Trailheads.de > Reisen > Australien / Neuseeland > Reisebericht Neuseeland 1991

Neuseeland 1991

Aoteraora - Land of the Long White Cloud

Montag 21. Oktober - 24. Tag

Heute passierte nicht viel, eigentlich gar nichts, denn wir fliegen ja über die Datumsgrenze. Also fällt dieser Tag komplett aus, schon komisch.

Dienstag 22. Oktober - 25. Tag

Ankunft; Es war ein sehr ruhiger Flug, gutes Essen und ich konnte sehr viel schlafen, sogar den Film (Robin Hood) verschlafen. Ich trank das erste Steinlager, schmeckt gut. Neben mir saß eine Frau mit der ich mich unterhalten hatte, sie ist Neuseeländerin und hat uns zu einem Besuch bei ihr eingeladen, wenn wir in ihre Nähe kommen.

Um 8.30 Uhr Ortszeit berührten wir den Boden von Neuseeland. Die Passkontrolle ging schnell von statten, am Zoll musste ich jedoch mein Zelt, zum desinfizieren, abgeben. Wir sahen uns etwas am Flughafen um und entdeckten einen Stand mit Prospekten über Unterkünfte und Mietwagen. Es war auch überhaupt nicht viel los, ganz anders als wir es von den anderen Flughäfen gewohnt sind.

Auckland
 City of 
SailsDas Wetter war auch gut und man sah schon überall saftiges grün. Wir nahmen den Bus in die Stadt und waren gespannt was uns in Neuseeland alles erwartet. Die Fahrt war schon etwas abenteuerlich, da es ein etwas älterer Bus war und dann der Linksverkehr. Am zentralen Busbahnhof angekommen mussten wir erstmals wieder unser Gepäck längere Zeit tragen, was ganz schön anstrengend ist. Nachdem wir zunächst einen Mietwagen brauchen, entschlossen wir uns die Rucksäcke am Bahnhof einzuschließen und so loszuziehen. Beim ersten Vermieter, der uns zu teuer war, fragte ich ob er auch Autos verkaufte, da es eine alte Halle mit Werkstatt war. Unser eigentliches Ziel ist ja, ein Auto zu kaufen. Uns wurde ein Ford Station Wagon für 2000 NZ $ angeboten. Der Wagen sah fertig aus und hatte 180 000 km drauf, aber er hat noch einen neueren, den können wir um 14.00 Uhr sehen. Thomas viel gleich auf, das der Wagen gelb war, genau wie wir es in USA auf dem Highway 1 ausdachten; Gelb muss er sein. Beim nächsten Vermieter bediente uns eine Frau, zuerst sagte sie, dass sie keinen Kleinwagen hätte, aber dann viel ihr ein, wenn wir noch etwas Zeit haben, dann wäre das doch möglich. Wir entschlossen uns später wieder zu kommen und sahen uns schon mal etwas in Auckland um. Aber zuerst brauchen wir mal Bargeld. Der Umrechnungskurs ist DM - NZ$ ist ca. 1:1, da braucht man nicht viel rechnen, praktisch. Dann suchten wir das CPO (Central Post Office), also das Hauptpostamt. Mal sehen ob Post für mich da ist. Auf der Post trafen wir in der Schlange eine Berlinerin und ich hatte Glück und bekam einen Brief von meiner Mutter. Ich hatte ihr die Adresse der Post gegeben, dass sie mich wenigstens per Post erreichen kann. Sie schickte mir den Jugendherbergsausweis für 92 und ein paar nette Zeilen.
Nun war es an der Zeit unseren Mietwagen zu holen. Eigentlich dachten wir es sei ein Mazda 323, aber nein es war ein uralter Ford Laser, total fertig die Kiste, aber übergangsweise wird es wohl gehen und weit fahren wollen wir damit ja auch nicht. Also los geht's aber langsam, denn schon als Fußgänger hat man mit dem Linksverkehr seine Probleme wenn man auf die Straße geht und nach links sieht und von rechts ein Auto kommt. Thomas fährt, da er über 25 ist und den Vertrag unterschrieben hat. Die Schaltung natürlich links und gewohnt waren wir jetzt Automatikschaltung. Beim blinken gehen jetzt jedes mal die Scheibenwischer an, so ein Scheiß. Abbiegen ist auch nicht so einfach. Wir fuhren dann lange durch die Stadt und Vororte um einen Autohändler zu finden. Aber wie das wieder so ist, es war nichts zu finden. An einer Telefonzelle machten wir halt und nahmen uns mal das Telefonbuch vor. Ja es gibt sogar sehr viele Autohändler, alle in der Grand North Road, also ab geht's. Zuerst lauter neue Autos, natürlich viel zu teuer für uns. Beim ersten Gebrauchtwagenhändler sahen wir rein, ein blauer Ford mit breiten Schlappen, etwas verkratzt für 2000 $ zu haben. Für 1000 $ würde er ihn wieder zurückkaufen, der Fettsack. Wir gingen und sagten, dass wir morgen noch mal kommen. Auf der Straße trafen wir einen Maori, er zeigte uns einen billigen Händler "Cheapies". Der bot uns einen gelben Datsun Station Wagon für 1990 $ an. Er hatte 100 000 km, sah aber noch einigermaßen gut aus. Ein 1,8 Liter Motor mit 105 PS lief ganz ruhig und innen sah der Wagen auch gut aus. Schlafen kann man drinnen auch gut, da es eine ebene Ladefläche gibt, wenn die Rücksitzbank umgeklappt ist, prima. Kurzum, wir kauften ihn auch Cheapies bot uns an den Wagen für 1000 $ wieder abzukaufen, wenn wir ihn zurück bringen. Abholen können wir ihn aber erst Freitag, da wir solange den Mietwagen haben. Geht ja gleich total gut los, gleich am ersten Tag hat es mit unserem Auto geklappt. Den anderen Wagen vom Vormittag, der erst um 14.00 Uhr da war, war die gleiche alte Schüssel wie der schon gesehene. Wir haben nur mal so diesen noch angesehen.

In einem Supermarkt kauften wir dann noch ein, die Kassiererin lächelte uns an und meinte sie findet unsere Sprache so schön, versteht aber nichts. Am Abend fuhren wir noch mal in die Innenstadt, ein bisschen die Läden ansehen und für zwei Bier in eine Bar. Dort wurden wir auch sofort als nicht Kiwis erkannt. Zum schlafen fuhren wir in einen Vorort auf einen großen Parkplatz.

Mittwoch 23. Oktober - 26. Tag

Ein paar Kinder weckten uns, es war wohl eine Schule in der Nähe. Wir fuhren ein weg, nicht weit und hielten fürs Frühstück wieder an. Hinterher in die Stadt, direkt neben dem NCR Gebäude, bei der Firma arbeite ich, parkten wir. Von unserem Verkäufer haben wir eine Adresse bekommen für die Versicherung und nach einer Dreiviertelstunde hatten wir diese auch. Ein neuer Parkplatz wurde nun in der Nähe des AA (Automobilclub) gesucht und auch gefunden. Dort deckten wir uns mit Karten ein, die es für ADAC Mitglieder kostenlos gibt. Hinterher streunten wir noch durch ein paar Geschäfte, aber kauften nichts da alles genauso teuer war wie daheim.

Zum Essen fuhren wir an die Mission Bay, einem Strand mit grünen Liegewiesen, hier schrieben wir auch mal das Tagebuch und relaxten. Den Supermarkt von gestern suchten wir heute wieder und wurden erst spät fündig, es ist gar nicht so einfach, sich in der großen Stadt zurecht zu finden.

Auf dem Zooparkplatz gab's dann Abendessen, einen Salatteller aus dem Buffet, der nicht besonders schmeckte. Es ist inzwischen auch kalt und regnerisch geworden. Zum schlafen stellten wir uns direkt vor den Zoo, bis die Polizei kam, aber die fragten bloß was wir hier tun und sagten uns, wir sollen aufpassen und verschwanden wieder. Wir fuhren dann um die Ecke auf den P vom Vortag.

Donnerstag 24. Oktober - 27. Tag

In der Früh liefen wieder alle Schüler an uns vorbei, zum essen gab's Müsli, ein bisschen hart aber gut. Wir besuchten das War Memorial Museum, das auf einem Hügel über der Stadt liegt. Ein Haufen Schulkinder gingen zu selben Zeit rein. Eintritt brauchte man keinen bezahlen, was uns doch verblüfft hat. Zu sehen gab es interessantes über die Kulturen von China, Japan, der Südsee und natürlich der Maori. Es gab ausgestopfte Tiere, Muscheln, alte Boote, Waffen aus der ganzen Welt, auch eine V1 aus Peenemünde.

One
 Tree 
HillHinterher fuhren wir in den Cornwall Park, Mittagessen mir Vögel. Danach eine Stunde pennen, als wir wieder aufwachten waren wir fertiger  als vorher. Weiter zum One Tree Hill und dem Mount Eden, wo wir auch andere deutsche trafen. Ins Kelly Tarltons Underwater World gingen wir heute auch noch. Das ist das Erste Unterwasser Aquarium durch das man durchgehen kann und die Fische neben und über einem schwimmen. Wirklich gut gemacht, wenn Haie und Rochen so aus der Nähe gesehen werden können, natürlich gab es auch etliche andere Fische zu bewundern. Dann kauften wir in kleinen Läden noch was zu beißen und bekamen im Brotladen auch noch was geschenkt.

Von meinem Frisör hatte ich die Adresse seines Freundes, Kenneth Stoll, bekommen, der wohnt an der North Shore, das liegt am anderen Ende der Stadt. Wir fanden sein Haus auf Anhieb und wurden gleich auf deutsch mit einem Steinlager begrüßt, obwohl das ein Überraschungsbesuch war, von dem Kenneth nichts wusste. Die Frau von ihm sprach auch ein wenig deutsch und wir unterhielten uns im Haus. Mit dem Sohn, seiner Freundin und dem Hund gingen wir eine Runde am Strand spazieren, man konnte sehen wie der Mond am Horizont aufging, das sah echt stark aus. Später sahen wir noch mit Fernsehen und ein Video. Sience Ficton und den Terminator, alles aufgenommen vom Samstag, aber alle 15 Minuten Werbung, schlimmer als bei uns. Wir durften dann auch übernacht bei den Stolls bleiben und schliefen mal wieder in einem Bett.

Freitag 25. Oktober - 28. Tag

Als erstes eine schöne Dusche, dann zum Frühstück. Es gab Müsli, Toast und Kaffee. Wir plauderten mit den Stolls über unsere weiteren Pläne und sie luden uns wieder zu sich ein, wenn wir aus Australien zurück sind, ein tolles Angebot. Wir fuhren dann los, unser Auto abholen. Vor dem Tor stand lauter Polizei und an unserem Auto werden gerade die Schlösser gewechselt. Was war los? In der Nacht wurde eingebrochen und alle Schlüssel gestohlen, wir mussten uns noch etwas gedulden. Endlich ging es los und der Wagen fährt sich ganz gut. Den Mietwagen konnten wir leider noch nicht zurückgeben, also noch einen Tag Auckland mehr, was soll's.

Unser
 
DatsunWir fuhren wieder den Hügel hoch um ein Auto dort stehen zu lassen und mit dem anderen in die Stadt einkaufen und noch Karten vom AA holen. Bis wir die Straße zum Museum fanden, dauerte es auch sehr lange. Wir taten uns wirklich schwer uns in Auckland zu orientieren und bereits besuchte Plätze wieder zu finden, die Stadt hat einfach eine zu große Flächenausdehnung. Auch den Supermarkt mussten wir wieder suchen. Alle möglichen Fressalien, Waschmittel, ein Duftei fürs Auto, das etwas riecht und die Black Rubbish Sacks.

Zum Umräumen fuhren wir in den Cornwallpark, weil es hier schön ruhig ist. Gar nicht so einfach ein Auto ohne Kofferraum einzuräumen, aber es geht auch. Für die Nacht ging's wieder auf den Parkplatz zwischen Schule und Zoo, wir verdunkelten noch 2 Fenster mit den schwarzen Tüten, sieht gut aus. Die erste Nacht im neuen Auto, ganz kann man die Füße nicht ausstrecken, aber mal sehen, sonst ist es ganz gemütlich.

 

Samstag 26. Oktober - 29. Tag

Das gute Müsli zum Frühstück, Thomas musste die Milch testen, denn sie war schon vom Donnerstag und ich war ja am Mono Lake in CA dran. Die Gaslampe wurde auch noch flott gemacht und die anderen Fenster zugeklebt. Beide Autos noch voll tanken und den Ford abgeben und dann raus aus der Stadt.

Mit 100 über den Motorway 1, da schwimmt der Wagen ganz schön in den Kurven. Thomas bekommt immer einen Schock wenn ich auf den Nebenstraßen zu weit links fahre und die Kiste so schaukelt. Auf einmal hört der Teer auf und es geht auf Schotter weiter. Walter Röhrl mäßig geht's auf die Piste, alles staubt hinter uns. Thomas kriegt sich gar nicht mehr, man muss bloß aufpassen wenn ab und zu einer entgegen kommt. Nach 16 km kommt wieder Teerbelag und ein Dorf, aber ohne Ortsschild, wir kennen uns nicht mehr aus. Wir wollen weiter zu den Waitomo Caves, die Strecke geht über 30 km auf Schotter der wildesten Art. Ich lasse den Wagen um die Kurven sausen, dass die Steine wegfliegen, stauben tut's sowieso. Wir verloren dann auch noch den Überblick und fanden aus den Bergen gar nicht mehr raus. Ein Wegweiser lag auf dem Boden und wir fanden wieder den richtigen Weg. Im Radio kommt hier auch nicht viel, aber es geht jetzt wenigstens wieder, nicht so wie gestern, als es immer aussetzte. Der Klang ist aber auch abartig schlecht.

Wir hielten bei den Bridal Veil Falls, ein Fußpfad ging durch den Regenwald, der war schon super, Farne die aussehen wie Palmen und dann ein richtiger Wasserfall mit 35 m, nicht wie im Yosemite wo alles ausgetrocknet war.
Es ging weiter, aber einen Platz zum schlafen zu finden war gar nicht so einfach. Nur Berge und eingezäunte Schafweiden, wir blieben auf einem kleinem Plätzchen neben der Straße. Es gab noch Kokos Kekse die zwar etwas hart waren aber gut schmeckten.

Sonntag 27. Oktober - 30. Tag

Natürlich gab's Müsli, aber was schlimmer war, wir waren beide wie gerädert. Nein so kann man nicht schlafen, die Fläche ist einfach zu kurz. Der Rücken und der Kopf tun total weh, weil man die Füße nicht ausstrecken kann. Da muss sich was ändern. Wir sahen uns dann erstmal die Waitomo Caves an.

Eine Tropfsteinhöhle in deren unterem Teil ein Fluss durchgeht. Dort fährt man mit dem Boot und über einem sind tausende von blau leuchtenden Glühwürmchen, wie Sterne am Himmel, ein atemberaubendes Bild. Nach der Besichtigung die mit 12,45$ nicht billig war, zerlegen wir die Rücksitzbank um mehr Platz zu gewinnen. Ab geht's Richtung Mt. Egmont.

Heute bin ich der Wahnsinns Maxe (Mad Max) mit dem letzten V8 unterm Hintern und rase Vollgas durchs Land. Thomas wird es schon ganz übel, wenn ich in eine Kurve fahre und der Karren schaukelt auch noch so.
Gegen Nachmittag fahren wir durch einen dichten Dschungel am Fuße des Mt. Egmont, der in Wolken liegt. Am Visitors Center herrscht auch schon Nebel und es ist kalt. Wir beschließen daher heute nicht auf den Gipfel zu steigen und essen erst mal ein paar Happen. Weil wir noch Brot und Milch brauchen fahren wir nach Inglewood zum einkaufen. Dort in der Umgebung finden wir keinen Platz zum pennen, also zurück zum Berg. Nach einem Walk durch den Urwald, der wirklich einer ist, man sieht gar nicht durch vorgroßen Bäumen und riesen Farne und der Weg ist auch bloß ein kleiner Pfad, ruhen wir uns im Auto aus.

Montag 28. Oktober - 31. Tag

Heute ist Labour Day, ein Feiertag und genau solches Wetter ist auch. Seit der Nacht schifft es und das nicht wenig. Wir stehen erst um 10 auf, was heißt aufstehen, wir bleiben im Auto, man kann ja nicht mal die Türe aufmachen, schon regnet es rein. Nach einem Spurt in Unterhose zum Klohäuschen und zurück ist man ganz schön nass. Aus der Bergtour wird wohl heute nichts. Wir fuhren in strömenden Regen, der kein Ende nimmt, nach Wanganui. Außer ein paar Ramschläden hat heute nichts auf. Beim Kentucky Fried Chicken ziehen wir uns die Hühner rein. Wir fahren weiter bis Palmerston North, es regnet nicht mehr so stark. Wir laufen in der City auf und ab und gehen um 20.00 Uhr ins Kino. Terminator 2 steht auf dem Programm, zum Glück sah ich den ersten Teil bei den Stolls im TV. Der Film war nicht schlecht, aber sogar hier mit Pause. Vor der Stadt übernachten wir dann.

Dienstag 29. Oktober - 32. Tag

In der Früh stellt sich heraus, dass wir direkt vor einem Pferdegestüt parken. Laufend fahren Autos und traben Pferde vorbei. Weiterfahrt nach Wellington, wir machen halt in Paraparaumu und sehen uns ein Automobil Museum an. Alle möglichen Autos stehen da rum, ganz interessant, weil's schon wieder regnet. Das ist halt das Wetter hier, wenn es regnet dann lang und richtig. Im Pack´n´Save kaufen wir unser Mittagsessen ein. Salat aus der Theke, hoffentlich schmeckt er diesmal besser. Thomas erwischt schon wieder den Sellerie und flippt fast aus, der Salat wird untersucht und alle Selleriestücke entfernt. In Wellington regnet es und ist mit 9 Grad arschkalt. Ein Wind pfeift durch die Straßen, da kann man es wirklich nicht aushalten. Nach einem Bier im Kiwi Rock Cafe, entschließen wir uns jetzt noch nicht nach Picton, auf die Südinsel, überzusetzen und doch wieder in den warmen Norden zu fahren. Auf einem Berg über der Stadt finden wir einen Picknickplatz zum schlafen.

Mittwoch 30. Oktober - 33. Tag

In der Früh wach ich auf und bin voll erstaunt, es hat aufgehört zu regnen. Total gut, ein kalter Wind weht zwar den ganzen Tag über, aber in der Sonne kann man es schon aushalten. Wir fahren den Berg runter und suchen erst mal einen Parkplatz, auf dem man länger als 120 min. stehen bleiben kann. Wir schlendern durch die Stadt, sehen uns die Geschäfte an (Military und Camping). Im Goethe-Institut lesen wir mal wieder eine deutsche Zeitung, auch mal interessant was daheim so los ist. In einem Campingladen lässt Thomas einen Gaskochaufsatz für 50$ mitgehen, brutal der Typ, bloß schnell weg hier und keiner hat's gesehen. Am Nachmittag fuhren wir etwas außerhalb des Zentrums eine Wäscherei suchen und haben auch gleich eine gefunden. Alles wird hier gewaschen, ein Sweatshirt von Thomas ist auch dann eingelaufen. Auf dem Berg kochen wir uns eine Dose auf dem neuen Kocher.

Donnerstag 31. Oktober - 34. Tag

Heute schliefen wir tatsächlich bis 9:30 Uhr, im Auto war es schon total warm und mein Kreuz tut abartig weh, ich hab wohl die Matte doch zu stark aufgeblasen. Nach dem üblichen Müsli ging's in die Stadt, das Flugticket umbuchen. Wir wollen von Sydney zurück nach Auckland fliegen und nicht von Cairns. Alles aus Kostengründen wegen einem Auto oder Mietwagen. Im Air New Zealand Büro werden wir weiter verwiesen zum STA-Büro, von dem unser Ticket ist. Dieses Büro ist ausgerechnet in der Straße, wo Thomas gestern den Kocher geklaut hat. Aber es ging auch alles glatt, kostet bloß 30$.

Wir buchten danach die Fähre für den 24. November und die Rückfahrt. Das ganze kostete 385$. Thomas rechnete danach unseren Tagesschnitt aus, vergaß am Anfang das Benzin und kam dann auf 60$ pro Tag. Jetzt heißt es mind. 10$ 10 Tage lang sparen. Das lässt sich wohl machen. Auf einem Parkplatz hinter Wellington beschriften wir unser Auto mit dem Namen "Die Semmeltüte" und auf den Türen mit unseren Namen und Blutgruppe, so wie es auch auf den Rallyewagen der Fall ist. Die Straße führt uns durch ein hügeliges, grünes Farmland, wo wir ein paar Sandwichs verdrücken und an einem Teich einen Platz zum schlafen finden.

Freitag 1. November - 35. Tag

Als wir gegen 9 aufwachen, weht ein total starker Wind.  Man braucht sich heute gar nicht kämen. Die Sonne schien, so dass es gar nicht kalt war. Frühstück viel vorerst wegen Milchmangel aus, also hieß es fahren bis zum nächsten Laden. Der war aber etliche Kilometer weg. Als wir dann auch noch ein Plätzchen an der Straße zum essen fanden, blies ein starker Wind durch den Wagen, als wir die Türen öffneten und nahm alles lose Zeug inklusive Müsli mit sich.

