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1. Tag - Mittwoch, 25.03.

München - San Francisco - Fremont

Endlich Urlaub – nach all den vielen Überstunden in den letzten Wochen, kann ich es kaum glauben, dass wir heute Nachmittag in den Flieger steigen. Die Koffer sind gepackt und jetzt steht nur noch an, in den 4 Wänden Klar-Schiff zu machen, bis wir um 11.30 h vom Oheim abgeholt werden. Der Vormittag vergeht trotz etlicher Tätigkeiten ziemlich zäh; jetzt ist einfach die Luft raus und Körper und Geist verlangen ganz klar nach einer Abschaltphase. Der Abholservice ist überpünktlich und bereits um 13.00 h sind wir am Münchner Flughafen.

Gepäckaufgabe und Einchecken gehen ebenso flott und da sich Andy nach langer Abstinenz mal wieder Weißwürste wünscht, geht es ins Airbräu. Wir haben nur die Rechnung ohne den Wirt gemacht; traditionell gibt es die Würste nur bis 12.00 h. Andy muss sich mit einer Alternative zufrieden geben (serviert wird multikulturell von einer vollbusigen Schwarzen im Dirndl) und als wir das Airbräu verlassen, haben wir immer noch gut eine Stunde bis zum Boarding vor uns.

Wir gehen zum Gate und machen es uns dort bequem; so langsam aber sicher füllt sich der Wartebereich. Wie vermutet, beginnt das Boarding erst weit später als angegeben und der Abflug verzögert sich wegen diverser Checks und Enteisung der Tragflächen um eine knappe Stunde. Wir heben bei dichtem Schneetreiben ab und kaum sind wir über der dichten Wolkendecke scheint die Sonne – welche Freude. Nach anfänglichen Problemen mit dem Inseatentertainment und zwei updates können wir ca. 1 Stunde nach Abflug einen Film auswählen. Schließlich muss auch noch Andys Sitz ausgetauscht werden; die rechte Hälfte gibt so weit nach, dass er wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängt.. Der Purser ist mit uns gut beschäftigt und sichtlich froh, alle Widrigkeiten beseitigt zu haben.Dann motzt die ältere Lady, die hinter Andy sitzt, dass er den Sitz verstellt. Die Oma neben ihr lässt ab und an übel riechende Gase entweichen – na klasse. Jedesmal wenn die beiden aufstehen, krallen sie sich an unsere Kopfstützen und schütteln uns durch. Wir sind eh schon etwas angespannt - ein Kleinkind etwas weiter hinter uns brüllt sich die Kehle aus dem Leib.

Der Flug verläuft ruhig, das Essen zieht sich ewig, auch der Film, und als wir endlich mit der übersichtlichen Mahlzeit fertig sind, fallen uns die Augen zu. Der Versuch ein wenig zu schlafen, wird von den Ladys hinter uns in regelmäßigen Abständen unterbrochen, somit bleibt es beim Dahindösen. Nach 3.00 Uhr morgens gibt es ein Abendessen und um 5.30 h haben wir endlich festen Boden unter den Füßen. Einreise, Gepäck abholen und ab zu Alamo. Leider haben wir in der Choiceline sehr wenig Auswahl; zwei Jeep Wrangler mit Softverdeck scheiden aus; wir wollen doch unsere Siebensachen wieder mit nach Hause nehmen. Einzige Möglichkeit ist noch der Toyota RAV4, allerdings ohne 4WD. Der Kofferraum ist sehr geräumig, auch der Innenraum, doch Andy hätte gerne einen Allrad. Darauf können wir heute aber nicht mehr warten und so verlassen wir das Terminal mit diesem Auto. Den Weg ins Motel finden wir trotz Übermüdung recht gut; nur einmal müssen wir ein kurzes Stück umdrehen, weil wir den Abwzeig übersehen haben. Im La Quinta nahe Fremont haben wir ein geräumiges Zimmer und nach annähernd 24 Stunden auf den Beinen geht es in die Falle.

Gefahrene Meilen: 39
Übernachtung: La Quinta zum Preis von 58,50 $ + Tax

2. Tag - Donnerstag, 26.03.

Fremont - Yosemite National Park - Mariposa

Andy ist bereits um 3.00 h morgens wach, legt sich dann aber noch mal hin und als gegen 5.00 h die Dusche rauscht, ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Wir räumen die Taschen um und gehen frühstücken. Da es vom Motel bis zum Flughafen San José nicht allzu weit ist schnell beschlossen, noch mal zu Alamo zu fahren um das Auto zu tauschen. Gesagt getan; Andy inspiziert die wenigen Mid Size SUV’s und entscheidet sich schließlich für einen Jeep Patriot. DenToyota RAV4 mit 4 WD hätten wir gern genommen; der allerdings zur Auswahl steht, hat schon viele Meilen auf dem Tacho und das Profil der Reifen lässt sehr zu wünschen übrig. Hatte der RAV4 noch einen sehr geräumigen Kofferraum, so müssen wir beim Jeep die Rückbank umklappen, damit wir das Gepäck unterkriegen. Der Tausch geht problemlos von statten und nun können wir uns dem Einkauf widmen.

Ein Walmart Supercenter suchen wir vergeblich, weshalb wir Walmart und Safeway kombinieren müssen, um für die nächsten Tage gerüstet zu sein. Die Preise bei Safeway sind gesalzen und trotz Customer Card sparen wir nicht nennenswert. Mittlerweile ist es Mittag und da kommt ein Carls jr. gerade recht.

Road to YosemiteGegen 12.30 h geht es dann Richtung Modesto und Merced, von wo aus wir nach Mariposa fahren. Dort treffen wir 1,5 Stunden später ein; bis zum Yosemite NP dauert es eine weitere Stunde. Das Wetter ist frühlingshaft sonnig und warm, die Wiesen sind grün und es blüht überall. Für die Augen ist das ein wahrer Genuss. Auf dem Weg zum Yosemite sind die Hänge der Berge über und über mit intensiv orange blühendem californischem Mohn gefärbt. BobcatDie Farbe leuchtet so intensiv in der Sonne, als hätte man eimerweise Farbe verschüttet. Wir fahren in den Park und begegnen bei den Bridal Vail Falls einer Bobcat, die sich beim Durchstreifen des Waldes nicht aus der Ruhe bringen lässt. Schließlich kommt sie direkt auf uns zu und läuft keinen Meter entfernt an uns vorbei über den Weg.

El CapitanEs geht weiter zum El Capitan, wir fotografieren die Yosemite Falls und fahren zum Visitor Center, um uns für morgen noch einen Tipp zu holen. Nach 17.00 h sind wir wieder in Mariposa, checken im Best Western ein und gehen beim ortsansässigen Diner noch was essen. Ambiente und Geschmack könnten besser sein. Der Abend schreitet rasch voran; wir sichten die ersten Bilder und gegen 22.00 h sind wir vom heutigen Tag ziemlich erledigt.

Gefahrene Meilen: 279
Übernachtung: Best Western, Mariposa zum Preis von 64,90 $

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3. Tag - Freitag, 27.03.

Mariposa - Yosemite National Park - Mariposa

Um 6.00 h stehen wir auf, packen unsere Daypacks für den heutigen Marsch und treffen um kurz vor 7.00 h in der Lobby ein zum Frühstück. Hier ist allerdings nicht ein Anzeichen für Breakfast zu sehen und als wir etwas dumm herumstehen, bekommen wir den Hinweis, dass es dieses im Rückgebäude gibt. Die Auswahl ist für uns voll in Ordnung.

Yosemite FallsUm 7.20 h sind wir startklar und  ca. eine Stunde später am Parkplatz Curry Village. Da wir keine Ahnung haben, wann der Shuttle Bus fährt, laufen wir Richtung Happy Isles. Das Curry Village besteht aus lauter Zelten und vermittelt den Eindruck, einer Goldgräbersiedlung. Hier möchten wir nicht zur Hochsaison hausen; da ist wohl nie Ruhe. Ein Stück weiter an der Straße liegt linkerhand ein Campground mitten im Wald; wo es noch jede Menge Schneereste hat und der Boden davon mehr als durchnässt ist. Zu beneiden sind die Camper jetzt auch nicht; so früh morgens hat es gerade mal um die 0 °C, es ist feucht, dunkel und ungemütlich.

Nun kommt auch der Shuttlebus der uns noch aufsammelt, allerdings kaum erwähnenswert die Strecke – keine 300 m später kommt die Haltestelle Happy Isles und wir müssen eh raus. Über den Merced River und dann nach rechts auf den Trail. Kurze Zeit später steigt der Weg schon heftig an und wir gewinnen schnell an Höhe. Es sind ein paar wenige Wanderer unterwegs um diese Zeit. Bis zur Brücke ist der Weg geteert, dann teilt sich die Strecke – der Mist-Trail ist im Winter gesperrt; für uns geht es auf dem John Muir Trail weiter.

TrailNach ein paar weiteren Metern immer schön bergauf kommen die ersten Schneeflächen, die direkt auf dem Trail liegen. Wir können diese aber ganz gut umgehen – unsere Profilsohlen der Wanderschuhe sind auf dem Schnee zu rutschig. In zahlreichen Serpentinen schraubt sich der Trail nach oben; der Merced River ist nun erstmal außer Sichtweite. Am Clarkpoint lichtet sich der Wald und es geht wieder ein Stück bergab. Von hier oben hat man bereits einen tollen Blick auf Vernal- und Nevada-Fall.

Nevada FallsWir laufen zum Vernal-Fall hinunter und bis vor zur Abbruchkante. Die Szenerie ist im wahrsten Sinne des Wortes „berauschend“. Nach kurzer Fotopause geht wieder back to track und nun liegen noch 1,3 Meilen zu den Nevada Falls vor uns. Erst unschlüssig, ob wir diese noch gehen sollen, entscheiden wir uns „dafür“ – das Wetter könnte nicht besser sein, wir haben noch Energiereserven und nehmen den Aufstieg in Angriff. Es geht noch mal satt hinauf; die letzten Höhenmeter ziehen sich auch hier in steilen Serpentinen, doch der Anblick auf den Fall gibt uns den nötigen Antrieb. Gegen 12.30 h sind wir am Fall und machen bei herrlichem Sonnenschein erst mal Mittag. Der Ausblick ist fantastisch und war die Anstrengung auf jeden Fall wert. Nach etlichen Fotos müssen wir uns von hier richtig loseisen und beginnen den Abstieg.

oberhalb der Nevada 
FallsJetzt setzen die Wandermassen so richtig ein und wir sind froh, dass wir unsere Mittagspause für uns hatten. Weiter unten, wo die Schneeflecken den Trail blockieren, kommen uns Wanderer entgegen, die in einfachen Turn- und Straßenschuhen unterwegs sind; der Hammer ist eine Lady, die ganz dünnsohlige Leinenschuhe trägt. Fehlt nur noch einer, der mit Flip Flops unterwegs ist. Sind unsere Wanderschuhe ja schon rutschig auf dem harten Schnee …..

Yosemite 
FallsGegen 16.00 h sind wir wieder am Auto und nun reicht es auch mit dem Wandern für heute. Wir machen noch einen Abstecher zu den Yosemite Falls und das kurze Stück dorthin ist noch drin; den Wasserfall hatten wir bei unserem letzten Besuch im September 2004 vergeblich gesucht – es gab ihn wegen Wassermangels nicht.

