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Paddeltour auf dem Regen 2008

vom 19.06.08 bis 22.06.08

Hinweis: Auf dieser interaktiven Karte, sind die GPS Logs der einzelnen Tage farblich markiert, die einzelnen Tageslogs sind an- und abschalten zur besseren Übersicht.

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Tag 1

Wir starten um 6.45 h Richtung Bayerischer Wald mit Ziel Blaibach, wo unsere 4tägige Bootstour auf dem Regen beginnt und in Regenstauf enden wird. Den Kajak haben wir am Vorabend auf Pa's Auto gepackt, die übrigen Utensilien - und das sind einige - werden locker vom Kofferraum des Zafira geschluckt.

Der Fluss Regen hat seinen Ursprung in den Quellflüssen großer und kleiner sowie schwarzer und weißer Regen. Der große Regen entspringt im Böhmerwald in Tschechien; der kleine Regen am Fuße des Berges Rachel ca. 1 km von der bayerischen Staatsgrenze entfernt. In Zwiesel vereinigen sich die beiden zum schwarzen Regen; die Quelle des weißen Regen liegt im kleinen Arbersee. Hat der schwarze Regen bis zum Blaibach Speicher noch Wildwassercharakter und ist nur für entsprechende Kajaks geeignet, ist der Regen(Fluss) bei Blaibach ein gut befahrbarer Wanderfluss.

Einsetzen in BlaibachKurz vor 10.00 h erreichen wir unsere Einsetzstelle bei der Blaibacher Brücke, laden das Auto aus und das Boot ein und unser neuer Bootswagen hat nun Premiere. Andy hat beim Lesen zweier Berichte über diese Tour via Internet einen bestellt und das war eine gute Wahl! Somit sind die Strecken zwischen Aus- und Einstieg beim Umsetzen wesentlich einfacher zu bewältigen. Am Flussufer wird der Wagen noch mit einem Spanngurt fixiert, Pa verabschiedet sich auch schon und gegen 10.30 h legen wir ab.

Erste Hindernisse 
in BlaibachDie Durchfahrt der Blaibacher Brücke haben wir richtig "gewählt" und passieren diese ohne Hindernisse. Der erste Streckenabschnitt ist sehr idyllisch und mit großen Felsen im Flussbett aber auch vielen (fiesen) kleineren durchsetzt, die nicht immer gleich von mir entdeckt und nur leicht überspült werden und somit keine Wirbel bilden. Ich bin für's Ausschau halten verantwortlich, da aber das Wasser trüb ist, die Sonne reflektiert und der Steuermann gar nichts sieht, schrammen wir ab und an daran vorbei. Bis auf etliche Kratzer mehr, passiert aber kein größeres Malheur.

PauseIn Miltach erwartet uns die nächste Brücke, wir nehmen die falsche Durchfahrt und laufen auch gleich auf Grund, da es hier nicht mal mehr eine Handbreit Wasser unter dem Kiel gibt. Mit großer Anstrengung und ohne Aussteigen schaffen wir es wieder ins Fahrwasser und es geht weiter nach Chamerau. Am neu angelegten Rastplatz auf der rechten Seite des Wehres machen wir Mittag. Während wir noch beratschlagen, ob wir die Bootsrutsche fahren sollen, kommt ein Padder, der diese problemlos passiert. Unser Wasserwanderführer rät bei niedrigem Wasserstand davon ab und bei der Länge unseres Kajaks tragen wir um. Wie wir am Abend von einem Paar erfahren, hätte man diese Stelle auch mit einem Doppler bewältigen können. Grrrrmpf!

Hier heißt es umtragenDer nächste Streckenabschnitt ist nicht so toll - wir befinden uns zwischen zwei Bundesstraßen und der Autolärm stört die Idylle. Am Wehr vor Cham betrachten wir die angebliche Durchfahrt aus der Nähe, die sich mit unseren 5,50 m als unpassierbar herausstellt, wenn das Boot als solches auch nachher weiter genutzt werden soll. Bleibt also nur, auch hier umzusetzen und beim Herausheben rutscht Elke aus und nimmt rücklings ein unfreiwilliges Bad. Elke legt sich erstmal trocken, wechselt die Klamotten und wir setzen ein paar Meter weiter wieder ein und erreichen kurze Zeit später unser Etappenziel - den Kanuclub Cham.