Alles GrünDer Highway 52 wurde dann zur Schotterstrasse, was einige Schwierigkeiten mit sich brachte. Endlich erreichten wir Hastings, nach einem ausgedehnten Einkauf, fuhren wir nach Napier. Ein kleiner Spaziergang auf einen Berg, von dem kann man die Stadt und die Hawkes Bay bis zum Kap Kidnappers schön überblicken. Zum essen sollte es jetzt Nudeln geben, selbst gekocht natürlich, dazu einen roten Wein aus Neuseeland, der billigste und so schmeckte er auch. Im Wagen heizten wir den Gaskocher an und kochten Rigatoni mit dem letzten Wasser das wir hatten. Es schmeckte ganz gut, doch abwaschen konnten wir nichts mehr. So fuhren wir in einen Park und reinigten an einer Trinkwasser Fontäne den Topf und die Löffel und füllten die Flaschen wieder auf. Zum Glück sah uns keiner. Noch tanken und raus aus der Stadt, neben einer Brücke fand sich ein Plätzchen zum schlafen.

Samstag 2. November - 36. Tag

Die Hitze im Auto ließ mich um 9 aufwachen, es waren aber auch Wolken am Himmel zu sehen. Das Müsli gab's heute mit Bananen und schmeckte gut. Thomas fuhr dann eine Schotterstraße voll Rallye mäßig. Ansonst ging's entlang dem Highway 2 über Wairoa nach Morere. Dort gab's erst mal was zu futtern, Käse, Gurken und Zwiebelsandwich und dann noch mal das gleiche mit Wurst, die wir dann aber littern mussten. Heute war auch mal wieder Badetag im Morere Thermalbad. Das Wasser im Becken war schön warm und draußen noch ein kaltes Becken. Wir mussten leider mit ganz kaltem Wasser duschen und rasieren war auch mal wieder notwendig.

Es fing an zu regnen und wie es regnete, auf einer Rest Area und Lookout Point über die Poverty Bay blieben wir dann und verbrachten die restliche Zeit des Tages mit schreiben, lesen und so. Ich baute uns noch eine richtige Box aus den alten, krachenden Lautsprecher. In einem Ablagefach hinter der Gangschaltung klebte ich den Lautsprecher rein und es klingt schon viel besser. Im Radio kam dann auch die "super" Sendung "Juke Box Saturday Night" mit Oldies.

Sonntag 3. November - 37. Tag

Es regnete die ganze Nacht durch, aber so große Tropfen, man könnte meinen es hagelt, so laut war es. Zum Glück hörte es auf als ich zum schiffen musste. Wir standen übrigens jetzt in einer großen Pfütze. Nach dem Müsli ließ ich erst mal den Motor warm laufen, damit das Innere auch wieder trocknet.

Wir fuhren dann nach Gisborne, die Stadt wo Cpt. Cook das erste mal NZ betrat. Das Cook Memorial ließ sich leider nicht finden, nur ein Stein war zu sehen. Beide sind wir total fertig, keine Kraft mehr, der Kopf tut weh, ich könnt schon wieder pennen. Ein richtiger Sonntag, bloß ohne Couch und Fernseher. Wir stiegen dann doch noch auf einen Hügel, aber auch war kein Denkmal mehr, fahren hätte man übrigens auch können.

Bei einem KFC holten wir uns Chips, die gab's mit Ketchup im Auto, Thomas verkleckerte seine Hose damit. Noch Wasser und Milch kaufen, wir haben jetzt einen großen Vorrat an Wasser an Bord. Dann tanken, der Tankwarte war wohl nicht ganz auf der Höhe, wollte uns erst Unleaded einfüllen und gab Thomas dann auf 40$, 35,50$ wieder raus. Wir haben also 20$ gespart, das macht sich gut in der Kasse. Nach einer kurzen Fahrt fanden wir einen schönen Platz mit Meeresblick.

Montag 4. November - 38. Tag

Am letzten Abend probierten wir noch Chips mit Vinegar Geschmack. Viel kann man davon nicht essen, schmeckt eigenartig und sauer.

East Cape LighthouseWir schlafen immer länger, heute bis 10, aber was will man sonst machen bei dem Schiffwetter, das wir seit Tagen haben und wir haben noch soviel Zeit, der einzige Trost ist das Radio. Heute fuhren wir nach Te Araroa, von dort ging's auf einer Schotterpiste 21 km entlang der Küste zum East Cape. Dort stiegen wir auf den Berg zum Lighthouse, das östlichste in Neuseeland und wohl auch auf der Welt.

Bei der Rückfahrt liefen wir noch ein Stück am Strand entlang und erschreckten ein paar Schafe. Die Chipstüte wurde langsam doch noch leer, man gewöhnt sich an den scharfen Essig Geschmack. Heute ist aber auch überhaupt nichts los, es regnet auch immer wieder. Auf einem Parkplatz zwischen Te Araroa und Hicks Bay stehen wir jetzt, im Auto kochen wir Champion Creme Suppe, während es draußen regnet. Die Suppe ist recht gut nur zu heiß, ich verbrannte mir die Zunge. Am Abend zockten wir wieder.

Dienstag 5. November - 39. Tag

Schlafen bis 10. Es regnet, wir räumen auf und es hört momentan auf zu regnen. Es reicht gerade zum Kämen und Zähneputzen. Ohne Frühstück (Milchmangel) geht's los. Bei leichtem Sonnenschein gibt es Thunfisch mit Brot, zum trinken gab's leider nichts.

In Opotiki konnten wir was zum trinken kaufen und ein Eis dazu. In Whakatane kaufen wir ein Mini Monopoly und 4 Gewinnt, damit es an Regentagen nicht so langweilig ist. Im Supermarkt gibt's wieder eine Füllung für den "Kühlschrank", so nennen wir unser Vorratslager unter der Rücksitzbank. Im Freibad noch ein Bad im Regen und einer eiskalten Dusche und dann sind wir wieder sauber.

Nach einer Irrfahrt von 25 km, kehren wir wieder in die Stadt zurück und finden direkt am Rand einen guten Platz. Die Warzen von Thomas werden hier behandelt. Mit zwei Tüten Chips, eine war zuwenig, verbrachten wir den Abend, bei einem Monopoly Spiel. Ich gewann.

Mittwoch 6. November - 40. Tag

Frühstück, wie üblich um 10, bei strahlend blauem Himmel, es wird ja Zeit. Wir brauchten schon wieder Geld, in einer uralten Bank tauschen wir Traveller Checks. Zwei Frauen arbeiten dort und die Münzen liegen noch in Holzschalen. Mein Name war dort M. Rosenfeld, so las es die Frau aus meinem Ausweis, dort bin ich eigentlich geboren aber was soll's, das Geld bekamen wir.

Das Liquorland hat leider zu, also ab zum Liquor King, ne Flasche Wein, 1 Sixpack Steinlager und 1 Sixpack XXXX. Gleich daneben war die Firma von Mary Niederer, die wir im Flugzeug trafen. Ihre Tochter empfing uns, weil sie leider bis Montag nicht da ist. Wir saßen dann den ganzen Nachmittag am Ufer auf Lavafelsen und machten nix. Abends kochten wir wieder, heute Gemüsetopf gut gewürzt. Schmeckt "not from bad parents". Hinterher sahen wir einem Rugbyspiel zu und schrieben das Buch. Im Auto spielen wir bis 22:30 Connect Four bei einem guten Stein(lager).

Donnerstag 7. November - 41. Tag

Es regnet schon wieder, aufstehen daher um 10:30. Müsli mit Banane zum Frühstück. Ein kurzer Einkauf und wieder geht's auf die Strasse, diesmal nach Rotorua. 30 km davor halten wir an einem See, es nieselt stetig. Mir tut wieder alles weh und langweilig ist es auch. Wir stehen vor der Public Toilet und lockern uns auf, absolut nix los hier.

Es geht ein Stück weiter bis zum Hangi Track. Wir parken am Wishing Tree und schnüren die Trecking Stiefel und laufen den Track zum Rotoehu See. Auf halbem Weg hängen Lianen von Bäumen und wir schwingen wie Tarzan hin und her. Ich landete mal in einem Riesenfarn.

Am See finden wir einen guten Platz für unser Auto in dieser Nacht. Wir opfern noch einen Farnwedel am "heiligen Baum" und wünschen uns schönes Wetter. Wir zum Platz am See und essen ein paar Sandwichs mit guter Wurst, Käse, Zwiebel, Send, Barbecue Sauce und Gewürzen im Auto, es schmeckt super. Der Himmel wird schon leicht blau, vielleicht geht der Wunsch in Erfüllung. Zum Glück kommt immer ein guter Sender im Radio, sonst könnte man es nicht aushalten vor Langeweile, wir haben einfach zuviel Zeit.

Freitag 8. November - 42. Tag

Heute scheint zum Glück die Sonne, wurde auch im Radio schon angekündigt. Die übliche Morgenprozedur um 10.

Es geht weiter Richtung Rotorua und zwar bis zum Thermalgebiet Hells Gate. Ein wirkliches Tor zur Hölle, kochende Seen, blubbernde Schlammtümpel und überall weht einem Schwefeldampf ins Gesicht. Mir wird davon total schlecht und bekomme Kopfweh, man muss manchmal die Luft anhalten, wenn wieder so eine Wolke kommt.

WhakarewarewaAls nächstes fahren wir nach Whakarewarewa, wo der größte Geysir Neuseelands ist, der Pohutu Geysir. In der Ausstellungshalle hören wir erst einer Maori Frau zu, bis lauter Leute rein kamen und die Reiseführerin auf deutsch zu sprechen begann, wir schlossen uns dann dieser Gruppe an, was auch erlaubt wurde. Die Führung ging durch ein nachgebautes Dorf, dann durch den Thermalpark mit dem Pohutu Geysir, der 35 m hoch sein soll es aber heute nur auf 10 m schaffte. An einem klaren Teich, der natürlich auch kochte, konnte es die Stuttgarter Reisegruppe gar nicht glauben, wo das saubere Wasser herkam. Nach den Geysiren, Schlammtümpel und heißen Quellen, kam das eigentliche Dorf, indem die Maoris noch leben. Sie kochen und baden in den heißen Quellen. Mit der Zeit interessierten sich alle für uns und wollten alles Mögliche wissen, wir wurden sogar gefilmt. Die Schwaben waren nur 8 Tage in NZ unterwegs, die volle Touristengruppe mit Bus und straffen Programm und neugierig sowieso. Sie verabschiedeten sich und wir liefen noch etwas in dem Park auf heißem Boden umher.

Auf dem Parkplatz treffen wir auf ein junges deutsches Paar, das sich auch ein Auto gekauft hat und wie wir 3 Monate unterwegs ist. Sie setzen einen Tag vor uns nach Picton über, also treffen wir sie bestimmt noch mal. In Rotorua kaufen wir im Pack´n´Save noch ein. Wir wollten zwar nur Müsli kaufen, aber es gibt dann noch Garlic Bread, 12 Semmeln (Bag of Buns - Eine Tüte und soviel Semmeln wie reinpassen für einen Preis), Wheet-Bix, Apfelkuchen und eine Gurke. Auf einer Rest Area außerhalb gab's dann ne zünftige Brotzeit mit Steinlager. Später kam dann ein rollendes Zuhause, so ein alter umgebauter LKW.

Samstag 9. November - 43. Tag

Wie wollten eigentlich um 9 aufstehen, aber wir bleiben liegen weil es regnet. Zum Essen gab's dann die Weet-Bix mit Banane und Milch, schmeckt ja nach gar nix. Jetzt erst mal zum kacken nach Whaka, dann in die City, Infomaterial holen und beim Liquorland einkaufen. RotoruaEin bisschen umschauen was es alles gibt. Beim Cricket und Bowling spielen sahen wir auch zu. Wir kauften im Pack´n´Save wieder ein. Es regnet wieder abartig, wir fuhren dann zu einer Indoor Go-Kart-Bahn. Da geht es schon ab, das zusehen macht schon Spaß. Vorm Lake Rotorua standen wir im größten Sauwetter und sahen zu, wie andere ihr Boot aus dem Wasser holten und einer seinen Hund ins Wasser jagte. Dann klarte auf einmal der Himmel auf, die Sonne schien wieder. Wir aßen Käse Sandwich und die Möwen aßen mit, Zwiebeln mit Chili und Senf. Eine musste gleich Wasser trinken und schüttelte sich. Ich fuhr dann zum Parkplatz vom Vortag zurück.

Sonntag 10. November - 44. Tag

Endlich mal ein Sonntag an dem die Sonne scheint. Wir stehen um 9 auf, als erstes fahren wir zum Waiotapo Thermal Gebiet. An der Kasse erfahren wir, dass der Lady Knox Geysir außerhalb ist und die "Seifung" um 10:15 Uhr ist. Da begann der Sturm auf die Autos, wir waren die Ersten und heizten davon. Rechtzeitig dort angekommen, erzählt ein Mann gerade etwas über den Geysir, das wir nicht so richtig mitbekommen und schmeißt 1 kg Seife in das Loch. Kurze Zeit später bricht der Geysir aus.

Auf dem weiteren Weg fahren wir an einem großen Mud Pool vorbei und schauen uns noch das Thermal Gebiet an, mit Artist Palette, Champaign Pool, usw. es war sehr interessant und beeindruckend. Am Waimangu Thermal Valley laufen wir den Weg runter vorbei am Echo Lake, einer der größten heißen Seen und am Inferno Krater, der eine tiefblaue Farbe hat. Man kommt an Felsen vorbei an denen heißer Dampf austritt, Wahnsinn.

Wir fahren danach durch die Gegend, auf der Suche nach einer schönen Rest Area, aber nichts zu finden, also wieder zurück an unseren Übernachtungsplatz. Der Kocher wurde angeheizt und die Rigatoni kochen auch schon. Es fängt leicht zu regnen an und verkrieche mich unter den Tisch, aber als die Nudeln mit Garlic Sauce serviert wurden, scheint wieder die Sonne. Heute ist auch schon ¼ der Reise vorbei und darauf trinken wir und geben uns die Kanne.

Montag 11. November - 45. Tag

In der Nacht war es abartig kalt, ich fror und mein rechter Fuß tut weh. Ich war froh als die Nacht vorüber war, zum Frühstück gab's zum letzten Mal die Weet-Bixen. Beim Whaka Arts und Craft Center musste ich unbedingt schon wieder kacken. Auf dem Postamt kauften wir Briefmarken, 1$ nach Deutschland für Postkarten, auch nicht gerade billig. Es geht momentan ein starker Regen runter, aber danach ist wieder alles klar.

Mit einer Gondel fuhren wir auf den Berg über Rotorua zur Skyline Luge fahrt. Mit einem dreiradähnlichen Fahrzeug, das aber ganz flach auf dem Boden liegt, fahren wir die Bahn runter. Ganz schön rasant und volle Hämmer bergab, das macht Spaß. Bei der dritten Fahrt, zerbröselts Thomas nach der Steilkurve, seither hat er Schmerzen in den Weichteilen, ich hatte noch Glück und brezelte über den Dreck drüber, weil ich die Kurve auch nicht mehr bekam, wo Thomas hängen blieb.

Die Schaffarm sehen wir uns nicht an, dafür gibt's beim KFC Pommes die wir am Parkplatz am See verspeisen. Anschließend füllten wir unseren Wasservorrat an einer Turnhalle wieder auf. Innen war gerade ein Basketball Turnier im Gange, wir sahen bei zwei Damen Spiele zu. Es war zwar recht interessant, aber auf der Treppe konnten wir vor schmerzen nicht länger sitzen. Dafür gehen wir zum erholen in die Polinesian Pools. Mal wieder baden, zuerst im großen Becken, dann draußen in die Radium und Priest Quellen. Die Temperatur in den Pools reichte von 36 bis 42 Grad. Im 42 Grad Becken waren wir zu lange und als wir raus steigen wird es uns dermaßen schwindelig und müssen uns erst mal hinsetzen, bis sich der Kreislauf wieder erholt. Drinnen trafen wir einen Holländer der in NZ lebt und perfekt deutsch spricht und einen Typ aus Friedberg, der immer lachte. Wir tauschen Erfahrungen aus und duschten hinterher mal wieder warm. Danach ging's ab zu unserem Angestammten Schlafplatz, der noch frei war. Zum Tagesabschluss noch ein Steinlager und ETA Kettle Fries Vinegar, lecker.

Dienstag 12. November - 46. Tag

Heute gibt's wieder gutes Müsli, zwar im Auto weil gerade ein Schauer runter geht, aber gut. Wir sehen uns in Ohinemutu ein Maori Dorf an, das Meeting House, indem man die Schuhe ausziehen muss, die Kirche und den Friedhof mit den überirdischen weißen Steingräbern. Die Toten können hier nicht in der Erde vergraben werden, weil sofort eine neue heiße Quelle aus dem Grab sprießen würde. Wir bummelten noch durch die Stadt und ich kaufte ein Bone Carving, als Glücksbringer, dazu in den Polinesian Pools noch ein T-Shirt.

Mt. TaraweraBei den Green and Blue Lakes hielten wir am Lookout Point. In Wairoa sahen wir uns das Burried Village an, das beim Ausbruch des Mt. Tarawera am 10.6.1886 verschüttet wurde. Der Weg zu den Falls war auch super, über Brücken, eine steile Treppe und durch eine Höhle, geht's an den Fuß des Wasserfalls. Im Laden kaufe ich noch Schmuck, als Geschenk für Yvonne, meine Schwester.

Wir fuhren noch weiter die Straße hinunter, aber es kam nichts mehr, so drehten wir wieder um. Bei den Otere Falls hielten wir wieder, der Weg endete an einer Höhle, man konnte reinkriechen bis ganz hinten, total gut. Der Weg zu den Trout Pools war auch Wahnsinn, es wird einem schwindelig vom auf den Boden sehen, bei soviel grün. In Whakatane rasierte ich mich am Bach und bei Thomas fehlten 1000 US$, der Hammer, aber er fand sie dann irgendwo in seinem "Irrgarten" wieder. Die guten selber gemachten Sandwichs gab es dann zum Abendessen.

Mittwoch 13. November - 47. Tag

Nach dem Frühstück und als sich auch Thomas rasiert hat, fahren wir zu Mary Niederer. Sie ist erfreut uns zu sehen und versucht einen Jet-Boat Trip zu organisieren und schlug uns zunächst eine kleine Wanderung in Ohope Beach zum Kohi Point vor. Wir fahren nach Ohope und laufen den Weg hoch, durch eine Baumwurzel und über stufen zum höchsten Punkt. Von dort geht's wieder runter in die nächste Bucht, wir sammelten Muscheln, den dort gab es tausende davon und liefen auf den Felsen umher. Als es zu regnen begann, liefen wir schnell zurück und kamen nass am Auto an.

Zurück im Büro von Mary, erfuhren wir, das aus dem Jet Boat Trip nichts wird. Wir können aber abends ein paar Freunde treffen und beim Windsurfen zusehen, aber bis 17:00 Uhr müssen wir warten. Die Zeit vertrieben wir uns im Visitor Information Center und am Fluss, bei 1XX-FM im Radio. Um Fünf fuhren wir hinter Mary her zu Patt Webb und seine dreiköpfige Familie. Wir plaudern dann gleich und es geht auch immer ein kleiner "Streit" zwischen Patt und Mary hin und her. Zum Essen gab es dann Fish and Chips, zum ersten mal für uns. Es gab Seefisch, der in einen Dip (Panade) getaucht und dann frittiert wird, dazu Muscheln in Chili Soße und Chips, die einen ganz normal, die anderen aus Süßkartoffeln. Hat alles sehr gut geschmeckt, müssen wir öfters essen. Nach dem Essen ging wieder das Reden los, bei dem ich sehr gut Englisch lerne. Es ging um unseren Urlaub und deren Urlaub in Europa 1987, Auto und Motorräder, Führerscheine, Gesetze, Banken, Zinsen und Nummernschilder, immer der Vergleich Germany - New Zealand. Wir erfuhren, dass die Nummernschilder hier ganz logisch aufgebaut sind, die ersten beiden Buchstaben bedeuten das Jahr indem das Auto zugelassen wurde und der Rest die Nummer (AA ist das älteste, RP die neueren). Wir wurden eingeladen hier zu schlafen und jeder bekam ein Bett, aber frage nicht was für eins, total weich, die Decke zu kurz und das Kissen zu hart. Wir redeten noch über die Leichtbauweise dieser Häuser und wie billig alles gemacht ist, da sprang die Katze rein und legte sich aufs Bett vor Thomas, genau wie es Patt gesagt hatte. Ich glaubte es nicht, aber die Katze schlief tatsächlich dort.

Donnerstag 14. November - 48. Tag

Um 7 aufstehen, was für ein Graus. Der Brustkorb tut mir weh, weil verkühlt, weil zu kurze Bettdecke. Gleich zum duschen, das tut gut. Patt ist schon weg, Jean Paul, der Sohn, geht gerade und die Mutter will auch bald los. Sie zeigt mir wo alles ist was ich zum frühstücken brauche und geht, ein Vertrauen haben die Leute, Wahnsinn. Ich schiebe 2 Brote in den Toaster und esse sie mit Peanut Butter. Wir packen danach zusammen und fahren auch, den Schlüssel geben wir bei ihr im Friseursalon ab und verabschieden uns auch noch bei Mary.

