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Australien 1992

Dienstag 21. Januar - 116. Tag

Der erste Morgen in Australien, erst mal duschen und dann? Ein Auto muss her, mieten ist teuer, also wieder kaufen. vor dem Haus steht ein alter Holden Kingswood Station Wagen, wir sehen ihn uns an, aber mehr auch nicht. Wir erfahren, dass nicht weit weg in einem Parkhaus Autos von privat verkauft werden und da gehen wir gleich hin. Es werden viele von diesen Holden Kingswood angeboten und auch Camping Busse, die für uns aber zu teuer sind. Wir bleiben an einem alten Holden mit Sechs Zylinder und Automatik hängen. Der ist zwar schon ganz schön alt, hat einen großen Frontbumper und einen Gitterschutz für die Windschutzscheibe. Das ist wohl der billigste hier und wir machen eine Probefahrt. Thomas fährt, die Schaltung ist etwas ungewohnt und beim Bremsen gibt es einen Nickeffekt. Na ja nicht schlecht, wir handeln den Preis aus 1550$ soll er kosten, immer noch zu teuer, aber was besseres bekamen wir nicht.

Thomas holt Geld von einem Wechselbüro und macht die Kassiererin ganz konfus. Wir machen das schriftliche und der Verkäufer, ein Engländer, schreibt noch einen Brief, weil der Wagen in Western Australia zugelassen ist. Wir holen unsere Rucksäcke und fahren dann mit dem Zug in die Stadtmitte. Auf dem Postamt wird die Ummeldung abgeschickt und beim Automobilclub werde ich auch noch als Mitglied eingetragen, weil das Auto sozugen Mitglied ist. Wir essen dann erst mal was und kaufen noch Filme.

Danach fahren wir mit unserem Auto über die Harbour Bridge aus der Stadt raus. Wir tanken noch und machen einen Wasserkanister voll. Auf der Weiterfahrt sagt Thomas, dass die Bremsen nicht mehr funktionieren. Bei langsamer Fahrt gehts noch, aber wenn er schneller fährt dann bremst die Karre nicht mehr und man muss mit der Handbremse nachhelfen, Scheiße!

Wir halten erst mal um einen Einkauf zu tätigen und trinken ein kaltes Bier zur Abkühlung. Einen Übernachtungsplatz zu finden ist hier auch nicht leicht, alles ist mit Häusern zugebaut. Letztlich finden wir in Strandnähe, bei einer Müllgrube einen Platz. Michael macht gleich Holz für ein Feuer und wir sehen nach den Bremsen. Im hinteren Kreis fehlt Bremsflüssigkeit und es tropft noch aus der Leitung, na da müssen wir morgen in eine Werkstatt. Wir räumen dann das ganze Gerümpel hinten unter das Holzbrett. Das ist ein komplettes Camping Equipment, Fischleinen, Werkzeug, Zelt, Teller, Pfanne, usw. Das zweite Ersatzrad wird vorne an die zusätzliche Stoßstange geschraubt, so entsteht hinten eine größere Liegefläche als wir sie in NZ hatten. Einer muss aber trotzdem auf der vorderen Sitzbank schlafen. Die Rucksäcke werden für die Nacht verstaut und dann werden Würstchen gegrillt, mit Zwiebeln, Tomaten und Brot. Es ist auch hier schon um halb neun dunkel und noch viel zu heiß, obwohl ein Wind vom Meer her weht. Thomas und ich schlafen dann hinten und Michael vorn.

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Mittwoch 22. Januar - 117. Tag

Um 6 Uhr wache nwir das erst Mal auf, weil die Vögel so einen Krach machen, um 7 muss man aber schon aufstehen, wegen der Hitze. Wir essen Müsli mit allem und düsen ab und suchen eine Werkstatt. An 4 Tankstellen werden wir abgewiesen, weil zu viel Arbeit da ist, bei der 5. haben wir Glück. Ein Stück Bremsleitung wird erneuert und auch gleich ein anderer Reifen gekauft. In der Werkstatt läuft auch ein Hund herum und als der Motor läuft, beißt der in den Auspuff und atmet die Abgase ein, ich glaub der ist Süchtig, Wahnsinn!

Wir fahren durch die Mittagshitze nach Newcastle und weiter nach Norden. An einer Tankstelle trinken wir dann zur Abkühlung ein paar Bier. Wir finden eine Rest Area, wo wir übernachten wollen, es gibt dort Käsesandwich und Korea (Rotwein mit Cola). Die Grillen sind übermäßig laut und es geht ein frischer Wind.

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Donnerstag 23. Januar - 118. Tag

Die Nacht auf der vorderen Sitzbank kann man ertragen. Beim anlassen hat der Motor etwas Schwierigkeiten, aber Thomas kriegt das schon hin. Ich fahre heute, mal sehen wie das so geht mit dem Wagen, ist aber alles Gewöhnungssache. Die Benzinnadel zeigt nur noch 1/4 an, obwohl der Tank gestern noch über 3/4 voll war. Hat der vielleicht auch ein Leck? Alle rätseln darüber und plötzlich schnalzt die Nadel hoch, da geht es uns gleich viel besser.

Das Fahren ist für mich anstrengend, denn ich sitze auf er abgesessenen Sitzbank nur auf einer Arschbacke. Der Fuß tut weh vom Gas geben, die Lehne ist auch kacke und es ist heiß. Man muss auch total behutsam Gas geben, denn der 6-Zylinder schluckt ganz schön und bringt keine Power. Mit 80 km/h kommen wir einigermaßen voran, aber bergauf schaffen wir nur 50 km/h und ziehen eine Schlange hinter uns her. Die LKWs brettern volle Hämmer.

Um die Mittagszeit kann ich nicht mehr und muß anhalten und Pause machen. Thomas und Michael kaufen ein kühles Bier, das erfrischt. Ich finde ein Postamt und kaufe Briefmarken für die Postkarte. Die Ortsnamen kann man sich nicht merken, wir haben auch keinen plan, wo es hingeht. Einfach nach Norden, wir wollen tauchen am Great Barrier Reef. Wir kaufen noch in einem Supermarkt und tanken wieder die Schüssel voll.

An einer Rest Area halten wir. Es hat ein offenes hoch gestelltes Haus, hier essen wir Hähnchen mit Salat und trinken Korea. Am Wasserhahn unten machen wir uns mit Eimern eine Dusche und waschen auch gleich Wäsche. Ansonsten wäre es ein gemütlicher Abend, wenn die Moskitos nicht wären.

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Freitag 24. Januar - 119. Tag

Um 8 muss man raus, die Sonner brennt voll aufs Auto. Wir haben zwar keinen Hunger, aber das Müsli wird gegessen, danach gleich ein Bier. Der Erstzreifen wird von vorne aufs Dach geschnallt, weil er zu stark vibriert beim Fahren. Wir warten dann noch bis die Wäsche trocken ist und fahren dann.

Bei einer Rum Destillerie halten wir und trinken ein paar Bier und spielen Billiard. Weiter gehts nach Brisbane, wir wissen nicht genau was tun und stehen in der Sonne. Dann fahren wir weiter, aber in die falsche Richtung, irgendwann kommen wir wieder auf die richtige Route. Bei einem Hungry Jacks, das ist die Aussie Variante von Burger King, halten wir. Ich teste den Whopper mit Onion Rings, der ist aber nicht so gut wie in USA.

Ettamogah PubDann schlafe ich auf der Rückbank. Beim Ettamogah Pub, ein uriges windschiefes Haus, halten wir und trinken ein kühles Bier und nehmen auch noch welche mit für die Fahrt. An einer Rest Area halten wir und machen Feuer. Michael stellt einen Topf mit Wasser drauf und wirft sofort die Spaghetti rein. Oben verkohlen die Nudeln sofort, also alles wieder raus. Das Kochen wird lustig, aber man konnte es hinterher essen, dazu gabs eine frische Ananas. Wir bewunderten den Sternenhimmel und die restlichen Biere.

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Samstag 25. Januar - 120. Tag

Wir schliefen wieder bis um 8, dann alles ganz langsam, frühstücken, waschen, schreiben und Auto einräumen. Wieder on the road, heute fahr ich wieder. Die Fahrt in ein paar Worten ausgedrückt: Heiß, gerade Strasse, der Arsch tut weh, der Fuß auch und müde.

Wir kommen an einen See. Nichts wie rein zum abkühlen, wir spielen mit dem Ball im Wasser und lassen es uns gut gehen. Weiter, 50 km in den nächsten Ort, dort in den Pub und ein Bier gezischt, ein 6-Pack geht mit. Auf der Fahrt bekommt jeder seine 2 XXXX, nach 3 Bier geht alles schon viel besser. Die Dosen und Flaschen werden hier einfach gelittert, its so easy. Wir lachen über die Werner und andere Comics.

In der Landschaft glimmt es auch überall und es steigt Rauch auf, weil es so trocken ist. In Rockhampton kaufen wir das Nötigste, aber hauptsächlich Getränke und fahren wieder weiter. Die Karte fliegt mal raus und ich drehe gefährlich um, alle kiregen schon Angst. Dann finden wir eine Rest Area und machen erst mal den Wein auf, wir essen Thunfisch Sandwich und es wird ein vergnügter Abend mit dem Wein. Ich muss heute vorne schlafen.

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Sonntag 26. Januar - 121. Tag

In der Früh waren alle fertig. Wir wollten einkaufen, aber alle Supermärkte hatten zu. Am Information Center, beim Tropic of Capricorn warteten wir, aber es öffnet auch nicht. Weiter durch die Hitze, ein Kilometer nach dem anderen wurde runter gerissen. Um die Mittagszeit tankten wir in der Pampa sehr günstig und tranken in einem Pub ein Bier. Als wir hörten das der gleich zumacht, kauften wir noch ein Sixpack und schlürften das auch gleich.

Wir lachten wieder über Werner. Ich schlief dann etwas und war hinterher total fertig. Es ist schon Nachmittag und wir haben noch nichts gegessen. An einer Tankstelle und Information, die natürlich zu hatte, machen wir Pause. Wir finden einen Schlüsselbund und ein Schlüssel passt bei uns als Zündschlüssel. Wir kaufen Fish and Chips, die nicht so gut waren. Dann bekommen wir noch 2l Motorenöl, von 2 Typen denen ihr Auto kaput gegangen ist, geschenkt.

Weiter nach Airlie Beach, dort finden wir gleich eine Tauschschule. Ein deutsch sprechender Holländer und eine Frau beraten uns. Wir melden uns kurzum für einen 6 Tage Kurs an. 3 Tage üben im Pool und 3 Tage auf einem Schiff. Ich bin ja gespannt aufs Tauchen. Wir bekommen noch Lehrbücher und einen Zettel zur ärztlichen Untersuchung.

Dann fahren wir weiter einen Platz suchen, bei einem Bottle Store kaufen wir noch einen Karton Fosters. Einen Platz finden wir nicht im Ort. Ein Stück weiter, im National Park ist aber ein einfacher und billiger Campingplatz. Wir stellen das Zelt aus dem Auto auf, das ist uralt und hat Löcher, die Stangen passen auch nicht dazu, aber ok. Wir duschen und ziehen uns ein paar Bier rein.