Es geht zurück nach Mariposa, noch mit dem ein oder anderen Fotostopp an der Strecke und dann erst mal in die Dusche. Abendessen gibt es beim Pizzaladen in der Nachbarschaft. Zurück im Motel macht sich der halbe Pitcher Bier bemerkbar und während Andy schon abgetaucht ist, schafft es Elke gerade noch, nicht in voller Montur die Nacht zu verbringen.

Gefahrene Meilen: 90
Gelaufen: ca. 12 km, 850 Höhenmeter
Übernachtung: Best Western, Mariposa zum Preis von 64,90 $

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4. Tag - Samstag, 28.03.

Mariposa - Lake Isabella - Alabama Hills - Lone Pine

Früh ins Bett, früh Aufstehen – Andy sitzt um 6.00 h bereits am Computer was auch für Elke bedeutet, die Nacht ist um. Elke packt zusammen und mit allem drum und dran ist eine Stunde im Handumdrehen vorbei und wir gehen frühstücken.

Heute ist ein Fahrtag angesagt und es geht erst mal auf der 49 nach Oakhurst. Am Abzweig zur 41 nach Fresno liegt ein Vons-Markt mit integriertem Starbucks, der zu einem kurzen Zwischenstopp nötigt. BlumenwieseIn Fresno geht es auf die I 99 nach Delano. Entlang der Interstate wechselt Obst- und Weinanbau mit Viehwirtschaft in der Ebene und je weiter südlich wir kommen, desto diesiger wird es. Die schneebedeckten Berggipfel der High Sierra kann man gerade noch ausmachen. Wir tanken nochmal voll – die nächsten 55 Meilen gibt es keinen Sprit und nun geht es recht kurvenreich hinauf in die Berge.

Lunch PauseHier dominiert wieder eindeutig die Farbe grün - es gibt sattgrüne Wiesen mit zahlreichen Frühlingsblumen, die hier noch wachsen dürfen, und ab und an auch kleine Farmen mit Rinder- und Pferdezucht. Die 155 windet sich bis zum Greenhornpass hinauf und wieder hinunter zum Lake Isabella, der in der Ferne auch schon zu sehen ist. Als wir am See ankommen und auf einem teilweise noch geschlossenen  Campground einen Picknicktisch belagern, ist es bereits 12.30 h und Zeit für eine Mittagspause in der Sonne bei angenehmer Temperatur; was will man mehr.

Auf der 178 geht es nun durch eine völlig andere Landschaft, die der Mojave-Wüste ähnelt, bis zur 395 und zum letzten Etappenziel nach Lone Pine, wo wir gegen 15.00 h eintreffen. Wir können bereits einchecken und räumen unsere Sachen ins Zimmer.

Alabama HillsWir haben noch jede Menge Zeit und es geht in die Alabama Hills und auf Arch-Suche. Die ersten beiden sind bald gefunden, bei den weiteren hapert es mit der Wegbeschreibung. Zum Charred-Arch kommen wir wegen der fehlenden Bodenfreiheit unseres Autos nicht, weshalb wir diesen dann auch auslassen und weiter zum Cyclop-Arch fahren. Der ist ziemlich schnell gefunden, wird noch einige Male fotografiert und dann geht es zurück in den Ort via Carls Jr., wo es heute Abendessen gibt.

Alabama Hills

Der Abend ist schnell vorbei – Bilder laden, Bericht schreiben etc. brauchen einiges an Zeit.

Gefahrene Meilen: 342
Gelaufen: einige Meter in den Alabama Hills, nicht nennenswert
Übernachtung im Best Wester in Lone Pine zum Preis von 76,61 $

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5. Tag - Sonntag, 29.03.

Lone Pine - Alabama Hills - Death Valley National Park

Der Wecker klingelt um 5.30 h und schnell sind wir auf den Beinen. Zu dieser frühen Stunde gibt es sogar schon Frühstück und wir gehen auch gleich was essen, damit wir uns in den Alabama Hills Zeit lassen können. SquezeUm kurz nach 6.30 h sind wir dann am Parkplatz vom Mobius-Arch, leider nicht allein. Ein Truck parkt bereits dort und wie sich gleich herausstellt, belagern 3 Fotografen den kleinen Felsen davor. Andy kann sich gerade noch mit seinem Stativ dazwischen drängen und einer der Truppe beginnt, sich notgedrungen mit uns zu unterhalten. Er ist dann auch derjenige, der uns ein paar Mal ins Bild läuft – not really amusing.

Mobius ArchDie Herren haben zwar alle gutes Equipment, doch so richtig professionell wie sie sich geben, sind sie nicht. Wir harren also dem Sonnenaufgang, der sich doch ganz schön Zeit lässt und es ist noch recht frisch. Als wir etliche Bilder im Kasten haben, die Meute zwischenzeitlich (endlich) abgezogen ist und wir noch das ein oder andere Foto ohne Zwischenläufer machen können, wechseln wir noch für ein Panoramafoto den Standort und fahren zurück ins Motel.

Lathe Arch

Wir packen unsere Sachen, rüsten uns kleidungsmäßig schon mal für wärmere Temperaturen und begeben uns auf den Weg 136/190 via Panamint Springs ins Death Valley. Panamint ValleyAls wir etwas später am Abzweig Saline Valley Road vorbei kommen, haben wir ein Dejà Vu - diese Strecke ist uns noch sehr gut aus 2006 in Erinnerung. Erster Stopp im Death Valley ist das Visitor Center; der Parkplatz ist heute voll. Wir holen uns eine Backcountry Map und erkundigen uns nach geeigneten Plätzen fürs Campen. Man empfiehlt uns die Gegend beim Zabriski Point bzw. Hole in the Wall oder dann weiter oben Richtung Dantes View. Mal sehen, wo es uns zusagt.

Golden CanyonWir machen direkt beim Visitor Center Mittag und in der Sonne ist es richtig angenehm warm. Nächster Stopp ist beim Golden Canyon, wir wollen den 2 Miles-Hike machen. Die Wärme ist beim Laufen schon nicht mehr so angenehm und wir sind froh, doch noch Wasser mitgenommen zu haben. Hier ist auch was los; viele sind mit Flip Flops unterwegs – für uns immer wieder unvorstellbar, auf unebenem, steinigen Untergrund längere Zeit damit laufen zu können. Als wir an der Red Cathedral das Ende des Canyons erreichen, reicht uns dieser Ausflug und wir drehen wieder um. Man könnte auch noch einen Loop laufen, wie uns ein netter junger Mann mitteilt, als er bemerkt, dass wir etwas unschlüssig am Abzweig stenden.

Wir fahren anschließend noch mal zur Furnace Creek Ranch, laufen zum Palmenhain und legen uns dort im Schatten ein wenig auf die Wiese. Nach kurzer Erholungspause geht es hinauf zu Dantes View, wo wir einen genialen Blick auf Bad Water und das gesamte Tal haben. Da wir befürchten, dass es mit dem empfohlenen Platz zum Campen etwas weiter unten immer noch recht frisch in der Nacht werden wird, fahren wir noch mal retour zu Hole in the Wall und dort die 6 Meilen im Wash hinter auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Nach 2 Meilen sind am Weg schon einige Zelte aufgebaut, uns zieht es noch ein ganzes Stück weiter, durch einen kurzen Canyon Abschnitt.

Hole in the wallMittlerweile ist ein böiger Wind aufgekommen und wir finden schließlich ein Plätzchen, das (wie sich später herausstellt) vermeintlich etwas geschützt liegt. Wir bauen das Zelt auf und richten schon mal alles her, was wir für die Nacht brauchen. Der Wind bläst immer stärker, weshalb wir dann auch im Kofferraum unseren Kocher platzieren und unser Abendessen kochen. Es gibt Spaghetti von Mountainhouse; gar nicht schlecht. Bis wir alles wieder verräumt haben, verkriechen wir uns dann auch schon im Zelt; wir haben noch ein paar Zeitschriften, in denen wir blättern.

Bedingt durch den starken Wind sieht es im Inneren des Zelts aus wie in einem Sandkasten und bei jeder heftigen Böe, rieselt immer wieder ein Ladung herein; zudem biegt sich das Zelt in alle Richtungen. Wir sind nicht überzeugt, ob wir ein Auge zumachen können, bei den Geräuschen. Als es dunkel ist, versuchen wir zu schlafen, was uns aber nicht gelingen will – der Wind hat noch mal kräftig zugenommen und es dauert dann auch nicht lange, bis ein lautes Pling verlautbart, dass der erste Hering trotz Steinbeschwerung flöten gegangen ist. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich alle Heringe gelöst haben und wir samt Zelt davonwehen …. Andy steht auf und probiert, ob er im Auto liegen kann. Leider ist dieses zu kurz, weshalb wir beschließen, das Zelt abzubauen und auf den Vordersitzen zu schlafen. Der Zeltabbau gestaltet sich bei heftigen Sturmböen nicht so einfach und wir schaffen es gerade so, dass uns nichts davon fliegt.

Alles wird kurzerhand im Kofferraum verstaut; so staubig und eingesandet wie es jetzt ist und wir klappen die Vordersitze zurück soweit es geht. Wenigstens finden wir im Auto Ruhe, auch wenn der Sitz auf Dauer nicht bequem ist. Andy schafft es, in Etappen zu schlafen, während Elke erst die Füße einschlafen und jede andere Liegeposition auch nicht mehr Komfort schaffen. Gegen 2.00 h morgens lässt wenigstens der starke Wind nach und gegen 4.30 h sieht Elke im 10 Minuten Rhythmus auf die Uhr, wann es endlich Zeit zum Aufstehen ist.

Gefahrene Meilen: 179
Übernachtung im Backcountry (Hole in the Wall)

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6. Tag - Montag 30.03.09

Death Valley National Park - Las Vegas

Die Sterne verblassen allmählich am Himmel, es ist kalt, der Wind hat wieder etwas aufgefrischt und um 5.30 h wacht auch Andy auf.

Dantes ViewWir starten sogleich den Rückweg und fahren hoch zu Dantes View. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang; es hätte nicht mal 5 Minuten später sein dürfen. Hier oben hat es um die 0 °C mit eisigem Wind; Andy hält sich immer nur kurz zum fotografieren draußen auf und kehrt dann wieder ins warme Auto zurück. Bei klassischer Musik aus dem Radio genießen wir den Ausblick und die morgendliche Szenerie – trotz aller Widrigkeiten kommt es uns vor, wie eine Belohnung.

