schon später Nachmittag und wir fahren mit unserer Beute im Feierabendverkehr zurück zum Motel. Wir laden eigentlich nur die Taschen ab, machen uns kurz frisch und dann geht es zum Abschluss und zur Feier des diesjährigen Herbsturlaubs in die Fiesta Colorado zum Abendessen. Ein gepflegtes mexikanisch angehauchtes Lokal, von dem wir seit unserem ersten Besuch von vor 3 Jahren immer noch schwärmen. Das Essen ist nach wie vor lecker und qualitativ sehr gut; die Bedienung auch und so lassen wir bei diesem Schmaus noch einmal die letzten Wochen und Erlebnisse Revue passieren. Mit ein wenig weichen Knien von der "big Margharita", die wir zusammen geschlürft haben, geht es zurück zum Motel. Wir packen noch ein wenig weiter und so wie es im Moment aussieht, wird es mit Platz und Gewicht eng werden .... Das werden wir dann morgen sehen, für heute ist gut.

 

Übernachtung: La Quinta Inn & Suites, Lakewood 78,15$
Gefahren: 86 km

21. Tag / Freitag 16. September

Wir stehen wieder kurz nach 7.00 h auf, Elke nutzt wieder die Zeit für etwas Yoga und dann gehen wir ein letztes Mal hier zum Frühstück. Dass der Urlaub schon vorbei ist, will uns nicht so recht in den Kopf; es hilft aber alles Nichts. Zurück im Zimmer wird der Rest noch verpackt und es geht gerade so auf – eine Tasche mit exakt 23 kg, die anderen beide haben 22 kg. Also im Ernstfall könnte man noch etwas umpacken.

Alte Gebäude im RefugeWir laden unser Hab und Gut ins Auto, wir sind auch schon ausgecheckt und dann geht es auch schon Richtung Airport; allerdings nicht direkt, sondern zunächst in das Wildlife Refuge, das wir uns schon mal ansehen wollten, es aber ausgerechnet an diesem Tag geschlossen war. Wir halten beim Visitorcenter, schauen uns kurz um und erfahren ein wenig etwas über die Geschichte der Entstehung.

Seit dem zweiten Weltkrieg wurden hier chemische Waffen hergestellt, als der Angriff auf Pearl Harbour erfolgte. Zahlreiche Familien, die hier ihre Farmen hatten, mussten von jetzt auf gleich ihre Heimat verlassen; andere mit Stolz erfüllt, dem Volk dienen zu können, anderen wiederum hat es das Herz gebrochen. In den 1980er lag dieses Gebiet lange Zeit brach, als die Fabriken geschlossen wurden und man die Gebäude und Einrichtungen abbrach und sich hier wieder Tiere einfanden. Es gab allerdings einige verseuchte Stellen, die von der Produktion her rührten und gereinigt werden mussten. Hier leben nun Bisons, Rehe und Hirsche, Füchse, Weißkopfseeadler und Kanada Gänse siedeln hier über das ganze Jahr.

Prärie HundWir bekommen gegen Hinterlegung eines Führerscheins Ferngläser ausgeliehen und laufen einen kleinen Trail. Heute ist es wieder mit 26 °C in der Sonne sehr warm; Tiere sind allerdings so gut wie keine unterwegs. Wir können ein paar Prärie Dogs sehen, die sind jedoch sehr scheu. Wir sehen auch zwei Monarch Falter und ein paar Kormorane; das war's dann auch schon. Monarch FalterWir gehen zurück zum Auto, geben die Ferngläser ab und fahren ein letztes Mal für dieses Jahr zu Panda zum Mittagessen. Das Essen dort haben wir in den vergangenen Jahren richtig liebgewonnen; es ist immer frisch zubereitet, lecker, gut bekömmlich und eine gute Alternative zu dem sonstigen Fast Food. Nächste Station ist Dollar, wir geben das Auto zurück und das geht ohne Probleme.

Blick auf Denver und die Rockys

Heute Gefahren: 81 km

Der Bus, der uns zum Terminal bringt kommt auch kurze Zeit später und der Fahrer ist bei unserem vielen Gepäck behilflich. Wir checken ein und eine asiatische 1,50 m große Servicekraft am Counter motzt, dass die rote Tasche 1 Pound mehr auf die Waage bringt, als sie dürfte. Als ich die Tasche nochmal auf die Waage setze passt es genau. Sie muss dieses Teil dann auch auf das Band hieven, das es zur Gepäckverladung bringt. Unglaublich, dass hier jemand arbeitet, der das Gewicht eigentlich nicht stemmen kann, wenn man davon ausgeht, dass sämtliche Taschen bis zum Maximalgewicht vollgepackt sind. Das zusätzliche Gepäckstück kostet uns hier 70 $, also 20 € weniger als in tame old Germany. Wir bekommen zwei Formulare, die wir lt. United ausfüllen müssen; wo diese allerdings abzugeben sind, weiß keiner. Wir müssen Name. Flugnummer und Destination angeben und eine Nummer for "in case of emergency". Hatten wir noch nie, aber wenn's sein muss. Wir füllen das aus, fragen dann nochmal bei einer anderen Servicekraft, was wir nun damit sollen und die verweist uns wieder an United, weil sie so etwas noch nie gesehen hat.