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Montag 27. Januar - 122. Tag

Ein Dingo knaberte die ganze Nacht am Zelt. Am Morgen krochen wir alle verschwitzt aus dem Zelt. Der Ball war zerbissen und auch eine Zeltleine ist durch. Wir aßen und fuhren dann in die Stadt zur Tauschschule. Von dort aus gleich zum Arzt, die Untersuchung machen. 35$ für eine Unterschrift, das ist nicht schlecht. Dann versuchten wir was einzukaufen, aber heute wird der Australien Day nachgefeiert und vieles hat zu. Heiß ist es auch und eine Bar gibts auch nicht. Wir fahren auf den Campingplatz und trinken unser Bier.

Dann müssen wir mit dem Stoff anfangen zu lesen, die Sonne brennt, eine richtige Quälerei. Abends wird dann ein Feuer gemacht. Das Holz machen ist anstrengend. Würstchen mit Tomaten und Zwiebeln gibt es, dazu Wein den kann man auch warm trinken. Wir redeten mit den Schweizern von nebenan, die Opossums pissen und scheißen vom Baum runter. Später wird noch ein riesen Feuer entfacht.

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Dienstag 28. Januar - 123. Tage

Ich bin wirklich fertig, der Kopf und Bauch tut weh und habe keine Lust zu nix. Im Auto krabbeln lauter Ameisen an den Kartoffeln. Wir legen uns auch ins Auto und versuchen das Buch zu lesen, aber es fällt schwer. Wir dösen so rum und machen nix. Dann fahren wir nach Airlie Beach und trinken 2 Bier im Hotel und essen was dazu. Im Supermarkt wird eingekauft und dann wieder zurück zum Camp. Ich wasche die Shorts usw. dann wird wieder in der Hitze gelesen. Laufend geht einer zum duschen um sich abzukühlen. AbendessenThomas und Michael holen wieder riesen Stämme aus dem Wald, die ich klein mache. Eine Echse ist auch mal über den Platz gelaufen, die ware einen halben Meter lang und die Vögel haben den abgelenkt, damit er nicht zu deren Nest kommt.

Zum essen gabs dann Hamburger mit Tomaten und Zwiebel und Kartoffel. Das war das Beste bisher. Michael spielt mit dem Dingo und Abends wird wieder ein riesen Feuer gemacht.

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Mittwoch 29. Januar - 124. Tag

Die Kartoffeln fehlen jetzt ganz und der Dingo hat auf unserem Platz gewütet und sogar nachts seine Schnauze ins Zelt gesteckt. Der vordere linke Reifen hat auch einen Platten, aber bevor er gewechselt wird essen wir. Der Wagenheber ist zu kurz, scheiße die Zeit rennt davon. Der Ranger ist zum Glück gerade da und hilft mit einem Wagenheber aus. Schnell das Ersatzrad drauf und ab.

Wir kommen 20 Minuten zu spät zum Unterricht. Es geht gleich mit einem Video los, danach ein Test und Pause. Da muss sofort ein Bier her. Noch 2 Lektionen dann ist Mittag, wir essen uns den Bauch voll schlürfen noch ein Bier. 3. Lektion und Schluss für heute, wir kaufen noch ein und fahren zum Camp.

Dort gibt es erst ein kühles Bier, dann noch eins und noch eins. Holzvorrat anhäufen und Abendessen. Wurst und Käse Sandwich gibts heute. Nebenan sind 4 POMs, was die essen, ißt nicht mal der Dingo. Wir trinken Wein, aber sind heute nicht so fit drauf. Thomas leuchtet dann auch immer die dicke POM an, bis sie rüber kommt und uns was vorlabert. In der Nacht wars noch nie so schlimm wie heute, ic hschitze nur noch und dann regnet es auch noch.

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Donnerstag 30. Januar - 125. Tag

Es regnet immer noch. Wir lesen noch schnell das 4. Kapitel, dann packen wir den kaputten Ersatzreifen ein. An der Tankstelle stellt sich heraus, dass der Schlauch kaputt ist, wir lassen den aber jetzt nicht reparieren. Dann warten wir in der schwülen Hitze bis der Bus kommt, der uns zum Pool bringen soll. Das ist dann ein Kleinbus, aber er wirds schon tun.

Wir legen uns einen Bleigurt an, montieren den Regulator an die Flasche und befestigen diese am Jacket. Noch Flossen und Maske, dann gehts in Wasser und darunter. Es ist ein gutes Gefühl unter Wasser atmen zu können und so leicht ist es. Wir beginnen mit den Übungen, Regulator aus dem Mund nehmen, Maske ab usw. Wir sind ganz schön lange unter Wasser und es wird langsam kalt, zum Glück gibts eine Pause zum aufwärmen. Das hätten wir auch nicht gedacht, dass es uns heute friert. Dann gehen die Übungen weiter, es macht richtig Spaß.

Am Nachmittag fahren wir in die Schule zurück und es geht mit Theorie weiter. Ich penne beim Video ein und der Typ labert wieder ewig. Wir rechnen mit der Nullzeit, Tauch Tabellen und zum Schluß gibt es wieder einen Test. Irgendwann ist zum Glück Schluss.

Wir kaufen im Supermarkt Steaks, es ist auch schon spät und so essen wir im Supermarkt Chips und ein Mars. Wein wird auch noch geholt und dann zum Camp. Neben uns sind schon wieder andere eingezogen. Thomas sucht seine Bürste, die er vom Autodach heute früh verloren hat, seine Badetasche ist noch bis zur Tankstelle mitgekommen.

Wir schreiben unser Buch und Michael fängt schon mal mit dem Wein an und macht Feuer. Die Kartoffeln hat Thomas auch gefunden, sie sind zwar etwas verpickt, aber sonst ok. Was schlimmer ist, sind die Steaks, wirklich ungenießbar zäh. Ich aß nur 3 Bissen dann hats mir gereicht, der Rest wird dem Dingo gegeben. Michael fällt dann noch einen grünen Baum wegen eines Opossums das da drauf saß. Wir schaffen den Baum weg und hauen den Stumpf kurz, damit der Ranger nichts sieht.

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Freitag 31. Januar - 126. Tag

Mitten in der Ncht schießt Michael hoch und versucht am anderen Ende aus dem Zelt zu kommen. Ich sage ihm, dass es dort nicht geht, aber will dort raus und reist das Zelt auf und geht raus. Am Morgen weiß er nichts mehr davon.

Wir machen schnell und fahren zur Schule, dann gleich mit dem Bus zum Pool. Das Equipment wird wieder zusammen gestellt und wir sind sofort unter Wasser. Wechselatmung wird geübt, Bleigurt und Jacke aus und wieder anziehen. Es macht Spaß. Wir haben dann noch Zeit für uns und machen nur Blödsinn. Dann wird das Equipment fürs Boot zusammen gestellt, dann Mittagessen, Biertrinken und lernen. Im Übungsraum bekommen wir noch die 5. Lektion beigebracht, wobei ich wieder einschlafe. Dann wird der Abschlusstest geschrieben, wir 3 machen den zusammen und haben am Ende 4 Fehler; bestanden.

Der Supermarkt hat zu, beim Big Rooster holen wir unser Abendessen und richten unser Zeug her.

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Samstag 1. Februar - 127. Tag

Es hat wieder geregnet. Als der Wecker um 5.30 Uhr piept war es noch dunkel. Wir warteten etwas aber tat sich nix, tranken O-Saft mit trockenem Brot und packten alles zusammen. Der Dingo und die Moskitos ärgern uns dabei. Wir fuhren nach Airlie und warten auf den Bus, dann alles aufs Boot laden und Leinen los.

Nach der Sicherheitseinweisung legte ich mich gleich schlafen, wir waren ganz vorne im bug unter gebracht. Dort lies sich auch das Schaukeln aushalten. Zum Essen bin ich wieder aufgestanden und habe habe eine Schüssel mit fertigen Sandwiches fallen gelassen, alles durcheinander, macht nix.

Vorbereitung zum TauchgangAm Bait Reef angekommen, gings mir gar nicht gut, aber wir mussten gleich unser Zeug herichten für den 1. Tauchgang. Das Salzwasser macht mir zu schaffen, der Abstieg auf 10m viel mir aber total leicht. Ein super Gefühl da unten, das Wasser hat da immer noch 30°. Dann wieder hoch, relaxen oder vom Masten ins Wasser springen. Der 2. Tauchgang stand an, Thomas hat etwas Probleme mit dem Druckausgleich. Wir machten wieder Übungen, hatten aber auch Zeit das Riff anzusehen. Viele kleine Fische, Korallen, See-Gurken und ein getarnter Fisch auf dem Grund. Alles sehr schön.

Wieder oben gabs erst mal ein Bier, das muss gefeiert werden. Das Logbuch wurde noch geschrieben und zum Abendessen gabs Hühnchen mit Reis, lecker. Wir tranken dann noch ein paar Bier und laberten so rum. Michael und Thomas spielten mit Daniel, unserem Dive Master, Poker. Ich ging nach 23 Uhr in die Koje und schlief bald ein.

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Sonntag 2. Februar - 128. Tag

Ich verpaßte den Sonnenaufgang nur um ein paar Minuten, schade. Zum Frühstück gabs Müsli, dann der 1. Tauchgang. Wir verloren etwas Zeit, weil Thomas immer noch Probleme mit dem Druckausgleich hatte und lange nach unten brauchte. Wir machten wieder Übungen und sahen uns das Riff an. Wunderbar die Fische und Korallen, sagar einen Hai sahen wir.

Danach gabs das 2. Frühstück und den 2. Tauchgang. Wir hatten jetzt viel mehr Zeit zum genießen unter Wasser und nur noch 2 Übungen. Die Luft wurde wieder knapp und wir tauchten auf, unsere Lizenz haben wir damit auch in der Tasche. Zu Mittag gabs Thunfisch und Nudeln überbacken mit Salat. Wir saßen lange in der heißen Sonne, bevor wir mit dem Bubble Bus weiter raus gefahren wurden.

Alles okUnser erste Tauchgang alleine. Thomas hat Probleme und mußte wieder auftauchen, ich tauchte dann mit Michael und Andreas. Wir sahen ein wunderschönes Riff in tollen Farben, verschiedene Fische, sogar einen Stingray und kleine Höhlen im Riff. Leider ging die Luft wieder zur Neige und wir mussten rauf. Der Bubble Bus war auch gerade da und wir stiegen auf.

Auf dem Schiff Kuchen und Kekse und wir konnten relaxen. Zu Abend gabs Lasagne und danach warteten wir auf die Dämmerung. Nach einer Einweisung in den Night Dive jumpten wir wieder ins Wasser. Jeder war gespannt wie es wird. Mit einer Taschenlampe ausgerüstet gings runter, zu sehen gabs kaum was, nur Krabben, Shrimps und so Nachtgetier halt. Mus man halt auch mal gemacht haben, wir blieben alles sehr zusammen. Wieder oben wurde alles abgelegt und wir waren ganz schön ko, tranken noch ein Bier und saßen hinter dem Ruder zusammen.