Gegen 8.00 h geht es dann wieder nach unten auf einen Trailerparkplatz, wo wir erst mal den Kofferraum ausräumen, nebenbei unser Frühstück kochen und unser Equipment entstauben. Als alles wieder in den Koffern verstaut und wir etwas warmes im Magen haben, ist es eine gute Stunde später und wir machen uns auf den Weg nach Las Vegas. Da wir mit dem Jeep Patriot nicht so wirklich zufrieden sind, wollen wir als erstes noch mal zum Flughafen und das Auto tauschen. Das klappt ganz gut innerhalb einer knappen Stunde, viel Auswahl haben wir nicht und Andy entscheidet sich für einen Toyota Highlander. Der hat wesentlich mehr Platz, ist ein permanent Allrad und sollte für die nächsten 3 Wochen gute Dienste leisten. Anschließend geht es zu Bass Pro, Caseys Camera und bei Panda Express was essen, bis wir uns auf zum Rio Hotel machen um dort einzuchecken. Erst mal eine ausgiebige Dusche, um den Staub vom Death Valley loszuwerden und dann genehmigen wir uns eine kleine Verschnaufpause, ehe wir später noch mal für ein paar Fotos im nordöstlichen Rand von Las Vegas fahren und dann zum Abendessen ins Ellis Island aufbrechen.

Las Vegas

Gefahrene Meilen: 184
Übernachtung im Rio zum Preis von 38,15 $

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7. Tag - Dienstag, 31.03.09

Las Vegas

Trotz weichem Bett und großräumiger Suite im Rio haben wir nicht besonders gut geschlafen und fühlen uns am morgen wie gerädert. Großes Programm haben wir heute nicht, weshalb wir es gemütlich angehen lassen. Wir frühstücken bei Starbucks in der Flamingo/Ecke Decatour Road – dort waren wir schon des öfteren und fühlen uns wohl. Nebenbei werfen wir einen Blick auf unsere Mails und schicken ein paar Grüße online nach Hause.

Nächste Etappe ist ein Waschsalon und unser Klamottenbestand wird wieder alltagstauglich. Las Vegas bedeutet für uns auch ausgiebig bummeln; welche Zeitverschwendung denkt sich vielleicht der ein oder andere geneigte Leser; für uns gehört das auch zu einem Urlaub. Andy hatte sich im Herbst Schuhe gekauft, bei denen die Sohle gebrochen ist. Wir haben noch den Kassenzettel und wollen sehen, ob wir Ersatz bekommen. Wir sind mehr als überrascht, dass man uns den Kaufpreis komplett erstattet. Andy findet zwar kein neues paar Schuhe, dafür aber etwas, das er ebenso gut brauchen kann.

Unsere Ausbeute im Outlet ist für die Zeit, die wir hier verbracht haben, mehr als bescheiden – es passt alles in eine mittelgroße Tüte und die ist nicht mal voll. Der Nachmittag vergeht wie im Flug und wir treffen gerade rechtzeitig ein, um ohne Anstehen zum World Buffet eingelassen zu werden. Der Wahnsinn, was es hier alles gibt – lecker und köstlich, das bislang Beste Buffet in Las Vegas für uns.

Pappsatt machen wir uns noch auf den Weg zu Strip; wir haben einen Gutschein für eine Freifahrt auf den Eiffel Tower und brauchen statt 24 $ nur die Hälfte berappen. Ein wenig Anstehen ist im Preis mit inbegriffen; wir dürfen aber bei der vierten Ladung mit. Trotz Rundumvergitterung auf der Plattform, hat man einen fantastischen Blick auf den Strip und die Wasserspiele beim Belagio. Es ist etwas "chilli" hier oben, was wir beim Fotografieren der Wasserspiele komplett ignoriern.

Nach 3 Wasserspielen ist gut und wir sehen uns das Spektakel noch mal aus nächster Nähe an. Da wir beide recht müde sind, geht es zurück zum Hotel.

Las VegasWir haben im Paris an der Information noch zwei Gutscheine für freien Eintritt für die Voo Doo Lounge im 51. Stock des Rio bekommen, wo wir noch rauf wollen. Wenn schon, denn schon. Elke befürchtet, wegen fehlendem Dress nicht eingelassen zu werden, doch das ist kein Problem. Wir sind mehr als erstaunt, dass hier oben so gar nichts geboten ist – die vielgepriesenen Tabledancer haben heute wohl ihren freien Tag. Auf der Terrasse draußen ist sonst wohl Livemusik angesagt, heute dafür gähnende Leere. Andy schießt noch ein paar Fotos von hier oben und dann zieht es uns zurück ins Hotelzimmer, wo wir auch schon bald in den Federn verschwinden. Statt Fernsehen gibt es Fernsicht vom Bett aus auf die Hotels am Strip.

Gefahrene Meilen: 41
Übernachtung im Rio zum Preis von 38,15 $

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8. Tag - Mittwoch, 1. April

Las Vegas - Joshua Tree National Park

Frühstück bei StarbucksHeute fällt uns das Aufstehen nicht leicht, aber Elke ist bereits um 6.30 h auf und bügelt und räumt die Wäsche in den Koffer, Andy hat noch eine Stunde Schonfrist. Wir räumen die letzten Sachen zusammen, checken online aus. Es geht wieder zum Frühstück zu Starbucks. Während wir unsere E-Mails beantworten, werden wir vom Nachbartisch angesprochen und in ein intensives Gespräch verwickelt. John ist aus New York und arbeitet seit 4 Jahren in Las Vegas; immer wieder erstaunt, wie viele Deutsche – er hat uns als solche sofort identifiziert - sich besser hier auskennen als er. So intensiv wie das Gespräch begonnen hat, so plötzlich endet es auch und wir müssen eh weiter.

Bei Walmart gehen wir noch mal unseren Vorrat aufstocken und zu unserer Überraschung ist auch noch einen Sports Authority nebenan hat (gestern hatten wir vergeblich einen gesucht). Andy findet noch die gewünschten Sandalen, bei Walmart wird systematisch die Einkaufsliste abgehakt und wir können nun los. Auch wenn Las Vegas noch so viele Annehmlichkeiten bietet, was diverse Geschäfte und Hotels anbelangt, so findet Elke diese Stadt mehr als anstrengend. Der Verkehr allein strapaziert bei den derzeit vielen Baustellen enorm die Geduld.

AmboyWir fahren auf der I 15 bis zur Ausfahrt Cima Road und dann geht es durch die Mojave über Kelso nach Amboy. Roys Motel sieht frisch renoviert aus; ob es allerdings wieder in Betrieb ist, können wir nicht erkennen. Wir machen einen kurzen Fotostopp und es geht weiter nach 29 Palms und den Yoshua Tree NP. Am Visitorcenter angekommen erkundigen wir uns nach den Wetteraussichten für die nächsten Tage und diese verheißen für morgen Nachmittag wieder zunehmend böigen Wind bis 40 mph. Heute sollte es noch gehen, doch morgen im Park zu zelten, wird wohl nichts werden, wenn wir die Sandsturm-Erfahrung vom Death Valley nicht noch mal wiederholen wollen. Wir füllen unseren Duschsack auf, kaufen an einer Tanke noch Feuerholz und fahren in den Park.

Skull RockBeim Skull-Rock noch einen Fotostopp und bei den Jumbo Rocks finden wir nach ein wenig Suchen einen sehr idyllisch gelegenen Platz. Hier ist ganz schön was geboten – die vielen Sites zu 75 % belegt. Wir bauen unsere Behausung auf und richten uns ein, marschieren noch mal zum Eingang des Campgrounds und entrichten unseren Übernachtungsobulus in Höhe von 10 $ und dann entfacht Andy die Grillkohlen fürs Abendessen. Eine Stunde später – in der Sonne ist es richtig angenehm warm – können wir die selbstgemachten Hamburger verspeisen. Während Elke sich um den Abwasch kümmert, zieht Andy noch mal mit Stativ und Kamera los und wir lassen den Abend bei einem genialen Sternenhimmel über uns und der wohligen Wärme eines Campfires ausklingen.

Gefahrene Meilen: 219
Übernachtung: Yoshua Tree Campground, 10 $ pro Nacht

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9. Tag - Donnerstag, 2. April

Joshua Tree National Park - Indio

Die Nacht war angenehm und windstill; allerdings musste dieses Mal Andy etwas frieren – wir haben die Schlafsäcke getauscht. Wir stehen bei Sonnenschein auf und während wir Kaffee und Tee kochen, räumen wir schon mal zusammen. Mit allem drum und dran sind wir gegen 9.00 h fertig und machen uns auf zum White Tank Campground. Arch RockDort gibt es einen kurzen Trail zum Arch Rock, den Andy unbedingt sehen will. War dies u. a. Schauplatz in einem Roman, den er gelesen hat. Wir „exploren“ den Trail und die Gegend rundum; es gibt viele Felsformationen und blühende Pflanzen zu entdecken. Irgendwann verlieren wir uns in den Felsen; Elke geht schon mal Richtung Auto, doch als nach gefühlten 20 Minuten von Andy immer noch nichts zu sehen ist, geht sie noch mal retour und sucht. Kurze Zeit später kann sie ihn auch schon in der Ferne entdecken und wir ziehen noch mal zusammen los.

Wieder am Auto beratschlagen wir den weiteren Tagesverlauf. Wir nehmen den Abzweig zur Desert Queen Mine Road und laufen den kurzen Trail, bis die Überreste der Mine ins Blickfeld rücken. Hier wurde 1894 - 1931 erfolgreich nach Gold gegraben, der heutige Ertrag der Mine hat einen Wert von 5 Mio Dollar.

Sunny Day im Joshua Tree NPAls wir wieder beim Auto sind ist es 11.00 h; der Trail zur City of Pines passt jetzt nicht mehr ins Programm, weshalb wir uns für den Loop um den Barker Dam entscheiden. Der Trail ist gut zu laufen und auch hier ist ganz schön was los; zwei Schulklassen sind unterwegs, aber sehr zivilisiert. Der Damm wurde einst als Wasserreservoir für Vieh angelegt; dieses gibt es hier aber schon lange nicht mehr. Der Loop ist absolut lohnenswert; gegen 12.00 h sind wir wieder am Auto und fahren hinter zum Gate, wo es zu Keys Ranch geht. Wir haben zwar kein Ticket, für die Tour, hoffen aber, dass wir trotzdem noch mitdürfen. Wir machen hier gleich Mittag und nach ca. 30 Minuten kommt auch schon die Rangerin. Obwohl es auf einem Schild heißt, die Tour sei voll, fragen wir nach. Leider bekommen wir kein „go“ für die Tour und es hilft auch kein noch so freundliches Bitten, denn es werden in Kürze 27 Personen erwartet und das sind schon zwei mehr, als sonst üblich.

Ein weiterer Herr mit Familie äußert sehr direkt seinen Unmut, dass er nicht an der Tour teilnehmen darf – hat aber auch damit keinen Erfolg. 10 Minuten später treffen die ersten Autos ein und nach weiteren 5 Minuten heißt es dann doch, wir können noch mit; statt der erwarteten 27 sind es nun nur 16, die zur Ranch wollen. Na klasse, da haben wir wirklich Dusel gehabt. Wir zahlen pro Kopf 5 $ und fahren im Convoi hinter zur Ranch. Wie sich herausstellt, sind die 16 Personen Mitglieder eines Fotoclubs und bereits in Rente. Kurz vorher haben sich aber wohl einige anders entschieden und deshalb haben wir noch Platz gefunden. Bevor es aber nun losgehen kann, gibt es noch einen Zwischenfall – eine Frau klappt vor unseren Augen zusammen; vermutlich wegen zuviel Sonne und zu wenig Flüssigkeit. Sie muss im Auto bleiben und zwei Ranger werden hinzugerufen; scheint aber soweit alles im Lot zu sein.