Camp ChamWir sind die ersten Gäste und wollen uns gleich anmelden, doch erst ab 18.00 h wird unserem Begehr Gehör geschenkt. Bis dahin dürfen wir uns einen Platz auf der riesigen Wiese suchen und häuslich einrichten. Wie geheißen, so getan - in Windeseile ist das neue Zelt (Typ Salewa Bergamo III) errichtet, die Decke ausgebreitet und wir legen uns für ein verspätetes Mittagsschläfchen ab, derweil Elkes Klamotten in der Sonne trocknen.

ChamDa wir zum Anmelden immer noch jede Menge Zeit haben, ziehen wir los und erkunden Cham. Ein sehr nettes verwinkeltes Städtchen mit engen Straßen und einigen Kirchen. Wir finden auch den Supermarkt und decken uns mit Wasser und Obst für morgen ein und an einer Tanke gibt es für den Rückweg noch ein kühles Becks Lemon - das zischt! Wieder am Zeltplatz hat sich ein weiteres Paar eingefunden - mehr werden es nicht mehr und so brauchen wir uns um die Duschen/Toiletten (für Männlein und Weiblein je eine Einrichtung) nicht streiten. Unsere Anmeldung wird jetzt entgegengenommen, wir bezahlen 9,00 € und bekommen eine Hausnummer fürs Zelt (Nr. 17) und einen Schlüssel (Nr. 14) …. Bei zwei Zelten ergibt das für uns keinen Sinn.

ChamGewaschen und gestriegelt brechen wir erneut nach Cham auf und suchen uns ein Restaurant; beim Italiener am Marktplatz werden wir fündig und lassen uns als einzige Gäste nieder. Es ist wie ausgestorben hier, ob das wohl am Essen liegt? Nein, keineswegs - es ist lecker und das Preis-/Leistungsverhältnis findet unsere absolute Zustimmung. Wir mutmaßen, dass das heutige Fußballspiel Deutschland/Portugal für diese Ruhe sorgt. Gesehen haben wir das Spiel nicht, aber jedes Tor gehört. Andy widmet sich mit meinem Handy-Radio der Live-Reportage und schläft darüber in der zweiten Halbzeit ein. Als das Spiel zu Ende ist, erfahren wir nochmal lautstark aus allen Richtungen, dass wir gewonnen haben. Na, dann können wir ja beruhigt schlafen.

Zurückgelegte Strecke: 19,7 km
Zeitaufwand mit Umtragen, Mittagessen und Treiben-lassen: ca. 5,14 h

Tag 2

FrühstückNoch vor 6.00 h wacht Elke vom zunehmenden Straßenlärm der benachbarten B20 auf, dreht sich nochmal um, bevor es sie es 1,5 Stunden später aus dem Zelt treibt. Andy wird vom Topfgeklapper wach und wir gehen zum Clubhaus, wo wir Tisch und Bank haben und Frühstück machen. Einzig das Wasserkochen dauert lange, gegessen und abgespült haben wir schnell. Wir steuern den Supermarkt an, und besorgen uns Wegzehr für heute Mittag. Als wir alles verstaut haben und ablegen ist es schon 10.30 h - es ist aber keine Eile geboten.

Flossgasse ChamGespannt sind wir auf die heutige Etappe durch die Regentalaue, doch dazu später. Wir passieren die blaue Brücke in Cham bis wir zur Hinweistafel auf die Flossgasse am Chamer Wehr stoßen. Dort heißt es: Wasserstandsanzeiger auf rot, ist das Befahren der Gasse gefährlich und es wird davon abgeraten. Der Wasserstandsanzeiger lässst eben noch einen Finger breit Grün erkennen, weshalb wir einstimmig fürs Umsetzen plädieren. Wieder am Abend erfahren wir, das Befahren war ein Heidenspaß - auch im Doppler und wäre möglich gewesen. Grrrrmpf zum zweiten!