Waikato RiverDie Fahrt für über einen alten Staudamm zum Waikato River, am Aratiatia Damm, der zweimal täglich geöffnet wird, schießt das türkise Wasser die Rapids hinunter. Wir besichtigen die Wairakei Geothermal Power Station, die 2. auf der Welt, Megastark das Kraftwerk.

Dann die Huka Falls, Hukagut, das total klare Wasser schießt über die Kante in den türkisen Huka River. Die Craters of the Moon, haben wir natürlich hauch noch angesehen. Wir laufen da so durch den Park und laufen mitten im Nebel umher am Rande eines Kraters, als wir wieder auf einen Weg stoßen und ein Schild sehen, Danger don´t leave the path. Das Ziel führt uns heute nach Taupo. Wir sahen Militär mit 2t GL durch die Stadt fahren und grüßten natürlich militärisch gewohnt. Beim Mc Donalds waren wir auch noch und parkten dann am Hafen.

Freitag 15. November - 49. Tag

Die Sonne schien volle Hämmer aufs Auto. Als ich um 10 aufwachte, war ich schon total fertig. Ich konnte mich kaum bewegen, aber nach dem "Kraftmüsli" ging's schon besser.

Am Hafen kauften wir Tickets für die Barbary, eine über 60 Jahre alte Segelyacht das schon Erol Flynn gehörte. Nach einem sündhaft teurem Einkauf schlenderten wir durch die Straßen und kauften im Warehouse Gummimatten und Kung Fu Schuhe. Um 14:00 Uhr ging der Segeltörn mit Bill Dawson dann los. Zuerst mit dem Motor die Küste entlang, dann versuchten wir es mit Segel setzen, aber es herrscht heute Flaute. Nach 2 ½ Stunden fuhren wir wieder zurück. Wir bekamen sogar noch eine Einladung für Morgen, wenn mehr Wind ist.

Heute wird wieder gekocht, Nudeln mit Kang Ton, einer chinesischen Süß-Sauer Soße. Zwei Teller davon reichen mir, danach noch zwei Sandwichs und Kiwis, wovon das Kilo hier nur 50 Cent kostet.

Samstag 16. November - 50. Tag

Lake TaupoUm 9 aufstehen, kein Problem, oder? Nach dem Müsli von Sanitarium fuhr Thomas zum Hafen, aber heute gibt's auch keinen Wind zum segeln. Bill war auch nirgends zusehen, also ab, ne Kleinigkeit einkaufen und tanken. Oh Öl fehlt im Motor, also noch einen billigen Laden mit Autoteilen suchen und Stoff brauchen wir auch noch, aber hier ist nichts zu finden. Ein Stück außerhalb von Taupo halten wir und füllen Motoröl nach, danach weiter rund um den See. Genau gegenüber von Taupo, essen wir auf dem Scenic Lookout, bei einem abartigen Wind.

In Kuratau liegen wir lange im Sand unter praller Sonne. Dann entdecken wir die schwimmenden Steine von Taupo. Ein Brocken von 10 kg schwimmt im Wasser, kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht selber sieht. Ein schönes Häuschen für Men und Woman steht auch dort, muss ich doch gleich mal testen. Nicht schlecht, lässt sich gleich viel besser schreiben. Am Abend wollen wir mal nach Deutschland telefonieren, das klappt von hier aus ganz gut. Alles klar Daheim, morgen soll es schneien, ha ha, da lach ich doch über.

Sonntag 17. November - 51. Tag

Um 9 stehen wir freiwillig auf, die Nacht war sehr warm. Wir fahren bis Taumarunui, dort gibt's für jeden eine riesen Eiskugel Hokipoki für 1,20 $. Weiter in Richtung Nationalpark kamen wir zum Spiral Lookout. Tongariro NationalparkEin spiralförmiger Eisenbahntunnel, der zum bewältigen der Steigung angelegt wurde, wir sahen leider nichts, Reinfall. Dafür sieht man die Schneebedeckten Vulkane immer wieder über den grünen Weiden, ein richtiger scenischer Blick, eisenhart. In Whakapapa beim Chateau ist das HQ des 2. Nationalparks der Erde, dem Tongariro Nationalpark mit den Vulkanen, Mt. Tongariro (1968 m), Mt. Ngauruhoe (2300m) und Mt. Ruapehu (2800 m), von denen alle drei noch aktiv sind.

Wir entschliesen uns den Track zu den Taranaki Falls und den Tama Lakes zu laufen. Eine Ruhe und weites Land, dann die Berge, wahnsinn diese Landschaft, man fühlt sich total frei. Es waren dann gesamt 13 km bergauf und bergab, am Ende sind wir ganz schön geschafft. Zurück am Auto stellen wir fest, das Thomas die Tür nicht abgesperrt hat, es fehlt aber nichts. Ich laß dann meinen Rucksack auf dem Dach leigen und Düse ab, bis er mal auf die Straße knallt, da merken wir das er fehlz. Zum Essen gibt es Zwiebelsuppe, danach bin ich voll am Ende, habe starke Kopfschmerzen.

Montag 18. November - 52. Tag

Um 0:00 Uhr sind die Schmerzen weg, ich schlafe aber nur noch 4 ½ Stunden bis 9. Im Visitor Center erfahren wir, dass die Lifte zum Ruapehu nicht mehr laufen, seit heute und außerdem Lawinengefahr besteht. Wir fahren die Straße hoch zu der Liftstation, aber tote Hose hier. Wir fahren wieder runter und nach Turangi zum einkaufen. 48 Dübel hat das gekostet und ich bin nun pleite. Wir laufen den Rotopaunamu Lake Walk, eine wirklich schöner Track durch den Wald und rund um den Kratersee. Danach gibt's Futter, die üblichen Sandwiches, heute mit der guten Salami und Käse, Zwiebeln, Kräutersenf, Tomaten-Chili-Soße und Hot Chili. Ein "heißes" Essen, bei dem man auch noch verstochen wird. Auf dem Parkplatz am Ketetahi Trailhead, den wir morgen laufen wollen, malen wir den bisher gefahrenen Weg in Karten und schreiben.

Dienstag 19. November - 53. Tag

In der Früh kommt ein Auto und ein Kleinbus, Leute steigen aus und gehen auf den Track, ohne Gepäck und bei leichtem Regen. Wir kriechen aus der Pooftüte und checken die Lage, erst mal ein Müsli, doch das Wetter wird nicht besser, der Berg liegt in Wolken. Wir entschließen nicht auf den Track zu gehen und fahren dafür nach Taupo, mit dem letzten Tropfen Benzin. Zuerst tanken, dann bei allen Banken nach der Change Rate sehen und 200 US$ gegen 348 Kiwi$ tauschen. Chips beim KFC mit dem apfelsüßen Ketchup am Lake View gegessen. Wir warten dann bis 14:00 Uhr, wenn Bill mit der Barbary auslaufen will. Er kam aber nicht, also fahren wir runter zum Hafen, das Boot lag noch da und Bill hat uns auch schon gesehen. Er fährt aber erst morgen früh wieder raus. Wir fahren zu den AC Baths und legen uns 2x in die private Pools, danach heiß duschen, das tut gut. Nachdem wir sauber sind fahren wir wieder zurück zum Ketetahi Trailhead. In Taupo fotografiere ich noch einen LKW mit 2 Sattelanhängern. Beim Schreiben sehe ich zwei weiße Tropfen auf der Fußmatte, was ist das? Thomas hat seine Schokolade unten auf die Heizungsleitung gelegt, der Hammer.

Mittwoch 20. November - 54. Tag

Die Nacht war arschkalt, dafür scheint am Morgen die Sonne. Wir vergaßen Milch zu kaufen, also gibt's kein Müsli, dafür kochten wir einen Tee und essen Leberwurst auf Sandwichbrot, den restlichen Tee füllen wir in eine leere Coke Flasche. Beim Zähneputzen kotzt Thomas erst mal ab, irgendwas verträgt er wohl nicht.

So nun ist Zeit für den Aufbruch, das Wetter ist super um den Berg zu bezwingen und es sind auch schon ein paar Leute vor uns los gelaufen. Als wir die Rucksäcke gepackt haben, kommt ein älteres Paar angefahren, ich sehe sofort, das es beim Hinterrad qualmt und teile es ihnen mit. Der Mann kniet sich gleich davor und meint, die Handbremse sei angezogen, wie gestern und ob das was ausmacht. Die Frau stand da und rief: "do anything darling!", der Mann darauf: "what should I do?". Ich sagte, dass es wieder abkühlen wird und nicht zu brennen beginnt.

Zwei HeldenWir liefen dann los, zuerst durch den Busch, als der zu Ende war traffen wir ein Paar aus Schleswig-Holstein, die alles zu Hause verkauft haben und ein Jahr um die Welt ziehen. Vorbei an den Ketetahi Springs und der Hütte. Ab hier wurde es erst richtig gut, über Schneefelder bis zum Hochplateau, das total verschneit war und ein kalter Wind darüber pfiff. Wir überquerten das Plateau und passierten den Blue Lake, der noch zugefroren war, dann die Emerald Lakes bis wir nur noch einen langen Gipfel voll Schotter vor uns sahen. Eine Qual dort hinauf zu steigen, man rutscht beijedem Schritt etwas zurück, aber wir schafften es und standen oben, am Abgrund des Red Crater. Es dampft hier wieder, deshalb hat es hier auch keinen Schnee. Geschafft und bezwungen, ein herrlicher Rundblick über das Plateau, Lake Taupo, Mt. Ngauruhoe und die Desert Road. Wir machten oben Brotzeit, Thomas trank wieder vom Tee und ihm wurde schon wieder schlecht, also der wars, mir macht der Tee nix. Der Berg war übrigens fest in deutscher Hand, ich grüße nur noch mit einem Servus.
Von hier aus geht der Track weiter zwischen den Bergen bis zum Chateau, wir kehren aber hier wieder um, den anderen Teil hatten wir ja schon vorher gemacht. Es wäre zwar schön einmal komplett den Tongariro Crossing zu machen, aber dann braucht man einen Shuttle. Der Abstieg ist leicht, auf der Hütte laberten wir noch mit zwei deutschen. Ab dort gings dann schwer in die Knie, man musste das ganze Gewicht abfangen.

Am Parkplatz angelangt stellen wir fest, dass der Schlüssel im Auto hing, Thomas hat ihn wohl hängen lassen. Was tun? Mit dem Messer kann man die Scheibe etwas runterdrücken, aber wir brauchen einen Draht. Niemand hat einen, Thomas schneidet sich in die Finger, als er ein Stück Draht am Klo abschneiden will, vielleicht ist das die Strafe. Im Auto neben uns liegen Drahtkleiderbügel, da kommt auch schon der Besitzer und gibt uns einen. Ich knacke das Auto damit auf, das ging ziemlich leicht. Glück gehabt, endlich Schuhe ausziehen, was essen und trinken und schlafen.

Donnerstag 21. November - 55. Tag

SchafeEs regnet wieder, genau wie es der Wetterbericht vorher gesagt hatte. Nach keinem Frühstück fuhr ich die Desert Road bis Waiouru, dort gabs ein Sandwich und man konnte aufs Klo und die Zähne putzen, weil's hier auch grad net regnet. Ab Raetihi war wieder Schotterstrecke angesagt, genau das Richtige für den Wahnsinns-Maxe. Die Strecke war echt geil, man muß bloß aufpassen falls ein anderer um die Ecke schießt. Thomas geht's momentan nicht so gut, ist ja auch verständlich bei dem Geschaukel und den Kurven mit der Geschwindigkeit.

Ab Pipiriki lief die Straße immer entlang des Wanganui River, vorbei an Siedlungen mit den schönen Namen wie Jerusalem, London, Korinth, Athen und Bethlehem. In Wanganui war zum dann zum Glück wieder Teer unter den Rädern, ich halts auch nicht mehr aus. Der weitere Weg war uns ja schon bekannt, in Bulls tanken wir erst mal Wasser und in Paraparaumu wurde der Kühlschrank gefüllt und Super Benzin in den Tank gefüllt. Es hatte dort einen Wahnsinns Wind, was hier unten ja nichts ungewöhnliches ist, aber bei Sonnenschein erreichten wir Wellington. Es ging auch gleich auf unseren Platz auf den Berg, da sowieso in der City nix mehr los war. Im Radio kommt dafür nach den letzten Beam Out Tagen wieder voller Sound, Windy FM.

Freitag 22. November - 56. Tag

Nach der allgemeinen Morgenzeremonie waren wir auf Parkplatzsuche in der Innenstadt. Wir fanden einen mit 60 Minuten Parkzeit, na ja muss reichen. Dann schlenderten wir durch die Stadt und sahen nach den Change Rates, die waren aber nicht so gut, dafür kauften wir uns Strohhüte ala Magnum. Nachdem wir den Wagen umgeparkt haben, gehen wir ins Goethe Institut zum Zeitung lesen. Bei einem Take Away essen wir noch einen Burger.

Das Backpacker Hostel, in das wir gehen wollen, fanden wir auf Anhieb, aber die Besitzerin ist gerade nicht da. Also fahren wir noch auf den Mt. Viktoria und kaufen 2 Tüten Vinegar Chips für 6,70$. Vom Berg aus sieht man schön über die ganze Bucht, die wir eine Zeitlang genießen. Zurück im Hostel ist die Chefin immer noch nicht da, wir können aber unsere Wäsche schon mal waschen. Kochwäsche kennen die hier nicht und deshalb wird das Wasser auch nicht heiß und diese Maschinen waschen lange nicht so sauber wie daheim. Im Hinterhof können wir die nasse Wäsche zum trocknen aufhängen, in der Zwischenzeit duschen wir und können uns auch mal wieder rasieren. Kochen tun wir heute Chilie Bohnen aus der Dose, während sich andere total verkünsteln, wir sind halt nicht die großen Köche. Heute kann ich auch mal fernsehen, es kommt eine Comedy Serie und Cops im Einsatz, eine Live Serie aus USA.

Samstag 23. November - 57. Tag

Geschlafen hab ich saugut, um 9 stehen wir auf. Die anderen zwei im Zimmer schlafen immer noch. In der Stadt sind die meisten Geschäfte zu, was uns verwundert, also fahren wir in die Vororte und finden einen New World Supermarkt, wo wir einkaufen können. Direkt vor dem Wakefield Market bekommen wir einen Parkplatz, bei dem die Parkuhr immer 2 h anzeigt, prima. Im Markt, einer alten Lagerhalle, kann man auf 3 Etagen allen möglichen Krimskrams haben, auch Tatoos und Hellsehen. Wir essen einen riesen Burger mit frittierten Kartoffelstücken für 5$. Danach ist man aber papp satt.

Jetzt ist in der City auf einmal mehr los, also laufen wir da noch mal durch. Es gibt noch ein riesen Eis mit 3 Kugeln für 1,80$. Nach einem ewigen gekurve auf einen Berg, haben wir wieder ein schöne Aussicht auf Wellington und die Bucht. Beim Liquorland waren wir auch noch um uns mit Bier einzudecken, dort ist es halt am günstigsten. Später fahren wir dann wieder auf "unseren" Berg zum Postkarten schreiben und pennen.

Sonntag 24. November - 58. Tag

Um 8:00 Uhr schon aufstehen. Bei strahlendem Sonnenschein gibt's Müsli, dann geht's gleich runter zum Fährhafen. Nach einiger Zeit warten, dürfen wir auf die Fähre fahren. Um 10:45 Uhr legen wir ab Richtung Südinsel mit der Aratika. In der Cook Strait ist trotz des guten Wetters ein enormer Seegang. Wir sitzen zunächst hinten auf dem Deck, aber dort pfeift der Wind abartig und die Sonne brennt ganz gut dazu. Wir gehen rein und lassen uns in der Silver Fern Lounge nieder, dort schlief ich bis wir ruhiges Gewässer in den Marlborough Sounds erreichen, ab hier war die Schifffahrt wieder angenehm.

In Picton ist der Hund begraben, wir essen nach Ankunft 4 von unseren Sandwiches mit harten Semmeln und dem Chili Zeug. Auf dem Schiff traute ich mir es nicht zu was zu essen. Dann fahren wir los, die Sounds zu erkunden, aber die Straße besteht nur aus Kurven und mir wird schon wieder anders. Landschaftlich ist es sehr schön hier, in einer Bucht, wo es nur einen Landungssteg gibt, wollen wir übernachten. Jetzt fällt Thomas auf, das seine Turnschuhe nicht mehr da sind, er hat sie gestern Nachmittag auf dem Berg in Wellington ausgezogen und vors Auto gestellt, damit es nicht im Auto stinkt. Da stehen sie wohl noch immer, die guten Schuhe.

Montag 25. November - 59. Tag

Am letzten Abend wechselten wir auch noch die Vinegar Chips Marke von ETA auf Bluebird, die sind nämlich viel saurer. Die Sonne scheint wieder prächtig und wir genießen unser Frühstück in der schönen Landschaft. Auf einer kurvenreichen Straße kommt uns ein Bus mit Soldaten, ein 2t GL und zum Schluss ein Auto mit Steinlager Anhänger entgegen.

Dann treffen wir die zwei aus Rotorua und drehen beide um uns zu begrüßen und zu quatschen. Da wir an einem Fluss angehalten haben, gehen wir zwei dann noch ans Ufer und werfen ein paar Steine rein und düsen dann weiter. In der Cable Bay, wo das 1. Kabel 1887 nach Australien gelegt wurde, sehen wir uns kurz um und fahren dann nach Nelson zum bummeln. Thomas weht es laufend den neuen Hut davon. Im Supermarkt kaufen wir für 60$ ein, der Wahnsinn. Nach einem Liter Eis, fahren wir auf Schotter ein kleines Seitental hinter und stellen fest, das man hier nirgends campen darf. Wir drehen um und fahren zum Highway zurück an eine Rest Area mit Tisch und Bank. Das eignet sich doch prima zum Sandwich futtern, die diesmal sehr scharf sind, die Gurken sehr sauer und hinterher gibt's noch eine Zitrone pur. An einem Bach rasieren wir uns noch und schreiben das Buch während Sandflies uns belagern. Auf dem Parkplatz schläft auch eine Neuseeländer, mit dem wir etwas gequatscht haben. Er fragt anscheinend jeden, ob wir aus Biberach kommen. Ein Auto setzt dann ein Mädchen samt Gepäck ab, sie schläft irgendwo im Gebüsch.

Dienstag 26. November - 60. Tag

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir nach Nelson, zum AA Karten holen, Wasser und Benzin tanken und Informationen über den Abel Tasman Track einholen. Die Parkgebühr für 2 Nächte haben wir auch gleich bezahlt und den Rücktransport mit dem Bus gebucht. Zum Schluss habe wir noch 500 US$ umgetauscht und mit den Parkuhren haben wir auch immer wieder Glück, ich brauchte die Münze nur halb reinstecken, schon zeigte die Uhr was an. Beim KFC gibt's mal wieder Chips mit dem letzten süßen Ketchup.

Trailhead zum Abel Tasman TrackAuf dem Weg zum Startpunkt des Abel Tasman Tracks, stehen lauter No Camping Schilder, so ein Fuck, am Ausgangspunkt auch. Es regnet und hört nicht mehr auf, dafür sehen wir einen schönen Regenbogen über dem Meer. Wir fahren zurück, irgendeinen Platz zu finden an dem wir übernachten können. Thomas sieht ein Auto hinter Bäumen stehen, wir stellen uns dazu, hier ist es wahrscheinlich am Besten. Jetzt beginnt Thomas das Geschirrtuch zu zerschnippeln und das Nähzeug auszupacken. Er versucht den Stoffstreifen in den Hut zu nähen, damit er besser passt. Wir geben uns die Dröhnung mit dem Chilizeug auf die Sandwiche und labern über den Bund. Vor einem Jahr waren wir dort auf Exerzitien, den Adventskranz auf der Stube und Fw Hofer, die "guten alten Zeiten".

Mittwoch 27. November - 61. Tag

Abel Tasman TrackUm 8:30 Uhr packen wir unseren Rucksack und starten um 10 Uhr den Abel Tasman Track, bei herrlichem Wetter. Es geht von einer wunderbar schönen Bucht zur nächsten. Eine richtige Südseeromantik kommt bei dem Anblick der Bays auf. Man sieht aus dem Buschwald aus Farnen, Palmen und anderen Bäumen auf weiße Strände und türkis schimmerndes Wasser. Auf dem felsigen Weg zu Cleopatras Pool überholen wir ein paar ältere Herrschaften, einer Oma musste ständig gestützt werden, sonst wäre sie umgefallen, aber auch sie musste über den Bach steigen und über die Steine laufen. Wir überqueren den Torrent River, wo ich auch zwei Mädchen sah die wir dann später in der Hütte kennen lernten.