Wie auch immer, wir packen das Teil ein für den Fall, dass es doch noch jemand haben will und gehen zur Security. Andy wird noch das Mouthwash abgenommen, weil es mengenmäßig 200 ml überschreitet und dann dürfen wir zum Gate. Wir müssen noch ein wenig warten, bis kurz vor 16.00 h das Boarding beginnt. Bis alle Members von Platin über Gold, Silver und Frequent aufgerufen sind, dürfen dann auch wir einsteigen. Die Maschine ist proppenvoll; gerade das Gepäck wird noch halbwegs in den Lockers untergebracht. Elke ist ziemlich k.o. Und verschläft die meiste Zeit des Fluges nach Chicago, wo wir gute zwei Stunden plus eine Stunde Zeitverschiebung nach vorne gegen 19.30 h landen.

Bis wir aus der Maschine kommen, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, dann marschieren wir nach draußen und müssen lediglich durch einen Tunnel ins andere Terminal wechseln. Elke holt sich noch einen Tee und wir essen unser letztes Brot mit Käse und etwas Obst, bis auch wir kurze Zeit später boarden können. Auch diese Maschine ist voll bis auf den letzten Platz; unglaublich wie diese lange Schlange in dem Flieger Platz hat. Um 20.30 h heben wir pünktlich ab, der Captain gibt noch durch, dass es mit gutem Rückenwind etwas "bumpy" werden könnte und dann gibt es zwei Stunden später noch ein Abendessen. Nicht wirklich lecker, der Fisch den Elke bekommt, alles kaum gewürzt aber egal, wir hatten vorher ja schon eine Kleinigkeit. Auch Andys Essen ist komplett ohne Salz; als wir danach fragen heißt es, das hätte die Dame mit den Getränken, die erst begonnen hat, diese auszuschenken. Überhaupt ist der Service dieser Maschine trotz LH ziemlich mau; man vergisst hier das Besteck, Tee wird zwar ein zweites Mal versprochen, aber nicht mehr gebracht, während das männliche Pärchen direkt vor uns permanent mit Wodka und sonstigen Annehmlichkeiten verwöhnt wird.

Das Entertainment Programm ist bis auf wenige Ausnahmen genauso wie beim Hinflug, wir sehen uns noch einen Film an und versuchen zu schlafen, was uns auch gelingt. Mitten in der Nacht USA-Zeit wird dann das Frühstück serviert – eigentlich gar keine Zeit, um etwas zu essen. Als wir landen ist es bereits 12.05 h und als wir das Gepäck bekommen, fehlt nun am Taschenboden eine Schiene und die blaue Tasche hat einen Riss. Wir bekommen das Gepäck nach jedem Flug mit einer neuen Macke zurück und heute wollen wir das nicht einfach so hinnehmen. Wir gehen zum LH Gepäckschalter und monieren den Schaden. Für die blaue Tasche bekommen wir sofort Ersatz in Form einer LH Tasche in gleicher Größe; für die rote wird ein Schadensbericht aufgenommen und wir müssen diese begutachten lassen. Während Andy die Angaben macht, räumt Elke die alte Tasche aus und packt die neue und dann wartet auch schon unser Abholdienst. Bei spätsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein geht es auf der A8 dann nach Hause.

Fazit

Zunächst wieder mal etwas Statistik zum Auto einem Ford Escape.

Gefahren: 3.827 km
Getankt: 73,54 gal
Bezahlt: 263,93 $
Verbrauch: 8,69 l/100km
Der Verbrauch ist gar nicht so schlecht, das Benzin dafür wieder mal teuer. Wenn man kein extremes Gelände fahren muss ist dieser Wagen die bessere Wahl als ein Jepp Liberty, da er gemütlicher fährt, mehr Platz hat und eben weniger verbraucht.

Andy´s Fazit:
Leider waren es nur 3 Wochen, die viel zu schnell vergangen sind und da wir eine ganze Woche ein Extraprogramm hatten bei unserem Backcountry Trip in den Tetons, waren es nur 2 Wochen Rundreise. Diese Woche jedoch war aber auch das absolute Highlight der Reise und es hat riesig Spaß gemacht. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich das konditionell und körperlich schaffe, aber es ging sehr gut. Glück hatten wir jedenfalls mit dem Wetter, kein Regen und viel Sonne, allerdings dafür kalte Temperaturen in der Nacht. Pech hatten wir dann im Yellowstone, das war einfach die falsche Zeit. Mit dem Labour Day-Feiertag war die Woche einfach zuviel los im Park, weshalb wir auch vorzeitig abgereist sind. Aus diesem Grund gab es aber ein anderes Highlight, das Wiedersehen mit Clay und Shannon, mit ihren beiden Lamas Zirkel und Sancho. Der Ausflug mit den "Vieren" hat großen Spaß gemacht und will wiederholt werden, ich freue mich jedenfalls schon darauf.
Elke's Fazit:
Die Wanderung in den Tetons, das "Draußensein", den Tag von früh morgens mit den ersten Sonnensstrahlen bis zum Sonnenuntergrang zu erleben, die Weite und die Natur zu genießen, haben mir sehr viel gegeben; zum Abschalten genau richtig. Ich bin jedenfalls "stolz wie Oskar" auf unsere Leistung und glücklich, dass alles so gut geklappt hat.
Etwas enttäsucht vom Yellowstone, über viel zu viel Trubel, Kommerz und zu wenig Tierbeobachtungen war ich schon, auch wenn die Ursache dafür sicherlich in der zu frühen Jahreszeit unseres Besuchs liegt. Der Park verdient auf jeden Fall eine weitere "Chance" auf einen erneuten Besuch. Absolutes Hightlight war für mich die Erfahrung mit den Lamas und das Treffen mit Clay und Shannon. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und wurden umsorgt. Ganz herzlichen Dank dafür! Und die Aussicht, eine Lama-Wanderung mit den beiden unternehmen zu dürfen - darauf freue ich mich schon jetzt.
 


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