Keys RanchNun tauchen wir ein in die Geschichte und das Leben der Familie Keys. Wie hart dieses Leben hier draußen war, weiß die Rangerin lebendig und gut fundiert zu schildern. Trotz allen Widrigkeiten, scheint es den Keys dank des Einfallsreichtum des Familienoberhauptes gut ergangen zu sein, bedenkt man, dass sie immerhin 4 Kinder groß gezogen und ein hohes Alter von 90 Jahren erreicht haben. Mr. Key war ein Tüftler und Bastler, der in allem, was er begann, Erfolg hatte – sei es mit der Rinderzucht, dem Bau von zwei Dämmen zur Wassergewinnung, etlichen Maschinen und Hilfsmitteln, die ihm beim Überleben in der Wüste geholfen haben. Die Führung dauert eine gute Stunde und ist sehr interessant und kurzweilig.

City of PinesIm Anschluss an die Führung machen uns noch mal auf den Weg zum Trailhead von The City of Pines. Es sind zwar lt. Tafel nur 1,1 Meilen dorthin, wir gehen aber noch ein gutes Stück weiter, bis wir den Abstieg zum Canyon erreichen. Hier teilt sich der Weg und die Markierung ist nicht ganz eindeutig. Wir mühen uns noch über ein paar Felsen; entscheiden uns aber letztlich doch zur Umkehr. Wir wollen heute noch nach Palm Springs und im Motel übernachten – eine Dusche haben wir auch dringend nötig.

Joshua Tree NPGegen 16.30 h sind wir am Auto, fahren noch zur Picknick Area ins Hidden Valley und grillen dort unsere Steaks. Gegen 18.30 h brechen wir dann endgültig auf und verlassen den Park. In Yucca Valley fragen wir in einem Super 8 Motel nach dem Zimmerpreis, der uns für das was wir sehen eindeutig zu hoch ist. Da es bereits dunkel ist, als wir Palm Springs erreichen und keinen Wegweiser zu irgendeinem Motel an der Interstate entdecken, fahren wir noch weiter bis Cathedral Valley. Wir machen an einem Starbucks Halt und checken die Motels in der Umgebung, entscheiden uns bei einem Espresso und einem Cafe Latte für die Travellodge in Indio. Wir finden dann auch über einen Umweg hin und checken auch gleich ein. Das Zimmer ist für den Preis völlig in Ordnung, es ist ja nur für eine Nacht. Bilder sichern, Speicher aufladen und der Abend ist um wie nichts.

Gute Nacht!

Gefahrene Meilen: 118
Gelaufen: Mehrere Trails im Yoshua – White Tank ca. 2 Meilen, Barker Dam ca. 2 Meilen, City of Pines ca. 3 Meilen
Übernachtung: Travellodge, Indio zum Preis von 65,52 $

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10. Tag - Freitag, 3. April

Indio - Organ Pipe - Yuma

Wir starten um 6.30 h in den neuen Tag; frühstücken und begeben uns auf die lange Reise zum Organpipe NM. Die Fahrt bis kurz vor Phoenix zieht sich, dann geht es Richtung Gila Bend, dort noch mal tanken und durch kaum besiedeltes Gebiet bis nach Ajo und Why, bis wir endlich den Park erreichen.

Mit einer kurzen Mittagspause in Gila Bend sind wir gegen kurz nach 2.00 h im Visitorcenter und werden von einer sehr netten älteren Lady unterrichtet, was wir hier unternehmen können. Sie verweist uns noch auf den Campground, wo wir ja ursprünglich eine Nacht verbringen wollten. Auch heute ist es wie angekündigt sehr windig und der Wind soll im Laufe des Nachmittags noch zunehmen; außerdem haben wir ja die Nacht in Yuma für unsere Tripreward-Punkte reserviert, die wir nicht mehr stornieren können.

Organ Pipe NMWir machen ein paar Fotos und begeben uns auf den Ajo Mountain Loop. Mit zahlreichen Stopps, schon wegen der Erklärungen, die wir in einer Broschüre zu den ausgeschilderten Haltepunkten nachlesen und wegen der vielen lohnenen Fotomotive zieht sich der Loop. Wir laufen auch ein Stück auf einem Trail und können hier etliche Vögel beobachten und natürlich hören; auch ein Kolibri wird von Elke gesichtet, der ist aber viel zu schnell weg, als dass wir ihn fotografieren könnten. Organ Pipe NMToll, hier auf Entdeckungstour zu gehen. Gegen 17.00 h haben wir den Loop beendet und machen uns auf den Rückweg; es liegen rund 170 Meilen vor uns. Gegen 18.30 h geht die Sonne unter, allerdings nicht sonderlich spektakulär. Als wir die Interstate 8 nach Yuma befahren, ist es bereits nach 18.00 h und die Strecke zieht sich endlos. Ajo MissionDa entlang der Strecke keine Siedlungen, sondern nur Restareas liegen, kann man sich auch gar nicht richtig orientieren. Etwa 30 Meilen vor Yuma sieht man dann ab und an mehrere Lichter und gegen 20.30 h sind wir endlich da. Gegenüber dem Motel liegt ein Carls jr., der aufgrund der vorangeschrittenen Zeit und Müdigkeit noch kurz für ein Abendessen herhalten muss. Elkes Green Burrito ist ein Reinfall. Wir fahren ins Motel, Andy ist schon bald in den Federn verschwunden und auch Elke zieht bald nach.

Gefahrene Meilen: 538
Übernachtung: Howard Jones Motel, Übernachtung 0 $ durch Triprewards Punkte

Weitere Bilder des Tages

11. Tag - Samstag, 4. April

Yuma - Saguaro NP West - Tucson

Wir haben gut geschlafen und heute morgen erwartet uns ein reichhaltiges Frühstück mit frischen Früchten und einer Auswahl an Gebäck. Gut gestärkt geht es noch zum Vorräte auffüllen in einen Walmart und dann wieder auf die Interstate nach Tucson. Heute fährt Elke mal ein Stück, da Andy von der gestrigen langen Autofahrt noch ziemlich k.o. ist. Es brennt auf der InterstateWir werden von der Border Patrol kontrolliert, zeigen unsere Pässe vor und müssen ein paar Fragen beantworten. Man ist äußerst freundlich und wünscht uns noch einen schönen restlichen Urlaub. Auf dem Interstate sehen wir dunklen Rauch vor uns aufsteigen und wie wir näher kommen, erkennen wir den Grund. Ein Wohnmobil brennt lichterloh und verbreitet eine starke Hitze. Einsatzkräfte sind noch keine da, aber alle Passagiere konnten das Fahrzeug wohl verlassen. Auch der im Schlepp befindliche Pickup steht schon in Flammen, da wird wohl nichts mehr übrig bleiben.

Picacho SPAls die I 8 zur I 10 wechselt, ist es bereits 12.30 h, wir tanken noch mal auf und fahren dann beim Picacho State Park raus. Leider hat es keine Wildflowers mehr; die Poppys waren schon im März nicht sehr zahlreich am blühen und eine Woche Trockenheit und Temperaturen um die 80 °F haben diese nicht überlebt. Wir zahlen 6 $ Eintritt, machen Mittag in der Sonne und laufen den kurzen Trail zu einem Aussichtspunkt. AnhängselMan könnte hier natürlich noch mehr laufen; aber wir wollen heute noch in den Saguaro NP. Der kurze Nature Trail findet ein schnelles Ende, als sich Elke den „Abwurf“ des Cholla Kaktus näher ansieht und völlig gedankenverloren so ein Teil aufhebt. Die Stacheln bohren sich in die Finger und sind nur schwer wieder zu lösen. Schließlich brechen auch noch zwei Stacheln ab, die mit der Pinzette herausgezogen werden müssen. Die Erfahrung ist mehr wie schmerzhaft und wie heißt es so schön, wer nicht hören bzw. glauben will, muss fühlen.

Wir fahren noch die Straße bis zum Ende des Parks und dann nehmen wir die letzte Etappe nach Tucson. Wir finden dann auch das Motel, checken ein auch wenn das erst beim zweiten Anlauf klappt, denn das uns zugewiesene Zimmer ist noch nicht bezugsfertig. Wir bekommen aber ein zweites zugewiesen und können unsere Sachen deponieren, um gleich wieder aufzubrechen. Wir fahren in den Saguaro NP, kommen gerade vor Schließung des Visitor Centers an um uns noch eine Parkmap zu holen und nehmen den Loop, der um diese Zeit am besten sein soll. Hier ist auch nicht mehr viel los; die meisten sind wohl schon abgezogen und so können wir uns Zeit lassen und immer wieder mal die Kamera rausholen. Wir fahren zum Signal Hill und laufen das kurze Stück bis zu den Rockcarvings. Leider sind vom Weg aus nur wenige zu sehen; die richtig gut erhaltenen Carvings müsste man cross country gehen, was aber untersagt ist.

Arizona SunsetMittlerweile hat der Sunset begonnen und wir sehen zu, dass wir noch zum Gate Pass kommen um von dort ein paar Fotos zu schießen. Es klappt gerade rechtzeitig; aber auch heute geht die Sonne nicht spektakulär ins Bett. Vom Pass aus noch ein Foto gemacht und dann geht es nach Downtown zu einem Mexikaner; Mi Nidito. Wir müssen allerdings eine Stunde warten, bis wir einen Tisch bekommen und so geht es noch für einen Abstecher aus Verelgenheit in einen Walgreens und zum Tanken. Als wir 50 Minuten sptäer erneut im Mi Nidito aufkreuzen, werden wir nach ein paar Minuten aufgerufen und können keine 20 Minuten später das El Presidente Special und eine frozen Mango Margarita genießen. Echt super, das Essen und die Atmosphäre ist auch gut – Preis/Leistungsverhältnis absolut top.

Dann geht es zurück ins Motel, noch die Bilder laden und Bericht schreiben und gut ist für heute.

Gefahrene Meilen: 297
Übernachtung im Howard Johnson zum Preis von 42,11 $

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12. Tag - Sonntag, 5. April

Tucson - Saguaro NP West and East

Wir haben heute morgen die Ehre, zusammen mit einer Girly-Rugbymannschaft zu frühstücken. Woher wir das wissen? Die Trikots verraten, in welcher Mission sie unterwegs sind. Auffallend ist, dass das en gros der Mannschaft absolut nicht hübsch ist – teilweise sind sie sehr ungepflegt und lümmeln beim Frühstück, das heute mal aus Rührei mit Kartoffeln und Ketchup besteht; die übrige Auswahl ist mehr dürftig und wer lieber Tee statt Kaffee trinkt, hat heute erst mal Pech. Die Lady, die hier rumwuselt ist aber nach Anfrage recht hilfsbereit und treibt sogar einen „pretty cup“ für Elke auf.