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Montag 3. Februar - 129. Tag

Um 6.45 Uhr läutete Melinda die Schiffsglocke und meint, "this is fun, you have paid for it". Gerade ging die Sonne auf und wir aßen unser Müsli. Gleich danach richteten wir uns und fuhren mit dem Bubble Bus raus. 40 Minuten auf 18m runterwar angesagt, also runter. Thomas hatte keine Probleme mehr und wir genossen die wunderbare Unterwasserwelt. Ich bekam Schmerzen zwischen den Augen und dachte es wäre der Druck und probierte immer wieder einen Druckausgleich. Als wir wieder oben waren, war meien Maske voller Blut und auch er Schleim war voll mit Blut, aber alles halb so wild, es hörte gleich auf und wir fuhren zur Romance zurück.

Dort gabs Kaffe mit Toast und Leberwurst, dann etwas Ruhe. Um 10 Uhr legten wir ab und fuhren zu einem anderen Riff, wo nochmals getaucht wurde. Ich hatte beim Abstieg auch wieder Schmerzen, aber es blutete nicht so stark. Wir waren dem Riff entlang 18m abgetaucht, es war super. Wir sahen einen Oktopus und viele andere Fische. Plötzlich gab mir Thomas ein Zeichen, da! In etwas 8m Entfernung, waren 2 Haie. Jetzt nur die Ruhe bewahren und sie beobachten, zum Glück schwamen sie davon. Wir sahen uns das Riff aus 2m Tiefe an, wo es am farbenprächtigsten ist und laufend Schwärme von großen und kleinen Fischen um uns waren. Dann steigen wir nochmal auf 12m ab und schwamen durch eine Engstelle und ließen uns von der Strömung dahin treiben, dann war leider die Luft aus und wir tauchten auf.

Zurück zum Boot und als alle an Bord waren wurde wieder Kurs Airlie Beach angelegt. Bis zum Mittagesse legte ich mich ab, wegen der Schmerzen, Schleim mit Blut kam auch ab und zu aus der Nase. Es gab Pizza und ich hielt mich nach dem Essen auf dem Deck auf, bis wir im Hafen waren. Das Equipment wurde ins Auto geladen und im Center gewaschen, wenn man einen Tauchgang im Süßwasser waschen nennen mag. Danach holten wir unser Auto und duschten auf  dem Campingplatz. Dann fuhren wir in die Schule zurück und holten unsere Urkunden. Ich kaufte mir noch ein Sweatshirt und wir verabredeten uns im Magnums.

Michael, Andreas und Daniel wollten ein Wetttrinken machen. Wir aßen aber vorher noch was. Die Regeln wurden vereinbahrt und Thomas und ich tranken 2 Jugs Beer und redete mit den Schweizern vom Campingplatz. Als sich alle nach draußen verzogen hatte, gingen Michael und Daniel auch raus, wobei Michael im Pool landete, er gab uns noch seinen nassen Ausweis und die Traveller Checks, dann verschwand er wieder. Wir holten ihn alle miteinander von der Bar wieder ab und warfen ihn in den Pool. Als er sich dann rächen wollte und jeden in den Pool zu werfen versuchte zogen wir uns zurück. Michael war dann auch nicht mehr zu sehen, ein Typ erinnerte sich, ihn auf der Strasse gesehen zu haben. Also raus, wir hatten ihn auch bald gefunden, total fett. Er reierte noch ab, dann ins Auto und zum Camp. Dort bauten wir schnell das Auto um und legten uns schlafen. Es war wieder grauenvoll, ich musste schwitzen und Moskitos gabs jede Menge.

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Dienstag 4. Februar - 130. Tag

Wir schliefen bis um 8, dann kam der Ranger und wir zahlten erst mal. Es regnete leicht, alle waren wir fertig, vielleicht sollte man erst mal was essen, also Müsli raus. Als nächstes wurde aufgeräumt und Wäsche gewaschen. Ich rasierte mich, wobei mir so schwindlig wurde und ich mich hinsetzen musste. Ausruhen ist das Beste. In der Stadt kauften wir uns noch Dosenkühler und liefen planlos umher. Wir holten unsere Wäsche und kauften im Supermarkt noch ein, ich aß dort wieder ein Mars und Michael nahm sich neue Schuhe und legte die alten unters Regal.

Tankstelle und Bottle StoreIch schlief dann hinten ein und wurde geweckt, als uns der rechte hintere Reifen platzte. Wir hatten nur noch den dünnen Ersatzreifen, der auch recht warm wurde. Im nächsten Ort ließen wir den kaputten Schlauch reparieren und zogen den Reifen auch gleich auf. Ich schlief dann wieder, es wurde schon dunkel und wir fuhren immer noch. Erreichten aber zum Glück noch eine Rest Area, das Essen wurde ausgepackt und ein Bier dazu getrunken. Wir hatten jetzt auch eine Kühlbox aus Styropor die wir aus dem Supermarkt mitnahmen.

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Mittwoch 5. Februar - 132. Tag

Nach einer heißen Nacht, waren wir wieder ganz fertig. Ein Müsli macht auch nicht mehr fit. Michael fährt heute zum ersten Mal, er hat zwar keinen Führerschein, aber viel falsch machen kann er ja nicht, außer in den Graben zu fahren.

Great Dividing RangeWir kamen nach Carter Towers, dort tankten wir und kauften 2 Reifen fürs Auto und einen Hut für jeden von uns. Dann gehts auf die Strasse nach Mt. Isa, alles it rot oder verbrannt. An der Great Dividing Range halten wir und trinken ein Bier. Die Strasse ist kerzengrad und die ersten Road Trains kommen uns entgegen. Vor Hughenden regnete es total stark, wir suchten einen Pub und tranken erst mal ein Bier. Michael hätte beinahe beim einparken die Dachrinne vom Haus gerissen. Wir spielten Billiard, das heißt wir versuchten es, aber heute ist kein guter Tag.

Weiter gehts. Eine Baustelle kommt und die Ampel steht auf rot, der hinter uns dreht wieder um, vielleicht geht er noch ein Bier trinken bis es grün wird. Das Abendessen war sensationell, Zwiebeln, Schinken und 12 Eier über einem Feuer mitten in der Pampa. Wir fuhren dann in die Nacht rein und überfuhren ein paar Kröten.

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Donnerstag 6. Februar - 132. Tag

Verrücktes TeamDas Auto steht mitten im Matsch, aber macht nix. Wir essen und ich fahre weiter, die Strasse ist gerade und davon wird man müd. Wir erreichen Mt. Isa, im Supermarkt wird eingekauft und an der Tankstelle aufgetankt. Das wichtigste fehlt noch, Stoff! Im Hotel kaufen wir 2 Kartons XXXX und Eis, dann sind wir gerüstet fürs Outback.

Am See, wo wir baden wollen, ist die Zufahrtsstrasse wegen Überschwemmung gesperrt, also weiter. Eine Baustelle, wir müssen eine Nebenstrasse benutzen, die auch überschwemmt ist. Road 
Train im 
FloodwayNach einer kurzen Begehung fahre ich durch, alles ok. Weit kommen wir allerdings nicht, dann stehen wir hinter einem Bus, der wartet bis der Floodway abgelaufen ist. Ein Road Train fährt erst mal durch, dann der Bus und wir. Der Motor geht mir zwar aus, er springt aber wieder an. Es kommen immer wieder Floodways, die ich volle Hämmer durchfahre. Auf einmal fängt es an zu schiffen, aber dermaßen dass man nichts mehr sieht. Es geht nur ganz langsam voran, bis es aufklart. Am Abend erreichen wir Camooweal, dort futtern wir und ich kacke ab. Das Trinken von Bier kostet hier 500$ Strafe, viel zu teuer. Wir passen auf, dass wir nix falsch machen, damit uns der Sheriff nicht kriegt. Die Tankstelle ist auch viel zu teuer (85,5). SonneuntergangWir fahren weiter, kurz nach dem Kaff erreichen wir die Grenze zum Northern Teritorry. Wir trinken gleich ein Bier darauf und die anderen zwei kacken in der Wildnis ab. Es sieht wirklich gigantisch aus hier draußen, ringsum flaches Land, so weit das Auge reicht. Michael fährt weiter dem Sonnenuntergang entgegen. Wir erreichen eine Rest Area wo wir gleich das nächste Bier trinken und den schönen Sonnenuntergang erleben.

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Freitag 7. Februar - 133. Tag

Zum Frühstück gibts gleich ein Bier, zum Gedenken an meinen BW 12 Bruch vor einem Jahr. Dann das Müsli und back on the road. Michael fährt, an einer Windmühle halten wir. Michael versucht das Ding anzuschmeißen und es läuft, das Wasser sprudelt und wir machen uns naß und seifen uns ein, dann bleibt das Rad stehen und läuftt auch nicht mehr an. Uns bleibt nix anderes übrig als mit dem Wasser aus dem Kanister uns abzuduschen. Nach etlichen Kilometern kommt das nächste Windrad mit Wassertank, hier können wir auf indische Art duschen, das ist schön.

Unser GoldGerade als wir zur Tankstelle abbiegen, geht der Sprit aus und wir rollen direkt vor die Tanksäule, Glück gehabt. Nach 120 km am Three Ways tanken wir wieder voll und weiter. An einer Rest Area kochen wir Bohnen a la Terence Hill. Es ist hier oben viel heißer und es hat viele Fliegen.

Weiter gehts, wir starten die Bottle Race. Das heißt mit leeren Bierflaschen auf Schilder werfen, wer die meisten Punkte hat ist König, klar? Ein sagenhaftes Abendrot hat es wieder, wir pennen in einem Ort am Highway.

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Samstag 8. Februar - 134. Tag

Am Morgen sehen wir noch zu, wie ein Road Train seine 3 Anhänger anhängt, dann brechen wir auf. Nach dem tanke fahre ich weiter. Puh das macht müd, an einem Roadhouse machen wir Pause und schlürfen ein Bier. Die Bottle Race geht weiter, aber ich habe kein Glück. In Katherine checken wir erst mal im Bottle Shop ein, weil unser Vorrat zu Ende geht. Im Supermarkt kaufen wir von der Milch bis zur Bremsflüssigkeit ein und futtern weider ein Mars. Daneben ist ein Bottle Shop, der billiger ist, hier gibts nochmal einen Karton Bier. Inzwischen ist ein wahnsinns Gewitter über uns und es schifft in Strömen. 2 Aboriginies quatschen uns an, aber die verstehen wir nicht.

An der Tankstelle treffen wir wieder die Deutschen mit dem VW Bus. Wir fahren raus zur Katherine Gorge und versuchen mit dem naßen Holz ein Feuer zu machen. Es gibt Curry Würstchen und Kartoffeln, scmeckt ganz gut. Kangoroos hüpfen vorbei und ein blauer Vogel fliegt auch umher und ißt ein Stück Wurst. Die Rangerin kommt, leider können wir hier nicht stehen bleiben, in einer Seitenstrasse im Busch bleiben wir dann. Ich schlafe vorne, aber nicht gut. Die halbe Nacht blizt es und es hat sehr viele Moskitos.

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Sonntag 9. Februar - 135. Tag

Nach der grausamen Nacht, war ich froh als wir aufstanden. Wir sahen im Information Center vorbei und entschlossen usn zu den Edith Falls zu fahren. Das war nicht weit und traf sogar ein 3-Punkte Schild, aber Thomas ist heute König.