Als wir wieder Einsetzen, haben wir das rote Biertor vor Augen und mit dem Schwall vom Wehr geht es in einen schmalen Seitenarm, der durch einen herrlich grünen Tunnel aus Bäumen dahinplätschert und wir uns erst mal ein Stück treiben lassen. Wenig später ist es gar nicht mehr romantisch, allerlei Unrat liegt am Ufer und es stinkt ab dem Sägewerk heftig nach Abwasser. Nichts wie weg hier!

Wir lassen Cham hinter uns und nähern uns der Regentalaue, die mutmaßlich bei Loibling (?) beginnt - es weist kein Schild darauf hin. Der folgende Streckenabschnitt windet sich in großen Schlingen durch Felder und der Regen liegt so tief, dass wir außer Uferböschung nicht viel zu sehen bekommen. Hin und wieder ein Kuckuck, Eichelhäher, ein Kormoran, Graureiher, jede Menge Bisamratten und anderes Getier kann man hier sehen, es haut uns aber nicht aus dem Boot. Hören können wir außer Vogelgezwitscher auch das Brummen etlicher landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge - also so toll wie wir uns das vorgestellt haben, ist es hier nicht.

AussichtstumWir passieren Laichstätt und machen in Wulfing am Rande eines Grundstücks Mittagspause - nicht ohne ein Nickerchen. Zwischenzeitlich ist es stark bewölkt und kommt die Sonne durch, dann sticht diese richtig. Unsere Befürchtung, die Wolken könnten sich über uns entladen ist unbegründet - wir bleiben trocken. Weiter geht es an Pösing vorbei und in Piendling legen wir für einen kurzen Ausblick vom Aussichtsturm auf das Regentalauengebiet an. Von oben ist diese Landschaft weitaus reizvoller als vom Boot aus.

RodingRoding soll heute unser Ziel sein, doch als wir am Rastplatz anlanden wollen, wird uns davon abgeraten. Unweit davon ist ein Volksfest und der Zeltwiese liegt etwas abseits und ist für jedermann zugänglich - wer weiß, was sich da für Volk herumtreibt …. Sonderlich toll sieht es hier auch nicht aus, so dass wir weiter ziehen und auch nicht in Roding Halt machen. Es geht unter der Brücke durch geradeaus bis zur Mühle und dort wird die rechte Bootsrampe empfohlen. Da auch hier wenig Wasser fließt, rutschen wir mir schlecht als recht hinunter.

Nach der Rodinger MühleUns wurde der Campingplatz Imhof empfohlen, der lt. Aussage der beiden Herren in Roding nicht weit entfernt liegen soll. Entweder hatten die beiden tätowierten "Wegweiser" in Roding bereits einen im Tee, oder sie haben gänzlich keine Vorstellung von Entfernungen. Laut deren Aussage sollte der Campingplatz Imhof in weiteren 10 Minuten bzw. 1,5 bis 2 km Entfernung erreicht werden. Da unsere Wasserwanderkarte seit gestern verlustig ist (da kein anderer außer Elke da ist, liegt die Verantwortung bei ihr und sie hat diese verschusselt ….), so dass wir nicht nachvollziehen können, wie weit es bis Imhof noch ist. Auch das GPS schweigt sich darüber aus - Imhof ist dem Gerät kein Begriff.