An der Torrent Bay Hut machten wir nach 3,5 h Marsch eine kleine Pause. Auf dem weiteren Weg trafen wir die anderen zwei aus Rotorua, ich weiß immer noch nicht woher sie kommen, aber so ein Zufall. Jetzt ging es daran die erste Hängebrücke zu überqueren, was eigentlich sehr leicht ist, aber doch aufregend.

Schließlich erreichten wir die Bark Bay Hut, es war auch noch Platz für uns zum Schlafen da. Leicht erschöpft setzten wir uns hin und aßen erst mal einen Apfel. Als ich das restliche Futter auspackte, musste ich feststellen, dass die Bananen nur noch Matsch waren. Für jeden gabs dann ein kleines Brötchen, wie Thomas immer sagt, mit 3,5 Scheiben Wurst, was viel zu viel war. Darauf viel Salz und Pfeffer, das schmeckt uns. Zwei Typen neben uns lachen sich kaputt. Dann kochten wir uns so getrocknetes Zeug, das man mit Wasser kochen muss. Es schmeckt einigermaßen mit Pfeffer, Salz und Chili, wie immer muß es scharf sein.

Die 2 Typen kamen übrigens aus Rottweil und sind Schreiner, sie waren für ein halbes Jahr in Australien. Wir redeten so über dies und das, ansonsten waren die recht still, der eine sprach fast gar nichts. Sparsam sind die auch, die kaufen sich nicht mal ein Bier. Ich wendete mich dann den 2 Mädchen vom Torrent River zu. Die eine heißt Dörte und kommt aus Oldenburg, die andere Irene, sie ist aus Luzern. Später setzte sich noch eine Kanadierin zu uns, sie heißt Nicole und spricht sehr gut deutsch. Nachdem die Lichter in der Hütte gelöscht waren, als ich vom bieseln wieder zurück kam, legte ich mich auch schlafen.

Donnerstag 28. November - 62. Tag

Die Nacht war grausam, einer schnarchte die ganz Zeit, es war sehr warm und wenn man den Schlafsack aufmachte kamen gleich die Sandflies rein und ich klebte vor Schweiß. Das Frühstück war es auch, es sollte Brot mit Marmite als Aufstrich geben, aber das Zeug ist nicht genießbar, auch wenn es hier sehr beliebt ist. Ich schenkte es dann der kleinen Engländerin, der es wohl schmeckt.

Abel Tasman TrackWir liefen dann los über Berg und Tal. In den frühen Morgenstunden hat es geregnet, ansonsten ist es heute bewölkt, wie wir es allen voraus sagten. Es war für den Anfang schon ein bisschen anstrengend, vor allem das bergab gehen, aber wir hatten uns für heute ja nur 3 Stunden Weg vor uns. Deshalb waren wir schon um 12 Uhr an der Awaroa Hut, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Am Strand davor lag ein kleiner Hai, habe ich natürlich gleich fotografiert. In der Hütte war eine ganze Schulklasse, aber wir fanden auch hier einen Platz, es ist ja noch früh. Zum essen gabs eine Tafel Schokolade und die 2. Cola. Als nächstes kamen Irene und Dörte, danach die zwei aus Kiel. Später trudelte auch noch Nicole, die Bayerin die uns auf dem Ketetahi Track entgegen kam und dieselben Schuhe an hatte, wie ich.Sie kommt aus Tölz und macht alles etwas extrem. Die rennt nur so durchs Land, hat man den Eindruck. Es hat gerade Flut und der Weg geht hier genau durchs Watt. Sie muss aber unbedingt heute noch rüber, damit sie morgen schon auf dem Heaphy Track sein kann.

Hüttmann der 2. kam auch noch, ein blöder Typ, der seine Tasse in den Ofen stellt und sich wundert wenn nachher kein Wasser mehr drin ist. Die Art, wie der Zitronen isst, ist auch nicht normal und einen Schmarrn redet der, wir unterhielten uns dann lieber mit den Mädchen. Als die Flut nachgelassen hatte, brach die Tölzerin mit ein paar anderen auf. Den Rucksack auf den Kopf, wateten sie durch die Bucht, das war natürlich die Attraktion in der Hütte.

Wir redeten und redeten, es war wirklich eine nette Unterhaltung, da kamen sehr spät 2 Stuttgarterinnen, die waren geschminkt und redeten nur Müll. Sie legten sich dann auch bald unter den Tisch, weil sonst schon alles am Boden belegt war und wollten schlafen. Wir stellten uns halt dann raus, es regnete wieder, und unterhielten uns weiter mit Irene. Nicole kam dann auch dazu und meinte, dass es bei ihr daheim jetzt minus 20 Grad hätte. Plötzlich kamen aus dem Dunkel der Nacht 4 Typen, frag nicht wie die es jetzt noch bis hierher geschafft haben. Dann war es auch Zeit für uns zum schlafen.

Freitag 29. November - 63. Tag

Die Nacht war etwas besser, als wir aufstanden waren schon viele weg. Zum Frühstück gab es nur Brot und Kiwi, mehr hatten wir nicht mehr. Um 10:15 Uhr gingen wir los, jetzt war der Wasserstand am niedrigsten. Wir redeten noch etwas mit Irene, ein sehr nettes Mädchen, es ging um den Schweizer Fasching. Sie trommelt sogar fleißig beim Umzug ganz vorne links, das sollte ich mir doch mal ansehen.

Der letzte Teil des Tracks war schnell geschafft, kurz übers Watt, an einer Stelle musste ich noch die Schuhe ausziehen, dann durch den Busch über 2 Strände. Da Stand auch schon der Bus mit dem wir zurück fahren. Der Busfahrer stach volle Hämmer die Schotterstrecke hoch, volles Risiko um jede Kurve. In Takaka hielten wir um Pause zu machen, dann wäre er beinahe nach Nelson weiter gefahren, wenn ich nichts gesagt hätte, wir mussten dann in einen anderen Bus steigen. Auf dem Weg rammte uns beinahe ein Holz Laster, wie gesagt der fuhr volle Hämmer, der Wahnsinn. Endlich waren wir nach 3 h Busfahrt, bei der der Fahrer auch laufend irgendeinen Schmarrn laberte, an unserem Auto.

Der Rucksack wieder umzuräumen dauerte ganz schön lange, dazu noch den Schlafsack auslüften lassen und das Auto wieder einräumen. In Marakau gibt's zum Glück ein Motor Camp, gleich dorthin, rein und duschen, das tut gut. Danach noch aufs Klo und rasieren, Vollprogramm. So jetzt ist man wieder sauber und noch was frisches zum anziehen, perfekt. Ich fahre auf den Parkplatz an dem wir schon vor 3 Tagen waren. Dort wuschen wir noch die Schuhe am Bach und schrieben das Buch nach, das war jede Menge Arbeit.

Die Wanderung hat uns beiden sehr gut gefallen und es war traumhaft, auch wenn das Wetter nicht immer gut war, waren es doch schöne Tage. Wir hätten nur mehr und bessere Verpflegung mitnehmen sollen, aber es ist auch so gegangen. Die Adresse von Irene habe ich leider nicht und ich sollte sie auch nie wieder sehen.

Samstag 30. November - 64. Tag

Heute hab ich Namenstag, na was solls? Zum Frühstück gibt's endlich wieder Müsli, aber ohne Banane. Dann fahren wir über den Takaka Hill, oben am Lookout Point trafen wir einen Kiwi mit seiner Familie. Er blätterte immer in seinem riesigen NZ Autoatlas und sagte ständig, dass er noch nie über so einen "Bloody Hill" gefahren sei.

In Takaka erkundigten wir uns nach der Adresse, die Thomas bekommen hat, aber es war nichts zu finden. Wir kauften das nötigste ein und fuhren zu den Pupu Springs, die größte Quelle von NZ. 17 - 21 m³/sek kommen da aus der Erde, Wahnsinn soviel Wasser und alles Glasklar. Über Collingwood fahren wir ganz hoch zum Farewell Spit, auf der Strasse dorthin trafen wir wieder die 2 aus Rotorua, aus Ulm sind sie, jetzt konnten wir fragen.

Wir laufen einen kurzen Track, der zuerst über Farmland zum Meer führte, dann den Strand entlang und dann verloren wir den Weg. Über Dünen und durch total stacheliges Gestrüpp, aus dem wir verkratzt wieder raus kamen, erreichten wir die andere Seite des Strandes und den Weg wieder.

Thomas Adresse fanden wir dann nach ewigen hin und her doch noch, bei Collingwood in der Wildnis. Es war keiner da, das Haus sieht schon sehr alt aus. In Collingwood kauften wir uns Fish und Chips, vorm Laden sah ich die 2 Rottweiler vom Track, wir redeten etwas, dann aßen wir. Schmeckt echt gut und ist billig, ich wird immer fetter. Neben einem Fluß an der Strasse übernachteten wir. Im Radio kommt Jukebox Saturday Nite, der besoffene Typ wieder als Sprecher.

Sonntag 1. Dezember - 65. Tag

1. Advent, es schifft. Nach dem Frühstück fahren wir noch mal zu dem Haus, indem Kerstin Mende wohnen soll. Ein Typ springt dort rum, es ist aber nicht Terry Knight. Er sagt, dass die beiden weg sind. Wir hinterlassen eine Nachricht und düsen ab. Wieder zum Takaka Hill und dort in die Ngarua Cave. Der Boss (Führer) ist Stalag-Mike, wie er sich selber nennt. Er macht die Führung recht gut und ist wirklich eine schöne Tropfsteinhöhle. Wir alle hatten einen Helm bekommen und als in der Höhle das Licht ausging, zündet ein ein paar Benzinlaternen an, so wirkt die Höhle noch viel besser.

Auf dem Weiterweg, dem Highway 60, überfahre ich dann einen Vogel. Ich sehe nur noch im Spiegel wie sich was überschlägt. Thomas: "Wer redet schon mit einem Vogelmörder". Uns wäre beinahe das Benzin ausgegangen, den in Motueka gabs keinen Strom, da half nur noch eine kleine Strasse über den Berg nach Wakefield. Von dort geht's entlang des Buller River nach Westport. Am Eingang zur Buller Gorge, suchten wir nach einem guten Platz, plötzlich standen wir mit dem Auto im Flussbett. Ein Stück weiter fand sich dann was besseres, aber mit lauter Sandflies.

Montag 2. Dezember - 66. Tag

Ich muss unbedingt schiffen, also raus. Im Auto ist "dicke" Luft, weil alle Fenster zu waren wegen der Sandflies. Es regnet auch wieder. Endlich in Westport, eine alte Gold- und Kohlestadt, die aber kleiner ist als Langweid. Wir kauften im New World erst mal für 87$ ein, der Wahnsinn das wird auch immer teuerer. Im Super Liquor gibt's auch wieder Stoff. Dann schauen wir uns das Coaltown Museum an. Ein Video zeigt interessantes über Erdbeben in NZ und der Welt. In Wellington wird in dieser Dekade noch ein Earthquake der Stärke 7,5 oder mehr erwartet. Manche sagen sogar, dass es dieses Jahr Weihnachten passiert. Na hoffentlich nicht solange wir hier sind. Nach den Videos liefen wir schnell durchs Museum und fuhren dann zur Denniston Incline hoch. Ein altes Kohleabbaugebiet, das durch eine Bahn berühmt wurde. Mit bis zu 8t beladene Wagen rasten mit 70 km/h den Berg runter und zogen die leeren Wagen wieder hoch. Überall liegt dort noch Kohle rum, in den Berghängen kann man die Flöze auch sehen.

In Westport sahen wir uns dann noch ein paar Geschäfte an, bis wir in die Sanddünen vor der Küste fuhren und Chili con Carne kochten. Ein ganzer Topf voll, hat sehr gut geschmeckt, mit Zwiebeln, Hackfleisch, Bohnen, Reis und scharfen Gewürzen. Den ganzen Tag hagelt es auch immer wieder so alle 1,5 h und heute Nacht soll es Frost geben, im Dezember! Das ist doch der Hammer.

Dienstag 3. Dezember - 67. Tag

Heute gibt's zum ersten mal Brot mit Butter und Honig. Danach füllten wir noch die Wasserflaschen auf und werfen die Post ein. Am Cape Foulwind herrscht nicht nur Wind und Regen, sondern auch eine Seehund Kolonie. Auf dem Parkplatz treffen wir die 2 Rottweiler, ich dachte immer das seien Hunde :-) Danach düsen wir weiter zum Truman Track, der durch den Buschwald zum tosendem Meer führt. Dort unten kommen ganz schöne Brecher rein, die Steilküste ist deswegen ganz schön ausgewaschen. Es regnet auch immer wieder, ein wirklich sehr rauer Küstenabschnitt, die berüchtigte Westküste halt.

Pancake RocksIn Punakaiki schauen wir uns die Pancake Rocks und die Blowholes an. Sehr beeindruckend was die Natur da geschaffen hat. Im Auto gabs dann Ananas mit Sahne, das schmeckt gut. Weiter nach Greymouth, dort kaufen wir ein paar CD´s und Filme und das Nötigste für die Weiterreise. Wir fahren 25 km im Kreis und finden keinen Platz, am Strand gibt's doch immer die besten Plätze, so auch hier. Wir essen die guten Sandwiches, heute Streichkäse und Tomaten als Grundlage, das ist noch viel besser als sonst.

Mittwoch 4. Dezember - 68. Tag

Heute ist mal wieder bestes Wetter. Wir fahren gleich nach Shantytown, eine wieder errichtete Goldgräberstadt. Mit einer Dampflok sind wir zu einer Dampfsägewerk gefahren, dort wird noch richtig gearbeitet. Beim goldwaschen mit der Pfanne, erwies sich Thomas als guter Schürfer, ich brauchte viel länger, ein Geduldsspiel. Die alten Häuser mit original Inneneinrichtung sind auch sehr interessant. Es gibt dort z.B. eine Bank, Schuhmacher, Friseur, Saloon (alle mit NCR-Kassen), Feuerwehr, Schmid, Post und Krankenhaus mit abarts Instrumenten drin.

Wir fahren dann den Highway 6 entlang nach Hokitika. Im Goldroom kann man echte Nuggets kaufen und in einer Greenstone (Jade) Factory beim schneiden und schnitzen des Steines zusehen. In den Flüssen hier in der Gegend wird sehr viel Greenstone gefunden. 

Franz JosefWeiter zu den Gletschern der Westküste, in Franz Josef Village verglichen wir erst mal die Preise, bevor wir uns für den Twin Glacier Flug der Mt. Cook Airline entschieden. Mit Landung auf dem Gletscher kostet das 100 Bucks für jeden, aber es soll sich lohnen. Vorher kaufen ich noch ein T-Shirt für 30. Dann stehen wir zusammen mit einem Ehepaar aus Australien auf dem Schotterfeld, das sich Flugplatz nennt.

Auf dem GletscherEs heben eine Reihe von Hubschraubern ab, bevor unser Flugzeug überhaupt in Sichtweite ist. Es setzt auf und bleibt dann vor uns stehen. Wir steigen ein und schon geht's wieder los. Über dem Fox Gletscher steigen wir in kleinen Kreisen nach oben. Am Anfang sah man noch viel Dreck auf dem Eis, dann stechen einem immer wieder blaue Stellen ins Auge. Weiter oben konnte man tiefe Spalten sehen und bizarre Eisformationen. An den Gipfeln blies ein so starker Wind, dass es das Flugzeug ständig herumriss. Selbst der Pilot musste sich am Armaturenbrett festhalten, mir wurde auch ganz heiß und schwindelig dabei, aber die Aussicht ist dort oben fantastisch. Wir landeten dann auf dem Gletscherfeld, dass die Schaukelei aufhörte war ich erst mal froh. Draußen war es komischer Weise genauso warm wie unten, es war still und hell, wunderbar. Der Start war dann wieder spektakulär, bis wir endlich wieder flogen. Ich durfte vorne sitzen und über den Franz Josef Glacier flogen wir wieder nach unten. Im Tal angekommen ist man immer noch etwas wackelig auf den Beinen, im Auto meine ich, jetzt müsste es gleich abheben. Es war ein toller Flug, der sich gelohnt hat.

Am Lake Mapourika gibt's dann erst mal was gutes zum essen, die Rottweiler schlagen ihr Zelt auch hier auf und überall hat es Sandflies.

Donnerstag 5. Dezember - 69. Tag

Achtung KeaDie Hälfte des NZ Aufenthaltes ist am Abend vorbei, wieder ein Grund zum feiern. Am Morgen fahren wir zum Franz Josef Gletscher und suchen schöne Steine. Am Parkplatz gibt es viele Keas, die auf den Autos rumhüpften, treffen wir die Ulmer und Rottweiler, mit denen wir auch den Ausflug zum Fox Gletscher unternahmen. Der Fox hat uns aber nicht so gut gefallen wie der Franz Josef. Auf dem Rückweg sahen wir ein Haufen Japse in alten Stiefeln, die wohl noch vom letzten Goldrausch stammen. In Ort Fox hielten wir uns noch kurz auf, es gab aber nicht besonderes dort zu sehen.

Wie liefen dann einmal um den Lake Mateson, in dem man die Berge als Spiegelbild sehen kann, wenn es windstill ist. War es aber heute nicht. Ein Stück weiter an der Straße war eine Picnic und Camping Area, wo wir uns nieder ließen. Es klarte Abends noch etwas auf, so dass man die Berge wieder sehen konnte.

Freitag 6. Dezember - 70. Tag

Als wir um 9 aufstanden strahlte die Sonne, obwohl es in der Früh noch regnete, also liefen wir noch einmal um den Lake Mateson, weil auch gerade ein Kiwi Expirience vorgefahren war. Mit dem View of the Views ist aber trotzdem nichts, es hat ein paar Wolken und Wind hat es auch. In Fox muss ich erst mal für längere Zeit aufs Klo, so dann kanns weiter gehen. Am Strassenrand steht ein Paar, wir halten und nehmen sie mit. Es sind POM´s die ein paar Jahre unterwegs sind, wir nehmen sie mit bis Haast. Es muss auch unbequem sein hinten zu sitzen, da wir ja den Sitz ausgebaut und umgelegt haben und dreckig wird dann auch alles.

Wir fahren dann über den Haast Pass, einmal hielten wir bei den Thunder Falls und einmal bei den Blue Pools, wobei wir dort über eine Hängebrücke mussten. Die Landschaft in Otago ist ganz anders und es gefällt uns dort auf Anhieb gut. In Wanaka suchten wir zuerst einen Campingplatz zum duschen, dann fuhr Thomas eine Schotterstrasse hinter, am Ende saßen wir im Sand fest und kamen erst nach langem hin und her wieder auf die Strasse. Dafür war der Reifen hinten links jetzt aufgeschlitzt und kaputt. Wir montierten den Ersatzreifen, der aber auch schon am Ende ist, also mussten wir neue Reifen kaufen, das kostet wieder. Einen Platz fanden wir auch nicht gleich, überall steht No Camping. Ist doch Sch…., aber Musik kommt wieder im Radio 40X-FM und Essig Chips.

Samstag 7. Dezember - 71. Tag

Nach einem guten Honigbrot mit Banane fahren wir zum größten Irrgarten der Welt nach Wanaka. Durch das Maze brauchten wir gar nicht so lange, es ist nicht sehr schwer. Manchmal stand man zwar vor einer Wand und wusste nicht weiter, aber das ist ja gerade das Gute daran. Wenn man es dann geschafft hat, kann man sich noch verschiedene Hologramme und andere optische Tricks ansehen. Im Puzzlezentrum hielten wir uns noch lange auf, das ein und andere Spiel wurde gelöst oder abgezeichnet, damit es zuhause nachbauen kann. Highway 89Wir trafen dort auch verschieden Bekannte, wie die Karlsruherin vom Abel T, die Kielerin vom Ketetahi und natürlich die Ulmer. Danach liefen wir noch etwas in Wanaka umher und trafen die Familie vom Takaka Hill. Er hatte sich eine neue Karte gekauft, die uns präsentierte und gab uns noch Tips wegen der Reifen. Wir fuhren dann über den Highway 89, der für Camper gesperrt ist, nach Queenstown. Das ist eine Schotterstrasse die an steilen Abgründen entlang führt und in Serpentinen endet.

An der Kawerau Bridge sahen wir bei 2 Bungy Sprüngen zu, wenn ich das so betrachte dann springe ich doch. Sieht super aus und es kribbelt schon. An der Gibson Rest Area, einem Vorgarten, kochten wir Gemüse (Mais, Erbsen, Spargel, Karotten und Champignons). Danach rasierten wir uns noch am Bach.

Sonntag 8. Dezember - 72. Tag

Morgens um 10 ist die Welt noch in Ordnung, oder so ähnlich. 5 Honigbrote für mich zum Frühstück, das reicht für mich. Es ist leider nicht mehr so gutes Wetter wie gestern, wir düsen nach Queenstown. Im Ersten Laden, bei Dannes, kann man Jet-Boat Trips und Rafting Touren buchen. Gleich neben an ist der Laden von A. J. Hackett, dem ultimativen Bungy Jumper. Wir sehen uns ein Video an, wie er vom Eifelturm aus der 2. Etage springt. Kurz entschlossen frage ich nach, wann man springen kann. Nach einem Anruf bei der Kawarau Bridge, sind wir schon dabei. Wir fahren sofort raus zur Brücke, ich bin etwas aufgeregt, rede mir aber immer wieder ein, dass alles OK ist und gut gehen wird. Es sind ja schon viele vor mir gesprungen.