Baden an den FällenWir schnappten uns ein Bier und liefen zu den oberen Fällen, es ist so heiß, man glaubt es kaum. Oben angelangt gabs erst mal Bier, dann sprangen wir in den kühlen Pool. Trotz der starken Strömung schwamen wir auf die Mittelinsel und weiter zum Felsen vor dem Wasserfall. RelaxenDas war ein tolles Gefühl und ein super Blick von hier. Wie liefen runter und sprangen in den unteren Pool, wo in der Nacht vor Süßwasser Krokodilen gewarnt wird. Wir schwamen vor den Wassserfall und tranken dort unser Bier, dann kletterten wir direkt davor und sprangen rein. Es war uns viel zu heiß, also nahmen wir uns noch ein Bier und tranken das im Wasser.

Als es Abend wurde, zogen wir uns Thunfisch Sandwiches rein und redeten mit unseren Camp Nachbarn, die aus Deutschland und Holland waren. Sie sind die East Coast 4x rauf und wieder runter gefahren. Es war eine ruhige Nacht, weil es nicht viele Moskitos hatte.

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Montag 10. Februar - 136. Tag

Wir stecken festWir wachten auf und der Ranger kam zum ablappen. Dann duschten und rasierten wir uns mal wieder. Dem Schild Douglas Hot Springs folgten wir, die Strassse erwies sich als Schotter- und Schlammpiste, bis wir in einem Schlammloch fest saßen. Der Motor sprang erst nach langem orgeln wieder an, das weitere Stück war schwer zu befahren. Wir hatten Glück nicht ernsthaft stecken zu bleiben.

AbkühlenDie Hot Springs erwiesen sich als Pleite, nix los, nur ein dreckiger Bach. Also wieder retour, was wir auch schafften. Ein WW II Airstrip lag am Weg, aber man sah nicht wirklich viel. Nach ein paar Bier kamen wir zu den Robin Falls, keine Falls zu sehen, aber wir setzten uns in den kühlen Bach und tranken noch ein Bier. Termiten 
HügelWeiter gehts an riesigen Termiten Hügel vorbei, bis vor Darwin. Dort kauften wir im Supermarkt ein. Michael ist schon total blau und redet Quatsch, fahren tut er auch noch. An einem Industriegebiet hielten wir und machten Feuer, es gab Eier mit Käse und Tomaten. Dort blieben wir auch über Nacht und Thomas schlief heute auf dem Dach.

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Dienstag 11. Februar - 137. Tag

Wir fuhren in die Stadt und sahen uns mal um, ich wollte einen Boomerang kaufen, aber die sind alle sehr teuer. In den Geschäften hat es überall Klimaanlagen und wenn man dann auf die Strasse kommt, haut es einen schier um. An der Uferpromenade überlegten wir, wie es weiter gehen soll und schrieben Postkarten. Im War Museum steht nur Schrott rum und das kostet auch noch 4$ Eintritt. Die haben zwar eine riesen Kanone, aber was solls. Darwin ist im Krieg 3x bombardiert worden und dieses Jahr ist der 50. Jahrestag.

Wir fahren nach Kompass auf den Stuart Highway zurück, denn wir wollen noch den B52 Bomber ansehen, der irgendwo ausgestellt sein soll. An der RAAF Basis biegen wir ab, die Frau an der Pforte läßt uns rein fahren und meint wir können uns ja mal umsehen, aber die B52 steht woanders. Auf einmal waren wir mitten in der Airforce Basis, das gibts doch nicht. Wir fahren vor eine Flugzeughalle und steigen aus, ein Typ kommt her und sagt, dass gerade keine "Yanks" hier sind und wir sollen doch zur Pforte zurück fahren. Das machen wir erst mal nicht und fahren weiter durch die Kaserne, bis wir im Offizierswohnbereich gestoppt werden und dem MP Auto folgen müssen. Dort werden meine Personalien erst mal aufgenommen und wir dürfen uns noch ein kleines Museum ansehen. Dann dürfen wir wieder fahren, die Lady an der Pforte lacht, hoffentlich lassen die mich auch wieder ausreisen.

Ein kleines Stück weiter ist das Aviation Museum, wo wir die die B52 ansehen können. Es passt gerade so in die Halle, andere Flugzeuge sind auch anzuschauen. An der Strassse kaufen wir uns ein Dutzend Austern und 3 Fische, Thomas spuckt das Zeug gleich wieder aus. Ich esse es, schmeckt schon eigenartig, aber es geht. Im Nature Park schwimmen wir in einem Fluss und braten die Fische. Dann fängt es wieder an zu regnen und dunkel wird es auch langsam. Also weiter, hier können wir nicht bleiben. Es findet sich eine Rest Area und das Auto wir innen umgebaut.

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Mittwoch 12. Februar - 138. Tag

Wir bleiben lange liegen, da es immer noch regnet, das Müsli gibts auch im Auto. Durch den Regen fahren wir weiter, auf der Strassse steht ein Road Train quer. Ein irrer Typ fährt vor uns rechts in den Graben, wieder links raus und weiter, verrückt. In Katherina kaufen wir nochmal ein, unter anderem 3 Kisten Bier, der Hammer. An der Tankstelle musste ich weniger bezahlen als wir getankt haben, der Typ hat sich verschaut und ein anderer bezahlt wohl unsere Rechnung. 50l für 15$ ist echt günstig.

Endlose StrassenWeiter gehts mit gutem XXXX Gold in der Hand. Bei den Maratika Thermal Springs halten wir und hüpfen rein. Schönes, klares Wasser, wir baden jetzt jeden Tag. Schnell wieder auf die Strasse und eine Rest Area suchen, wo wir unsere Hamburger machen können. Nach einiger Zeit kam endlich eine, die Feuerstelle konnte man vergessen, die kleine Glut viel immer wieder durch den Rost. Also machten wir das Feuer daneben, wie schon viele vor uns. Die Fleischküchle waren gut und so genossen wir den Abend, wenn es auch durch das Dach tropfte. Unser Moskito Netz wurde auch heute ausgepackt und über die Fenster gehängt.

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Donnerstag 13. Februar - 139. Tag

Wir fahren durch die Hitze, zuerst liegt ein Bulle auf dem Rücken und streckt alle Beine von sich. Ich fange dann an zu singen. Nachmittags fahren wir dann durch Newcastle Waters. Wir sehen uns ein paar alte Hütten und das Hotel an, man glaubt es kaum, aber hier steht eine NCR Kasse aus West Germany, die muss ja wohl aus Augsburg sein.

In Elliot trinken wir ein Bier und spielen Billiard, ist aber kein guter Tag für mich. Bei der Bottle Race treffe ich auch nicht und bekomme das XXXX Syndrom. Mitten im Outback halten wir, ein Baum spendet Schatten bei 35°. Die Bank ist total heiß, wir sind fertig. Michael fährt weiter zum Rastplatz wo wir schon mal Bohnen aßen. SonneuntergangEs gab natürlich wieder Bohnen, aber eher a la Amerika. Die Hitze ist immer noch unerträglich, wir können uns zum glück abduschen, weil dort ein großer Wassertank steht, indem zwar lauter Kröten sind, aber was solls. Das Cola ist viel zu warm, das Bier schmeckt auch nicht mehr, was sollen wir trinken?

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Freitag 14. Februar - 140. Tag

Wir brechen zusammen, ahh auf und ich muss fahren. Wir paßen uns sowieso keiner Zeit mehr an und haben die AOT (Andy Outback Time), die geht zwar nach Sydney aber dafür ist länger hell. Die ewig langen Strassen sind der Wahnsinn, wir trinken ein Bier nach dem anderen und schwitzen alles wieder raus. Es fahren auch ständig Militär Convois vorbei.

In Barrow Creek halten wir und kehren in den Pub ein. Zuerst ein Bier, dann noch eins und noch eins. Ein paar Deutsche sind auch hier und halten uns für Aussies, das find ich super. Dort gibts eingemachte Schlangen, alle möglich Poster und Aufnäher, sogar von der bayerischen Polizei. Wir trinken noch eins und im Radio kommt ein Prosit der Gemütlichkeit, so ists recht. Thomas quatscht mit den Germans und wir essen sein Sandwich, dafür bekommt er einen Bullshit Burger. Die Aboriginals müssen alles am Fenster kaufen und dürfen nicht rein kommen. Der Wirt schaut uns komisch an als wir die leeren Dosen behalten wollen, gibt sie uns aber. Er ist auch etwas verblüfft, dass wir soviel trinken und weiter fahren. An einer Rest Area halten wir aber bald, hier kann man indisch duschen und ein Bier trinken.

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Samstag 15. Februar - 141. Tag

Devils MarblesEin Stück on the road, dann sind wir im Red Centre, also Alice Springs. Vorher konnte man im Auto Gummi richen, wir hielten, es ist nix zu sehen. Am vorderen linke Reifen schaut das Stahlgewebe raus, macht nix weiter. Im Hungry Jacks geht alles recht lahm und schmecken tuts auch nicht. Dann wird eingekauft und die Stadt angesehen, wir kaufen uns Boomerangs. Michael wirft seinen gleich, der fliegt aber nicht gscheit. Thomas kanns schon besser, ist aber gleich kaputt, obwohl die Verkäuferin sagte, dass er aus einem Wurzelstück gemacht ist. Wir fahren zu einem Campground und buchen eine Cabin. Die Cabin ist super, Klima, Kühlschrank, Bett und Dusche, dazu noch ein Pool. Hier läßts sich aushalten. Zuerst wird der Kühlschrank mit Bier voll gefüllt, dann in den Pool hüpfen.

Als ich vom telefonieren zurück komme, ist keine Luft mehr im kaputten Reifen. Also Reifen wechseln, Thomas kochte Nudeln, Michael und ich versuchten den Reifen mit Wagenheber, Holz und Steine zu wechseln. So ein Scheiß der Wagenheber, aber wir schafften es irgendwie, dann mussten wir duschen. Wir fuhren in die City, aber irgendwie ist hier tote Hose. Wir kehrten wieder um und tranken unser Bier und spielten ein nrevenaufreibendes Mau-Mau.

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Sonntag 16. Februar - 142. Tag

Wir schliefen mal aus und ich noch länger. Zum Frühstück gabs Müsli und 2 weiche Eier. Danach geht das Zocken gleich weiter. Bier trinken und zocken, das ist unsere einzige Tagesbeschäftigung. Wir fuhren dann doch noch in dem heißen Auto zum tanken und einkaufen. Heute soll es Salat geben, dann wieder heim zur Klima und wieder zocken, diesmal mit den Karten von Michael. Thomas regt sich immer so über seine Karten auf. Dann mache ich einen super Salat, der nicht zu sauer ist udn die anderen holen eine Pizza dazu. Das Bier ist eiskalt, es schwimmen sogar schon Eiswürfel drin rum. Nach dem Essen sind wir alle voll und fertig, aber es wird weiter gezockt.