RegenpeilsteinNachdem wir Roding nun schon mehr als zwei Kilometer hinter uns gelassen haben, streichen wir mit jedem weiteren Meter unser Vorhaben, uns abends noch in Roding umzusehen. Ob in dieser Gegend überhaupt ein Bus fährt? Wir erreichen Regenpeilstein mit der hoch oben liegenden Burg und treffen auf das Paar, das mit uns in Cham Campingplatz und Duschen teilte. Laut deren Aussage kommt noch eine Mühle mit Wehr, die wir passieren müssen und dahinter kommt dann Imhof. Das Umsetzen in Mühlhof ist selbst mit Bootswagen nochmal ein Kraftakt; es geht bergauf und als die Holzbeplankung anfängt und wenig später bergab wieder endet, müssen wir jedes Mal absetzen und den Wagen wieder ausrichten. Die Einsetzstelle ist gut zugewachsen und der Weg zum Wasser eng und schmal. Unseren Mitpaddlern leihen wir unseren Bootswagen und die sind froh über diese Erleichterung. Mit etwas Schwung vom Wehr nehmen wir die restliche Strecke in Angriff und nach weiteren zwei Flussbiegungen liegt linkerhand ein Einödhof mit Gaststätte, der die Wiese zum zelten vermietet.

ImhofVon weitem erkennt man schon zwei Tippis, die ebenfalls vermietet werden. Wir sind wieder die ersten Camper hier, bringen unser Boot an Land und gehen direttamente zum Wirt. Der hat es gar nicht eilig, einer von der Sorte gemütlicher Brummbär. Er zeigt uns die Duschen und wir sollen uns erst mal einrichten; alles andere kriegen wir schon. Wir bauen unser eigenes Tippi auf, gehen uns frisch machen und kurz bevor wir zum gemütlichen Teil übergehen treffen unsere Mitpaddler ein. Im Gasthof gibt es eine Terrasse mit Blick auf die Naturschutzinsel im Regen und bei ein paar hopfenhaltigen Getränken und Hausmannskost lassen wir diesen traumhaften Sommerabend mit ein paar Schwänken des Hausherrn, wie es hier so auf und zu geht, ausklingen.

Gepaddelte Strecke: 29,5 km
Zeitaufwand mit Umtragen: 6,51 h
Übernachtungsgebühr: 9,00 € gesamt

Tag 3

Gegen 4.00 h weckt uns der Naturwecker mit Vogelgezwitscher - für uns ist nochmal umdrehen angesagt. Gute 3 Stunden später kann Elke nicht mehr liegen und macht sich auf zum Waschhaus. Das Außenzelt hängen wir schon mal zum Trocknen über die Schaukel und machen erst mal auf den Stufen zum Fluss Frühstück. Gut gestärkt machen wir uns ans Aufräumen und als wir fast alles wieder im Boot verstaut haben, entdeckt Andy die verloren geglaubte Wasserwanderkarte neben seinem Sitz …… (Auszug aus dem Protokoll: Der zu Unrecht verurteilte Maat erhält keine Wiedergutmachung). Wir verabschieden uns bei unseren Zeltnachbarn, die es heute nicht eilig haben und machen uns auf den Weg.

Auf dem RegenDer Streckenabschnitt ab Roding und der nun kommende ist der schönste der gesamten Tour. Es geht durch den Wald und schon kurz darauf erreichen wir die nächste Mühle, bei der wir wieder umsetzen müssen. Hier ist die Anlegestelle nur eine Wiese mit vielen Steinen im seichten Wasser; die Einstiegstelle sieht auch nicht besser aus. Da das Flussbett zudem nach der Mühle richtig breit wird, ist es hier sehr seicht und wir kommen gerade so durch. Da wir gegen Mittag in Nittenau sein wollen und es bis dahin um die 15 km Wegstrecke ist, legen wir uns heute mächtig ins Zeug und paddeln nur mit ganz kurzen Verschnaufpausen.

UmtragenWir passieren Kirchenrohrbach und müssen in Walderbach bereits wieder umsetzen. Hier gibt es zwar eine sog. Treideltreppe - d. h. recht und links sind Stufen und in der Mitte sollte sich eine wasserumspülte Rampe befinden, über die das Boot nach unten geführt werden kann. Die Rampe ist allerdings staubtrocken, so dass wir das Boot doch tragen müssen. Die Einsatzstelle ist ziemlich kurz und auch hier gibt es wieder jede Menge Steine, die das Ablegen nicht gerade einfach gestalten.