Im Büro Vorort, werden wir noch gewogen, ich bekomme eine rote 68 auf die linke Hand gemalt, dann müssen wir noch unser "Todesurteil" unterschreiben und 89 $ ablappen. Thomas springt zuerst und ich fotografiere, nach kurzer Zeit steht er schon bereit und springt. Jetzt bin ich dran, ich gehe auf die Brücke und setze mich auf die Holzstufe. Vorm Bungy SprungEin Handtuch wird um die Füße gelegt und mit einem Band die Beine zusammen gebunden. An diesem Band wird nun das Bungy Seil befestigt, fertig. Ich stelle mich hin und muss nun zur Absprungposition hopsen, was ganz schön tricky ist, da man ja sich nirgends mehr festhalten kann. Es wird mir schon etwas schummrig dabei. Dann noch mal kurz winken, der Operator zählt laut: "5 - 4 - 3 - 2 - 1 - Bungy", ich reiße die Arme in die Luft und springe ab. Es geht abwärts, sehr schnell abwärts, ich beiße die Zähne zusammen und halte die Arme fest über dem Kopf, es will kein Laut aus meinem Mund, so angespannt bin ich. BungyDann tauche ich voll ins Wasser ein, so wie ich es wollte. Im selben Augenblick geht es wieder hoch, ich lasse den ersten Schrei von mir, die Anspannung ist gelöst, ich lebe. Dann beginne ich mich zu drehen und breite die Arme aus und schon geht es wieder runter und wieder breitet sich dieses abartige Gefühl in mir aus. Nachdem ich ausgependelt bin, fährt das Schlauchboot heran und ich greife nach der Stange, die mir hingehalten wird. Dann liege ich im Schlauchboot und bekomme die Fußfesseln wieder abgemacht. Jetzt erst merke ich, dass ich bis zu den Schenkeln patschnass bin und laufe auch schon nach oben. Wir holen unser Zertifikat und T-Shirt, geschafft, Wahnsinn wir sind gesprungen. Wir sehen noch eine Weile zu und fahren dann zurück in die Stadt.

Nach einer weile Shopseeing bekommen wir Hunger und kaufen uns Semmeln. Wir sehen uns die Bilder an, die von uns gemacht wurden und kaufen diese natürlich. Dann essen wir am See 3 scharfe Sandwiches. Es fängt an zu regnen, wir suchen uns einen Platz zum übernachten. Ich packe mein Puzzle aus, das ich gestern nicht mehr zusammen bekommen habe und knoble ewig rum, es funktioniert einfach nicht. Thomas werden die Sandflies langsam ungeheuerlich und er düst ab. Ich presse mit aller Kraft die letzten 2 Teile des Holzpuzzles rein, endlich geschafft, nun nicht mehr anrühren und verpacken. Wir fahren noch ein Stück weiter den Berg hoch, durch Schafweiden. An einem kleinen See machen wir halt, heute wird etwas schräg geschlafen, es gibt noch Bier und Vinegar Chips.

Montag 9. Dezember - 73. Tag

In der Nacht rutsche ich immer nach unten, unmöglich so zu schlafen. Am morgen blökt ein Schaf vor dem Auto und wir stehen auf. Nach einem Müsli fahren wir in die Stadt, wir sehen an einer Bank den günstigsten Tauschkurs seit wir hier sind und tauschen noch mal 500 Lappen. Danach geht's zum shoppen und der Triple Trip für Morgen wird auch noch gebucht. Zusammen 240 Dübel, viel zu viel, wie soll ich das je wieder sparen. Wir verschicken heute unsere belichteten Filme mit der Post nach Deutschland, mit 7,4 $ + 1 $ Verpackung, echt billig.

Blick auf QueenstownDanach sind wir noch den Weg zu Bob´s Peak rauf gefahren, von hier aus hat man einen schönen Blick auf Queenstown, die Remarkables und den See. Für jeden Sprang noch ein Softeis raus, das ist hier allgemein sehr billig, man bekommt riesige Portionen und schmeckt gut. An einem Parkplatz am See parken wir und nach einem Salami-Sandwich und einer Dose Thunfisch bin ich proppevoll. Die Sonne scheint jetzt herrlich, ja so kann man es aushalten. Ich zünde meine alten Kung Fu Galoschen aus Italien an. Brennen tun sie zwar nicht, nur glimmen und qualmen, das hört auch gar nicht mehr auf.

Dienstag 10. Dezember - 74. Tag

Super Sonne, bestes Wetter für den Triple Trip. Wir kaufen uns erst mal ne Coke, damit wir wieder was zu trinken haben. Etwas außerhalb gibt's einen Reifenhändler, er bietet uns zwei gebrauchte aber noch gute Reifen für 55 $ an. Man wird hier wirklich nicht übers Ohr gehauen, die Leute sind alle hilfsbereit und freundlich. Dann sonnen wir uns noch eine Stunde bevor es los geht.

Mit einem Kleinbus werden wir zum Shotover River gefahren. An einem Steg wartet schon der Shotover Jet, ein 400 PS Jetboot. Die Fahrt geht auch schon richtig mit Power los und wir fahren mit Ellbogenlänge an den Felsen in der Schlucht vorbei und ziehen die Köpfe dabei ein. An den Kiesbänken fahren wir so nah vorbei, dass man kein Wasser mehr sieht, das ganze in so einem Tempo, dass es einen die Tränen aus den Augen treibt. Ein paar mal lässt der Fahrer das Boot um 360 Grad drehen, einfach super, das ist ein Feeling. Das Boot gleitet auf dem Wasser und hat daher keinen Tiefgang, der Antrieb ist eine Kugel, die hinter dem Boot hängt und Wasser ansaugt und verdichtet wieder hinaus drückt. Eine hier erfundene Technik, der Jetantrieb, beschleunigt uns bis auf 70 km/h.

Das war ganz schön aufregend und wir werden hinterher wieder in die Stadt gefahren. Dort warten wir nur ein paar Minuten, bis wir zum Heli Pad gefahren werden, wo der Hubschrauber Trip auch schon beginnt. Ich bin ja noch nie mit einem Hubschrauber geflogen und das Gefühl beim Abheben ist schon toll. Wir fliegen in Schräglage durch den Canyon, immer wieder links dann wieder scharf rechts und landen auf einer Kiesbank. Der Bus mit der Ausrüstung kommt auch schon und wir bekommen unsere Wetsuits, Schwimmwesten und ein Paddel. Wir werden einem Boot zugeteilt und schon geht's los. Zunächst werden die Manöver erklärt und der Fluss ist noch recht ruhig. Es geht vorbei an alten und neuen Goldschürfstellen, denn einst war dies der goldreichste Fluss. Jetzt wird die Fahrt schon schwieriger, es fährt nur immer ein Boot durch das Raft, das es schon in sich hat. Volle Hämmer runter, dann in die Gegenwelle und unser Boot ist randvoll mit Wasser, das bei diesen Booten ausgeschöpft werden muss. Es folgen nur noch ein paar gute Rafts, der Höhepunkt ist der 50m lange Oxenbergtunnel. Alles geht auf Tauchstation, bis auf den Vordersten und den Steuermann. Wahnsinn, der Tunnel wurde von Goldgräbern in den Fels gehauen. Zum Schluß kommt noch ein langes und heftiges Raft mit abartigem Gefälle, dann ist dieser Trip auch vorbei.

Im Headquarter wird geduscht und es gibt Getränke und Hamburger. Wir fahren dann raus zu dem Parkplatz wo meine abgebrannten Schuhe stehen, relaxen und schreiben Buch und Postkarten.

Mittwoch 11. Dezember - 75. Tag

Die Milch war nicht mehr gut wir tranken sie trotzdem, die Sandflies sind heute dafür eine echte Plage. In Queenstown sehen wir uns erst mal die Bilder von der Jet-Boat Fahrt und dem Raften an. Ich kaufe je ein Bild, was aber ganz schön teuer ist. Beim Reifenhändler lassen wir uns vorne 2 gebrauchte 185 er aufziehen und fahren damit zum Corronet Peak Skifield hoch. Auch von hier oben hat man einen schönen Blick ins Tal. Am Shotover River schießen wir noch ein paar Bilder von den Jet-Booten. Die Aussies, die gestern mit uns im Boot waren, sind auch da.

In Arrowtown, eine alte Goldgräberstadt die für die Touristen aufgewertet wurde, latschen wir mal durch, es gibt aber nur Touri Krimskrams. Mit dem letzten Tropfen Sprit erreichen wir eine Tankstelle in Queenstown, holen dann die Bilder ab und kaufen neue Milch.
Auf einer Schotterpiste fahren wir dann 60 km über Glenorchy zum Paradies. Wir hatten vor heute Reis zu kochen und ein Glas Kan-Tong warm zu machen, aber das Gas war aus bevor das Wasser kochte. Also sind wir zurück nach Queenstown und haben uns mit Fish´n´Chips getröstet. Das verzehrten wir dann am See, während die Earnslaw vorbei dampfte.

Donnerstag 12. Dezember - 76. Tag

Es hat in der Nacht zwar geregnet, aber am Morgen war alles wieder wunderbar. Das Müsli schmeckte heute auch besser. In der Laundrette war heute waschen angesagt, unsere Maschine brauchte ewig und hinterher war die Wäsche erst nicht sauber, aber das kennen wir ja schon. Eine neue Gaskartusche haben wir auch gekauft und mit frischen Chips setzten wir uns an den Parkplatz am See. WaschtagAn einer Schnur, die vom Spiegel zu einer Bank gespannt wurde hängten wir die Sachen zum trocknen auf. Eine dünne Katze lief dort herum und wir fütterten sie mit Milch aus der Tube, wir aßen unsere Chips mit BBQ Sauce. Als die Wäsche trocken war sind wir zum Liquorland und haben uns mit DB Draught eingedeckt, noch billig getankt und tschüß Queenstown.

Auf dem Weg kamen wir an einem alten Dampfzug vorbei, der im Begriff war zu fahren, aber es nicht tat sondern nur dampfte. Das Wetter wurde schlechter und ein Übernachtungsplatz fand sich auch keiner. In Manapouri war es wieder gut und oberhalb des Sees konnten wir im Wald auch stehen bleiben. So jetzt wird aber gekocht, doch mir viel das Kan-Tong aus dem Topf, wieder nichts. Kurzum gab es dann Reis mit Chili-Beans, auch nicht schlecht. Dann wurde gelesen und geschrieben, es ist ja solange hell hier im Süden.

Freitag 13. Dezember - 77. Tag

In der Nacht wurde es bitter kalt, ich musste das T-Shirt und die Socken anziehen und kroch ganz in den Schlafsack rein. Lake ManapouriZum Frühstück scheint die Sonne wieder recht warm. Als wir um 10 Uhr beim Fjordland Travel Büro ankamen, buchten wir kurz entschlossen den Doubtful Sound Trip für heute 10.30 Uhr. Es kostete sogar nur 89,10 $ anstatt die 116 $, wie wir dachten. Also schnell los, was anderes anziehen und etwas Futter einpacken und schon waren wir auf dem Fjordland Flyer, einem Katamaran der mit 2 500 PS MAN Diesel über den Lake Manapouri schoß. Die Fahrt war schon recht gut, das Wetter super und wir genossen die Überfahrt.

Nach 45 Minuten erreichten wir das Ende des Westarmes und die Hydro Electric Power Station. Mit einem Bus fuhren wir 2 km im Berg abwärts, immer im Kreis, bis zur ebenfalls aus dem Granit ausgeschlagenen Maschinenhalle. Hierstehen 7 Generatoren die 5,8 MW Leistung bringen. Das war schon echt powermäßig gut.

Über den 670m hohen Wilmont Pass gings dann wieder runter bis auf 0m und wir standen am Doubtful Sound - The Sound of Silence. Mit der Friendship fuhren wir in den Hall Arm des Soundes. Da blies ein ganz schöner Wind, aber ist unbeschreiblich schön. Der Motor wurde dann abgestellt und man konnte die Stille hören, klingt blöd aber es war einfach still, nur der Wind und das Wasser machten Geräusche und dazu ein wahnsinns Panorama. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter, normalerweise regnet es hier an 300 Tagen im Jahr.

Mit Bus und Katamaran ging es dann wieder zurück nach Manapouri, wo wir uns erst mal ein Eis genehmigten, wieder eine Riesenportion für 1 $. Bei der Rubbish Dump blieben wir dann stehen, hier hatte es wenigstens keine Sandflies und auch schön dem Sonnenuntergang zusehen. Bis 22.30 Uhr ist locker noch hell.

Samstag 14. Dezember - 78. Tag

Über Te Anau, wo wir noch Coke kauften, fuhren wir auf dem Highway 94 zum Milford Sound. An ein paar Stellen hielten wir an um die Landschaft zu genießen und Fotos zu knipsen. 2 Busse mit Japsen machten das Gleiche, auf einer Brücke hätten wir beinahe einen davon überfahren.

Der 1,2 km lange Homer Tunnel ist ja der absolute Hammer. Erstens ist es stockfinster, so dass man nicht mal die Hand vor Augen sieht und unser Licht ist ja nicht das Beste, Zweitens komplett Schotter mit Schlaglöchern und regnen tuts auch noch. Dafür ist am Ende des Tunnels prima Wetter, was ja nicht selbstverständlich ist, bei 300 Regentagen, wegen dem starken Wind ist es auch Sandlies frei.

Milford SoundWir liefen zu den Bowen Falls und hatten von dort einen schönen Blick auf den 1700m hohen Mitre Peak, der höchste Berg, der direkt aus dem Meer aufsteigt. Auf dem Rückweg bogen wir auf die Strasse nach Hollyford ein und sahen uns die 305m tiefen Humboldt Falls an. Eine alte Swingbridge über den Hollyford sahen wir auch noch. Am Parkplatz zum Marian Lake blieben wir, aber mit kochen im freien ist nichts, alles wimmelt nur von Sandflies, dann wird halt gefastet und Bier getrunken, was anderes haben wir nicht.

Sonntag 15. Dezember - 79. Tag

Ein gutes Frühstück und dann gleich auf den Lake Marian Track. Der Weg führt über eine Hängebrücke und entlang eines Gebirgsbaches. Dann wird der Weg immer unüberschaubarer, er besteht jetzt aus Steinen und Wurzeln überwachsen von Farnen. Baumstämme liegen auch über den Weg und man immer die nächste Markierung suchen, sonst kommt man vom Weg ab. Nach ca. 1,15 Stunden haben wir es dann geschafft, ein herrlicher Gebirgssee liegt vor uns.

Thomas testet mal das Wasser und da wir alleine sind entledigen wir uns der Kleidung und springen ins doch etwas kühle Naß. Da wir kein Handtuch dabei haben, setzen wir uns einen Stein und überlassen das der Sonne. Der Rückweg gestaltet sich dann recht einfach.

Wir fahren wieder den Weg zurück auf den Highway, aber langsam und Sprit schonend, um mit dem Tankinhalt noch bis Te Anau zu kommen, was gelang. Dafür haben wir ein Loch in einem Reifen, schon wieder. Ein Stein steckt tief drin und das ausgerechnet noch in einem guten Reifen. Aber das Jammern hilft nix, das Ersatzrad muss drauf und ein Ersatz her.

Vom Burger Bus holen wir uns Fish and Chips, was sehr gut schmeckte, aber mein Sweatshirt ist jetzt mit Ketchup verkleckert. Im Motorcamp duschen wir noch und fahren danach wieder zur Rubbish Dump in Manapouri.

Montag 16. Dezember - 80. Tag

South CoastDie Nacht war kalt und ich konnte auch nicht gut schlafen. Es gibt nix zu essen, also fahren wir gleich los in Richtung Invercargill, entlang der Southern Scenic Route. Das Land wird flacher und es sind auch wieder Schafe zu sehen. An der Southcoast angekommen ist die See ganz ruhig und das Wetter super.

In Invercargill gehen wir als erstes ins Liquorland, Stoff kaufen, es gibt Steinlager und Speights. Einen Reifenhändler finden wir auch und kaufen zwei 185er für 110 $. Die Reifen sehen zwar nicht so gut aus wie die anderen zwei, aber was solls, uns werden die schon noch aushalten. Der Service ist hier auch nicht so gut wie in Queenstown, kein Auswuchten, kein Rost abbürsten von der Felge und die Muttern werden auch nicht nachgezogen.

Im Pack´n´Save kaufen wir für 85 Kiwi Dollar ein, lauter gute Sachen die es in den letzten Tagen nicht gab. Wir sehen uns dann noch die Geschäfte des Zentrums an und kaufen Beer T-Shirts und Filme. Mein Geldbeutel ist leer und ich muss auflappen bei einer Bank.

Bluff HillAm Bluff Hill Lookout, dem südlichsten Punkt in NZ, sehen wir ins flache Land, auf die Aluminium Smelter, die Foveaux Strait und Stewart Island. Es gibt jetzt wieder unsere guten Sandwiches, das erste Essen heute, mit Wurst, Tomaten, Zwiebeln, Chili, Garlic und Semmeln. Echt scharf das Zeug. In den Schlafsack kroch ich heute mit Jogginghose und Sweatshirt und konnte gut schlafen.

Dienstag 17. Dezember - 81. Tag

BriefkastenNach dem Müsli fuhren wir wieder in die Stadt. Wir tanken für 96,9 Ct/l, so wenig haben wir noch nie bezahlt. In Invercargill hängt schon die Weihnachtsdeko und es ist nicht so viel los, ein ungewohnter Anblick für uns. Wir fahren weiter, wieder mal eine Schotterstrecke, die sich Highway 92 nennt. Ganz kurios, ein Rinderschädel dient auf einer abgelegenen Ranch als Breifkasten.

Am Parkplatz der Cathedral Cove warten wir 2 Stunden auf low tide, 2 andere beladen ein ATV mit Stoff und Partyzeugs und düsen den Weg runter, wir laufen auch hinterher. Die Höhlen sind echt riesig, daher auch der Name. Plötzlich kommen große Wellen und ich werde natürlich naß gemacht und wir gehen wieder zurück.

Die Schotterstraße führt weiter an einem See und Wasserfall vorbei und dann raus zu Jacks Blowhole. Vorher kochen wir noch Spaghetti mit Tomatensoße, was sehr gut schmeckte aber zu wenig war. Am Strand vorm Blowhole stehen wir nun und warten bis die Flut kommt. Auf dem Weg zum Blowhole mussten wir über eine Rinderweide , wo ein Stier bedrohlich nahe kam, aber wir verdrückten uns schnell. Das Hole selber war sehr groß und 200 m im Land gelegen, darunter brechen die Wellen herein und ließen das Loch entstehen. An einem Inlet sitzen wir dann und sehen dem wunderschönen Sonnenuntergang zu.

Mittwoch 18. Dezember - 82. Tag

Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir noch ein Stück auf Schotter und dann wieder mal Teer nach Dunedin. Wir fanden auch gleich einen Parkplatz in der Stadtmitte, wo man länger parken kann. Die Stadt befindet sich voll im Weihnachtstrubel, es sind viele Menschen auf den Strassen, in den Geschäften erklingt Weihnachtsmusik, alles ist dekoriert und der Nikolaus läuft auch schon rum. Wir sehen uns einige Läden an und sitzen dann lange auf einer Bank im Oktagon. Es macht uns Spaß den Leuten zu zusehen. Den alten Bahnhof sehen wir uns auch noch an und den Abbruch eines alten Steinhauses. Die kratzen sogar den Dreck von den Ziegelsteinen und verpacken sie.

DunedinWir düsen auf den Cargill Lookout, der 676 m über der Stadt liegt. Von hier aus kann man schön über Stadt, Land und die dahinter liegende See blicken. Wir essen unsere guten Sandwiches und vertreiben uns die Zeit, sehen einem schönem Sonnenuntergang zu. Zum schlafen bleiben wir gleich hier, obwohl ein kalter Westwind weht.

Donnerstag 19. Dezember - 83. Tag

Weil die Milch aus ist, starte ich gleich in der Früh ein Experiment. Milch aus der Tube mit Wasser vermischen, sieht aus wie normale Milch, schmeckt wie gezuckertes Milchwasser. Im Notfall kann man damit sein Müsli machen, heut aber nicht. Ich fahre den bloody Hill runter und Thomas kauft erst mal Milch. An der Universität von Dunedin parken wir und essen erst mal was. Da wir schon mal in der Nähe eines Klo sind, benutzen wir das auch ausgiebig.

Wir schauen uns das Otago Museum an, hier ist wieder alles zu sehen, von den Maori über Rhino´s, Löwen, Kroko´s, Schlangen, Bären, kurz Tiere von überall her. Dann geht die Ausstellung weiter mit Schifffahrt, Ägypten, Japan, China, Griechenland, Rom, Insekten, Fische und Vögel. Abartig was in so einem Museum alles Platz findet. Wir laufen hinterher in die City und kaufen uns im Canterbury Shop wieder mal ein T-Shirt und im Sale eine Shorts. Im Warehouse stöbern wir auch alles durch, lauter Schrott den es hier zu kaufen gibt. Dann holen wir uns noch Karten im AA Office und fahren danach raus zum Taiaroa Head, die Halbinsel vor Dunedin. Hier leben die Royal Albatross, Pinguine und Seehunde. Wir sahen leider keine von diesen Tieren, da alles wieder Eintritt kostet und wir diesmal kein Geld ausgeben wollten. Dafür sahen wir an der Küste viele Möwen und Little Shag niesten. Ein Seehund lag auf einem Stein, das wars aber auch schon. Auf dem Rückweg fuhren wir bei Lanarchs Castle vorbei, aber dort kostets ja schon bevor man das Haus sieht und in den Park fahren will.