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Montag 17. Februar - 143. Tag

Wir müssen aufstehen und den kühlen Container verlassen. Wieder zum einkaufen und auf die Post. Jetzt geht die Hitze erst richtig los, es ist alles heiß im Auto, der Fahrtwind verbrennt einem fast die Haut. Hoffentlich sind wir bald draußen aus dieser Hölle, aber wir fahren zum Ayers Rock in die Wüste.

Ayers RockWir trinken in einem Roadhouse ein Bier und Michael läßt bei der Weiterfahrt seinen Hut auf dem Autodach liegen und flippt aus als er weg ist. Wir müssen umdrehen und er findet ihn zum Glück wieder. Endlich sind wir da, der Eintritt zum Nationalpark kostet 8$ pro Nase. Wir fahren nicht rein und warten auf einem Sandhügel auf den Sonnenuntergang, aber heut wirds nix es hat Wolken. Der Ayers Rock sieht trotzdem gut aus und die Olgas auch.

Wir düsen auf den Campingplatz, ich zahle nur für 2. Wir trinken warmen Wein, das schmeckt scheußlich, schlafen kann ich auch nicht und reden noch mit 2 Mädchen aus Bühl.

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Dienstag 18. Februar - 144. Tag

Um 6 Uhr AOT wird aufgestanden, mitten in der Nacht, weil um 5.30 Uhr der Park aufmacht und wir vorher rein wollen. Wir stehen dann vor diesem riesen Berg und ich muss erst mal was essen, mir ist schon ganz schlecht weil ich schon lange nichts mehr bekam. Wir ziehen die Stiefel an und beim ersten Morgenrot gehts rauf und wie. Es gibt eine Kette an der man sich hoch ziehen kann und man kommt ins schnaufen. Es ist abartig steil. Es dauert auch sehr lange bis man oben ist, immer wenn man meint jetzt hat man es geschafft gehts doch noch weiter.

Sonnenaufgang auf dem Ayers RockEin starker Wind weht oben und es geht immer wieder auf und ab um auf den höchsten Punkt zu kommen. Dann haben wir es geschafft, ein atemberaubendes Panorama bietet sich uns. Der Sonnenaufgang, der Fels, die Landschaft einfach alles ist toll. Wir schiessen noch ein paar Fotos und machen uns an den Abstieg. Michael verliert seine Fotokappe und seine Mütze und Thomas speicht hinter her und kriegt alles wieder. Dann kommt der Abstieg an der Kette, wir pfeifen jeder ein Lied und schauen die Aufsteiger lächelnd an. Das frustriert wohl, manche schauen ganz böse. Thomas und Michael rennen den Berg runter, wegen dem Bier im Auto. Als ich ankomme, hängt Thomas in der Ayers Nordwand, weil sein Foto aus der Tasche gefallen ist und in der Steilwand hängen geblieben ist.

Eine gefährliche Aktion, was er da macht, alle Leute schauen schon. Er schafft es aber nicht, da ihn die Kräfte verlassen. Wir fahren zum Visitor Center, dann wieder zurück. Michael versucht es mit einer Zeltstange, es klappt aber nicht. Wir fahren zum Camp und legen uns in den Pool. Thomas will nochmal los wegen der Hitze, jetzt muss er aber Eintritt bezahlen. Sie schaffen es aber nicht, der Foto wird abgeschrieben.

Wir liegen dann den ganzen Nachmittag im Pool und holen uns immer wieder Bier, sehr gut. Abends raffen wir uns wieder auf und kochen Bohnen. Dann sehen wir uns den Sonnenuntergang an. Im Camp wissen wir nicht mehr was trinken, so heiß ist es. Dafür gibt es kalte Duschen. Wir pennen früh.

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Mittwoch 19. Februar - 145. Tag

Gut geschlafen, wir fahren zum National Park zurück. Michael und ich laufen rein, damit wir nicht zahlen müssen. Die Kamera von Thomas hängt noch und wird noch fotografiert und wir fahren rnd um den Ayers Rock. Auf dem weg zu den Olgas nehmen wir einen Franzosen mit, der 12 Monate in der Antarktis war. Bei den Olgas brennt die Sonne schon wieder und wir laufen gar nicht bis ganz hinter, Fliegen hat es auch jede Menge.

Schnell zurück zum Pool und relaxen. Wir spielen Karten und treffen die Stuttgarter wieder und reden mit ihnen übers Auto. Am Abend düsen wir ab. In einem Roadhouse essen wir ein Sandwich und weiter gehts. Im dunkeln erreichen wir den Stuart Highway und tanken dort. Ein Stück weiter ist eine Truck Bay, dort halten wir und gut.

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Donnerstag 20. Februar - 146. Tag

Die Fliegen sind auch schon wieder da, wir schauen, dass wir weg kommen. Ich fahre, bin aber noch total müde. An einem Roadhouse trinken wir ein Bier, Thomas ist heute irgendwie schlecht drauf. Mir fallen schier die Augen zu, beim tanken hole ich mir einen Iced Coffee, das löscht den Durst. Noch ein Stück und wir sind in Cooper Pedy, man kann die Opal-Felder schon überall sehen.

Wir kaufen ein und mieten uns auf einem Campground einen Wohnwagen mit Aircondition. Man kann auch hier die Drehorte von Mad Max sehen, z.B. das Castle, das find ich super. Dann gleich in den Pool und hinterher werden Frankfurter gebraten. Die Hitze ist wieder furchtbar und ich muss schwitzen. Wir spielen Mau-Mau und losen aus, wer im großen Bett schlafen darf, ich gewinne wieder. Die anderen gehen noch in den Ort, ich lege mich unter die Klima aufs Bett und penne.

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Freitag 21. Februar - 147. Tag

Ich musste die Klima ausschalten, weil es mich fror. In der Frühe bekam ich deswegen Ärger. Bis wir uns aufrappelten, verging einige Zeit. Dann fahren wir zu den Breakaways, wo die Mad Max Filme gedreht wurden. Auf einer holprigen Strasse ging es dahin, bis diese aufhörte. Man sah zwar die Landschaft, aber es ist alles doch etwas anders als im Film. Das Castle haben wir dann auch noch gesehen und wir fahren wieder zurück in den Ort. Wir kauften ein, hier kann man sogar im Supermarkt Sprengstoff kaufen und tranken ein Bier im Wohnwagen und zockten. Dann wurde das Auto vom Sand gesäubert und repariert.

Dann sahen wir uns das Dug-Out Museum an, schön kühl ist unter der Erde und schön. In der Big Winch sahen wir uns Opal Schmuck an, Opale sind wirklich sehr schöne Steine, ich kaufte dann auch eine Uhr dort. Zum futtern gibts heute Fritz (Schlabberwurst) mit Sauerkraut aus Ostfildern. Das schmeckt eigentlich ganz gut, aber die Wurst bestand nur aus Wasser. Wir zockten und legten uns dann ab und gehen nicht mehr in die Disco. Ich penne heute auf dem engen Stockbett.

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Samstag 22. Februar - 148. Tag

Wir haben fast verpennt, denn um 10 ist checkout. Schnell was essen und packen. Dann noch einkaufen und tanken, Eis brauchen wir auch noch, aber in den ersten 2 Läden gabs heute keines.

Und wieder sind wir on the road auf dem Weg in den kühlen Süden, gestern hatten wir 42°, das reicht. Ich penne noch auf dem unbequemen Vordersitz. An einem Roadhouse halten wir und trinken was. Wir nehmen noch eine Pizza für unterwegs mit, die nicht schlecht war, aber daheim schmecken die noch besser.

Die Zündung geht übrigens auch ohne Schlüssel, wie wir feststellen musste. Unser Auto ist überhaupt nicht diebstahlsicher, die Scheibe läßt sich einfach nach unten drücken und einen Schlüssel braucht es auch nicht. Deshalb gibt es wohl einen versteckten Schalter für die Zündung und ein großes Lenkradschloss. Michael muss genau bei 87000 Meilen auf dem Tacho zum schiffen. Wir finden 100km vor Port Augusta eine Rest Area mit Bank, ist doch super. Wir zocken noch im Auto, wobei ich alle 7er abkriege. Die Nacht verspricht endlich mal kühler zu werden, endlich pennen ohne zu schwitzen, wir können den Schlafsack wieder brauchen.

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Sonntag 23. Februar - 149. Tag

Ich durfte bis 10.30 Uhr schlafen, dann wurde ich von Michael qualvoll geweckt, dabei hatte es das richtige Sonntags-Schlafwetter. Aber ich muss raus, was essen und los. Bis Port Augusta war nichts los, dort kauften wir ein und aßen uns durch den Supermarkt. Einen Karton Bier nahmen wir aber noch mit. Auf dem Weg hielten wir und machten ein Feuer um die Beef Burger mit cheese zu grillen, die waren besser als beim Mc. Dann wurde Michael noch gezeigt, wie man abspült und wir loosten noch rum. Auf einmal gabs einen Arbeitseinsatz und das Auto wurde aufgeräumt und unnötiges genußvoll weg geschmissen. Ich wurde dann beim kacken erwischt, dann wird wieder gezockt. Michael und ich lagen hinten im Auto und wegen dem schwachen Licht aus der Sturmlampe, konnten wir zwei hinten leicht bescheißen und Karten austauschen, so dass Thomas total hoch verlor.

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Montag 24. Februar - 150. Tag

Und wieder musste ich aufstehen. Beim Frühstücken erzählten wir Schwänke aus der Bundeswehrzeit (Rekrutentest, usw. ). Ich war mit Fahren dran, musste auch gleich am Berg anfahren, was gar nicht so leicht ist mit der Karrre. Wir tankten nicht so billig und kauften noch ein, dann erreichten wir Adelaide. Ich parkte noch vor der Stadtmitte und wir laufen das Stück. Die Stadt sieht sauber und aufgeräumt aus, wir sahen uns etwas um. Ich tauschte noch einen Traveller Check und wir trafen die Schweizer und sahen einen doofen Clown auf Stelzen zu. Dann ging die Tortour los, ich musste im Feierabendverkehr durch die Stadt. Unsere Mühle ging bei jedem Stop aus und auch beim anfahren, oder es gab einen Schlag aus dem Getriebe. Zum Abschluss musste ich einen langen kurvigen Berg hoch, der Motor keucht und schneuft, hoffentlich hält er bis Sydney durch.

Wir fahren noch ein Stück durch eine schöne Landschaft und trinken ein Bier. An einer Rest Area am Muray River halten wir und zogen uns sofort was langes an, denn es blies ein kalter Wind. Ich dachte es ist Sommer hier. Wir machten uns gute Schinken-Käse Sandwiches mit Tomate und Zwiebeln. Auf einmal kamen zwei Autos mit jungen Typen drin, die lassen bestimmt den Karren rum und tatsächlich. Sie stellen sich auf einen Ölfleck und los gings, der linke hintere Reifen dreht total durch, dass es nur so qualmt und der rechte bleibt stehen. Langsam bewegt sich der Karren nach vorn, wobei der linke Reifen immer noch durchdreht. Der Rausch ist abartig und es quitscht natürlich auch. Das ganze macht er dann nochmal, wobei es logischerweise den Reifen zerreisst, sie wechseln ihn schnell und verduften wieder. Wir bauen um und zocken wieder, ich schlafe heute vorn und es wird wieder kalt.