Arizona Desert MuseumNachdem Andy entdeckt hat, dass das Sonora Desert Museum bereits um 7.30 h öffnet, hält uns hier sowieso nichts mehr und wir brechen auf. Noch ein paar Getränke in die Kühlbox und schon kann es los gehen. Um 8.30 h treffen wir auf dem Parkplatz des Museums ein; es ist noch nicht allzu viel los und wir bekommen einen Parkplatz in einer der vorderen Reihen. Für die nächsten 4,5 Stunden tummeln wir uns auf dem Gelände und es ist wirklich toll hier. Etliche Tiere lassen sich jedoch um diese Uhrzeit nicht blicken; schade – den Mountain Lion hätten wir schon gerne gesehen. Das Bärengehege ist verwaist und ein Schild erklärt, dass diese retired sind – wir fragen uns, in welchem Altersheim die wohl untergekommen sind? Um 10.30 h gibt es eine Show – The Raptor Flight und wir marschieren dorthin. Es handelt sich um eine Vogel-Flugshow und es wird der gewöhnliche Rabe, eine Horned Owl sowie zwei Falken vorgestellt. Sehr interessant, wie die Vögel von einem „Falkner“ zum nächsten fliegen und das knapp über die Köpfe der Zuschauer. Wir stehen günstig und können die Tiere aus der Nähe sehen. Eine gute halbe Stunde werden wir mit Informationen aller Art versorgt, auch wenn wir Einiges nicht so ganz verstehen.

HumingbirdWeiter geht es dann noch zu den Agaven und Kakteen, die uns sehr gut gefallen. Die vielen verschiedenen Arten hier sind sehr fotogen und interessant. Der begehbare Vogelkäfig und die Abteilung für die Hummingbirds nehmen wir auf dem weiteren Weg noch mit und um 13.00 h sind wir zurück am Auto.

Obwohl Sonntag, haben sich die Besuchermassen gut verteilt und waren nicht störend. Wir fahren über den Gates Pass wieder aus dem Park, essen beim Panda Express etwas und machen uns auf einen Abstecher in eine Mall. Wir müssen etwas fahren, bis wir diese erreichen, liegt sie doch genau entgegengesetzt im Norden der Stadt. Wir bummeln ein wenig, halten uns allerdings nicht allzu lange auf, denn wir wollen noch in den Ostteil des Saguaro NP. Dort treffen wir dann gegen 16.00 h ein, sehen uns den kurzen Film im Visitor Center an und fahren den Loop ab. Saguaro NPMit etlichen Fotopausen brauchen wir dafür auch eine gute Stunde, bis wir die Javelina Picknick Area erreichen und dort ein Stück auf dem Tanque Verde Ridge Trail den Hang hochlaufen, um noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang zu schießen. Es ist gar nicht so einfach, einen geeigneten Standpunkt zu finden. Leider hat es auch heute kaum Wolken, so dass der sunset nicht so spektakulär ausfällt wie gewünscht. Der Westteil des Saguaro ist landschaftlich schöner gelegen, der Ostteil hat aber die größeren Saguaros.Tucson

Es ist bereits dunkel, als wir Richtung Downtown aufbrechen und auf dem Weg zum Motel noch bei Macayo Mexikan Kitchen zum Abendessen anhalten. Wir müssen heute nicht warten, können gleich Platz nehmen und werden umgehend bedient. Das Essen schmeckt prima, die Margaritha auch und wir sind satt und zufrieden, als wir heute nicht ganz so spät wie gestern im Motel eintreffen.

Gefahrene Meilen: 97
Übernachtung: Howard Johnson zum Preis von 42,11 $

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13. Tag - Montag, 6. April

Tucson - Tombstone - Chiricahua NM

Heute verlassen wir Tucson und es zieht uns weiter nach Süden. Wir räumen das Zimmer – war o.k., müssen wir aber nicht noch mal haben – gehen noch mal dürftig frühstücken und drehen bei einem Walmart noch eine Ehrenrunde für Brot und Grillfleisch. Dann geht es auf die I 10 und weiter mit Ziel Tombstone. Ehrlich gestanden, haut uns die Stadt nicht vom Hocker; alles ist natürlich irre kommerziell, es ist kaum was los. Da hat uns Virginia City letztes Frühjahr weitaus mehr gefallen. Natürlich reiht sich auch da ein Souvenirladen an den anderen; aber es war nicht ganz so verkitscht wie hier. Uns hält es hier nicht lange, wir sehen uns noch den Boothill Cemetary an und dann geht es weiter Richtung Chiricahua.

Bonita CampDie Landschaft verändert sich zusehends, jetzt gibt es kaum noch Kakteen, dafür viele dürre Büsche und trockenes Grasland; allerdings kaum Viehzucht. Gegen 13.30 h sind wir im NP und melden uns im Visitor Center auch gleich für morgen für den Shuttle zum Massai Point an. Kein Problem, es sind noch genügend Plätze frei. Dann geht’s zum Bonita Campground, ein nettes Plätzchen für die kommenden zwei Zeltnächte suchen und wir werden auch da ohne Probleme fündig. Wir machen noch Mittagspause, dann trifft auch schon der Campground Host ein und registriert uns. Wir berappen 24 $ für die kommenden zwei Nächte, bauen unsere Hütte auf und starten anschließend zum Trailhead Echo Canyon.

ChiricahuaAuf dem Bergkamm oben pfeift der Wind heftig und kühl; also Jacken anziehen, Rucksack umschnallen und los geht’s. Die ersten knapp 3 km führt der Weg durch das Felslabyrinth aus Rhyolite (geschmolzene Asche) nach unten und die restlichen 2,3 km dann recht gemäßigt wieder zum Ausgangspunkt zurück. Geht man im Windschatten, ist es angenehm warm und wir können die Jacken ausziehen, oben dagegen pfeift es wieder richtig kalt. Bei dem Anblick der Felssäulen entdecken wir unweigerlich Ähnlichkeit mit der sächsischen Schweiz, wenn auch Andy meint, diese sei die Version für „Arme“ – hier gibt es natürlich ungleich viel mehr von den Felssäulen. Yuccas und Agaven wecken unser Interesse, auch in fototechnischer Hinsicht. Wir brauchen nicht mal zwei Stunden für den Hike und sind gegen 16.30 h wieder am Auto. Etwas unschlüssig, was wir nun weiter unternehmen wollen, fahren wir noch mal runter ins Visitorcenter, das allerdings schon um 16.30 h seine Pforten schließt.

Zurück zum Campground, Zelt einrichten und so langsam mal Wasser fürs Abendessen aufsetzen. Mittlerweile füllt sich der Campground und wir bekommen noch einen Nachbarn. Das Mountainhouse Chili Mac Beef schmeckt uns und dann geht es noch mal hoch zum Massai Point für ein paar Sonnenuntergangsbilder. ChiricahuaDas Abendprogramm beschränkt sich heute auf ein Bier und Tippen des Reiseberichts im Auto; Feuer ist nur im Grill erlaubt, es gibt keinen firepit und darauf haben wir jetzt keine so rechte Lust.

Morgen werden wir um 8.30 h vom Shuttle abgeholt. Mal sehen, wie kalt die Nacht wird.

Gefahrene Meilen: 194
Übernachtung: Bonita Campground, 12 $
Gelaufen: 5,3 km Echo-Canyon Loop

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14. Tag - Dienstag, 7. April

Chiricahua NM

Die Nacht war mit ca. 12 °C im Zelt ganz angenehm; draußen hat es 5 °C weniger. Es ist bereits hell, als Elke das erste mal munter wird; da ist es 5.30 h und noch genügend Zeit, sich noch mal umzudrehen. Eine Stunde später werden schon die ersten Nachbarn wach und nicht viel später, stehen auch wir auf. Wasser für Kaffee und Frühstück aufsetzen und als bereits das Brot auf dem Tisch steht und Elke einen Moment nicht aufpasst, machen sich schon ein paar Vögel darüber her. Elke kann die Scheibe gerade noch retten. Wir können den Tag in aller Ruhe angehen lassen, den Rucksack packen, noch abspülen und um 8.30 h werden wir püntklich vom Shuttle abgeholt. Der Kleinbus ist fast voll und wir haben Mühe, uns auf eine der hinteren Bänke durchzuquetschen. Noch zwei weitere Hiker werden aufgesammelt und wir fahren hoch zum Trailhead Echo Canyon und schließlich Massai Point wo wir starten. Die Fahrt ist kurzweilig, können wir doch einem Gespräch vor uns lauschen und erfahren etwas, was auch für uns von Interesse ist. Wenn wir Glück haben, können wir das in die Tat umsetzen, dazu aber später.

Steine stapelnMit einer Familie aus Berlin und noch zwei weiteren Wanderern beginnen wir die rund 14,4 km lange Tour, via Edd Riggs Trail und Mushroom Rock Trail zum Inspiration Point. Es geht immer wieder bergab und dann wieder bergauf; so bleiben wir lange Zeit wohl auf der gleichen Höhe. Weiter am Big Balanced Rock zum Heart of Rocks Loop, der das Highlight dieser Tour ist. Hier machen wir auch Mittag, mit einem herrlichen Blick ins Tal. Auf dem Sarah Deming Trail geht es dann stetig bergab und der Weg ist teilweise mit sehr losem Gestein durchsetzt; weshalb man die Augen auch mehr auf dem Weg als auf die Umgebung gerichtet hat. Hier ist es nun nicht mehr so spektakulär mit dem Weg, der dann auch bald im Wald verschwindet und nurmehr wenig Ausblick bietet.

Um 14.30 h sind wir am Visitor Center, wo Elke noch eine Ansichtskarte kauft und sich nach den Gravelroads durch den Pinery Canyon bzw. via Apache Pass erkundigt. Wir sind noch nicht schlüssig, wie wir morgen weiterfahren wollen; Fort Bowie wollen wir eventuell noch mitnehmen. Nun aber geht es das letzte Stück durch Wald zurück zum Campground und dort machen wir uns erst mal frisch; die Solarshower hat warmes Wasser. Während Elke sich etwas ausruht, wirft Andy allmählich den Grill an und wir können gut eine Stunde später unsere Steaks verspeisen. Dann noch mal hoch zum Massai Point; Andy mosert schon, dass das heute wohl nicht besonderes mit Sunset werden wird, doch es kommt viel besser, als erwartet. Uns wird ein Abendrot geboten, dass sich sehen lassen kann und wir stehen andächtig da, und genießen den Anblick.

Bis um kurz vor halb acht, glüht der Himmel und während wir die letzten Fotos schießen, haben wir auch noch einen netten Gesprächspartner. Zwei Guys, die ebenso begeistert von diesem Schauspiel sind, erzählen uns von ihren Touren; dass sie beide jedes Jahr um diese Zeit unterwegs sind, auch im Death Valley und es dort so viele Canyons zu entdecken gibt. Nach dieser kurzweiligen Unterhaltung geht es dann retour zu unserem Zelt, Andy wirft noch ein Feuer an, Elke tippt Bericht und wir beide sind glücklich, über den heutigen ereignisreichen Tag.