Wir kochen unser Süppchen hier, neben einer Schafweide, schmeckt gut. Zum pennen, fahren wir wieder auf den Berg. In der Stadt fängt es an zu regnen und auf dem Hill weht wieder ein kalter Wind. Thomas versucht sich als Friseur, er schneidet mir die Haare um die Ohren weg. Das macht er ganz gut und ist billig. Wir rechnen noch den Kurs zwischen US$ - NZ$ und DM - NZ$, dabei kommt raus, dass wir mit unseren US$ schlechter dran sind, wir verlieren mit jeder Mark die wir tauschen 5 Pf.

Freitag 20. Dezember - 84. Tag

Am Morgen hatte ich schon ziemlich viel Pech. Erst lies ich meine Banane fallen und dann rutschte mir das Messer vom Essbesteck aus der Hand, als ich das Endstück der Banane wegwerfen wollte. Ich sah zwar noch wo es ungefähr landete, aber das nützte nichts, das Gras war so hoch und dicht, außerdem gab es dort zu viele Löcher. Das Messer konnte trotz langer Suche nicht gefunden werden. Tschüß OFW 82 Bund Messer.

Moreaki BouldersZum einkaufen fuhren wir dann in die City, dort herrschte totaler Trubel. Also weiter raus zum Woolworth Supermarkt, dort war alles recht billig, wir zahlten aber dennoch 62 Lappen. Vollgetankt haben wir auch noch. In Palmerston (South) füllten wir die Wasserflaschenauf und bogen nach Moeraki ab und parkten das Auto um zu den Boulders zu laufen, aber es waren keine zu finden. Den Berg rauf, runter, rauf und nix zu sehen. Wieder zurück zum Auto, auf dem Highway und da war auch schon ein Schild, warum nicht gleich? Ein kleines Stück am Strand entlang und da lagen sie auch schon, die Moeraki Boulders. Ich hatte sie mir größer vorgestellt, na ja es geht wieder zurück nach Palmerston und in die Berge von Central Otago.

Bei einer Mars Pause verarschten wir ein paar Schafe, zum lachen. Die Berge sehen stark aus, so wellig und nur mit braunem Gras bewachsen. Es sieht aus wie in den USA, in den Städtchen wie Ranfurly und Alexandra ist alles grün und außerhalb alles kahl und felsig. Auf dem Berg in Alexandra ist eine riesengroße Uhr. In Clyde steht ein nagelneuer Staudamm, im Tal dahinter wird noch feste gearbeitet, sogar die Nacht durch, es stehen überall Scheinwerfer. Die Baustelle zieht sich auf 30 km hin, riesige LKW´s und Bagger düsen rum, Tunnel werden gebohrt und gegraben und Sprengungen sind auch zu hören. Alles arbeitet hier, bevor der Clutha River angestaut wird, vielleicht suchen sie noch nach Gold. In Cromwell wollten wir duschen, aber dort ist kacke in den Campingplatz zu kommen. Wir düsen weiter und fahren einen Seitenweg ab, am Ende führt ein Bach vorbei, hier kann man sich gut waschen. Wir steigen rein ins kühle Naß und duschen uns, herrlich. Das Essen wird auch hier vorbereitet, aber wegen Sandflies Alarm wird abgebrochen und weiter gefahren. Die Viecher sind hier wieder überall, wir stehen jetzt woanders und essen im Auto, das geht auch. Es ist auch sehr lange sehr warm. Dieses warme Klima von Central Otago sind wir nicht gewohnt. Wir hören im Radio den Sender aus Queenstown und 4XO-FM aus Dunedin.

Samstag 21. Dezember - 85. Tag

Lindis PassDas war eine Nacht, in der Hitze, beim Frühstück stören einen die Sandflies schon, aber nur wenn der starke Wind nachlässt. Ansonsten bläßt es einem das Müsli aus dem Teller, aber die Sonne scheint. Wir fahren durch die Steppe Otagos, Berge die vollkommen mit braunem Gras bewachsen sind und schön die Landschaft gestalten. Am Lindis Pass sieht es besonders schön aus, gefällt mir. Vor Twizel erreichen wir die Grenze zwischen  Otago und dem Mc Kennzie Country, bei einem grün schimmernden Stausee. Der sieht vielleicht gut aus, von den Bergen sieht man aber große schwarze Wolken kommen.

Entlang des Lake Pukaki, der genauso grün und milchig aussieht, fahren wir bei enormen Gegenwind nach Mt. Cook. Dort regnet es leider schon, wir sehen uns das Park HQ an und einen Souvenir Shop. Im Shelter, eine Halle für Backpacker, rasieren wir uns und essen auch bis das Brot alle war. Ich fuhr schnell eins kaufen, damit man den zerlaufenen Käse noch essen kann. Dann fuhren wir wieder nach Twizel zurück, wo das Wetter wieder besser war. An einer Rest Area im Grünen bleiben wir. Ich lasse mich wieder von den Sandflies ärgern und schreibe diese Zeilen, während Thomas schon im Auto sitzt. Am Abend kann man auch den Mt. Cook von hier aus sehen.

Sonntag 22. Dezember - 86. Tag

Es ist 4. Advent und hat eine wahnsinnige Hitze im Auto. Heute machen wir einen Sonntagsausflug ins Mc Kenzie Country. In Twizel tanken wir noch auf, dann geht's das Waitaki Valley runter. In Benmore, im Mc Kenzie Hydro Park, halten wir am Observation Point über der größten DC Transmission Station der Welt, einem der größten Erddämme und der Benmore Power Station. Und wieder hat das Wasser diese grüne Farbe, fantastisch. Wir sehen uns das Visitors Center an und nach einem Telefonanruf dürfen wir auch in den Kontrollraum und die Generatorenhalle. Alles sehr interessant, 95% der Energie von NZ wird aus Wasser gewonnen und hier in 4 230t schwere Trafos von AC in DC gewandelt und in 2 Kabeln mit je 1200A und 250V über die Cook Strait auf die Nordinsel geleitet.

An den Seen unterhalb des Dammes machen die Kiwis ihren Sommerurlaub, es ist ein kleines Paradies hier. Wir fahren weiter und in Kurow über den Waitaki nach Canterbury und verlassen vorerst das Mc Kenzie Country. Dort ist auch alles wieder viel grüner. Wir erreichen das Meer und sind auch bald in Timaru. In der Stadt ist nicht viel los, am Strand und Hafen dafür umso mehr. Wir sehen uns etwas um, aber baden und am Strand liegen wollen wir nicht, obwohl es hier schöne 28 Grad hat und das Wetter ist super ist.

Lake TekapoWir fahren wieder in die Berge, hier wird Gras angebaut, wie in Amerika, es bläßt wieder ein ordentlicher Gegenwind. Hinter dem Burkes Pass, wachsen links und rechts am Straßenrand überall Mountain Lupins in allen erdenklichen Farben, ein sehr schönes Bild. Wir erreichen Lake Tekapo und die Steinkirche "God the Shepherd". Ein Denkmal zeigt einen Collie der hier wohl seine Dienste beim schafehüten leistet. Auf dem Rückweg zum Auto, finde ich eine Sonnenbrille, jetzt habe ich endlich auch eine. Es ist eine Vuarnet Brille, wohl etwas teureres und gutes. Auf der Strasse kommen uns die Rottweiler entgegen, wir bremsen, drehen um und unterhalten uns über die letzten Tage.

Am Lake Pukaki, essen wir im Panorama des Mt. Cook und starkem Wind, das es uns gleich die Wurst vom Brot zieht. Wir stehen jetzt bei Peters Lookout und schreiben diese Zeilen. Das war ein 400 km Ausflug von den Alpen über Seen und Flüsse zum Meer und zurück, sehr schön.

Montag 23. Dezember - 87. Tag

Wegen Milchmangel gibt's nur eine Banane zum Frühstück und wir düsen auch gleich hinter zum Mt. Cook. Heute ist kein Wölkchen am Himmel, ein Bauer hupt und winkt uns freundlich zu, eine Schafherde hält uns auch noch etwas auf, aber wir sind am Startpunkt unserer heutigen Wanderung zum Mt. Cook.

Mt. 
CookDie Trekking Boots sind bald geschnürt, Sonnenbrille und hut aufgesetzt und los geht's auf dem Hooker Valley Track. Über zwei Hängebrücken gehen wir rein ins Tal, der Weg führt durch stachelige Büsche und später über Geröll. Rauf und wieder runter, über Bäche, Gerölllawinen, wovor auch gewarnt wird, immer näher zum höchsten Berg. Jetzt bläßt auch ein abartiger Wind, wir ziehen unsere Jacken an und nehmen den Hut ab. Hinter der Hooker Hut, hat man einen schönen Ausblick auf den Mt. Cook und das Gletschertal mit Eis und Seen vor der Endmoräne. Ich verlor irgendwo mein Hutband, aber suchen ist zwecklos bei dem Wind. Auf dem Rückweg, werden die Füße schwer, aber wir haben es bald geschafft.

In der Shelter duschen wir uns erst mal, das tut gut. Dann kochen wir eine Portion Reis und machen dazu ein Glas Kan-Tong warm. Das Zeugs ist abartig, der erste Teller schmeckt noch ganz gut, aber bei dem nächsten wird's schon übler, aber wir lieben es irgendwie. Wir können mit warmen Wasser unsere Sachen abspülen und füllen die Wasserflaschen wieder auf, kaufen noch Milch damit es morgen wieder ein Frühstück gibt.

Dann fahren wir die üble Schotterstrecke zum Tasman Gletscher, mit 29 km der längsten Gletscher der Welt, außerhalb des Himalaya. Strasse kann man das schon gar nicht mehr nennen, worauf wir fahren, es liegt lauter Geröll auf der Piste. Unser Weiterkommen wir dann auch durch eine Gesteinslawine gestoppt, wir laufen noch ein Stück zu Fuß weiter, aber es ist nicht viel zu sehen. Wir drehen um und rollen langsam zurück. Auf dem Lookout von gestern sehen wir das super Panorama an, füllen Motoröl nach und schreiben.

Dienstag 24. Dezember - 88. Tag

So so, heute soll also Weihnachten sein, das wollen wir doch mal sehen. Auf der Fahrt nach Christchurch hören wir auf jeden Fall nur Weihnachtslieder im Radio und was für schreckliche. Vor CHCH steht ein Container, voll mit Stoff an der Straße. Wir kaufen dort gleich 1 Dutzend DB, weils so billig ist. Im Supermarkt kaufen wir noch das nötigste ein, aber es ist teuer hier, so müssen wir noch einen anderen Supermarkt suchen. Im Liquorland erstehen wir eine 1,125l Flasche Ambassador Vodka und tanken an einer kleinen Tankstelle noch auf. Der Tankwart ist wirklich ein netter Bursche, er wünscht uns frohe Weihnachten und kommt sogar noch raus um uns die Hand zu geben. In der nähe von der Stadtmitte, finden wir noch einen Supermarkt, wo wir das restliche Zeug kaufen können. Hier kostet der Cadbury nur 2,64$, da müssen wir gleich zugreifen. Für die Brille gibt's auch noch ein Band, dann düsen wir ins Zentrum. Der volle Trubel ist dort, wir laufen rum und sehen uns alles an. Unser Weihnachtessen besteht aus blue cod, die wirklich sehr gut sind mit chips. Das ganze essen wir mit Blick auf eine Hochzeitsparty am Ufer des Avon River.

Wir suchen uns dann einen Parkplatz in einer ruhigen Strasse, von dort aus stürzen wir uns wieder in die Menschenmenge. Es ist der Hammer was am Hl. Abend hier los ist. Die Geschäfte haben auf bis 20 Uhr und die Bars und Cafes sind voll. Wir gehen mit unserem Vodka und 4l O-Saft zum Victoria Park, dort findet wohl demnächst eine Open Air Veranstaltung statt.
Ich besorge uns 2 Eis und dann können wir uns auch schon die Kanne geben. Wir stoßen an, auf Weihnachten und weil heute auch Bergfest ist. Um 21 Uhr geht's dann auch los, die Wiese ist total voll, alle haben kleine Kerzen und singen mit dem Chor und Kapelle Weihnachtslieder. Nicht schlecht, das gefällt mir, das ist mal was ganz anderes, als immer daheim. Das Fernsehen überträgt die ganze Veranstaltung. Als das ganze aus war, wird es auch sofort leer im Park, wir bleiben aber noch und trinken noch ein paar Becher Vodka-Orange.

Als wir dann so langsam weiterziehen treffen wir einen Dänen und Neuseeländer von Stuart Island, sie haben Weiswein dabei und laden uns dazu ein. Später gehen wir dann in einen Irish Pub, dort spielt die Black Velvet Band Irsih Folk und macht richtig gute Stimmung. Wir trinken 4 Bier und amüsieren uns bei der Musik. Nach dem Pub gehen wir wieder auf die Strasse und ratschen mit allen möglichen Leuten, man kommt heute auch sofort mit jedem ins Gespräch. Unter einer Brücke am Avon spielt einer Saxophon und wir hören lange zu. Dann stehen wir vor der Kirche und labern mit einem Kiwi, der ein Skinhead sein will, so sagt er jedenfalls. Wir sahen ihn vor ein paar Stunden auf dem Platz als er irgendwie rumgeschrien hat. Man kann sich aber jetzt gut mit ihm unterhalten, bis ein anderer Typ dazu kommt, der wirklich nicht ganz dicht ist. Ich laberte ewig mit ihm und versuche ihn davon zu überzeugen, dass er vor den Russen und der Atombombe keine Angst mehr haben muss. Der denkt, dass ihm gleich eine Bombe auf den Kopf fällt, so ein Depp.

Als es hell wurde, gehen wir langsam zum Auto zurück und stellen fest, dass wir die Nacht durchgemacht haben und nicht mehr ganz nüchtern sind. Wir suchen aber noch eine Telefonzelle, wobei ich Thomas verlor. Ich suchte dann auch ihn, aber fand nur eine Telefonzelle. Also telefonierte ich heim nach Deutschland, bekam aber keine freie Leitung. Am Auto angelangt war Thomas auch nicht da, er hatte auch den Schlüssel und so konnte ich nicht hinein. Ich versuchte es mit dem Drahtbügel, den wir noch vom ersten Aufbruch beim Reserverad versteckt hatten, das Auto aufzubrechen. Ich schaffte es aber nicht, als ein Radfahrer vorbei kam und mich sah, fragte er ob ich Hilfe brauche und so brach er für mich das Auto auf. Ich kroch rein und war auch sofort weg.

Mittwoch 25. Dezember - 89. Tag

Thomas kam auch irgendwann und schlief gleich ein. Um 14 Uhr stand ich mal auf, mir war total übel, zum kotzen übel. Ich setzte mich ins Gras auf einer Bank, dann wieder im Auto. Um 15 Uhr kotzte ich mal ab und suchte ein Klo zum kacken. Da wir wohl in der Nähe des Krankenhauses waren, ging ich dort rein und irrte umher. Im Aufzug wurde mir noch schlechter aber fand dann zum Glück ein Klo. Zurück am Auto aß ich erst mal nur trockenes Brot, mir wird schon wieder übel. Thomas wacht auch mal auf und wir laufen zusammen zum Krankenhaus, essen danach eine Banane und fahren in die Stadt.

Uns wird noch schlechter und wir schlendern durch die leere Stadt. Ich muss schon wieder kacken. Wir fahren in einen Park und essen erst mal ein paar Sandwiches. Jetzt geht es und langsam besser, wurde auch Zeit. Wir geben den Enten und Möwen auch noch was scharfes von unseren Sandwiches ab, worauf sie jede Menge Wasser trinken.
Dann versuchen wir nochmals nach Hause zu telefonieren, aber ist sehr schwer eine freie Leitung nach Übersee zu bekommen. Nach etlichen Versuchen gelang es mir und meine Schwester war am anderen Ende. Es ist alles OK, es schneit und ist kalt, das Paket ist angekommen und die Filme entwickelt.
Wir pennen auf einem Parkplatz vor den Sportplätzen.

Donnerstag 26. Dezember - 90. Tag

Zum Müsli gibt's heute Milch mit Bananengeschmack. Das sieht aus, total gelb. Wir sehen uns dann das Canterbury Museum an, hier kann man auch wieder alles sehen, von der Besiedlung NZ über eine Mumie, Tierskelette, Antarktis Expeditionen, Steine und Tiere. Es ist aber sehr interessant und wieder kostenlos. Wir laufen im Botanischen Garten umher wo es auch sehr schön ist. In der Stadt machen wir noch ein paar Fotos, sind aber zu müde noch weiter zu laufen.

Da finden wir inmitten von Hochhäusern ein Freibad und springen ins kühle Naß und sonnen uns. Beim Botanischen Garten wird dann wieder gefuttert, genau wie gestern. Heute haben wir auch einen größeren Appetit. Aber das Brot ist schon leicht angeschimmelt und so verfüttern wir das an die Enten, die gleich haufenweise um uns schnattern. Im Radio kommt Thunderstruck von AC/DC zum 3. mal seit wir unterwegs sind. Wir versuchen nochmals bei Thomas Eltern anzurufen, es ist aber niemand zuhause. Wir fahren wieder auf den Parkplatz bei den Sportanlagen, es ist total warm, ich kann nicht schlafen. Die ganze Nacht herrscht dicke Luft.

Freitag 27. Dezember - 91. Tag

Um 9 Uhr steht Thomas schon auf, weil lauter Autos neben uns hin fahren. Auf dem Parkplatz vorm Superliquor putzen wir nur die Zähne, weil die Bananenmilch ungenießbar ist. Im Big Fresh kaufen wir schnell was ein und fahren in die City, telefonieren. Diesmal klappt es auch mit der Verbindung. Bei Echo Records kaufen wir wieder mal CD´s ein, total billig, aber der Tagesschnitt ist natürlich im Arsch. Wir tanken und fahren weg, etwas weiter draußen gibt's dann Müsli um 12 Uhr. Ich bin schon wieder am Ende diese schwüle Hitze.

Es geht raus aufs Land, den Arthurs Pass sind wir schnell oben, es ist aber nichts geboten hier. Also runter nach Westland, dort schifft es. Wir fahren eine Schotterpiste im Regen. An einer großen Pfütze waschen wir mal unser Auto, es sieht doch gleich wieder viel besser aus.

Den Lewis Pass geht es wieder hoch und wieder runter, an einer Rest Area halten wir zum futtern. Alles voller Sandflies, wir müssen im Auto essen und fahren dann ein Stück weiter, vielleicht sind es woanders weniger. Was sich dann auch so herausstellt, aber selbst ein paar können einem die frische Luft verderben. Ich packe die flüssige Cocos Schokolade aus und die Viecher sind schon wieder da, wir fahren noch weiter.

Samstag 28. Dezember - 92. Tag

Ich war die ganze Nacht nicht im Schlafsack, weil es so heiß ist. In der Früh bin ich total am Ende. Die Milch ist auch schlecht, es ist dazu noch bewölkt und regnet leicht, aber uns ist es immer noch zu warm. Wir essen eine Banane auf der Fahrt. In Kaikoura zerlegen wir das Armaturenbrett um den Radio auszubauen, er funktioniert nicht mehr. Ich sehe mir die Sache an und suche den Fehler. 2 Zahnräder sind verklebt, sie werden gereinigt und mit Motoröl wieder gängig gemacht, schon geht's wieder. C93FM aus CHCH kommt rein und später Windy FM aus Wellington.

Wir duschen auf dem Motorcamp in Kaikoura, ein Mann sagt, dass jeder 2. aus Germany ist. Ich erwiedere: "Ja die sind jetzt alle hier". Darauf meint er, dass es eine gute Chance für die Russen wäre in Deutschland einzumarschieren. Die haben alle Angst vor den Russen, dabei sind die am Ende.

Auf der Weiterfahrt schifft es total, ich esse die weiche Schokolade. Die Landschaft um Blenheim sieht wieder gut aus. Lauter grasbraune Hügel, die so dahin rollen, wie in Otago. Wir kaufen im Supermarkt total billig ein, Cola für 1$ und ETA Chips für 1,50$. Sonst hat aber alles hier zu. Wir fahren durch die Straßen und tanken noch auf. Vor Picton steuern wir eine Rest Area an, hier ist das erste mal Camping verboten. Wir futtern und schreiben unser Tagebuch aber trotzdem hier. Dann muss ich unbedingt kacken, also ab nach Picton. Dort ist relativ viel los, wir laufen am Uferpark umher und gehen ins Ferry Terminal, wo gerade eine Fähre ankommt. Neben einem Schrotthändler finden wir eine Platz zum pennen.