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Dienstag 25. Februar

Thomas und Michael raufen schon wieder hinten, ich halte mich da raus. Vor der Abfahrt wird noch das Öl gecheckt und das Standgas erhöht, damit er nicht immer ausgeht. Wir holpern auf einem alten Highway dahin, an einer Tankstelle tropft Öl und Wasser nur noch so raus. Verdammt, das muss doch noch bis Sydney halten.

Auf einem Feld pflückt Michael eine Melone, die aber noch nicht reif ist. Wir fahren zu einer Ruine, das ist wirklich der Witz, was die uns für eine Ruine verkaufen wollen. Jetzt weiß ich auch, das Michael ein Schwuchtel ist, er rennt mit seinem Schwanz in der Hand auf mich zu und schreit, wo ist das Arschloch. Ich wollte ihn doch nur fotografieren als er gerade geschifft hat.

Unterwegs sehen wir Pelikane. In Kingston kaufen wir uns einen Lobster und repflücken ihn gleich, Thomas schmeckt das nicht, mir schon. Die kleinen Hafenorte sehen hier alle sehr schön aus. Es weht wieder diese kalte Seebrise als wir die Rest Area erreichen. Wir essen Käse-Tomaten Sandwiches und zocken im Auto.

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Mittwoch 26. Februar - 152. Tag

Man kann wieder gut schalfen und ganz in den Schlafsack kriechen. Dann der Schock, wir haben kein Öl mehr im Motor, das läuft uns blos so raus. Wie soll das weiter gehen?

Wir fahren über die Grenze nach Victoria, wo die AOT wieder die lokale Zeit ist. In Portland kaufen wir ein, natürlich auch einen 4l Ölkanister für 4,50$. Das Benzin ist hier relativ teuer mit 72,1. Die Flüssigkeit bleibt momentan auch im Motor, es hält doch noch.

Die Landschaft sieht teilweise aus wie bei uns daheim. In Port Fairy kostet der Sprit nur 59,9, hier wird voll getankt. Wir fuhren noch in irgendeine Stadt an den Strand, hier könnte man Wale sehen, wir nicht. Nicht weit ist eine schöne Rest Area abseits der Strasse. Das Auto gibt ein seltsames Dröhnen von sich. Heute gibts Eier mit Schinken und wir sehen einen schönen Sternenhimmel. Es wird dann wie üblich im Auto gezockt.

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Donnerstag 27. Februar - 153. Tag

Die Mühle schaffts kaum bergauf, dann gehts aber doch mit 80 km/h übern Highway. In Camperdown fahren wir auf einen Aussichtsberg, dort kann man ins flache Land schauen und auf einer Tafel steht, dass an der Küste die 12 Apostel, eine Felsformation gibt. Also fahren wir auf der einspurigen Strassse zur Küste. Das Dream TeamIn Port Campbell erreichen wir eine wunderschöne Steilküste. Der Ort selber ist auch sehr schön. Wir sehen uns die Steilküste und die wahnsinns Brandung an. Es gibt Blowholes und die Thunder Cave, dann geht Michael der Film aus und wir müsen zurück nach Port Campbell, Film und Bier kaufen. Dann zur Loch Ard Gorge, eine sehr schöne Bucht mit einer Tropfsteingrotte. Die Wellen brechen abartig herein, ein Erlebnis. Dann zu den 12 Aposteln, eine sehr schöne Küste hier.

Wir suchen dann einen Platz, aber es gab keinen. Die Strasse geht immer bergauf und bergab, wobei es beim runterschalten immer einen furchtbaren Schlag gibt. Die Landschaft ist sehr schön und errinnert an NZ. Es geht dann durch einen Eukalyptus Wald und wieder zur Küste. Es gibt keine Rest Area, wir bleiben an einem Platz, wo lauter Kieshaufen liegen, machen ein kleines Feuer und kochen Spaghetti aus der Dose. Dann noch ein Sandwich mit Schinken und Käse und ne Banane. Thomas findet 2 Reifen, den einen kann man vergessen, aber der andere ist nicht schlecht. Ist mindestens ein 225er, Michael sagt zu brei, liegen lassen. Aber so schlecht ist er doch nicht und es ist doch ein Verkaufsargument mehr, wenn wir in Sydney sind. Der Wagen müsste es allerdings schaffen, heute war wieder das Dröhnen und die Schläge zu hören. Auch heute spielen wir wieder Mau-Mau, was ganz schön Ärger verbreitet.

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Freitag 28. Februar - 154. Tag

Beach in SüdaustralienMichael und Thomas raufen schon wieder hinten. Auf der Great Ocean Road geht es entlang an schönen Buchten und Stränden. Hier könnte man schön Urlaub machen, nur ist es jetzt etwas kühl. Die Strasse ist arg kurvig und führt entlanf der Steilküste, Thomas fährt wie der Henker, das arme Auto keucht sowieso schon. Wir erreichen endlich in Beelong den Freeway nach Melbourne, hier dürfen sogar Radler fahren. Das Auto hört nicht mehr auf zu dröhnen und Michael schmeißt seine Mütze raus, Pech!

In Melbourne fahren wir zunächst nach St. Kild, ein Backpackers suchen und finden auch eins für 8$ die Nacht. Wir duschen und rasieren uns gleich mal, was nötig ist. Dann wird gezockt und Bier getrunken. Abends gehen wir mal raus und spielen Billiard. Es gibt einen schönen Sonnenuntergang. In die einzige Kneipe, in die wir gehen wollen, lies uns der Türsteher nicht rein, also zurück ins Backpackers und zocken, aber das Bier geht aus. Der Gewinner, diesmal Thomas, muss Bier und eine Pizza holen. Dann gehts weiter, bis tief in die Nacht.

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Samstag 29. Februar - 155. Tag

Wir schliefen alle sehr lange, bis 10.30 Uhr. Nach dem Müsli gingen wir einkaufen und schrieben die Karte für Markus. Dann klebte ich den Schlüssel, den Thomas gestern abgebrochen hatte. Wir schoben den Rest Pizza in den Ofen und schlürften ein Bier dazu.

Mit der Tram fuhren wir nach Downtown und sehen uns ein paar Geschäfte an. Jeder kauft sich einen Boomerang, aber geworfen wird er nicht. Dann sehen wir uns eine "Spülhölle" an und gehen ins Kino. Top Shots wird gezeigt. Ein witziger Vorfilm wird gezeigt, mit einem Typen der in einer Begrüßungsreihe vor der Queen steht. Der Film war dann natürlich totaler Quatsch. Wir latschten dann noch durch die Strassen und fuhren mit der Tram wieder heim und gleich mal ein Bier trinken. Thomas öffnet die Bohendosen fürs Abendessen. Mit dem Welsh Man, Chris, spielten wir dann Mau-Mau, ich gewann und musste dafür Pizza holen.

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Sonntag 1. März - 156. Tag

Ausschlafen, duschen und dann gleich zusammen räumen und auschecken. Das Auto ist noch da, aber es regnete. Der Hausherr empfahl uns noch den Markt an der Strandpromenade, war auch nicht schlecht. Es gab sehr viel Handwerk, einer sägte Anhänger aus Münzen aus. Das ist eine gute Idee und der Adler aus einem 5 Mark Stück sieht gut aus. Wir verfuhren uns etwas in den Vorstädten und sahen Pfadis die die Strasssen reinigten.

An der Strasse liegt ein toter Wombat, Thomas dreht auch gleich um, der ist für meine Fotoammlung toter Tiere wichtig. Wir schauen dann auch noch woher das Dröhnen und die Schläge kommen können und tippen auf die Automatik. Am Paradiese Beach ist ein Campground vom National Park, dort bleiben wir. Es tropft schon wieder unter dem Auto während wir unsere Thunfisch Sandwiches verdrücken. Abends wird wieder Karten gespielt, aber nicht so lange.

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Montag 2. März - 157. Tag

Wir schliefen ziemlich lange, dann verdrückten wir uns schnell, als der Ranger kam. Das Auto hört sich momentan noch gut an, Öl verliert es auch nicht mehr und wir haben noch 2 volle Kanister. Es geht entlang dem Highway 1, wir trinken ab und zu ein Bier und steuern dann ein Rest Areas zum bieseln an. Die Geräusche werden dann schon schlimmer als es hügeliger wurde. In Cennant Creek bogen wir ab in die Berge nach Canberra, hier hat das Auto alle Hände voll zu tun. Wir fahren aber nicht mehr so weit und bleiben an einer Rest Area in den Snowy Mountains stehen. Michael und Thomas baden noch in einem Bach, bevor wir die guten Dosenspaghetti essen. Alle sind müde.

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Dienstag 3. März - 158. Tag

Michael sucht noch Geld im Bach, dann brechen wir auf. An der Grenze zu Neu-Süd-Wales beginnt eine staubige Schotterstrasse. Es geht weiter in den Snowy Mountains, Thomas fährt bergauf und bergab, das ist nicht gut für den Holden. An einer Bergkuppe halten wir, es fehlt etwas Öl im Getriebe, in Cooma wird dieses gekauft und nachgefüllt. Wir fahren raus in Richtung Canberra und ich sag noch das Öl hat doch was bewirkt als es einen riesen Schlag tut und wir immer langsamer werden und stehen bleiben. Scheiße jetzt ist alles im Arsch, die Kardanwelle ist bei 88584 Meilen abgebrochen. 

Thomas und ich stoppen ein Auto und werden bis in den nächsten Ort mitgenommen. Dort telefonieren wir den NRMA an, wo ich ja Mitglied bin, es kommt jemand in ca. einer Stunde. Wir versuchen zurück zu stoppen, ein paar fahren aber vorbei. Dann kommt einer fährt zunächst vorbei und dreht um und nimmt uns doch mit, weil es regnet. An unserem Auto dreht er aber wieder um und fährt zurück.

Michael war schon am zusammen packen und wollte zu Fuß weiter und das Auto da lassen. Wir überredn ihn und essen erst mal Käsesandwich und rechnen und rechnen die Kilometer aus, die wir mit dem Holden gafhren sind, 10560 km sind es. Nach einiger Zeit kommt der Abschlepper, ein Land Cruiser mit Anhänger, der Holden wir mit der Hinterachse auf den Hänger geschoben und abgschleppt. In Cooma bleiben wir beim Holden Händler stehen, in der Werkstatt haben sie gleich das abgebrochene Gelenkteil von der Kardanwelle in der Hand. Eine neue Welle muss rein für 150$ gibt es eine gebrauchte, ob das Getriebe ok ist, wissen die auch nicht. Wir lassen die neue Welle einbauen und nach einer halben Stunde fährt er wieder, ein Wunder. Wir zahlen und fahren wieder.

An der Rest Area vor dem Schicksalsberg bleinen wir, dort sind auch die 2 Stuttgarter gerade angekommen. Wir machen uns dann später noch Eier a la Rühr. Im Auto wird wieder gezockt.

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Mittwoch 4. März - 159. Tag

Es regnete in der Nacht und auch noch den ganzen Morgen. Wir redeten mit den Schwaben und tranken auch ein Bier dazu. Als es kurz mit regnen aufhört packen wir alles zusammen und ab über den Schicksalsberg. Der Regen wurde auch schlimmer und Michael fährt, da muss ich mich ab und an schon fest halten.