GefährlichIn Walderbach fahren wir am Kloster vorbei, das von außen sehr schön anzusehen ist und einen großzügigen Garten zum Fluss hin hat. Für die Besichtigung haben wir leider keine Zeit. In Reichenbach müssen wir dann scho nwieder umtragen, wobei der Ausstieg hier sehr gefährlich ist, da sehr nahe am Wehr und direkt davor wurde deswegen ein Baumstaum quer zur Strömung gelegt. Nur wenig weiter müssen wir in Tiefenbach schon wieder das Kajak an Land hieven und über eine Wiese umtragen, dank Wagen kein Problem. Wir legen uns dann mächtig in die Paddel und erreichen gegen 12.00 h Nittenau. Hier geht es vor dem Wehr links in einen kleinen Seitenarm, der zur Festzeltwiese und fast ins Zentrum führt.

NittenauWir parken unser Boot hinter einem Imbissstand, fragen nach ob das o.k. und wo der nächst Supermarkt ist und machen uns auf den Weg. Da auch hier die die Straßen ziemlich verwinkelt sind, fragen wir vorsichtshalber nochmal bei einem Schuhladen, ob wir "on track" sind, Andy bekommt ein Eis als Wegzehr und 10 Minuten später haben wir den Netto Markt erreicht. Wir decken uns mit einer ordentlichen Brotzeit und Getränken ein, leider gibt es nichts Gekühltes. Es geht wieder zu unserem Gefährt zurück zur Festzeltwiese, wo wir Mittag machen. Die Zeit wird uns durch ein Gespräch mit dem Schuhladenbesitzer verkürzt, der mit seinem Hund spazieren geht und uns sofort wieder erkennt und sich nach unseren weiteren Plänen erkundigt.

Das Gespräch ist kurzweilig und es wird bestätigt, dass der noch vor uns liegende Streckenabschnitt der schönste sei. Zwischenzeitlich sind noch zwei Kanadier mit 4 Jungs angelandet; die wir in Marienthal wieder treffen werden. Die Strecke zum Umsetzen ist ziemlich lange, doch wie bereits erwähnt, leistet der Bootswagen hervorragende Dienste und das Ganze ist somit ein Klacks. Unter den Augen einer Hochzeitsgesellschaft, die vom Balkon eines Restaurants einen Blick auf die Einsetzstelle haben, legen wir wieder ab und nehmen Kurs auf.

Hof am 
RegenDer Regen wird wieder breiter, dann erreichen wir Hof am Regen - eine Burg wie sich später herausstellt und schließlich Stefling, wo wir wieder umsetzen müssen. Hier gibt es eine natürliche Fischtreppe, die wir befahren könnten, wenn wir denn wollten ….. Wir wollen nicht und setzen um. Auch hier liegen Aus- und Einstiegstelle ziemlich weit auseinander und wir müssen ein Stück an der Straße entlang laufen. Die Einstiegstelle ist hier wieder sehr seicht, es hat jede Menge Steine und wir haben Mühe, das Boot dort hindurch zu manövrieren. Wir fahren unter der baufälligen Brücke in Überfahrt durch, manövrieren uns noch durch ein paar Felsen und eine Flussbiegung später sind wir in Marienthal.