Sonntag 29. Dezember - 93. Tag

Die Nacht war auch wieder warm, aber etwas besser als die davor. Nach dem Müsli wollten wir noch Wasser holen. Wir mussten aber warten bis eine Familie nacheinander auf dem Klo waren.

Wir stellen uns dann am Fähranleger in die Warteschlange. Auf dem Traindeck bekamen wir unseren Platz zugewiesen, heute fährt kein Train mit. Dann suchen wir uns einen Sitzplatz und pünktlich um 12 Uhr geht die Fahrt los. Obwohl das Wetter schlechter war als vor 5 Wochen, war die Überfahrt nicht so schlimm. Um 15 Uhr rollen wir von der Fähre und sind wieder in Wellington.

Vor dem Wakefield Market parken wir und gehen durch den Markt, kaufen uns auch gleich was zu futtern. In der City war nichts los, so suchen wir noch ein Liquorland für morgen.
Dann düsen wir wieder auf den Berg hoch, Wahnsinn wie steil der ist und dass wir diesen Weg überhaupt gefunden haben. Es ist hier auch wieder kühler, so gibt's kaltes Bier und schlafen kann man auch besser.

Montag 30. Dezember - 94. Tag

Es regnet, ich warte bis es aufhört, dann schnell raus zum bieseln und umbauen. Müsli gibt's im Cockpit und die Zähne werden im hocken neben der Türe geputzt, damit man nicht so naß wird.

Wir verlassen unseren Berg und fahren in die Stadt. Es gibt viele freie Parkplätze, man merkt, dass jetzt Urlaubszeit ist. Bis wir im Zentrum sind, sind wir praktisch naß. Thomas kauft sich eine Sonnenbrille und ich 3 CD´s für 50$. Im Hutladen gibt's den Stoff nicht mehr, den ich hatte, da muss ich halt einen anderen nehmen. Der Typ versucht das in einer Stunde hinzukriegen. Alles ist in der Stadt auch total billig zu kriegen, nach den Feiertagen gibt's überall Prozente. Das Goethe Institut hat leider zu, wir tauschen hoffentlich zum letzten mal Checks für einen super Kurs.
Dann hole ich meinen Hut wieder ab, aber ich muss wohl das Hutband selber noch mal fester und enger nähen. Wir halten noch beim Liquorland und holen neuen Stoff. Dann kaufen wir noch in 2 Supermärkten ein, um alles zu bekommen, witzig ist ja, für 1,95$ kann man eine Tüte mit Buns vollmachen. Wir stopfen 22 rein, der Hammer, danach waren keine mehr da.

Auf dem Highway 1 fahren wir nach Norden, die Strecke sind wir ja schon 2 mal gefahren und es regnet ab und zu. Mit den üblichen 80 km/h fahren wir, um Sprit zu sparen und alle anderen brezeln volle Hämmer an uns vorbei auch LKW´s. An einer Rest Area halten wir und packen unsere Sandwich Zutaten aus. Die Semmeln sind so klein gedrückt, das nichts darauf liegen bleibt. Wir schreiben hier unser Buch und sehen die gekauften CD´s an, jetzt müssen wir noch 3 Monate warten bis wir sie hören können.

Windy FM hat uns schon lange verlassen, wir hören mal 2XX aus Levin und jetzt 2ZB aus Wellington, ist ja der Hammer, dass man den Sender soweit hören kann. Um 1:30 Uhr fährt ein Auto vor uns, es steigt jemand aus und leuchtet mit Taschenlampen herum, wer kann das sein? Nach einer Weile klopft es am Fenster: "It´s the Policeman". Ich mache auf, sie sehen dass wir hier schlafen und fragen ob alles OK ist. Dann verabschieden sie sich wieder. Auch nicht schlecht, dass man sich so um uns kümmert.

Dienstag 31. Dezember - 95. Tag

Wir essen unser Müsli im stehen, weil es leicht regnet und die Bank total versüfft ist. Dann fahren wir in Richtung Taranaki und es regnet immer wieder mal. Dort angekommen, sieht man nur Wolken, den Berg sehen wir wohl nie. In Stratford latschen wir die Strasse rauf und runter, zum glück ist immer alles überdacht. Wir tanken noch und düsen weiter, dann halt nicht.

Alles GrünDie Straße führt durch die Pampa, den Sender beamts auch noch raus, es geht durch Täler über Berge und Regenwald. Dann kommt noch Schotter, es fängt volle Hämmer an zu schiffen. Ab und zu kommt Gegenverkehr, die fahren auch nur volle Hämmer und gehen nicht aus dem Weg. Ich erwische schon wieder einen Vogel und ein Schaf wird gejagt. Vom Teer jagt mich Thomas wieder auf Schotter und es schüttet immer mehr, dann kommt endlich wieder Teer und wir halten zum Abendessen. An Aussteigen ist aber nicht zu denken und nach der Stärkung fahren wir weiter. Vor einer One Lane Bridge werden wir im Regen überholt, nur volle Hämmer.

Vor Rotorua konnte man es schon wieder riechen - Der Gestank nach Schwefel. Wir fahren erst mal rum und sehen was los ist. Am See ist ein Rummel aufgebaut und eine Bühne zu der alles hinrennt. Wir stellen uns auch an den See, es regnet noch und so bleiben wir noch sitzen und hören BOP-FM aus Tauranga, wie das letzte mal. Als es aufhört zu regnen, stellen wir unseren Stoff kühl und sehen uns den Rummel mal an. Auf der Bühne fängt gerade die Band an Rock n Roll Lieder zu spielen, zwar recht laut aber nicht so gut. Die Budenbesitzer versuchten uns überall anzulocken, aber zwecklos, das Wetter vermiest die Stimmung. Es ist auch alles ziemlich primitiv hier, dann sehen wir noch einen Typen der seinen Stoff der Polizei übergeben musste.

Wir verzogen uns zum See, tranken das erste Bier und stellten dort unseren Stoff zu kühlen in den See rein. Es dauerte nicht lange, da kamen 2 Polizisten und wollten unseren Stoff sehen. Thomas konnte gerade noch alles unter dem Sitzbezug verstecken. Der eine rastete gleich aus und drohte mit Arest, daraufhin zeigte ich ihm unsere Lager unter der Rücksitzbank, wo auch alle anderen Lebensmittel waren. Wir mussten die offene Dose ausschütten und durften hier keinen Alk mehr trinken. Das war nämlich heute in ganz Neuseeland in der Öffentlichkeit verboten.
Wir düsten ab und fuhren zu unserem Parkplatz und leerten dort noch ein paar Dosen. Um 24 Uhr gabs kein Feuerwerk, wir machten unseren Sekt auf und feierten zu zweit.

Mittwoch 1. Januar 1992 - 96. Tag

Wir schliefen bis 12 Uhr, jetzt ist in Deutschland auch Neujahr. Frühstück gabs im Auto, weil es draußen noch regnet. In Whakarewarewa gingen wir beide erst mal zum kacken, das kennen wir ja schon. In Rotorua ist nicht viel los heute, wir fahren die Schotterstrasse raus zum Seem wo wir auch sonst standen und sahen uns hinterher noch einen Park in der Stadt an. Es ist aber irgendwie Tote Hose und das Wetter spielt auch nicht mit, so entschieden wir uns in die Polinesian Pools zu gehen.

Dort relaxten wir 3 Stunden im heißen Wasser und duschten uns hinterher schön ab. Im Aotea Souvenir Shop kaufte ich mir noch ein Bone Carving, das ab jetzt meine Tiki (Glücksbringer) sein soll. Es ist eines dieser typischen Hooks, aber sehr schön gearbeitet und aus Walfischknochen anstatt des sonst üblichen Rinderknochens. Im Park aßen wir unsere Sandwiches und fuhren noch mal zum See raus. Abends ging es dann natürlich wieder auf den Parkplatz zum pennen.

Donnerstag 2. Januar - 97. Tag

Die Milch war sauer und in Rotorua alles zu. Kein Pak´n´Save, aber das Liquorland ist auf. Also haben wir dort ein Dutzend DB Draught mitgenommen und sind ab nach Te Puke. Die Sonne scheint übrigens wieder, total gut, gleich die Brille aufsetzen.

Im Kiwi Fruit Country in Te Puke sehen wir uns das ganze rund um die grüne Frucht an, sparten aber die 7 Dollar für die Führung. Aus Kiwi wird ja alles mögliche hergestellt, als Seife, Gutzle, Tee, Wein und Likör. In Tauranga ist auch nix los, außer im DEKA, der hat auf, dort kaufen wir uns 3 Cadbury Riegel für 1,75 $, einen davon schmissen wir gleich weg, das sah aus wie Baumontageschaum. Dann fanden wir noch einen Pak`n´Save der offen hat und saven 16,40 $.
Sandwiches gab es dann in Waihi Beach am Strand. Ein Stück weiter nach Waihi stehen wir hinter einem Kieshaufen abseits der Straße. Die Bluebird BBQ-Chips kann man vergessen, da schmeckt das DB schon besser.

Freitag 3. Januar - 98. Tag

Ein Anchor Milk LKW stellt seinen Anhänger hinter uns ab und holt ihn später, als wir aufstehen, wieder ab. In Waihi, eine richtige Schotterstadt, laufen wir umher. Hier gibt es in jedem Laden Schotter und Schmarrn. In Whangamata ist der volle Urlaubstrubel los, wir laufen auch dort rum, um die Zeit zu vertreiben. Thomas fällt mit seinem Charles und Lady Di T-Shirt voll auf. Am Strand vertreiben wir uns noch ein paar Stunden mit nixtun. In Tairua liegen wir schon wieder im Gras und klettern hinterher noch auf einen Berg. Die Aussicht von hier oben ist schön und entlohnt den Aufstieg.

Das Auto fahren wir dann auf eine Wiese und halten an einer Bank, dort packen wir unser Brotzeit aus und machen uns die tägliche Ration Sandwiche. Etwas weiter finden wir dann einen Platz umzingelt von Büschen, genau richtig. Die Sonne schien heute auch den ganzen Tag, wunderbar.

Samstag 4. Januar - 99. Tag

Die Sonne brennt schon wieder volle Hämmer. Erst mal was essen, damit man einen klaren Kopf bekommt. Ich bin heute wieder der Fahrer, wir fahren zum Hot Water Beach. Dort ist es auch so heiß, nicht nur die Sonne, sondern auch direkt am Strand befindet sich eine Heißwasser Quelle. Man braucht nur ein wenig im Sand zu buddeln und schon füllt sich die Kuhle mit 60 Grad heißem Wasser. Manche graben mit Spaten und Schaufel und lassen kaltes Meerwasser dazu laufen und setzen sich dann rein. Wir legen uns ganz normal an den Strand, nach einer Weile ziehen aber Wolken auf und es wird gleich kühl. An den heißen Quellen ist jetzt die Hölle los und die Kiwis laufen sogar hier noch in ihren Gummistiefeln rum. Wir packen zusammen und essen im Auto noch den guten Cadburry, ein Mann fragt uns, was das "Semmeltüte" auf dem Auto bedeutet.

Cathedral CoveWir fahren nach Heihei, dort kommen uns 2 Mercedes Camper mit deutschen Nummern entgegen. Ältere Leute sitzen drin, die waren schon in Alaska, Kanada und USA. Wir laufen zur Cathedral Cove, einem frei stehendem Felsen, den man durch eine Höhle erreichen kann. Die Bucht ist weit bekannt und hat einen traumhaften Strand mit traumhaft blühenden Pohukutawa Bäume. Natürlich sitzen wir hier nicht alleine am Strand und lassen die Sonne auf uns wirken.

In Cooks Beach sehen wir uns die Fähre an, aber wir fahren ja gleich selber mit dem Auto rüber nach Whitianga. Dort kaufen wir noch Tomaten und essen Sandwiches. Überall gibt es Fish und Chips, das riecht total verlockend, aber wir müssen sparen. Die anderen Läden habe alle schon zu und so fahren wir weiter und die Straße wird bald "herbal", nur noch Schotter. Da finden wir auch einen schönen Platz am Berg mit Aussicht und bleiben dort.

Sonntag 5. Januar - 100. Tag

Die Sonne brezelt wieder runter, wir essen erst mal was, was sollten wir auch sonst tun. Dann fahren wir die Schotterstrecke weiter nach Coromandel. Es ist nicht viel los und wir essen ein Eis, da heulen die Sirenen auf. Es klingt wie Luftalarm, vielleicht kommen jetzt die Russen. Dann düsen ein paar Autos vorbei, aber mehr ist nicht auszumachen.

In Te Puru duschen und rasieren wir uns auf dem Motorcamp. In Thames hat wenigstens der Pack´n´Save auf, da gehen wir doch gleich mal rein. Kaufen tun wir nicht viel, es wird ja gesparrt. Über den Highway 2+1 geht's nach Auckland zurück. Beim Intl. Airport versuchen wir rauszukriegen wann die Mädels morgen landen. 8 Uhr, mehr konnten wir auch nicht erfahren.

Auf einer Rest Area vor dem Flughafen kochen wir Nudeln mit Tomatensoße. Fast daneben ist auch ein guter Platz, wir fahren aber erst später dorthin, weil es Mosquitos gibt. Der Abend wird deswegen zur Hölle, meine Beine sind ganz verstochen. Die Fenster sind zu, damit keine neuen Viecher reinkommen und es wird jetzt stickig und heiß, kurzum eine verdammt schlechte Nacht.

Montag 6. Januar - 101. Tag

Um 7:15 Uhr ! stehen wir auf, essen und putzen die Zähne auf der Rest Area. Wir bauen das Auto so um, dass hinten die 3 Mädels sitzen können und laufen zum Flughafen. Wir sehen noch die United Maschine landen, ob sie das wohl schon ist? Wir warten, sehen uns ständig um, aber nix zu sehen. Dann fällt auch noch der Strom aus, es ist alles dunkel und es dauert sehr lange, bis es wieder hell wird. Der Flughafen macht mich ganz nervös, von hier aus müssen auch wir wieder in die Heimat fliegen. Mit der letzten UA Maschine kommen sie auch nicht.

Enttäuscht fahren wir nach Auckland und suchen einen guten Parkplatz, den wir auch finden. Dann schreiben wir im Visitors Center einen Zettel am schwarzen Brett, hoffentlich hilft das. Wir sehen uns verschiedene Geschäfte an, aber aus dem Kaufrausch sind wir raus. Wir schauen nur wo wir zum Schluß noch billig einkaufen können. Im CPO erkundigen wir uns noch nach Post, aber auch hier ist nix.

Wir liegen dann den ganzen Nachmittag am Aotea Square, essen mal Chips und überlegen wo die Mädels sein könnten. Aber mit so wenig Informationen können wir nix tun, wir haben unser Bestes gegeben.
Ich erkundige mich noch im UA Office, dort sagt man mir, dass sie eigentlich heute Morgen hätten ankommen müssen, aber Namen dürfen sie keine nenne. Morgen kommt wieder ein Flieger, dann wollen wir nochmals raus, vielleicht sind sie ja dann dabei. Wir suchen uns einen Fish und Chips Laden, aber wie das so ist wenn man was braucht, findet man es nicht. Schließlich haben wir doch noch Glück und finden sogar einen sehr günstigen. 4 Fish und 2 Chips für 8 Dübel. An einem Sportplatz lassen wir es uns schmecken und sehen bei einem Rugby Spiel zu. Auf dem Parkplatz vor der Schule wird wieder Fahren geübt, aber im Schneckentempo, das bringt doch nix. Auf einmal kommt einer angefahren und lässt den Karren voll rum, es staubt nur noch, dann düst er wieder ab. Wir trinken unser Bier und pennen dann.

Dienstag 7. Januar - 102. Tag

Um 7:15 Uhr machen wir auf, jetzt aber schnell. In Rekordzeit wird alles umgebaut und die Zähne geputzt. Dann dirigiere ich Thomas durch Aucklands Straßen zum Airport. Im Radio, AKL1476, hören wir, dass UA841 schon 15 Minuten früher landet. Jetzt aber schnell, wir parken direkt vor der Halle, aber auch Heute werden wir enttäuscht.

Wieder zurück in der Stadt, sehen wir uns in Newmarket die Läden am Broadway an. Nicht schlecht hier, wir verbringen 3,5 h und sind um 16 Uhr wieder am Visitors Center. Aber auch hier ist nix auszumachen, die Mädels bleiben für uns veschollen.

Wir kaufen im St. Lukes Center ein, wobei wir von einem Supermarkt zum anderen rennen und die Preise vergleichen und werden dann an der Kasse um einen Dübel geprellt. Am Western Springs Stadium essen wir wieder, diesmal Sandwiches. Das Wetter ist nicht mehr so gut, morgen soll es regnen. Thomas wischt sich den Mund mit der Zeitung ab und ist jetzt ganz schwarz um den Mund.

Mittwoch 8. Januar - 103. Tag

Um 5:30 Uhr kommt ein Auto und es steigt jemand aus, klopft ans Fenster. Thomas macht auf, es ist die Polizei in Zivil. Sie fragen uns wo das Auto her ist, wem es gehört und was wir machen. Dann verabschieden sie sich wieder, wir können aber nur schlecht weiter schlafen. Um 9 stehen wir dann auf und essen Müsli, anschließend fahren wir in die City und laufen wieder rum, machen Fotos. Am Bootshafen knipsen wir auch noch und suchen im Telefonbuch nach einer Laundry. In der Wellington Street finden wir auch eine gute mit Trommel-Waschmaschinen.

Wir parken dann das Auto am Berg vor dem Aotea Square und sehen im Visitors Center nach den Mädchen, aber auch heute hat sich nix getan, dafür treffen wir die Ulmer auch dort. Die wollen ihr Auto verkaufen.
Im St. Lukes Center kaufen wir uns Potato Bread und fahren in den Western Springs Park zum essen. Hier ist aber die Hölle los, lauter Autos. Heute ist ein Speedway Rennen auf der Bahn im Stadion. Wir essen erst mal Thunfisch Sandwiches und schauen dann mal an die Kasse vor. 12 $ pro Nase, das können wir uns gerade noch leisten. Wir ziehen uns was warmes an und nehmen eine Sitzunterlage mit, wie alle.

Im Rennstall sehen wir uns zunächst die Sprintcars an und man kann überall den Geruch von Methanol riechen. Irre Kisten sind das. Am Start sind Amis, Aussies und Kiwis. Zuerst fahren ATV´s, dann komische Strandbuggys, die bloß Krach machen und nicht fahren, dann Sprintcars mit seltsamen Spoilern auf dem Dach. Zum Schluß, die Besten, Midget Cars, die haben Sound und Power, schleudern laufend den roten Dreck von der Bahn in die Zuschauer. Nicht schlecht, mit der Siegerreihenfolge komme ich zwar nicht mit, weil sie von Jeeps angeschoben werden und im Fahren starten, aber sonst ist es super. Fallschirmspringer kommen dann auch noch, also der Abend war nicht schlecht. Wir fahren dann auf unseren Platz und pennen auch gleich. Thomas sagt noch, dass die Polizei hoffentlich diesmal nicht kommt und ich meine, dass wir ja einen Zettel mit allen Antworten raus hängen können, unsere Namen stehen ja schon da.

Donnerstag 9. Januar - 104. Tag

Diesmal werden wir um 7:30 Uhr geweckt, ich mache auf, diesmal ist eine Polizistin. Sie stellt die gleichen Fragen und wir denken gleich an den Zettel, sie schreibt auch alles auf und als sie unsere Namen will, sage ich "die stehen auf der Tür". Wir dürfen noch ne Nacht hier schlafen, es werden nur gerade so viele Autos gestohlen, meint sie. Um 10 stehen wir dann auf, auch heute viel Sonnenschein. Im Viktoria Park Market laufen wir als Erstes rum. Ein schöner Markt in einem alten Fabrikgebäude, auch hier kann man sich die Zukunft hellsehen lassen, aus der Hand, mit Kugel oder Karten. Wir wollen dann duschen und suchen ein Schwimmbad, in Hafennähe ist eines, gleich rein, aber igitt, Salzwasser. Na ja, dafür warme Duschen.

Im Visitors Center gibt's nix Neues, also fahren wir was essen in den Park, heute Chillibohnen aus der Dose und Kiwis. Thomas lässt den Schlüssel im Auto liegen, also Draht raus und Auto aufbrechen. So ein Drahtkleiderbügel unter dem Ersatzrad ist ganz schön nützlich. An unserem P essen wir mal wieder gute Vinegar Chips und schon wieder kommt einer angefahren und lässt seinen Karren auf dem Platz im Kreis scherren, so dass andere auf der Strasse Licht anmachen vor lauter Staub.