In Canberra suchen wir erst mal einen Supermarkt um den Regen zu entfliehen. Michael tatscht beim Einparken einen Hydrant an, ist aber nix passiert. Wir fahren dann durch die Stadt, in einer Information erkundigen wir uns wegen der Übernachtung. Wir entschließen uns für einen Caravan Park, der kostet 50$ für 2 Nächte und sieht gut aus. Erst mal kacken und das Bier in den Kühlschrank tun. Ich kam auf die Idee mal Toasts zu machen und die schmeckten wie daheim. Wir mussten natürlich wieder um das froße Bett zocken, diesmal gewann Thomas, aber Michael legte es immer wieder auf eine Rauferei an. Michael hat auch Probleme mit dem Licht und machte es aus, während wir Spiegeleier braten.

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Donnerstag 5. März - 160. Tag

Ich schlief nicht gut, nachdem Michael mir eine große Portion Müsli gab, ging ich duschen und hatte hinterher Kopfweh, kaum auszuhalten. Wir fuhren zum Sightseeing bei Sonnenschein. Zuerst ins Parlament, alles aus Edelstahl, Holz und Marmor, dann die 82m hohe Fontäne im See und eine Austellung über die Stadt. Vom Telecom Tower auf dem Black Mountain hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt. Das National Museum erwies sich als Reinfall, nicht viel zu sehen, außer einem Film. Dann zum Essen in die Stadt, Michael kaufte ein Spiegel Magazin vom November. Zum Schluß sahen wir uns noch das War Memorial an, jetzt auch schon mit Ausstellung vom Golfkrieg.

Mit dem Bratkartoffel Schieber geht Thomas im Wohnwagen auf Fliegenjagd. Danach spielen wir das Bett aus und Thomas gewinnt wieder. Dann gehen wir in den Downer Club, ein Wett- und Spiellokal mit 2500 Flaschen Bier. Die haben sogar "Alte Weiße", Karg, Flens und Hasen Bräu, aber bestellen kann man die nicht, nur Australische Sorten. Wir trinken ein Reschs und fahren wieder zurück. Dort brät sich jeder seine 2 Steaks mit Gemüse, lecker.

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Freitag 6. März - 161. Tag

Heute mal etwas früher aufstehen, Thomas weckt mich. Wir packen alles zusammen und fahren zu den Ginninderra Falls, das Tor war versperrt, so liesen wir das Auto stehen und laufen weiter. Am Aussichtspunkt hatten wir einen Blick auf einen dreckigen Fluss, also nichts mit baden, sondern wieder zurück.

Im nächsten Ort kauften wir Bier und Eis, Thomas ließ seine Dose mal wieder auf dem Dach stehen, beim Fahren lief die Brühe dann rein. Wir rissen einige Kilometer runter. Auf dem Weg zu den Jenolan Caves fing es plötzlich an zu schütten und das Auto zieht nicht mehr so gut. Es hörte wieder auf und wir erreichen eine Rest Area, es ist kühl und wir essen schnell unsere Thunfisch Sandwiches, weil der nächste Regen schon naht. Schnell umbauen und rein, es soll unsere letzte Nacht im Auto sein.

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Samstag 7. März - 162. Tag

In der Früh kommen ein paar Autos und parken, die Leute gaffen uns an. Wir fahren weiter zu den Jenolan Caves, es geht bergab. Wir müssen durch eine Höhle fahren und das Parken kostet schon 2 Lappen, die Höhle dann 10. Es gibt dort 7 verschiedene Höhlen zu sehen, wir entscheiden uns für die Imperial Cave. Zuerst gibt es nicht viel zu sehen, weil früher in Fluß durchlief, weiter hinten sind dann schön Tropfsteine.

Die Blauen BergeWir fahren den Berg wieder hoch, der Wagen schafft es, oben essen wir erst mal Leberwurst Sandwiches. Dann weiter zu den Blue Mountains. Wir sehen uns im Visitors Center und steuern einen Lookout an. Weite Täler und blauer Dunst, dann fahren wir zu den 3 Sisters. Alles Blue Mountain mäßig.

Über High- und Freeway gehts zurück nach Sydney und fanden schließlich nach Kings Cross, wo wir gestartet sind. In unserem Backpackers ist nix mehr los, alles zu hier. Meine Post von der Zulassung finde ich zum Glück noch. Das Auto wurde zwar umgemeldet, aber es fehlten 12$ und weil wir ein falsches Formular verwendeten, habe ich keine Papiere. Wir suchen uns ein anderes billiges Backpacker und finden eines in der Victoria Street. Unser Zimmer liegt im Keller, es gibt aber eine Treppe direkt auf die Strasse. Wir räumen das Auto komplett aus und verstauen alles im Zimmer. Heute gibt es wieder Bohnen und später zockten wir noch mit dem Holländer auf unserer Bude.

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Sonntag 8. März - 163. Tag

Früh aufstehen, das restliche Zeug aus dem Auto holen und ab zur Garage. Vor der Garage treffen wir schon 2 Deutsche, sie sehen sich den Wagen an und wollen später nochmal kommen. Zum Verkauf brauchen wir auch einen "Pink Slip", eine Art Werkstattbescheinigung, dass der Wagen ok ist. Wir fuhren weiter um das Auto zu waschen, fanden aber nix und dann war es uns zu teuer. Der Type läßt uns rein, wenn wir 50$ bezahlenn, das wird gemacht.

Jetzt beginnt eine lange Zeit mit warten. Es kommen noch 2 Deutsche aber kaufen tun die auch nicht, noch jemand, aber wieder nix. Es sind einfach zu viele Verkäufer und zu wenig Interessenten. Nachdem Michael wieder da ist, gehen Thomas und ich mal was essen, wir bestellen einen Chicken Fillet Burger. Das Fleisch ist aber viel zu hart und ich lasse es zurück gehen und wir bekommen 2 neue. Danach kaufen wir noch ein und setzen uns in die Garage bis um 17.00 Uhr. Heute war kein guter Tag, zurück im Backpacker essen wir erst mal Hamburg bis zum bitteren Ende, nein so schlimm ist es nicht. Ich sah dann mal wieder Nachrichten und die Simpsons. Thomas und Michael holen Bier, Abends kam dann noch ein Ami zu uns aufs Zimmer. Michael machte ihn total fertig mit dem big, wie es bei den Amis immer so ist. Der Typ wusste auch gar nix, nix von Austria, aus der Welt, einfach gar nix und dumm.

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Montag 9. März - 164. Tag

Heute erst um 8 aufgestanden um 9 in die Garage. Den "Pink Slip" lassen wir nicht machen, mal sehen was der Tag so bringt. Nicht viel, es sieht schlecht aus. Wir schreiben ein neues Schild, vielleicht bringts ja das. Dann kommen welche, sehen sich alles an und einer verletzt sich am Ventilator und gehen wieder. Mittags geh ich auf die Post beim Mc was essen und Bier holen. Thomas bringt auch noch Salami Semmeln, dann kommt der Typ von gestern wieder. Er fährt Probe, während dessen kommen 2 Bayern, die auch Interesse haben. Die zwei kommen von der Probefahrt wieder und der Typ sieht sich nach einem anderen Auto um, war aber nah dran unseres zu kaufen. Er kauft ein anderes und die Bayern auch - Bad Luck. Wir warten noch eine Weile und geben für heute auf. Michael läßt auf dem Weg heim, den Bierkarton fallen, dann gibt es wieder diese schrecklichen Hamburger. Wir reden übers Wetter und so und pennen früh.

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Dienstag 10. März - 165. Tag

Aufstehen und ab in die Garage. Michael geht in die Stadt und kümmert sich um seinen Weiterflug. Wir probieren mit Superkleber den Kühler zu flicken, hilft aber nicht. Es ist auch nix los hier heute, ich gehe zur ANZ, Geld wechseln, es kostet 10$ Gebühr. Aber gegenüber sagt die Frau sei eine Westpac, die verlangen nix. Dort wechsle ich auch und kaufe auf dem Rückweg noch Wurst und Semmeln.

In der Garage stehen 2 Amis bei unserem Wagen, wir machten eine Probefahrt und sie sagten sie holen Geld und kommen wieder. Wir warten, aber es kommt keiner mehr. Im Backpackers ist ein neuer Typ da, aber der läßt auch alles liegen. Der Holländer geht, kommt aber später wieder, total geschafft weil er den Bus verpasst hat.

Wir gehen ins Hard Rock Cafe und ziehen uns eine riesen Portion Burger rein. Ist echt gut hier. Ich kauf mir noch ein Sweatshirt mit meiner alten Master Car, wie Michael immer sagt. Auf der Strassse stehen lauter Nutten, ein Opa hält mit mit seinem Station Wagon und hinten drin steht der Rollstuhl und nimmt sich eine mit. Ist witzig, wie der Blinde der in Melbourne ins Kino ging.

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Mittwoch 11. März - 166. Tag

Ich geh gleich in der Früh in die Stadt und auf dem GPO den Scheck einlösen und zum NRMA Karten holen, dabei bekomme ich mehr als beim ersten Mal. Auf dem Rückweg kaufe ich noch eine billige Queens CD.

In der Garage ist bei uns nix los. Die Schweizer neben uns haben verkauft und wir schreiben ein neues Schild, 1200$. Die Amis kommen nochmal, gehen aber auch wieder. Der Typ von der Garage kommt und meint der Motor laufe nicht richtig und tatsächlich 2 Zylinder fehlen, so ein Scheiß. Wir konnten es oben billig reparieren und waschen. Es passiert aber heute auch nicht mehr viel, 2 andere Schweizer stehen jetzt neben uns, wieder ein Tag für die Katz.

Daheim gibts Rühreier und dann schauen wir "Hey Dad" im TV an, das muss man doch auch mal gesehen haben. Die Skyline von Sydney sieht von unserem Backpacker auch super aus, also gleich fotografieren. Wieder früh pennen, der Typ unter mir kotzt fast ab.

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Donnerstag 12. März - 167. Tag

Nichts, wirklich nichts passiert heute. Thomas und Michael fuhren zu einer Werkstatt, wegen dem Zündkabel. Sie kommen wieder und der Motor läuft besser. Thomas poliert den Wagen noch oben, aber es kommen keine Käufer.

Wir kaufen ein 40 Fish Finger und ein Typ quatscht uns im Supermarkt an und beginnt zu diskutieren. Daheim gibts dann das Futter und ich sehe etwas TV und höre die neue Queens CD an. Die anderen zwei lesen und der Typ unter mir erscheint heute Nacht nicht.

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Freitag 13. März - 168. Tag

Fast ein schwarzer Freitag. In der Garage saßen wir erst eine Weile, bis die Norddeutschen wieder kamen. Beim starten des Motors hört der sich gar nicht gut an und fahren tut die Karre auch nicht gut. Danach verließen wir diesen Ort und sahen uns die Stadt an, von der wir eigentlich noch gar nichts gesehen haben, weil wir in dieser dämmlichen Garage fest hängen.