ÜbersetzenWir absolvieren unser AAA-Programm - Anlegen, Anmelden, Aufbauen in kurzer Zeit und haben noch Luft für eine Besichtigung der Burgruine Stockenfels. Hierzu muss man wieder auf die andere Flussseite, wofür ein dem Gasthof zugehöriger Senior mit einem Staakkahn zuständig ist. Wir erkundigen uns im Gasthof und ein paar Minuten später werden wir übergesetzt und das auch noch kostenlos. Wir nehmen den gemütlichen Fußweg zur Ruine und haben etwas Mühe, den richtigen Weg nach oben zu finden, da irgendwann die Beschilderung fehlt und wir rein nach Gefühl gehen und das kann manchmal auch ganz verkehrt sein. Die angeschriebenen 0,5 km kommen uns weitaus länger vor und der Anstieg bringt uns ins Schwitzen. An den Walderdbeeren am Wegesrand kommt Elke natürlich nicht so ohne weiteres vorbei und Andy muss sie antreiben, dass sie dann nicht auch noch bei den Heidelbeeren versumpft. Wir erreichen schlussendlich die Burgruine und haben richtig Glück - eine private Führung ist gerade zu Ende und der Führer erlaubt uns auf Anfrage und eine kleine Spende, uns noch ein wenig umsehen zu dürfen. Innerhalb kurzer Zeit bekommen wir von ihm noch jede Menge Informationen geliefert und sind begeistert. Nähere Infos gibt es hier. Nach einer knappen Viertelstunde wird geschlossen, wir umrunden noch einmal die Raubritterburg und machen uns dann auf den Rückweg, wo wir die Gruppe am Flussufer antreffen, die auf den Fährmann wartet, der erst noch einen Brand löschen muss. Heute ist es aber auch gehörig heiß und schwül. Wir holen uns unsere Waschutensilien - Duschen gibt es hier leider keine - und machen uns für das Abendessen salonfähig. Im Biergarten in Marienthal lassen wir den Abend ausklingen.

Gepaddelte Strecke: 27,7 km
Zeitaufwand mit Umsetzen: 6.55 h
Zeltplatz Marienthal: 5,50 €

Tag 4

Die Nacht war für Elke kürzer als geplant; als sie des späteren Abends nochmal die Toiletten aufsucht, wird sie von den Kanadier-Jungs eingeladen, mit an deren Feuer Platz zu nehmen, was sie dann auch macht. Andy hätte auch noch Platz gehabt, aber er betreibt bereit ausgiebig Augenpflege. Eine nette Truppe - die Unterhaltung ist recht locker und geht bis 0.30 h.

Auf dem RegenErst nach 8.00 h werden wir wach und begeben uns erst mal zum Frischmachen und Frühstücken, welches wir in einer hinteren Ecke des Biergartens selbst zubereiten. Erst gegen 9.30 h legen wir ab und bereits eine halbe Stunde später klingelt unser Abholdienst durch, sie sind jetzt da - wir haben aber noch ca. 12 km Strecke vor uns. Hinter Marienthal hat der Regen noch ein wenig Strömung, die aber im Verlauf bis Regenstauf immer mehr abnimmt, dafür liegen wieder, sehr fotogen, große Felsen im Fluss.

RamspauIn Ramspau müssen wir nochmal Umsetzen, doch das klappt relativ zackig und ohne Probleme. Hier ist dann von der Strömung nichts mehr zu bemerken und wir paddeln bis Regenstauf durch wo wir gegen 11.20 h vor dem Wehr aussteigen und bis "Zur Mühle" einem Restaurant und unserem Treffpunkt eine ziemlich weite Strecke zurücklegen müssen. Das Boot aus- und aufgeladen, die Utensilien verstaut geht es dieses Mal per Auto retour nach Marienthal, wo wir ein letztes Mal Essen gehen, ehe wir den Heimweg antreten und mit einem Abstecher zum fürstlichen Kaffeetrinken im Arco-Schlösschen in Neuburg gegen 17.00 h wieder zu Hause eintreffen.

Gepaddelte Strecke: 14 km
Zeitaufwand mit Umsetzen: 2.17 h

Fazit

4 herrliche Tage, bei optimalem Wetter, sportlich und zugleich erholsam mit vielen neuen Einsichten:

  • die Oberpfalz - liegt nicht weit entfernt und hat landschaftlich sowie kulturell viel zu bieten
  • dass Bier am besten nach einem langen Tag an der frischen Luft und körperlicher Betätigung schmeckt, egal welches
  • dass es solche Kurzausflüge viel zu selten gibt


Gesamte Tour: 91 km

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