Freitag 10. Januar - 105. Tag

Die Bullen kamen heute um 2:30 Uhr und weckten uns mit den üblichen Fragen, ich sage gleich, dass gestern Nacht schon Kollegen hier waren und sie düsen daraufhin wieder ab. Um 7 stehen wir auf fahren zum Flugplatz, aber nix. Enttäuscht fuhren wir auf die Rest Area und essen erst mal was. (Ich weis auch nicht mehr genau, warum wir an dem Tag nochmals zum Flugplatz sind)

Wir fahren zu Cheapies und sagen Toni, wann wir unser Auto zurück geben wollen. Jetzt brauche ich erst mal Ruhe, in der Auckland Domain legen wir uns in den Rasen und essen Kekse mit Fruchtsalat und Karotten und lesen im Australischen Reiseführer. Wir sind ganz entsetzt von den Temperaturen und den Viechern dort. Wir kaufen auch noch einen Vorhang als Moskitonetz zum Schutz, kaufen Telefonkarten und schauten im Visitors Center vorbei. An einem Take Away holen wir uns Fish + Chips, der Verkäufer Hassan, sucht ein Auto für seinen Freund, ich sage 1500 für unseren und er meint, "ja vielleicht". Morgen um 15:30 Uhr kommt sein Freund, dann werden wir ja sehen, gut wäre das schon.

Thomas telefoniert Heim, die Mädels hätten gestern Früh ankommen müssen. Wir müssen Morgen noch abwarten, ob wir sie treffen. Dann helfen wir 4 Japsen, die samt einer Karte, eine Strasse nicht finden. Sind die doof, das war doch gleich um die Ecke.

Samstag 11. Januar - 106. Tag

Die Bullen kamen heute Nacht nicht, dafür passierte was anderes. Mitten in der Nacht kamen welche angefahren und ließen die Karre wieder so rum, dass Steine auf unser Auto fliegen und eingestaubt werden, dann träumte ich einen Schmarrn.

In der Früh fuhren wir gleich zum Visitors Center einen neuen Zettel anbringen. Das CPO hat leider zu, so können wir nicht schauen, ob die Filme da sind. In der Domain frühstücken wir erst mal und stauben das Auto ab.
Im Liquorland bekommen wir eine Packung Sizzler Würstchen, wir sitzen dann ewig vor der "i", aber keine Mädels. Nachmittags kaufen wir im Supermarkt ein, das Müsli wird dieses mal aus einzel Zutaten zusammen gestellt. Gleich hinter her fahren wir zu Hassan, der Laden ist zu. Nach einer Weile kommt einer und meint "dass sein Freund gestern schon ein Auto gekauft hat". Scheiße das klaptt auch nicht, Thomas ist schon ganz frustriert. Wir fahren nochmals zum "i" - nix. In Western Springs ist heute wieder Speedway, wir versuchen die Sizzler zu grillen, aber das klappt auch nicht. Zuviel Wind und der Kocher zu heiß. Wir sehen noch zu wie der P trotz Einweiser unnötig verparkt wird.

Sonntag 12. Januar - 107. Tag

Bei Wind frühstücken wir und fahren gleich zum "i", aber es hat sich natürlich nix getan. Wir sehen uns dann eine Auto Auktion im Ellerslie Racecourse an, hier können wir nächsten Sonntag auch unser Auto verkaufen, wenigstens probieren. Um auf den Motorway zu kommen, braucht man viel Glück, wir finden erst keine Auffahrt.

Es geht über die Harbour Bridge und wir suchen das Haus von den Stolls. Finden es auch gleich, aber es ist keiner Daheim, dann müssen wir halt mal anrufen.
Wir fahren weiter nach Norden, in Orewa machen wir Mittagspause auf einem P am Strand. Es hat starken Wind und viele Surfer. In Matakohe schmuggeln wir uns ins Kauri Museum. Dort kaufen wir Samen vom Kauri und Riesenfarn. Zum essen gibt's hier mal wieder Sandwich mit minced Chilli, das wir auch heute kauften. Am Traunsen Kauri Park suchten wir ewig einen Platz, wir hatten schon einen, als ich im Buch las, dass es einen kostenlosen Campingplatz hier geben soll, wir fanden ihn aber nicht. Jetzt stehen wir erhöht neben einer Straße auf der Einfahrt zu einem Haus.

Montag 13. Januar - 108. Tag

Es regnet in der Nacht, aber als wir um 10 aufstehen, hörte es gerade auf. Wie aßen unser selbst gemachtes Müsli. Der Bauer lies sich auch mal blicken, aber alles OK. Wir sahen uns zuerst den Trounsen Kauri Forest an, wo junge Kauris stehen. Dann den Waipoua Forest, vom Lookout Turm. Ein Schild "Achtung Kiwi" sahen wir auch. Das Visitors Center und den Te Matua Ngahere - den Vater des Waldes, sahen wir auch. Ein riesen Baum und fett, so was habe ich noch nicht gesehen, nicht mal im Sequoia Park. Die 4 Sisters stehen auch beeindruckend da und der größte Kauri, Tanemahuta, ist ein Koloß mit 52 m höhe und fast so dick wie er 2000 Jahre alte.

Wir tankten dann in Kaikohe und kauften Milch und Chips, schlenderten noch durch die Hauptstrasse und fuhren dann auf dem Highway 1, mit One Lane Bridge, bis nach Okaihau. Es gibt heute wieder Sandwiches und in einem Waldgebiet fanden wir eine gute Rest Area hinter Bäumen und mit Bach. Wir rasierten uns gleich an diesem und legten das Bier kühl. Die Finanzen wurden abgerechnet und unnötiger Ballast aussortiert. Weil es hier recht viel Moskitos gibt, schnitten wir ein Loch in die Folie an den hinteren Fenster und klebten den Vorhang hin, damit man die Fenster ganz aufmachen kann.

Dienstag 14. Januar - 109. Tag

Es regnet leicht und warm war es dazu. Wir essen im Auto und fahren weiter nach Kaitaia. Dort sind wir gleich ins Visitors Center um nach den Tide Zeiten zu fragen. Um 14 Uhr wird es gefährlich, also schnell im Pack n Save einkaufen. Hier ist die Hölle los, auch im Ort, wie bei uns am langen Samstag. Alles ist auf den Beinen und kauft ein. Wir tanken noch auf und fahren zum 90 Mile Beach.

100 steht auf dem Schild, als Höchstgeschwindigkeit als es auf den Sand geht. Die Sicht ist nicht so gut und es regnet ab und zu. Aber es ist ein gutes Gefühl den Strand hinunter zu brettern, immer gerade aus. Ein Gefühl von Freiheit kommt auf. Mal fahre ich etwas ins Wasser und spüre das Aquaplaning, dann auf harten Sand und mal in den weichen Sand, wo man gleich die Verzögerung merkt. Vögel werden weg gescheucht und über Muscheln düsen wir dahin. Man kann den Karren auch super im Kreis rum lassen, im losen Sand gräbt das Auto tiefe Spuren. Als ich beim 2. Mal voll driftmäßig aus dem Kreis komme und das Auto fast kippt, hört man plötzlich Geräusche. Scheiße was ist jetzt kaputt. Der vordere rechte Reifen hat etwas wenig Luft, aber das Geräusch kommt von der Hinterachse. Wir fahren weiter, ich sehe Zelte und denke, dass dort eine Ausfahrt ist, fahre hin und stecke schon voll im Sand. Eine Ausfahrt ist natürlich auch nicht da, der Wagen hat sich voll eingegraben. Scheiße, wir müssen den ganzen Sand unter dem Auto vorholen, das sitzt total auf. Es klappt nicht wir fahren keinen Zentimeter, schon stehen wir wieder drin. Immer graben, dann vor und volle Hämmer zurück. Nicht viel zu machen, wir müssen unterm Auto alles weg buddeln und eine Bahn bauen. Beim 2. Mal geht's, wir sind wieder frei und auf festem Sand. Wir waschen uns den Sand von Armen und Füssen und müssen wieder zurück, weil weiterfahren wegen der Flut zu gefährlich wäre. Wir kommen auch so in Schwierigkeiten, da wir wegen der Flut weiter innen auf losem Sand fahren müssen. Das Auto ist ganz voll mit Salzwasser und Schlabber, der haften bleibt wenn man durchs Wasser fährt. Wir finden eine Ausfahrt, die erst aus Schotter und dann Matsch besteht.

Auf Teer ist gleich eine Tankstelle da, wir füllen Luft in den Reifen, der auch ganz warm ist und schauen nach dem Öl. Ich bin ganz fertig, das nimmt mich schon mit. Jetzt geht's nur auf Teer weiter. Die Geräusche sind nicht mehr so stark, aber immer noch hörbar. Dann hört der Teer wieder auf und wir fahren auf Schotter, da halten wir und essen erst mal was. Moskitos hats hier leider auch. Dann steht ein Bulle im Weg, ich probiere den Trick mit den zwei Fingern, wie bei Crocodile Dundee, um das Tier von der Strasse zu bewegen und es klappt.

Wir reden über Filme, wie Life of Brian, Erik der Wikinger und Kentucky Fried Movie und lachen die ganze Zeit. Am Cape Reinga Lighthouse herrscht totaler Nebel, wir laufen raus, aber man kann nichts sehen. Hier trifft die Tasmanische See und der Pazifische Ozean zusammen, was ganz gut aussehen soll. Einen Platz finden wir hier an der Straße, vielleicht ist es morgen besser. Ich klebe schon am Schlafsack fest, wir müssen unbedingt demnächst wieder duschen. Natürlich gibt es heute auch die guten Chips und DB Draught.

Mittwoch 15. Januar - 110. Tag

Es hat immer noch Nebel, aber nicht mehr so schlimm. Der Reifen hat zum Glück keine Luft verloren, der Tag fängt nicht so schlecht an. Wir essen und putzen die Zähne am P unten. Für ein paar Minuten löst sich der Nebel auf und wir können was sehen. Ich schreibe noch eine Karte und kaufe für Yvonne, Hai Zähne als Ohrringe an einem Stand. Wir fahren zum Puketi Stream, hier gibt es riesige Sanddünen wie in Pyla. Wir besteigen eine und hüpfen wieder runter. Wir entscheiden uns ,denn Fluß runter zum 90 Mile Beach zu fahren. Es spritzt wieder lauter Wasser um uns herum beim Fahren. Der Weg verläuft im Flussbett und es geht gut voran, also fahren wir ganz runter zum Strand, dort sieht es auch gut aus und wir fahren nochmals auf dem Strand zurück. Ich kackte in einem Klo am Strand und Thomas fütterte derweil ein Pferd.

Wir fahren bis zu den Rainbow Falls und kochen uns dort 500g Spaghetti und zum Nachtisch gabs eine Zitrone. Jetzt bin ich voll, mal sehen ob wir hier auch stehen bleiben können. Ja es geht und es wird wieder eine heiße Nacht.

Donnerstag 16. Januar - 111. Tag

Wir frühstücken während ein halber Kindergarten im anrollen ist. Über Kerikeri, wo wir uns das älteste Steinhaus ansehen, fahren wir nach Waitangi. Dort schmuggelten wir uns, ohne die 5 Dübel zu bezahlen, rein und sahen das größte Maori Kriegskanu, mit 35 m Länge und das Meetinghaus an. Von dort ging es weiter, über eine schlechte Schotterpiste nach Russell. Es regnet und ein gutes Motor Camp zum duschen gibt es auch nicht. Wir sehen uns noch den Friedhof und die älteste Kirche an, dann düsen wir wieder ab. Das Benzin wird langsam knapp und so verabschiede ich mich von der letzten Schotterstrecke in NZ.

In Whangarei tanken wir und kaufen in einem New World Garlic Luncheon und Chips. Bei den Whangarei Falls, essen wir dann die Sandwiches. Als wir uns die Falls ansehen wollen, treffen wir 4 junge Kiwis, die bereits gut drauf waren und immer noch Bier tranken, das sie uns auch gleich in die Hand drückten. Von dem Mädchen wurde ich gefragt, ob wir in Germany auch alles kaufen können und wie weit Moskau von uns weg ist. Ein komischer Typ fragte mich, wie das bei uns so ist, seit der Wiedervereinigung und ob es wahr ist, dass ein Nazi im Österreichischen Parlament sitzt. Der Brüder von dem Maori Mädchen, brachte dann gleich mehr Bier und Stengel von einem Farn. Man kann die Stengel essen, wenn man im Busch Hunger hat und von den Blättern vergeht der Durst. Neue FreundeDer fertigste Typ, Paul, lud uns gleich zu sich ins Haus ein, noch ein paar Bier zischen. Wir fuhren dann zu ihm, dort schlafen können wir auch. Paul ist ein Typ wie Hans Söllner, in seinem Garten, baut er alle möglichen Gemüse an, aber auch Mohn und Canabis. In der Wohnung stehen überall Canabispflanzen, die er zu Marijuana verarbeitet und den Mohn zu Opium. Er sagt, wegen den vielen Arbeitslosen die es gibt, gibt es auch viel Hasch. Jeder der keine Arbeit hat, lässt Gras wachsen.

Der Maori kommt wieder und bringt Water Cress mit, was er aus irgendeinem Bach gepflückt hat, sehr gesund. Paul schmeißt alles in einen Topf mit Spinat, Bohnen und Zuchini aus seinem Garten und ein großes Stück Schweinefleisch, das ihm geschenkt wurde. Das ganze nennt sich dann KAI und heisst auf Maori Essen. Es schmeckt nicht schlecht, Kartoffeln sind auch noch samt Schale dabei.

Wir reden über alles Mögliche, auch wie er sein Gras verarbeitet, er zeigt uns sein Opium. 2 - 3000 Dübel bringt so ein Döschen. Das ist sein Einkommen und damit kann seine 17-jährige Tochter zur Schule gehen und studieren. Auf seine Tochter ist er besonders stolz und natürlich auch sein Garten. Wir trinken eine 2l Flasche Bier nach der anderen. Er meint immer wieder, dass man "straight and honest" sein muss, bad guys sind überall und man müsse aufpassen. Um 23:30 Uhr ist aber Schluss und es ist Schlafenszeit, Thomas bekommt ein Bett im Zimmer voller Cannabis und Paul sagt, hoffentlich ist er morgen nicht stoned. Ich schlafe auf einer Matratze im Wohnzimmer. Es ist auch heute sehr warm, aber ich schlafe gut mit 3 Kopfkissen.

Freitag 17. Januar - 112. Tag

Ich dusche gleich mal in der Früh, dann essen wir unser Müsli, wovon Paul nichts hält. Wir nehmen ihn noch mit in die Stadt und verabschieden uns dann von ihm. Wir sollen ihm doch einen Brief schreiben, wenn wir wieder Daheim sind und mit einem "nice to meet you" trennen wir uns.

Wir fahren wieder Richtung Auckland, an einem Campingplatz in einem Wald, füllen wir die blaue Tasche mit dem ganzen Zeug, was wir in Australien nicht brauchen und bei Stolls lassen können. An einer großen Pfütze haben wir dann das Auto auch noch gewaschen. Über eine Nebenstraße wollten wir weiter, aber das war eine Schotterstraße, die wir nicht fahren wollten. Mir geht es heute nicht so gut, ich weis auch nicht was los ist, aber ich bekomme schlecht Luft und mir ist einfach nicht gut.

Als wir bei Stolls in die Einfahrt fuhren, sahen wir schon Licht im Haus. Kenneth war Daheim und sah fern. Wir sprachen über unseren Trip, gaben ihm die blaue Tasche und die Flugdaten für den Rückflug von Sydney. Er holt uns dann vom Flughafen ab und wir können bei ihm die restlichen Tage verbringen. Recht bald verabschiedeten wir uns, da wir ja noch zum CPO wollen.

In Auckland ist heute die Hölle los, wir bekamen nur einen Parkplatz für 60 min, sind schnell zum CPO, aber es nix da für uns. Dann musste ich in einem Big M den Water Cress abkacken und sind dann noch zum Visitors Center. Auch hier keine Nachricht für uns. Die Filme können wir dann wohl abschreiben. Es fängt an zu regnen, da laufen wir schnell zum Auto und fahren ins St. Lukes zum einkaufen. Die Lust dazu ist uns heute irgendwie abhanden gekommen, aber die Käse-Sandwiches am Western Spring Stadium sind heute dafür besonders gut, auch im Auto.
Das Beifahrer Türschloss scheint sich auch bald zu verabschieden. Wir schreiben den Bericht nach und sehen beim Rugby Turnier zu, das hier von ein paar Hobbymannschaften am laufen war. Wir übernachteten dann wieder auf dem P vor der Schule. Die Polizei kam 2x in der Nacht, aber fuhr auch gleich wieder.

Samstag 18. Januar - 113. Tag

In der Früh regnet es nicht mehr, dafür geht ein mords Wind, der auch den ganzen Tag andauert. Wir essen unser Müsli und fahren in die Stadt. Im Air New Zealand Büro erkundigen wir uns nach unseren Flugzeiten. Wir bekommen einen Handgeschriebenen Zettel und ich kann ein Wort nicht lesen und frage was das heißen soll. Dann sagt er es heißt auf bayerisch Check-In, da ich das T-Shirt mit dem Bayernwappen an habe und zu Thomas meint er, wenn er das macht, was auf seinem T-Shirt steht, bekommt er in Australien Aids (es war das Ficken, Bumsen, Blasen T-Shirt der Toten Hosen). Wir lachten alle und nahmen unseren neuen Flugplan mit.

Wir sahen uns dann noch in ein paar Buchläden um und schlenderten durch ein Kaufhaus. Im Liquorland kauften wir dann noch ein Six-Pack. Dann legten wir noch einen Waschtag ein, der Waschsalon hatte moderne Maschinen, die man von vorne füttert. Vom St. Lukes Center nahmen wir auch schon mal Abschied und in Western Springs ist heute wieder rennen. Der starke Wind warf dann unser Cola um und überflutete die Tomaten. Wir machten dann noch eine Abrechnung und rechneten auch den Verbrauch und so aus. In der Nacht kam 3x die Polizei, wobei ich 2x Rede und Antwort stehen musste, ich sagte dann, dass wir morgen noch mal hier schlafen werden.

Sonntag 19. Januar - 114. Tag

Ein Irrer kam dann auch noch, der 10 min. über den Parkplatz heizte. Wir schlafen bis 10:30 Uhr und frühstücken. Dann doch noch mal zum St. Lukes, einen Kugelschreiber kaufen, denn der von Danes verließ mich gestern und Thomas brauchte auch einen.

Dann sahen wir uns die alten Waffen im Auckland Museum, die haben sogar eine V1 Rakete. Im Cornwall Park kochten wir mit dem letzten Gas ein Süppchen und der Rucksack wurde auch schon mal gepackt. Der Black Rubbish Sack wurde von den Türen entfernt, dabei blieb der Kleber überall hängen und wir mussten den mühsam weg rubbeln. Das ging am Besten mit dem Schuhspray von Thomas, jetzt ist alles ungewohnt hell im Auto. Auf den One Tree Hill fuhren wir auch noch mal, bevor wir uns Fish n Chips kauften und diese an der Mission Bay aßen. Heute wehr genau wie gestern immer noch ein abarts Wind. Wir schliefen natürlich wieder auf dem P und heute kam keiner, was für ein Wunder.

Montag 20. Januar - 115. Tag

Nachdem wir das Auto verkaufsfertig gemacht haben und alles gegessen hatten, fuhren wir zum Busbahnhof und gaben unsere Rucksäcke ab. Dann zu Cheapis, dort trafen wir auf einen Pfälzer, der ein Auto suchte. Er fuhr dann unsere "Semmeltüte" probe und wir waren uns schnell einig. Er kaufte es für 1350 $, musste aber 200 $ Provision an Cheapis zahlen, die mit unserem Deal nicht einverstanden waren.

Wir vertrieben uns noch etwas Zeit in der Stadt. Thomas sah nochmals im CPO nach Post und veschenkte die Mütze aus Dunedin an ein kleines Mädchen.
Dann fuhren wir mit dem Bus zum Airport und stöberten in den Duty Free Läden, kauften noch 2 Six-Packs Steinlager. Beim Zoll kamen wir mit dem Motoröl, das wir in Colaflaschen gefüllt haben, durch. Sie hatten die Flaschen aber schon in der Hand und meinten nur, wir hätten wohl viel Durst. Der Flug war angenehm und wir redeten mit 2 Schweizer.

---

In Sydney war das Förderband für das Gepäck kaputt und wir mussten ewig auf unsere Rucksäcke warten. Vorm Flughafen lernten wir Michael, einen Wiener, kennen. Wir fuhren gemeinsam mit dem Bus bis zur Victoria Station, dort soll es einige Backpacker Hostels geben. Nach einiger Zeit fandden wir eins und checkten dort ein. Im Zimmer hausten schon 3 Norweger. Wir machten uns Platz und räumten unsere Betten frei.

Wir tranken dann gleich mal ein Bier und machten uns auf den Weg ins Zentrum von Kings Cross. Das ist ein Amüsierviertel mit Bars, Night Clubs und Shows. Wir wurden auch immer wieder angemacht, hier und da rein zu gehen. In einer Bar tranken wir dann noch ein paar Biere und redeten mit Michael. Er erzählte von seinem Unfall beim Fallschirmspringen in NZ, wobei er sich einen Wirbel brach und operiert werden musste.

Auf der Dachterasse vom Backpacker laberten wir dann noch mit den Norweger, über alles Mögliche und auch die Wiedervereinigung. Um Mitternacht gingen wir dann schlafen, es ist aber immer noch heiß und die Luftfeuchtigkeit macht das Atmen schwer. Man braucht sich auch kein bischen zudecken.


Dieser Teil der Reise ist nun vorbei, weiter geht's im Bericht Australien 1992.

Kommentare zu diesem Bericht:

bottom corner