Gefahrene Meilen: 12
Übernachtung: Bonita Campground 12 $
Gelaufen: ca. 14,4 km

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15. Tag - Mittwoch, 8. April

Chiricahua - Fort Bowie - White Sands - Alamogordo

Gegen 6.30 h kriechen wir aus dem Zelt; die Nacht war sehr unruhig, da unsere beiden Zeltnachbarn, zwei ältere Herren ständig im Schlaf geredet, gestöhnt und abwechselnd gepfurzt haben, dass es nur so krachte. Die beiden haben abends noch lange zusammengesessen und gequatscht, als wir bereits im Zelt verschwunden sind und als wir dann abwechselnd wach wurden, dachten wir, die beiden sitzen immer noch und reden. Wir packen zusammen, frühstücken und um 7.45 h sind wir bereits abflugbereit. Es geht nach Fort Bowie, das wir uns heute noch ansehen wollen. Es ist wieder stark windig und der 1,5 Meilen Weg zu den Ruinen des ehemaligen Forts ist bei den Bedingungen ganz schön anstrengend.

Wir sind die ersten beiden Besucher des heutigen Tages, machen eine kurzen Stopp im Visitorcenter, wo allerhand Dinge aus der damaligen Zeit ausgestellt sind. Von den vielen Gebäuden, sind nur noch die Grundmauern vorhanden; von ein paar auch noch Außenmauern im Adobe Stil. Das Fort ist ganz interessant, wenn man denn an Geschichte interessiert ist. Bei noch stärkerem Wind geht es dann wieder retour zum Auto und gegen 10.30 h sind wir wieder am Ausgangspunkt.

Nun geht es auf die I 10 nach Lordsburg mit Ziel Alamogordo. Wir wollen noch mal zum White Sands National Monument und hoffen auf einen tollen Sonnenuntergang und Vollmond. Wie wir gestern zufällig erfahren haben, darf man bei Vollmond im Park zelten. Gegen 12.00 h machen wir an der Interstate bei einem Burger King Mittag und es geht weiter zu White Sands. White SandsLeider ist es auch hier mehr als stürmisch und wir sind herb enttäuscht, dass man vor lauter Duststorm kaum was sieht. Wir erkundigen uns im Visitor Center nach den Gegebenheiten; die Vollmondaktion beginnt erst im Monat Mai, also ist damit erst mal nicht drin. Wegen des starken Windes hätten wir aber eh darauf verzichtet. Wir fahren nach Alamogordo, beziehn im Days Inn ein Zimmer, duschen erst mal ausgiebig und brechen gegen 17.00 h bzw. nach New Mexico-Zeit eine Stunde später noch mal auf. White SandsWir gehen ein Stück in die Dünen und machen ein paar Fotos; zwischendurch folgen immer wieder starke Böen, die so gar keinen Spaß machen, länger hier zu verweilen. Dann beginnt der Sunset und es gibt doch noch ein paar schöne rosa Wolken. Gegen 20.00 h sind wir wieder in Alamogordo und wollen im Golden Corral noch was essen. Dort ist aber schon geschlossen und wir weichen aus auf Applebees; die haben noch bis 23.00 h auf und dort ist ganz schön was los. Mehr als satt geht es ins Motel, Fotos laden, Bericht schreiben und E-Mails lesen.

Gefahrene Meilen: 310
Gelaufen: 3 Meilen Fort Bowie sowie 1 meile im White Sands NM
Übernachtung: Days Inn Alamogordo zum Preis von 59,90 $ + Tax

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16. Tag - Donnerstag, 9. April

Alamogordo - White Sands - Bosque del Apache - VLA - Socorro

Wir sind heute, bedingt durch Arizona Zeit etwas später dran als sonst und gehen erst um 7.30 h zum Frühstück in die Lobby. Das Frühstücksangebot ist völlig ausreichend und wir beschließen bei Kaffee, Tee und Toast, dass wir noch mal in den White Sands fahren. Es ist momentan windstill, kaum eine Wolke am Himmel, dafür ist es aber recht frisch. Zimmer räumen und schon sind wir die 11 Meilen bis zum Park on the way. Wir fahren bis kurz vorm Parkplatz des sunset stroll-Treffpunkts und schlagen uns in die Dünen. Der Wind hat tolle Muster in den Sand gemalt und mit den Yuccas und den trockenen Blütenständen aus dem letzten Jahr gibt es etliche lohnende Fotomotive. Wir sind gut eine Stunde unterwegs, bis dann wieder der Wind einsetzt und Elke zurück zum Auto möchte. Andy könnte hier noch lange durch die Dünen streifen, Elke ist es dafür heute zu frisch.

Es geht wieder zurück nach Alamogordo, noch mal auftanken und die Scheiben säubern und bei Hastings gibt es einen Vanilla-Latte und einen Tee; Starbucks hat es hier nicht, Hastings bietet gleiches Angebot zu vergleichbarer Starbucks-Qualität und noch etwas preiswerter. Wir fahren die 54 gen Norden; die Strecke kennen wir schon. Da die Landschaft nicht wirklich viel Abwechslung bietet, werden wir beide etwas müde und Andy genehmigt Elke ein kleines Nickerchen. Dieses Mal lassen sich auch so gar eine Spiders entdecken, die über die Straße laufen. Als wir vor zwei Jahren im Herbst hier waren, gab es davon sehr viele. Die Strecke bis Carrizozzo zieht sich und gerade rechtzeitig wird Elke wieder munter, als Andy beinahe den Abzweig zur 380 nach San Antonio verpasst.

Bosque del ApacheDie nun folgenden 65 Meilen ziehen sich dahin wie Kaugummi; es wird erst wieder interessant, als wir Richtung Bosque del Apache fahren. Es geht erst ins Visitor Center mal nachhaken, ob es überhaupt genügend Vögel hat, die es zu erkunden lohnt. Wir bekommen eine Parkmap und suchen erst mal ein Plätzchen für eine Mittagspause. Als wir eines finden, ist es aber wieder dermaßen windig, dass es uns das Essen fast davonweht und wir müssen im Auto Platz nehmen. An ein paar Viewing Areas kann man überwiegend Enten beobachten; da die meisten Vögel zur Zeit brüten. In der Nähe von dichtem Gestrüpp ist reges und sehr zahlreiches Vogelgezwitscher in allen Tonlagen zu vernehmen; zu sehen sind allerdings nur wenig Exemplare. Wir fahren noch zum Lagoon-Boardwalk, wo es jede Menge Turtles gibt. Zwei Kormorane und eine Grey Goose sind auszumachen, auch sehen wir eine Reiherart über uns hinweggleiten. Sicher sehr interessant hier in den frühen Morgenstunden und zur Dämmerung und wenn man sich jede Menge Zeit nimmt und auf den Wegen durch das Dickicht läuft; dafür fehlt uns heute aber die Ausdauer.

Wir fahren also weiter zu den Radio Teleskopen; auf der I 25 nach Socorro und dann auf die 60 Richtung Westen. Gegen 14.30 h sind wir dort oben, sehen uns im Visitor Center einen kurzen Film über das Wirken und den Zweck der Teleskope hier an und sehen jede Menge interessanter Aufnahmen von Sternen und Farbaufnahmen aus dem Weltraum. Anschließend gehen wir noch die selfguided Tour ab, die allerdings nicht zu viele Informationspunkte bietet. Während Andy noch Fotos mit Zeitraffer macht, sitzt Elke windgeschützt im Auto und tippt schon mal einen Teil des heutigen Berichts. Eine gute halbe Stunde später taucht Andy wieder auf, etwas genervt, dass sich die Radioteleskope nicht mehr gedreht haben.

Wir fahren zurück nach Socorro, checken im Days Inn ein und gehen im Block nebenan Wäsche waschen. Der Salon ist tipp topp und es ist nichts los, so dass wir drei Maschinen gleichzeitig belegen können. Keine 45 Minuten später ist die Wäsche sauber und halb trocken und wir suchen uns noch eine Location zum Abendessen. Laut Tourbook ist El Sombrero empfehlenswert und wir fahren die Hauptstraße mal ab, können den aber nicht entdecken. Ein anderer Mexikaner ist uns nicht geheuer, es steht lediglich ein Auto davor und von außen ist die Lokalität schon recht zweifelhaft. Bei Sofias Kitchen sitzen wir kaum, als wir auch schon wieder aufstehen – hier gefällt es uns absolut nicht und Sofia’s Schürze hat wohl auch schon bessere Zeiten gesehen. Vor dem Schuppen frage ich nach dem Weg zum El Sombrero und mir wird geholfen; 5 Minuten später sind wir dort und nehmen in einem ordentlichen und nett eingerichteten Lokal Platz. Das Essen lässt dann auch nicht allzu lange auf sich warten und wir sind absolut zufrieden. Lediglich etwas stutzig macht uns die Bedienung namens Dominik, der uns ernsthaft fragt, ob wir auf 24 $ mit den hingelegten 40 $ noch Change wollen? Als wir großzügig aufrunden, erhalten wir dennoch keinen Dank.

Moon is risingEs geht zurück zum Motel und nun entdecken wir im Osten endlich den aufgehenden Vollmond – ein tolles Bild fürs Auge, für den Foto eher weniger, da ein richtiges Motiv fehlt und die helle Scheibe auf schwarzen Hintergrund nicht so aussagekräftig ist. Andy probiert dennoch ein Bild und dann geht’s endlich ins Motel.

Gefahrene Meilen: 311
Übernachtung: Days Inn Socorro zum Preis von 59,90 $

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17. Tag - Freitag, 10. April

Socorro - Gila Cliff Dwellings - City of Rocks - Silver City

Es ist nach New Mexico Zeit bereits 7.30 h als wir aufstehen. Erst mal frühstücken in der Lobby und während Elke aufräumt, sucht Andy nach einer Bleibe für morgen. Unseren Plan, im City of Rocks Statepark zu zelten haben wir wieder verworfen; der Wetterbericht kündigt für heute Nacht kühle 4 °C an und dafür sind die Schlafsäcke zu dünn. Es hat merklich abgekühlt und es pfeift wieder ein kalter Westwind, als wir das Auto einladen und aufbrechen. Blick in die LandschaftAuf der I 25 geht es bis runter nach Truth or Consequences und die Ausfahrt 63 auf die 152 nach Westen Richtung Silver City. Ist die 152 anfänglich noch gut befahrbar, geht es nach einigen Meilen richtig in die Berge hinein und wir kommen nur noch langsam vorwärts. Es geht über den Emory Pass und dann bis San Lorenzo, von wo wir via 35 und 15 zu den Gila Cliff Dwellings fahren.

Die Strecke zieht sich ewig durch Wald und kaum besiedelte Landschaft und gegen 12.00 h sind wir endlich am Visitor Center. Unsere Landkarte ist hierfür einfach zu ungenau. Wir sehen uns den kurzen Film über die Cliff Dwellings der Mogollon Kultur an und machen im Auto Mittag. Das kurze Stück geht es noch hinter bis zum Trailhead. Von hier geht es ca. 1 Meile zu den Dwellings, die im übrigen auch begehbar sind. Es steht ein Ranger für Fragen zur Verfügung, ansonsten ist die Tour selfguided. Wir machen jede Menge Fotos und als wir nach gut 20 Minuten alles gesehen haben, geht es wieder retour. Auf dem Weg begegnet uns ein Ranger, Jim Ransome, mit dem wir uns noch etwas unterhalten. Er ist vom Aufstieg außer Atem, aber als er beginnt, uns sehr ausführlich seine Sicht der Geschichte zu berichten, die hier 1270 und 1300 gespielt haben könnte, ist er nicht mehr zu bremsen. Sehr interessant, was er berichtet, wobei er auch einräumt, dass dies lediglich seine Sicht der Dinge ist, die nur teilweise wissenschaftlich belegt ist, die aber durchaus Sinn macht und schlüssig ist.