Harbour BridgeWir sahen uns das Opera House den Hafen und ein paar Geschäfte an und tranken ein Bier. Zurück in Kings Cross kauften wir uns erst mal Futter. Michael ging mit dem Zimmerschlüssel abseilen und wir standen vor der Tür. Thomas sah nochmal in der Garage nach, ein Typ war da, der hätte auch gekauft. Dann kamen beider wieder, wir aßen Thunfisch Sandwiche und duschten. Dann fernsehen und labern, ich verlegte noch den Autoschlüssel und musste ihn suchen, zum Glück fand ich ihn auf dem Schrank.

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Samstag 14. März - 169. Tag

Thomas stand auf und ging in die Garage, Michael und ich schliefen noch ein bischen. Wir holten dann unser Ticket und spielten in einer Spielhölle, dann sahen wir in die Garage. Bis jetzt nix los. Wir saßen so rum, dann kamen 2 Kanadier und sahen sich das Auto an, machten eine Probefahrt und kauften ihn für 700$. Ist ja super! Ich machte die Papiere fertig, aber der Kühler! Oh, Oh, der leckt immer schlimmer. Sie kommen wieder mit 650$, macht nix und schwup di wup sind sie weg. Wir freuen uns total, gleich ein Bier darauf heben.

Zwei FreundeAm Nachmittag gings wieder nach Downtown und sahen uns nochmal um, kauften T-Shirts. Heute spielen wir mal wieder Karten und ums Pizza holen, natürlich verlor ich und holte die Pizza. Dann sahen wir James Bond im TV und Thomas holte noch eine Pizza. Police Academy kam auch noch, aber ich bin zu müde.

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Sonntag 15. März - 170. Tag

Ausschlafen bis um 9, dann wachte ich auf. Wir fuhren mit der U-Bahn in die Stadt, heute ist St. Patricks Day, der Nationalfeiertag der Iren, wie man unschwer in der ganzen Stadt erkennen kann. Wir wollten zum Zoo, aber als wir die Preise für die Fähre sehen drehen wir wieder um und gehen durch die Stadt. Wir aßen Döner Kebab, der war aber nicht so gut. Wir setzen uns erst mal in die Mall und machen aus wer Cola holen muss. Wir finden einen Buchladen mit deutschen Büchern und einen Mega Store mit CDs und Computerspiele.

Mit der U-Bahn zurück und versuchten dort Snooker zu spielen, dann lieber Shuffle. Im Backpackers trinken wir erst mal ein Bier und packen den Rucksack. Nach dem duschen wieder in s Hard Rock Cafe, einen Burger reinziehen und die anderen beiden essen einen riesen Berg Erdbeeren. Alle sind total satt und so fallen wir auch in die Koje. In dieser Nacht hats auch wieder Moskitos im Zimmer.

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Montag 16. März - 171. Tag

Ich wachte schon früh auf und frühstückte etwas. Alles zusammen packen und auschecken. Wir warteten vorm Backpackers auf den Shuttle Bus, der uns zum Flughafen schüttelte. Es fing an zu nieseln als wir da waren. Wir gabe das Gepäck auf und bezahlten die 20$ Steuer. Das letzt Bier mit Michael und ab durch die gelbe Wand, im Duty Free kaufen wir sowieso nix und schon saßen wir in der Quantas Maschine.

Es dauerte etwas, bis wir starten konnten und durch die Wolken war es ein ganz schönes Geschüttel. Der Service ist auch nicht so gut wie bei Air New Zealand, bis man hier was zu trinken bekommt und dann der Whiskey. Kann man doch vergessen.

Wieder in NZ ging der Zoll schnell von statten und Hr. Stoll wartete schon auf uns. Es blies wieder dieser hutfeindliche Wind. Mit dem Auto fuhren wir zu Stolls, unser Heim für die nächsten Tage und genehmigten uns gleich ein Steinlager. Zum essen gab es Lamm und es wurde fern gesehen. Die Gastgeber gingen früh ins Bett, weil sie nachts arbeiten gehen. Ich bekam mal wieder seit langem einen Bronchitis Anfall.

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Dienstag 17. März - 172. Tag

In der Früh hatte ich auch noch Schnupfen. Fr. Stoll ist von der Arbeit zurück, sie arbeitet in einem Labor im Krankenhaus und Hr. Stoll ist Koch bei Air New Zealand. Wir frühstückten Tee mit Toast, mal was anderes als sonst.

Mit dem Bus fahren wir in die Stadt und durchstöbern alle CD und Buchladen um die Preise zu vergleichen. Zum Mittagessen versuchten wir einen Chinesen und es regnete auch immer wieder mal. Beim GPO schauen wir, ob eine Nachricht für uns da ist, aber Fehlanzeige. Wir kaufen noch Blumen für die Gastgeberin, eine Fahne für mich und Bier für alle. Es ist sehr kalt im T-Shirt, gar nicht gut für meine Erkältung, aber der Bus kommt bald und wir fahren heim.

Dort gab es Fish und Chips, sehr lecker. Dann sahen wir etwas TV, aber es kommt nicht viel, die Gastgeber sind schon im Bett und Martin ist wie üblich nicht da.

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Mittwoch 18. März - 173. Tag

Die Nacht war etwas besser, aber ich habe die Bronchitis und den Schnupfen immer noch. Wir frühstückten und duschten, dann sortierten wir die ganzen Souvenir Sachen und verpackten schon mal was. Dann sahen wir uns das Video von Stolls an, als sie auf der Südinsel waren, mit Whale Watching und Delphinen. Später liefen wir die Bay entlang nach Mairangi Bay, dort gabs einen Woolworth. ETA Chips kaufen, aber die waren nicht gut, im Dairy das Gleiche. Vollgestopft mit Vinegar Chips saßen wir da und wussten nicht was tun. Wenn es keine guten Chips gibt, dann nehmen wir auch keine mit heim. Thomas kauft noch irgendwelche billige, aber probiert werden sie nicht mehr.

Wieder zuhause, checken wir mal die Finanzen, wir haben ca. 12000 DM ausgegeben, alles in allem nicht schlecht. Wir fahren Abends mit den Stolls zu einem Thai zum essen. Das war ganz schön scharf, aber gut. Es gab Schwein oder Huhn mit Reis und Kokosmilch Soße. Die anderen sahen dann noch fern, ich ging pennen.

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Donnerstag 19. März - 174. Tag

Ausschlafen bis 10, dann frühstücken und ab mit dem Auto auf die andere Seite von NZ, zur West Coast. Wir sahen uns ein Visitor Center über den Wald an und fuhren weiter nach Piha Bay, zum Lions Rock. Dort liefen wir am Strand und bestiegen bei strömenden Regen den Rock. Patschnaß erreichten wir den Wagen und fuhren dann zu einem Weingut.

Wieder daheim gab es Tee und Cookies, dann das Buch schreiben, packen und fernsehen. Zum essen gabs dann Lammbraten mit Kumara. Wir sahen dann TV und ich bekam einen Spray von Martin gegen die Bronchitis, das half. Martin ist auch etwas erkältet. Wir sahen dann "Allo Allo", eine Serie, die in Frankreich im Krieg spielt, wobei die deutschen verarscht werden, sehr lustig.

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Freitag 20. März - 175. Tag

Nach dem Frühstück nochmal duschen und rasieren, dann fuhren wir nach Devonport auf den Mt. Victoria. Von dort kann man über den Hafen und Rangitoto Island sehen. Eine Kanone, zur Abweher der Japaner haben sie auch und ein Wind weht wieder. Zum Essen fuhren wir zu einem Österreicher, es gab Leberkäse, endlich mal wieder. Ein neuer Elektro Markt eröffnet auch heute und die Stolls wolle dort für ihre Tochter einen Fernseher und Video kaufen. Natürlich ist alles voll, wie man das kennt, aber die Preise sind gut. Zum Essen gibts noch Spaghetti, bevor wir alles verpacken und zum Airport fahren. Dort gebe ich den 20 kg Rucksack auf und trage die 10 kg Tasche, ja da ist ein Haufen Zeugs zusammen gekommen. Wir verabschieden uns von den Stolls und sehen uns noch im Duty Free um.

Um 21 Uhr betreten wir die 747 der Air New Zealand und starten pünktlich. Bye New Zealand!

Natürlich wurde gleich nach  dem Start mit einem 4Roses und einem Steinlager auf die gute Zeit hier angestossen. Als Movie kam Frankie und Johnny, interessiert mich nicht, also wird gepennt. Nach dem Frühstück lief die Adams Familie, schon besser, aber ich schlief wieder ein. Vor LA wurde das Wetter schlechter und es rumpelte, mir wurde übel, konnte aber alles bei mir behalten, nicht wie die vor mir. Puh das stank.

In LA sind wir Mittags angekommen und es regnete. Wir haben eine Stunde Aufenthalt, mussten aber noch eine Stunde auf der Rollbahn warten. Der Start war auch wieder etwas holprig. Essen konnte ich erst mal nichts, sondern schlief lieber, aber auch nicht gut. Der Film "Other Peoples Money" mit Danny Devito war gut, der erste Film den ich ganz sah. An schlafen war dann nicht mehr zu denken, es gab dann wieder Frühstück.

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Samstag 21. März

Ich aß wieder nicht viel, dann sahen wir noch Bugs Bunny und Mr. Bean. Wir lachten die ganze Zeit. Dann wurde die Zeit immer länger und alles tat schon weh. Wir tranken auch die ganze Zeit Bier oder O-Saft. Irgendwann erreichten wir zum Glück Deutschland und landeten um 11.30 Uhr. Die Landung war trotz der Wolken gut. Alles raus aus dem Flugzeug, es ist bewölkt und kühl, scheiß Winter.

Im Flughafen muss man ewig laufen, der Pass wurde gar nicht kontrolliert und bis das Gepäck kam dauerte es ewig. Zoll wurde dann auch nicht kontrolliert und am Ausgang sahen wir schon bekannte Gesichter. Hans und Rainer holten uns ab, super! Mit dem schweren Gepäck liefen wir dann ewig bis zum Auto, Rainer ist zum Glück mit dem VW Bus gekommen. Wir fuhren auf die Autobahn und hielten gleich bei der ersten Rest Area wieder. Dort gabs dann als Begrüßung Weißwurst und Weizen, wie göttlich das schmeckt. Thomas bekam dann gleich Bauchweh von dem Weizen, der isch halt au nix mehr gwohnt.

Wir hatten viel zu erzählen, am Aichelberg tranken wir noch Kaffee und aßen Kuchen, bevor wir in Hausen ankamen. Kaum fuhren wir vors Haus, da strömte auch eine Menge Leute aus diesem. Thomas bekam schon einen Schock, meine Mutter rief auch gerade an. Wir begrüßten erst mal alle und tranken gleich auf die Ankunft. Beim Thomas ist echt die Hölle los, es kamen immer mehr Leute.

Wir fuhren dann ich schlief ein. Bei mir daheim wurde ich von Oma und Mama begrüßt, die auch schon ganz ungeduldig warteten. Zum Glück war hier nicht so viel los. Wir tranken ein Glas Sekt und meine langen Haare und der Hut wurden begutachtet. Wir bestellten dann noch eine Pizza, ich konnte aber nicht viel essen, nur Hans und Rainer. Ich wurde immer müder und so legte ich mich in mein schönes Bett und schlief ein.

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