Buckhorn BarWir kehren zurück zum Auto und fahren die 42 Meilen bis Silver City nun auf der 15, die uns überwiegend durch Bergwald führt und sich ebenso zieht, wie der Hinweg. In Silver City checken wir schon mal im Super 8 Motel ein, bringen unsere Tasche auf’s Zimmer und fahren noch mal los zum City of Rocks State Park, wo wir auf einen schönen sunset hoffen. Mitten in der von Grasland geprägten Landschaft liegt eine Ansammlung von gerundeten Felsblöcken, woher auch immer diese stammen. Man kann hier inmitten einer tollen Kulisse zelten; hat man nicht gerade mexikanische Nachbarn, die permanent den Kompressor und einheimische Musik laufen haben. Andy fotografiert schließlich noch den Sonnenuntergang, der allerdings auch heute nicht so spektakulär ausfällt. Um 19.45 h hat sich die Sonne verabschiedet und geht in Nachtschicht auf die andere Seite der Erdkugel.

Wir fahren bei Dunkelheit zurück nach Silver City und kurz vor dem Motel, läuft uns noch ein Deer in die Seite. Erst wollte es wohl umdrehen und Andy wollte ausweichen, dann hat es sich das Tier anders überlegt und lief uns in die Seite. Ob es schwer verletzt war, können wir nicht sagen; wir konnten nicht anhalten. Ziemlich geschockt über diesen Zwischenfall fahren wir etwas orientierungslos durch die Gegend, auf der Suche nach einem Abendessen. Schließlich landen wir bei Pizza Hut; der war sonst auch schon besser.

Gefahrene Meilen: 305
Übernachtung: Super 8 Motel, Silver City zum Preis von 0 $, Einlösung triprewards Punkte

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18. Tag - Samstag, 11. April

Silver City - Boyce Thompson Arboretum - Phoenix

Wir gehen um 7.30 h zum Frühstück und brechen gegen 8.00 h bei Eiseskälte auf. Es hat in der Nacht geregnet und merklich abgekühlt. Noch ein wenig den Tank auffüllen und es kann losgehen. Fahrt durch die BergeWir fahren auf der 180 Richtung Nordwesten in eine dicke Wolkenfront, aus der es immer mal wieder regnet. Die Berge sind komplett in den Wolken und der Wetterbericht im Radio meldet für die höheren Lagen Schnee. Gegen 12.00 h erreiche wir Safford, wo wir auf dem Parkplatz eine Indio-Spielcasions im Auto Mittag machen. Wir wollen zum Boyce Thompson Arboretum, doch so wie es im Moment aussieht, wird das heute nichts.

Als wir die Apache Mountains passieren, schneit es tatsächlich und als wir dann wieder hinunter fahren und in die Einfahrt vom Boyce Thompson Arboretum einbiegen, reißt plötzlich die Wolkendecke auf und die Sonne kommt durch. Wir zahlen 15 $ Eintritt für uns beide, parken und begeben uns in den sagenhaften botanischen Garten. Es gibt den Main Trail, von welchem diverse Seitenarme diverse Themen und Pflanzen „behandeln“. Die Agavenpflanzung ist eine Wucht und die Vielfalt unglaublich. Auch können wir immer wieder Hummingbirds in freier Natur beobachten und schaffen es sogar, ein paar mit dem Foto einzufangen. Der Garten ist zugleich eine Oase für unterschiedliche Vogelarten, die sich hier wohl wie im Garten Eden fühlen. Wir sind 3,5 h im Garten unterwegs und fotografieren, was das Zeug hält. Auch Elke ist mit dem Foto recht aktiv; die verschiedensten Motive werden ausprobiert. Das ist wirklich ein Highlight der besonderen Art.

Kurz vor 17.00 h machen wir uns auf nach Phoenix und die Suche nach dem vorgebuchten Motel, was sich in dieser Riesenstadt nicht ganz so einfach umsetzen lässt. Wir brauchen über 1 h, bis wir das La Quinta erreichen. Wir checken ein, bringen schnell ein paar Sachen aufs Zimmer und machen uns auf zum Abendessen in einen Golden Corral, den Andy per Internet ausfindig gemacht hat. Pappsatt geht es noch kurz nach nebenan in einen Laden und dann sind wir für heute auch schon reif für die Heia.

Gefahrene Meilen: 320
Gelaufen: ca. 3 Meilen im Boyce Thompson Arboretum
Übernachtung: La Quinta, Phoenix, OT Scottsdale zum Preis von 62,10 $

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19. Tag - Sonntag, 12. April

Phoenix - Kaiser Spring Canyon - Phoenix

Die Sonne scheint bereits und wärmt die Luft, als wir zum Frühstück in die Lobby gehen. Es ist fast so, als hätte die gestrige Schlechtwetterfront gar nicht stattgefunden und es scheint, heute ein sonniger Tag zu werden. Beim Frühstück ist mehr geboten als sonst; es sind wohl viele Osterausflügler unterwegs; hier wird allerdings nur heute Ostern gefeiert. Am Nebentisch werden auch einige Ostergeschenke ausgepackt.

Um kurz nach 8.00 h sind wir startklar und begeben uns auf die I 17 und 74 Richtung Wickenburg. Hinter Wickenburg geht es hinauf in die Berge, zuerst säumen jede Menge Saguaros die Strecke, die dann mit Yoshuas abwechseln. Kaiser Spring CanyonDas Schild Nothing finden wir, dann auch den Abzweig zum Burro Camp Ground, doch es ist nicht die erste Brücke, die dann folgt, sondern die zweite; es steht auch Kaiser Spring Canyon angeschrieben. Nach der Brücke folgt rechts eine Ausfahrt, die unter die Brücke führt, wo wir dann gegen 10.30 h das Auto abstellen, die Rucksäcke schultern und nach Süden losmarschieren.

Kaiser Spring CanyonEs geht zuerst im Wash entlang, dann lässt sich auf ein Jeeptrail ausmachen, der ab und an den Wash umgeht; irgendwann ist dieser aber zu Ende und es geht nur noch im Wash selbst weiter. Wir finden die warm spring, wo sich ein good old guy hüllenlos in der Sonne trocknet, doch als er uns bemerkt, zieht er seine Hose an und quatscht ein wenig mit uns. Wir können gerne ein Bad nehmen und er verzieht sich, wenn wir wollen, es gibt aber auch weiter unten am Burro Creek jede Menge Pools zum Baden, wenn wir wollen. Wir wollen eh noch ein wenig weiterziehen und so verabschieden wir uns auch. Kaiser Spring CanyonDer Burro Creek führt jede Menge Wasser, wir können aber das Tal queren und gehen noch ein ganzes Stück den steilen Berg hinauf, wo es noch ein paar Mineneingänge gibt, die allerdings nicht weit in den Fels hineinführen. Als der Weg dann endet, drehen wir wieder um und entdecken weiter unten in dem Bretterstapel, für den wir es anfänglich gehalten haben, jede Menge Bohrkerne. Hier hat man untersucht, wie sich das Gestein zusammensetzt; die Bohrkerne scheinen aber noch nicht so alt zu sein.

Kaiser Spring CanyonWir gehen den Burro Creek noch ein Stückchen weiter und lassen uns hier zum Lunch nieder. Es ist richtig toll; die Vögel pfeifen und es weht eine leichte Brise und die Luft ist erfüllt von jeder Menge Blütengeruch, Bienen summen – der Frühling ist voll im Gange. Der Guy von vorhin begegnet uns noch mal und er ist auch auf der Suche nach „some minerals for jewelry“. Auf dem Rückweg nehmen wir an der warm spring ein Bad; eine Badewanne im Freien hatten wir bisher auch noch nie. Der warme Wind trocknet uns ohne Handtuch und wir marschieren schließlich zurück. Fotomotive gibt es auch hier ohne Ende; an den Felshängen stehen etliche Saguaros, es blühen einige Wildblumen, Lizzards sind unterwegs …. Der Auslöser kommt nicht zur Ruhe.

Kaiser Spring CanyonSchließlich gehen wir noch ein Stück in die Narrows rein, überwinden ein paar Chuckstones und einen kleinen Dryfall bis es uns dann schließlich mit Rucksack und Kamera zu anstrengend wird, die weiteren Hindernisse zu überwinden. Selbst hier im Canyon, gibt es Hummingbirds und die Luft surrt von aktiven Bienen. Gegen 15.00 h sind wir wieder am Auto und fahren zurück.

WickenburgIn Wickenburg machen wir noch kurz Halt in der old town, aber da hat heute gar nichts offen, nicht mal das Visitorcenter. Da wir nicht wissen, ob wir die Vulture Mine überhaupt jetzt noch besuchen können und in unserem Tourbook nichts darüber zu lesen steht, geht es zurück nach Phoenix. Wir entdecken noch einen Panda Express unterwegs, wo wir heute Abendessen. Auf dem weiteren Weg zum Motel nehmen wir bei Safeway noch eine Eis-Nachspeise mit. Der kleine Umweg über den Thunderbird Park bringt keinen Erfolg, was einen geeigneten Fotostandpunkt für den sunset anbelangt; wir müssten dafür noch auf den Hügel steigen, wofür uns die Zeit fehlt. So fahren wir dann doch ins Motel, duschen, laden Bilder und schreiben noch Bericht.

Gefahrene Meilen: 244
Gelaufen: ca. 10 km
Übernachtung: La Quinta, Scottsdale zum Preis von 62,10 $

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20. Tag - Montag, 13. April

Phoenix - Anthem - Lost Dutchman State Park

Heute können wir uns etwas Zeit lassen. Wir gehen erst um kurz vor 8.00 h zum Frühstück, packen anschließend unsere Sachen und es geht Richtung Anthem ins Outlet. Um kurz nach 10.00 h sind wir da und schlender durch die Läden; allerdings groß fällt der Einkauf dann doch nicht aus. Gold CityWir essen noch eine Kleinigkeit zu mittag und es geht weiter auf der 101 Richtung Süden und schließlich auf die 60 nach Osten, wo wir zu den Superstitious Mountains abbiegen. In Gold City, einer auf kommerziell gemachten Ghosttown, machen wir noch kurz Halt, sehen uns das ein oder andere alte Gerümpel aus der Goldgräberzeit an, und fahren ein kurzes Stück weiter zum Lost Dutchman State Park.

Lost Dutchman SPWir suchen uns eine Campsite und schlagen unsere Hütte auf. Es ist so warm in der Sonne, ja fast schon heiß, dass wir beide ziemlich k.o. sind. Wir genehmigen uns ein kurzes Päuschen und gegen 17.00 h wirft Andy ein letztes Mal den Grill an und wir brutzeln noch einmal Steaks. Die sind allerdings nicht ganz so wie gewünscht. Mittlerweile hat es ziemlich zugezogen und ob es mit dem sunset überhaupt was wird, ist fraglich. Superstition MountainsWir schultern Kameras und Stativ und gehen ein Stück bergauf. Die Sonne schafft es dann doch nicht mehr durch dicke Wolkenschicht, somit werden auch die Superstitious Mountains nicht noch mal erleuchtet und um kurz nach halb acht Uhr gehen wir zurück zu unserer Campsite. Andy entfacht noch ein Campfire im Grill; das restliche Holz muss auch noch verheizt werden und bei sehr angenehmen fast schon sommerlichen Temperaturen, lassen wir den Abend mit einem Bierchen ausklingen.

Lost Dutchman SP

Gefahrene Meilen: 106
Übernachtung: Lost Dutchman Statepark, 12 $ per Zelt

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21. Tag - Dienstag, 14. April

Lost Dutchman State Park - Apache Trail - Tonto NM - Phoenix

Die Nacht war ungewöhnlich warm und wir haben nicht so gut geschlafen. Noch vor 7.00 h stehen wir auf, setzen schon mal Wasser fürs Frühstück auf, säubern die Campingutensilien und räumen alles zusammen. Die Gaskartusche hält gerade noch fürs Frühstück; genau richtig. Obwohl die Luftfeuchtigkeit hier kaum vorhanden ist, ist unsere Zeltplane feucht und muss noch ein wenig in der Sonne trocknen. Gegen 8.00 h sind wir startklar, fahren noch mal an die Tanke und holen Eis für die Kühlbox, dann starten wir auf den Apache Trail.

Apache TrailHeute ist wenig los, so können wir immer dann anhalten, wann es uns gerade beliebt. Die Strecke ist toll zu fahren und die Aussichten um jede Kurve anders. Man kommt sich vor, wie einem riesiegen botanischen Garten; Saguaros, Kakteen der unterschiedlichste Art, Wildblumen und dazwischen viel Grün. Da es hier Wasser gibt, ist die Vegetation auch etwas weiter, als in anderen trockeneren Regionen. Wir machen heute etwas früher Mittag, finden auch eine Restarea. Apache TrailAllerdings sind die Picknicktische so nah am Toilettenhäuschen aufgestellt und es weht immer mal wieder ein übler Geruch zu uns herüber, der die Rast nicht gerade angenehm macht. Wir halten uns nicht länger als nötig und fahren weiter bis zum Roosevelt Damm. Von hier aus, ist es ein kurzer Abstecher zum Tonto National Monument, das wir auch noch „mitnehmen“.

Tonto NMMittlerweile ist die Sonne wieder da und der kurze Aufstieg zum Cliff Dwelling bringt uns heute ins Schwitzen. Das Cliff Dwelling ist von zwei Seiten begehbar; der Mittelteil ist aus Sicherheitsgründen nicht begehbar; man kann aber auch so das meiste einsehen. Die Broschüre vom Visitor Center und die Infotafeln geben einen kurzen Umriss, der Salado Indianer, die hier gelebt haben. Wir benötigen ca. eine halbe Stunde und gehen dann wieder zum Auto. Wir nehmen die 85 Richtung Norden und fahren durch die Berge retour nach Phoenix. Das Motel finden wir dieses Mal recht schnell, wir checken ein und laden das Auto komplett aus. Nochmal eine Dusche und dann geht’s auf die Suche nach einem Lone Star Steak Restaurant. Das erste, das uns Google anzeigt, gibt es nicht mehr, beim zweiten werden wir fündig. Das Essen ist super, absolut vergleichbar mit einem Outback, und satt und zufrieden besorgen wir noch was zu trinken und verbringen den Abend im Motel.

Gefahrene Meilen: 187
Übernachtung: Best Western Papago Inn Scottsdale zum Preis von 65,48 $

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22. Tag - Mittwoch, 15. April

Phoenix

Tempe CameraWir gehen heute mal zu einem Dennys frühstücken, denn Andy will einmal ein richtig amerikanisches Frühstück. Ein Starbucks hinterher muss aber trotzdem sein. Danach suchen wir Tempe Camera, ein spezieller Camer Shop, der uns von Caseys Camera in Las Vegas empfohlen wurde und Andy kauft ein paar Foto Utensilien. Danach fahren wir zum REI und besorgen ein paar Kleinigkeiten und schlendern durch eine große Mall. Dort gibt es auch einen riesen Food Court und wir essen dort zu Mittag.

Mit Zwischenhalt bei einem Walgreens und Supermarkt, wo wir uns noch einige Dingen zum mitheimnehmen kaufen, fahren wir zum Motel zurück und beginnen zu packen. Bei Tempe Camera bekamen wir den Tip, in den Desert Botanical Garden zu gehen, da dort gerade eine Ausstellung eines Glas Künstlers gezeigt wird. Also brechen wir am späten Nachmittag noch mal auf und haben nicht weit zu fahren, bis wir auf dem vollen Parkplatz eine Lücke finden. Der Garten ist sehr gut besucht und es gibt immer wieder etwas Gedränge, aber die Skulpturen und Formen aus buntem Glas machen sich wirklich gut zwischen den Kakteen. Als die Sonne langsam unter geht, finden wir sehr gute Motive und können gar nicht aufhören zu fotografieren, auch sind noch viele Kolibris unterwegs. Nach sonnenuntergang wird es aber auch empfindlich kalt und nur mit Shorts und T-Shirt bekleidet kommt Andy ins frösteln. Einige Einheimische haben Mantel und Handschuhe an, was uns doch sehr verwundert. Die Kunstwerke sind nun beleuchtet und so machen wir nochmal eine Runde um uns den Höhepunkt noch anzusehen.

Als wir im Auto sind, wird die Heizung aufgedreht und die Fahrt geht zu einem weiteren Macayo Kitchen Restaurant in Tempe. Als Abschluss soll es noch mal richtig gutes Mexican Food mit Margaritas geben, was es auch war. Inzwischen ist Mexican Food unser Favorit geworden, für das wir gerne auch mal ein paar Meilen fahren.

Gefahrene Meilen: 35
Übernachtung: Best Western Papago Inn Scottsdale zum Preis von 65,48 $

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23. Tag - Donnerstag, 16 April

Phoenix - München

Heute geht esleider wieder Richtung Heimat.

Last Exit StarbucksWir packen fertig und fahren zum Starbucks, dann wollen wir vor dem Botanical Garden noch ein Foto machen. Auf dem Weg zum Highway, schießt Andy bei rot über eine Ampel und wird geblitzt, das hat gerade noch gefehlt, mal sehen was da noch kommt.

Wir müssen noch mal zu einem Walmart, ein paar wenige Dinge besorgen und danach fahren wir zum Flughafen. Da wir noch nie in Phoenix waren, wissen wir nicht wo die Rental Car Location ist und wir fahren irrtümlich durch den ganzen Flughafen, der doch ganz schön lang ist. Eigentlich hätte man einfach außen rum auf dem Highway fahren können, denn genau auf der anderen Seite können wir unseren Toyota zurück geben und in den Bus zum Terminal steigen.

Beim einchecken ist doch tatsächlich ein Koffer etwas zu schwer und wir müssen umpacken, dieses Prozedere haben wir bislang immer erfolgreich vermeiden können, aber anscheinend ist unsere Federwaage nicht mehr genau genug. Obwohl der Koffer immer noch etwas zu schwer ist, darf er jetzt auf die Reise gehen und wir begeben uns durch die Security zum Gate. Die Wartezeit wird noch mit einem Burger und Fries verkürzt, dann starten wir mit Ziel Chicago, das wir zum Sonnenuntergang erreichen.

Wir haben hier etwas Aufenthalt, brauchen aber das Terminal nicht zu wechseln und haben so etwas Zeit uns gemütlich die Füße zu vertreten. Beim boarden sehen wir Otti Fischer, der mit uns zurück nach München will. Der Lufthansaflug war ruhig, aber er zog sich doch enorm, wenn man versucht zu schlafen und nicht kann.

Gefahrene Meilen: 187
Übernachtung: Best Western Papago Inn Scottsdale zum Preis von 65,48 $

Fazit

von Elke

3 Wochen USA mal ganz anders und das so früh im Jahr, wie wir sonst noch nie unterwegs waren. Andreas' Meinung zum Wetter hat sich nicht so recht betätigt; statt warm bis sehr warm war es frühlingshaft warm, manchmal auch kühl und dazu der ungewohnte Wind. Trotz Stum im Death Valley sind wir nach wir vor begeistert davon und werden sicher erneut im Backcountry zelten. Der Hike im Yosemite war ein toller Auftakt der Reise; die Wiesen mit den bunten Frühlingsblumen auch. Yoshua ist zum Zelten absolut toll; da zieht es uns sicher nochmal hin - zu sehen und wandern gibt dort noch viele Möglichkeiten. Die Vegetation im Süden Arizonas mit den zahlreichen Kakteen-, Yucca- und Sukkulentenarten haben uns sehr gefallen; die vielen Fotos sind ein Beweis dafür; der Besuch des Boyce Thompson Arboretum war absolut spitze. Chiricahua und Fort Bowie waren ebenso toll und auch wenn wir nicht im White Sands wie erhofft gezeltet haben, war es den Abstecher wert. Der Abschluss in Phoenix und Umgebung mit Superstitious Mountains, die Wanderung im Kaiser Spring Canyon und der Apache Trail bildeten einen schönen Abschluss der Reise. Wir kommen sicher irgendwann wieder.

von Andy

Ganz im Süden waren wir ja noch nie und das hat mir gut gefallen. Die starken Winde waren weniger schön, ich hätte gerne mehr gezeltet um noch mehr Nachtaufnahmen zu machen. Der Anfang im Yosemite war super, das Tal ist zu dieser Jahreszeit sehr schön und wenig besucht. Die blühenden Kakteen sind wirklich super, allerdings hatten wir etwas Pech mit den Wildblumen und für die Saguaroblüte (man spricht das übrigens "Saworro" aus) waren wir noch etwas zu früh. Gerade als ich diese letzten Zeilen schreibe (25.07.09), denke ich schon über den nächsten Urlaub im kommenden Frühjahr nach, aber das wird eine andere Geschichte.

 

Noch etwas Statistik zu der Reise:

Strecke: Gefahren sind wir dieses Mal 4327 Meilen, das sind 6964 Kilometer, ergibt einen Tagesschnitt von 303 km am Tag.

Verbrauch: Getankt haben wir gesamt 170 Gallonen Benzin, dafür haben wir 348,84 $ bezahlt, ergibt einen Schnitt von 2,05 $ pro Gallone. Das ist doch erfreulich niedrig gegenüber dem letzten Herbst, als wir für ähnliche Strecke 703,76 $ bezahlt haben, allerdings war da auch viel 4WD dabei.

Der Jeep Patriot hat einen Verbrauch 25,90 mpg oder 9,21 l/100km. Der Toyota Highlander benötigt dagegen 23,67 mpg oder 10,26 l/100km.

Übernachtungen: Für Übernachtungen haben wir 911,90 $ ausgegeben, das sind 41,45 $ pro Nacht. Es sind aber 2 gratis Motelübernachtungen dabei und einmal haben wir im Backcountry übernachtet. 17 mal haben wir im Motel Übernachtet und 5 mal im Zelt. Eigentlich waren ein paar mehr Zeltübernachtungen geplant, aber aufgrund des Wetters haben wir uns anders entschieden.

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